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Für die der Winter zu früh kommt (SC 09 Effelder)

 

Im letzten Pflichtspiel des Jahres, beim 6:0-Pokalerfolg in Heldburg, gehen Jeff-Kevin Krasemann als vierfacher Torschütze und Torwart-Oldie Frank Dreilich noch einmal richtig auf. Doch können sie ihre Form auch bis 2019 kompensieren? Nachgefragt.

 

Herr Krasemann, mit dem Halbfinaleinzug in Heldburg konnten Sie mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Das Spiel war ein wenig auch Sinnbild unserer bisherigen Saison. Anfangs hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Wir konnten wieder einmal nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. In der Halbzeit hat uns der Trainer wach gemacht, und wir kamen dann besser ins Spiel. Der Elfmeter von Stephan Funke war dann der Dosenöffner. Dann lief es bei uns wie am Fließband.

 

Das stimmt, insbesondere für Sie persönlich mit vier Toren und dabei einem Hattrick in den letzten zehn Minuten.

Ich habe halt dreimal richtig gestanden (lacht ). Ich war als Mittelfeldspieler eben dort, wo unsere Stürmer nicht waren. Es ist natürlich ein schönes Plus für mich. Am Ende hätte ich mich aber mit jedem anderen genauso gefreut. Wichtig war, dass wir weitergekommen sind. Das ist nicht mein Verdienst, sondern der der ganzen Mannschaft.

 

Können Sie sich daran erinnern, schon einmal vier Tore in einem Spiel gemacht zu haben?

In der Jugend ist mir das schon mal gelungen. Aber im Herrenbereich waren bisher drei Tore – vor zwei Spieljahren gegen Sachsenbrunn – meine Bestmarke. Einen Hattrick hatte ich noch nicht zuvor geschafft.

 

Kommt also die Winterpause für Sie und den SC 09 Effelder deshalb zu einem ungünstigen Zeitpunkt?

Für mich persönlich schon. Ich konnte mich in den letzten Partien immer steigern und war an Toren beteiligt. Nach dem 6:0 gegen Heldburg, wo wir mal endlich gezeigt haben, was in uns steckt, hätte es mich gefreut, wenn es noch etwas weitergegangen wäre. Andererseits ist die Winterpause auch nicht verkehrt. Wir haben ein Trainingslager in Bad Blankenburg und können die Hinrunde analysieren und voller Energie in die Rückrunde gehen.

 

Der SC 09 Effelder hat als Kellerkind der Kreisoberliga die viertbeste Offensive, aber auch schon 46 Gegentore kassiert. Woran liegt das?

Wie heißt es immer so schön: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive halt Meisterschaften. Wir sind dafür diese Saison ein gutes Beispiel. Wir müssen uns da hinterfragen, woran es gelegen hat. Mit Andy Kob haben wir einen der besten Verteidiger der Liga in der Mannschaft. Teilweise fehlen uns aber Aggressivität und Härte in der Zweikampfführung, die man in dieser Liga braucht.

 

Haben Sie eine Erklärung, warum der SC 09 in dieser Saison um den Ligaverbleib kämpft?

Allzu sehr hat sich der Kader nicht verändert. Allerdings haben uns mit Robert Bätz und Tobias Treciak zwei Leistungsträger verlassen. Der Trainer motiviert uns immer topp und stellt uns gut auf die Gegner ein. Leider können wir aber seine Vorgaben oft nicht umsetzen. Sonst würden wir sicher deutlich besser dastehen. Das Spiel gegen Heldburg hat das wieder gezeigt.

 

Sie haben gerade Robert Bätz angesprochen, der ja wieder im Winter nach Effelder zurückkommt. Könnte das ein Schlüssel zur defensiven Stabilität sein?

Sicher wird uns Robert Bätz mit seiner Erfahrung und im Zusammenspiel mit Andy Kob wieder deutlich mehr Halt geben. Das hat man in der letzten Saison ja gesehen.

 

Und was sagen Sie als jüngerer Spieler zum Comeback von Frank Dreilich?

Ich persönlich mag und schätze ihn sehr. Es freut mich, dass er uns in der schweren Phase geholfen hat. Das zeugt bei ihm von Charakter, dass er sich im höheren Fußballalter zwischen die Pfosten stellt. Das rechnen wir ihm als Mannschaft hoch an. Gut zu wissen, dass jemand da ist, wenn Not am Mann ist. Für die Rückrunde hoffen wir, dass Pascal Neuber wieder zurückkehrt.

