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„Da sieht man mal wieder, wie wichtig der Kopf ist"

 

In der Winterpause-Bilanz spricht Jan Floßmann, Vorsitzender der SG Mendhausen, über zwei deftige Niederlagen, den schmerzlich vermissten „Mucki" und über einen geheimen Fitness-Plan.

 

Herr Floßmann, ist man bei der SG Mendhausen/Römhild zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden in der Kreisoberliga?

Na ja, aktuell befinden wir uns auf einem Abstiegsplatz. Insofern können wir natürlich insgesamt nicht zufrieden sein, weil der Klassenerhalt das Ziel ist. Ich betrachte unsere bisherige Saison differenziert. Wir konnten unserem neuen Trainer Markus Arnhold mit dem Sieg im Raiffeisenpokal in der Saisonvorbereitung einen perfekten Einstand bescheren und starteten somit mit einer guten Portion Selbstvertrauen in die Saison. Mit entsprechend breiter Brust und guter Personaldecke konnten wir am Saisonanfang gut punkten, fanden uns zwischenzeitlich sogar im ersten Tabellendrittel wieder. Danach traf uns leider die ein oder andere Verletzung schmerzlich. Die Mannschaft stellte sich dann oft von selbst auf und unser Trainer musste improvisieren. So stellten sich Niederlagen ein und das Selbstvertrauen vom Saisonanfang war dahin. Unserer Mannschaft war die zunehmende Verunsicherung förmlich anzumerken. Da sieht man mal wieder, wie wichtig der Kopf im Sport ist. Unsere Personalsituation verschärfte sich immer mehr, sodass wir beim letzten Punktspiel in Veilsdorf mit der halben zweiten Mannschaft antreten mussten. Mit dem Saisonbeginn war ich sehr zufrieden, mit der zweiten Hälfte der Hinrunde wie beschrieben überhaupt nicht.

 

Was waren die Höhepunkte in der laufenden Saison. Was lief gut, wo gibt es Reserven?

Wie bereits erwähnt hatten wir einen guten Saisonstart, auch wenn wir am zweiten Spieltag mit 0:7 bei Sonneberg-West arg unter die Räder kamen. Zu Saisonbeginn konnten wir zeigen, dass wir in der Liga mithalten können, wenn wir unseren Kader einigermaßen beisammenhaben. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde wieder mehr personelle Alternativen haben, um an die Erfolge des Saisonstarts anknüpfen zu können. Unschön waren die zwei deftigen Auswärtsniederlagen in Sonneberg-West, die ich bereits erwähnt hatte, sowie das 1:9 in Neuhaus-Schierschnitz. Das darf uns so nicht passieren.

 

Mit Markus Arnhold haben Sie einen jungen, engagierten Trainer. Wie hat sich das Training innerhalb der Mannschaft verändert?

Das stimmt. Markus ist trotz seines jungen Alters sehr engagiert, macht sich viele Gedanken um alles und ist sehr ehrgeizig. Er legt sehr viel Wert  auf Athletik und Kondition. Da stimme ich ihm auch zu. Ich denke, dass eine gewisse Grundfitness unabdingbar ist. Natürlich gehören aber auch spielerische und taktische Dinge dazu. Ein harter Schlag war für unseren Trainer, dass kurz nach seiner Amtsübernahme unser langjähriger Kapitän Muhamed Aljija seinen Abschied nach Meiningen verkündete und wir ihn trotz mehrerer Gespräche auch nicht mehr umstimmen konnten. Wir wünschen „Mucki" in Meiningen alles Gute. Keine Frage, für uns war es trotz allem ein riesiger Verlust – sowohl fußballerisch als auch menschlich. Insofern war uns bereits im Sommer klar, dass es wohl eine schwierige Saison werden würde.

 

Gibt es einen Moment der Hinrunde, der Ihnen besonders in Erinnerung bleibt?

Da gibt es viele Erinnerungen – positive wie negative. Da man natürlich lieber über positive Dinge spricht, möchte ich hier unser Spiel in Hildburghausen erwähnen, dass wir trotz ernster Personalprobleme nach einer sehr guten Leistung mit 2:0 gewinnen konnten. Meiner Meinung nach war das unsere beste Saisonleistung.

 

Was muss passieren, damit die SG nicht wieder derart auf dem Zahnfleisch kriecht?

Unser Trainer hat seinen Plan in einer Teamsitzung vorgelegt, wie er die Mannschaft für die Rückrunde fitmachen will. Es liegt nun an den Spielern selbst, so gut wie möglich mitzuziehen und die Basis für eine erfolgreiche Rückserie zu