 

Rückrunde ist das Stichwort: Was sind Ihre Ziele als Team und für Sie persönlich?

Bisher rennen wir unseren eigenen Ambitionen hinterher. Mit dem Rückrundenstart wollen wir wieder einiges besser machen. Wir waren immer dann erfolgreich, wenn wir aus einer Grundoffensive heraus unser Spiel ruhig aufbauen konnten. Dann können wir uns den Gegner zurechtlegen und über Konter gefährlich sein. Das hat uns damals in der Aufstiegssaison in der Landesklasse ausgezeichnet. Wir sind eine Mannschaft, die mit Ballbesitz nicht so viel anfangen kann. Vielmehr sind wir im Konterspiel über unsere schnellen Spieler gefährlich. Aber eine genauere Analyse und die Ziele für die Rückrunde erfolgen in Bad Blankenburg im Trainingslager.

 

Herr Dreilich, Sie gehen ungeschlagen aus der Hinrunde. Ein Remis in Mendhausen und der Pokalsieg in Heldburg stehen in Ihrer Bilanz. Wie kam Ihr Comeback zustande?

Der Trainer hat mich gefragt, ob ich einspringen würde. Ich habe das immer angeboten, wenn mal Not am Mann ist. Als dann die Frage kam, war klar, dass ich zusage. Bei dem Spiel in Mendhausen hätten wir höher führen müssen. Am Ende war deshalb der Ausgleich sehr enttäuschend für uns.

 

Wie ist es für Sie, bei Frank Vogel zu spielen, der ja als Trainer Ihr Nachfolger ist?

Das ist absolut kein Problem. Wir verstehen und schätzen uns beide sehr. Das war auch in der Vergangenheit schon immer so.

 

Wie halten Sie sich eigentlich fit?

Ein paar Einsätze hatte ich in dieser Saison schon bei der zweiten Mannschaft. Ansonsten bin ich ja ein renommierter Mann. Ich denke, ich habe genug Erfahrung, um schnell wieder reinzufinden. Zum Training gehe ich nur, wenn ich auch Lust habe. Aber ich denke, dass darf ich mir in meinem Alter auch erlauben.

 

Sieht man Sie in der Kreisoberliga-Rückrunde weiter im Tor?

Wenn ich wieder gebraucht werde, bin ich auf jeden Fall da. Das wissen Frank Vogel, die Mannschaft und der Verein. Interview: Ulrich Hofmann

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 10.12.2018

 

 

„Mit aller Macht" ins Halbfinale

 

Das letzte Fußball-Pflichtspiel im Kreismaßstab vor der Winterpause steht am Sonntag auf dem Spielplan. Im Pokalwettbewerb des KFA Südthüringen empfängt der SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz den Hainaer SV in der letzten Viertelfinalbegegnung. Beide Mannschaften stehen sich somit damit innerhalb von fünf Wochen zum dritten Mal gegenüber. Zunächst gab es zwischen den Teams die beiden Partien in der Meisterschaft. Hier gewann Neuhaus- Schierschnitz das Heimspiel knapp mit 2:1 Toren. Das Rückspiel vor 14 Tagen in Haina endete nach dem Last-Minute-Treffer in der 94. Minute von Michele Happ 2:2-Unentschieden. Nun stehen sich beide im Pokal gegenüber. Die ISO-Mannschaft hat nach den vier Zählern in der laufenden Punkterunde den Vorteil klar auf ihrer Seite. Mit einem Sieg könnte sie für ein Novum in der Pokalhistorie sorgen. Denn mit Steinach, Oberlind und Effelder stehen schon drei Mannschaften des Landkreises Sonneberg im Halbfinale. Mit einem Sieg von Neuhaus-Schierschnitz wäre dann eine vierte Mannschaft aus dem Nachbarkreis in der Vorschlussrunde. Das gab es noch nie.

 

In Haina werden solche Statistiken mit reichlich Desinteresse entgegen genommen. „Wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren. In der Meisterschaft waren es zwei enge Dinger. Im Pokal beginnt es nun von vorne. Wir streben mit aller Macht das Halbfinale an. Leider stehen uns neben den Langzeitverletzten weitere wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Aber es ist nun das letzte Spiel und da können wir uns noch einmal voll reinhauen", sagt HSV-Trainer Hans-Georg Meisch. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 23.11.2018




HSV will Schwächephase nutzen

 

Die zwei Nachholspiele in der Fußball-Kreisoberliga haben es in sich. Es geht um reichlich Prestige. Vor allem in Erlau.

Hildburghausen – An der L 3274 steigt am Sonntag das Topspiel auf dem Programm, ehe sich die Liga danach endgültig in die Winterpause verabschiedet. Mit dem Erlauer SV (25 Punkte) und dem Hainaer SV (27 Zähler) treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander. Jedes Team könnte mit einem Sieg auf den zweiten Platz vordringen, wobei die Grabfelder nach Punkten zum Spitzenreiter aufschließen könnten. Die große Frage auf beiden Seiten wird sein: Welche Akteure werden den Trainern zur Verfügung stehen? In der vergangenen Woche sind sowohl Grün-Weiß als auch Schwarz-Gelb ganz schön auf dem Zahnfleisch gekrochen. Während der HSV im Heimspiel gegen Neuhaus-Schierschnitz noch ein 2:2 retten konnte, haben die Gastgeber ihren Pokalauftritt beim Sportclub in Oberlind überraschend in den Sand gesetzt. „Besonders gut ist die Stimmung nach dem Pokal-Aus nicht. Aber das können wir nicht mehr ändern. Zum Training am Dienstag waren wir acht Mann. Mehr ist aktuell auch nicht möglich. Benjamin Pilz wird als einziger zur Mannschaft der Vorwoche dazukommen. Alle anderen haben verletzungsbedingt schon Winterpause. Wir wollen versuchen, dass Beste aus dieser Situation zu machen", schildert Trainer Marco Frühauf die Situation in Erlau. Sein Gegenüber Hans-Georg Meisch hofft, die Schwäche des vor der Saison zum Meisterschaftsfavoriten gekürten Erlauer SV ausnutzen zu können: „Erlau hat nicht gerade einen positiven Lauf. Wir wollen drei Punkte mitnehmen. Aber unterschätzen dürfen wir den Gegner dennoch nicht. Personell könnte es sich wieder ein wenig positiver darstellen. Torwart Philipp Rekittke und Thomas Löser sind diesmal wieder dabei. Hinter den Einsätzen von Daniel Mai und Jens Gundelwein stehen noch Fragezeichen."

 

Bereits am Samstag hat der Neuntplatzierte, die SG Veilsdorf/Heßberg (18 Punkte), Heimvorteil gegen den Tabellenvorletzten aus Mendhausen/ Römhild. Die Elektrokeramiker könnten mit einem Sieg um drei Tabellenränge nach oben klettern. Die Gäste aus dem Grabfeld würden mit einem Dreier den vorletzten Platz und Abstiegsrang verlassen und auf Position 11 springen. Den letzten Vergleich an gleicher Stelle konnten die Elektrokeramiker Anfang Mai durch den Siegtreffer von Willi Krausser mit 2:1 gewinnen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 17.11.2018



 

Interview:

Michele Happ, Spieler des Hainaer SV

 

Der Opa zeigt wie’s geht

 

Michele Happ (47) zählt in der Fußball-Kreisoberliga zur alten Garde. In dieser Saison erlebt der Oldie des Hainaer SV einen erneuten Frühling. Am vergangenen Spieltag sicherte der Abwehrspieler seinem Team mit zwei Treffern ein Remis gegen Neuhaus- Schierschnitz. Im Interview verrät er, woher die Torjägerqualitäten kommen und womit er die „jungen Wilden" in Schach hält.

Servus, Herr Happ, am vergangenen Spieltag zählten Sie neben Torwart Frank Dreilich (53) zu einem der ältesten Spieler, die in der Kreisoberliga auf dem Platz standen. Wie ist es zu diesem Einsatz gekommen?

In Haina herrscht seit einigen Wochen Personalmangel. Gegen Neuhaus-Schierschnitz war es extrem. Wir hatten nur elf Akteure aus dem Kader der ersten Mannschaft zur Verfügung. Und wenn ich gebraucht werde, bin ich auch einsatzbereit. Grundsätzlich sollen die jüngeren Akteure spielen. Aktuell fehlt bei uns die komplette linke Seite. Da hat mich der Trainer in die Vierer-Kette auf links gestellt.

 

Wann standen Sie zuletzt im Trikot des HSV auf dem Feld?

Seit der Pokalbegegnung im Landespokal gegen Borsch bin ich wieder dabei. Deshalb habe ich nun auch schon sieben oder acht Begegnungen in der Liga gekickt. Während dieser Zeit bin ich stets als Abwehrspieler aufgelaufen. Wobei ich hier auf rechts, in der Innenverteidigung und nun auf links in der Vierer-Abwehrkette gespielt habe. Egal wo der Trainer mich hinstellt, ich versuche stets meine beste Leistung abzurufen. Natürlich hilft mir hier die Erfahrung und auch mit Stellungsspiel und mit Auge kann man die jungen Wilden in Schach halten.

 

Als Abwehrspieler haben Sie es eher mit dem Tore-Verhindern zu tun. Gegen den Sportclub aus Effelder haben Sie gleich zwei Treffer erzielt. Woher rühren diese ungeahnten Stürmerqualitäten?

Das mit dem Tore-Verhindern klappt ja ganz gut (Anm. d. Red.: Neun Gegentreffer in 13 Begegnungen) . In erster Linie bin ich auch da, um Gegentreffer zu verhindern. In früheren Jahren habe ich im Sturm gespielt. Das Tore-Schießen verlernt man nun mal nicht. Gegen Ende der 90er Jahre haben Michael Gössinger und ich das Sturmduo beim HSV gebildet. Und in zwei Spielserien hatten wir jeweils über 40 Treffer.

 

Hätten Sie im Vorfeld der Partie damit gerechnet, dass Sie Ihrer Mannschaft mit zwei Treffern zum  Unentschieden verhelfen?

Das war so nicht geplant. Gegen Effelder lagen wir 0:2 hinten und wir mussten mehr riskieren. Deshalb bin ich auch hier dosiert mit nach vorne. Zum Glück konnte ich meiner Mannschaft noch zum Unentschieden verhelfen.

 

Schildern Sie mal den Ausgleichstreffer aus ihrer Sicht.

Die Begegnung war in der Nachspielzeit. Ich wusste, dieser Angriff wird die letzte Möglichkeit in diesem Spiel sein. Mathias (Anm. d. Red.: Mathias Engelmann) nahm noch einmal Maß. Er zog mit seinem starken linken Fuß aus 24 Metern ab. Der Ball segelte Richtung langes Eck. Ich stand auf Höhe des Strafraumes und habe gesehen, dass der Torwart das Leder noch erreichen kann. Hier bin ich losgelaufen. Am Ende hat der Vorsprung gereicht.

 

Ein Treffer ein Kasten Gerstensaft, lautet das ungeschriebene Gesetz im Amateurfußball. Waren Sie Ihrer Mannschaft im Nachhinein noch was schuldig?

Nein, dieses Gesetz ist bei uns nicht gültig. Bei uns gibt jeder mal einen aus – zum Geburtstag oder zum Jubiläum. Auf jeden Fall gab es letzte Woche genug zu trinken (Anm. d. Red.: in Haina war Nachkirmes) . Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

 

Für ältere Spieler ist häufig vom „Oldie" oder „Opa" die Rede. Müssen Sie beim HSV mit diesen Spitznamen leben?

Der ein oder andere ruft schon mal Opa. Damit muss ich leben. Und es entspricht ja auch der Realität. Ob hinter meinem Rücken auch andere Spitznamen gerufen werden, weiß ich nicht. Viele Freunde und Mitspieler nennen mich Michi.

 

Mit 47 Jahren und 6 Monaten erleben sie im Moment den wie vielten Fußballfrühling?

Gefühlt vielleicht den Zehnten. Wobei über die vielen Jahre schon Unterschiede zu erkennen sind. Im Alter reagiert man gelassener. Ich fühle mich persönlich fit. Habe auch fast die komplette Vorbereitung auf diese Saison mitgemacht. Na ja, wenn es die Zeit und die Arbeit hergegeben hat (schmunzelt). Auch das wöchentliche Training steht auf meinem Wochenplan. Solange ich meine Leistung abrufen kann, unterstütze ich die beiden Männermannschaften in Haina gerne. Mein großer Vorteil ist vielleicht, dass ich während meiner Karriere eigentlich nie verletzt war.

 

Herr Happ, Ihre zwei Treffer zur Kirmes gegen Effelder waren ja nicht Ihr erster Doppelpack in dieser Saison?

Das ist richtig. Auch im Pokalspiel beim 5:0 in Westhausen habe ich doppelt getroffen. Die Mitspieler sollten sich langsam anstrengen, dass ich sie nicht in der internen Torschützenliste überhole (lacht).

 

Wie schätzen Sie das Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn in Erlau am Sonntag ein?

Ich würde mich über einen 2:0-Sieg freuen. Dabei muss ich auch nicht unbedingt treffen. Denn wer trifft, ist eigentlich egal. Wenn die Mannschaft wie in den letzten Begegnungen zusammenhält, sollte das auch möglich sein. Einige Akteure werden wieder zum Team stoßen. Die Möglichkeiten der Aufstellung verbessern sich. Wir wissen, um was es geht. Deshalb bin ich guter Hoffnung. Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.11.2018

 

 
Interview

Martin Gelbricht und Marcel Winkler (SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz)

  

„Wir profitieren voneinander"

  

Marcel Winkler und Martin Gelbricht vom Fußball-Kreisoberligist aus Neuhaus-Schierschnitz haben zusammen schon 27 Tore in dieser Saison erzielt, Winkler jüngst vier in einer Partie. Nachgefragt.

Hallo Herr Gelbricht. Sie fehlten am Sonntag zum Punktspiel, sonst wäre das Ergebnis sicherlich zweistellig ausgefallen. 

Martin Gelbricht: Ob es zweistellig geworden wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Aber man sieht, dass man ein Spiel auch in dieser Liga von Anfang bis Ende konsequent durchziehen muss. Das ist uns augenscheinlich nur 45 Minuten gelungen. Da ich als Rechtsanwalt in Nürnberg gebunden bin, ist es mir zurzeit nicht möglich, jedes Spiel zu absolvieren.

  

Herr Winkler, nach vier Toren am Stück war die Freude am Wochenende sicherlich groß ...

Marcel Winkler: Egal ob Familie, Freunde oder alte Mannschaftskollegen – alle haben sich mitgefreut und gratuliert. Am meisten freut sich aber das Tore- und Punktekonto der Iso. Und nicht zu vergessen mein Sohn, der freut sich immer sehr, wenn Papa ein Tor für ihn schießt oder eben vier (... und lacht ). Die Tore sind eh immer meinem Sohn und meiner Frau gewidmet. Tatsächlich ist es mir vor etwa fünf, sechs Jahren in der Landesklasse einmal gelungen, in einem Spiel gegen Steinbach-Hallenberg fünf Tore zu erzielen – einen Hattrick in der ersten Halbzeit und noch zwei Tore in der zweiten. Vor dem Spiel habe ich nicht wirklich damit gerechnet, hatte jedoch von Beginn an gleich das Gefühl, das ich in dem Spiel treffen würde, weil ich von der ersten Minute an gleich gut drin war. Ich glaube, ein Stürmer hat das schon im Blut und spürt, ob da was geht oder nicht. Aber eine Regelmäßigkeit ist das jetzt nicht wirklich.

 

Sie beide scheinen ein eingespieltes Torjägerduo zu sein, haben zwei Drittel aller Isolator-Treffer in dieser Saison erzielt. Wird das teuer? Lust auf die Torjägerkrone?

Martin Gelbricht: Nachdem ich nicht jedes Spiel mitmachen kann, dürfte die Kanone für mich eher ein unrealistisches Ziel darstellen. Natürlich schießt man als Stürmer gerne Tore, jedoch stelle ich auch den Anspruch an mich selbst, für die Mannschaft so viele wie möglich zu erzielen. In der Mannschaft selbst wird gar nicht so viel darüber geredet, da das von uns beiden erwartet wird. Freunde und Familie freuen sich schon immer, obgleich immer gefragt wird, wie viel Chancen hast du dafür vergeben.

Marcel Winkler: Eingespielt würde ich noch nicht mal vollends sagen. Aber es wird von Spiel zu Spiel besser. Es hat natürlich eine gewisse Zeit gebraucht, um zu wissen, wie der andere spielt, wie seine Laufwege, seine Stärken allgemein eben sind. Aber mittlerweile funktioniert das richtig gut. Wir profitieren voneinander, da wir beide auch keine schlechten Vorbereiter sind. Ich glaube, nach der Torjägerkanone schielen wir beide nicht, würden es aber dem anderen gönnen. Martin hat die etwas bessere Torquote. Noch (... und lacht ). Am Ende ist nur wichtig, dass die Iso davon profitiert. Mannschaftsintern gibt es Gott sei Dank keinen festen Regelsatz für erzielte Tore, aber ein Kasten Bier ist schon Pflicht. Den werde ich auch gerne zahlen und vielleicht auch noch ein Essen springen lassen.

 

Sie haben beide schon höherklassig Erfahrung gesammelt. Wäre künftig die Landesklasse auch eine Option für Sie – natürlich beim SV Isolator?

Martin Gelbricht: Es war natürlich schön, in jüngeren Jahren Landesliga und Landesklasse zu spielen. Gerade jedoch hat mannschaftsintern ein Umbruch begonnen. Die Jüngeren sollen erst einmal an das Niveau dieser Liga herangeführt werden, sodass ich es nicht unbedingt sinnvoll fände, höher zu spielen, da das Durchschnittsalter der Leistungsträger mit um die 30 oder höher schon relativ hoch ist. Das dürfte die Frage, ob man höher spielen sollte, relativ eindeutig beantworten.

Marcel Winkler: Über die Landesklasse habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Und ob es eine Option wäre? Es ist mittlerweile zweifelsfrei eine starke, ausgeglichene Liga, die ihren gewissen Reiz hat. Aber hier spielen auch andere Dinge eine große Rolle. Ob das finanziell und strukturell für den Verein machbar ist zum Beispiel. Wie hierüber die Gedanken des Vereins sind, kann ich leider nicht beantworten. Gibt der Kader das von der Quantität und Qualität her? Hier sehe ich ein großes Problem, da wir eben schon in der laufenden Saison große personelle Probleme hatten – mit vielen Verletzten Spielern. Hinzu kamen dann oftmals noch Spieler, die im Urlaub sind. Da musste teilweise schon sehr viel improvisiert werden. Das wurde immer sehr gut von denen gelöst, was mich sehr beeindruckt hat. fri

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 9.11.2018

 


 
Ein ganz spezieller „Spieltag"
 

Die Nachholspiele in der Fußball-Kreisoberliga können unterschiedlicher kaum sein. Kampf um die Herbstmeisterschaft und Abstiegskampf pur. Und das alles im Grabfeld.

Nachsitzen, heißt es für neun Mannschaften der Liga. Insgesamt fünf Partien sind noch offen. Zwei davon werden bereits an diesem Wochenende nachgeholt. Das betrifft die Partie zwischen dem Hainaer SV und dem SV Isolator Neuhaus- Schierschnitz sowie zwischen der SG Mendhausen/Römhild und dem Sportclub aus Effelder. Nicht ganz unwesentliche Spiele. Insbesondere was die Herbstmeisterschaft angeht. Denn im Grabfeld geht es um nichts Geringeres als die Tabellenspitze. Auf der Sportanlage „Heilig Kreuz" stehen sich der Viertplatzierte Haina und der Tabellenführer Neuhaus-Schierschnitz gegenüber. In der ersten Begegnung konnten die Isolatoren ihren Heimvorteil nutzen. Sie gewannen die Begegnung knapp mit 2:1 und eroberten so die Spitze. Wobei ein Eigentor der Hainaer letztendlich für den Heimsieg der Neuhaus-Schierschnitzer verantwortlich war. Diesmal haben die Grabfelder Heimrecht und wollen diesen Vorteil für einen Dreierpack nutzen. Mit einem Sieg könnten die Gastgeber nach Punkten zu den Schierschnitzern aufschließen. Mit einem weiteren vollen Erfolg mit mindestens drei Toren könnten sie aufgrund der besseren Tordifferenz sogar am Gegner vorbeiziehen. „Unser Ziel sind drei Punkte. Das wird schwer genug. Die Tabellenführung ist sekundär. Mit Neuhaus-Schierschnitz kommt ein anderes Kaliber, als letzte Woche Effelder", sagt HSV-Trainer Hans-Georg Meisch vor der Partie. Sein Gegenüber Frank Rosenbauer gibt sich äußerst selbstbewusst: „Wir haben zur Zeit einen guten Lauf. Deshalb fahren wir optimistisch nach Haina. Mit Martin Gelbricht kommt unser bester Torschütze zurück. Er hat gegen Haina und in Hildburghausen gefehlt. Drei Punkte wären top, wobei uns ein Punkt zur Verteidigung der Tabelle ja schon reichen würde."

Defensive oder Offensive?

Bester Angriff trifft auf beste Defensive. Auf der einen Seite haben die Gäste aus Sonneberg mit 41 Treffern den Bestwert der Liga vorzuweisen. Mit Martin Gelbricht, der die Torschützenliste der Kreisoberliga mit 15 Toren anführt, und mit Marcel Winkler, der aktuell mit zwölf Torerfolgen den dritten Platz in der Torjägerstatistik einnimmt, haben sie zwei überaus erfolgreiche Torschützen in ihren Reihen. Dagegen haben die Gastgeber in ihren bisherigen zwölf Punktspielen erst sieben Gegentreffer hinnehmen müssen. Das ist mit Abstand der Bestwert aller 14 Mannschaften. 

 

24 Stunden später geht es in Mendhausen um Punkte für den Klassenerhalt. Hier stehen sich die Tabellennachbarn aus Mendhausen/ Römhild und aus Effelder gegenüber. Mit dem Sportclub reist der auswärtsschwächste ins Grabfeld. Zuletzt gingen die Mannen von Trainer Frank Vogel in jenem Grabfeld, beim Hainaer SV, mit 1:6 unter. Die Gastgeber müssen Stammkeeper René Amberg ersetzen. Für ihn wird Florian Lamping die Position zwischen den Pfosten einnehmen. Aber auch die Gäste haben mit Julian Sommer (Gelb-Rot) einen Ausfall zu beklagen. Awh

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 9.11.2018


Klare Favoriten

 

Noch vor der Winterpause kämpfen acht Mannschaften um den Einzug ins Halbfinale des Fußball-Kreispokals. Den Auftakt machen an diesem Wochenende Hildburghausen II und der Erlauer SV.

Erstmals in der Pokalgeschichte haben sich gleich sieben Mannschaften der Kreisoberliga für das Viertelfinale qualifiziert. In den vergangenen sechs Jahren waren maximal fünf Mannschaften der höchsten Kreisspielklasse bis in diese Runde vorgedrungen. Auch unterklassige Mannschaften waren in der Vergangenheit noch im Wettbewerb vertreten. Das ist erstmals nicht der Fall. Als Underdog hat lediglich der SV Eintracht Heldburg als Kreisligist das Viertelfinale erreicht. In der Begegnung Steinach gegen Hildburghausen II (Samstag, 14 Uhr) gehen die Gastgeber als Favorit ins Rennen. Die Steinacher sind bislang eine wahre Heim-Macht und haben vor den eigenen Fans erst ein Mal verloren. Allerdings dürften die Einheimischen gewarnt sein. Denn in der Hinrunde der Kreisoberliga nutzte die Landesklasse-Reserve aus Hildburghausen ihren Heimvorteil zu einem knappen 1:0-Sieg.

 

Im zweiten Spiel an diesem Wochenende stehen sich der Sportclub aus Oberlind und der Erlauer SV gegenüber (Sonntag, 14 Uhr). Auch diese Partie gab es in dieser Saison schon. Dabei hatten die Oberlinder beim 0:4 gegen die Grün-Weißen keine Chance. Auch die beiden Begegnungen in der Saison 2017/18 konnten die Grün-Weißen relativ eindeutig mit 6:1 und 5:3 für sich entscheiden.

Mit Janis Lautensack in Steinach und Samuel Luckau in Oberlind werden zwei junge Nachwuchstalente der pfeifenden Zunft im Viertelfinale eingesetzt. Sowohl Luckau als auch Lautensack werden bei ihren Aufgaben von höherklassigen Schiedsrichtern an der Seitenlinie unterstützt.

 

Auch in den restlichen beiden Begegnungen stehen sich Mannschaften aus den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen gegenüber. So treffen die Veste-Kicker daheim auf den Sportclub aus Effelder (Samstag, 17. November), während der Hainaer SV ebenfalls wie die Kreisstädter und die Grün-Weißen in den Nachbarkreis reisen müssen. Genauer gesagt geht es zum Kreisoberliga-Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz (Sonntag, 25. November). Die Frage, welcher Kreis im Halbfinale in der Überzahl liegt, entscheidet sich demnach erst zu einem späteren Zeitpunkt. Awh

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 9.11.2018

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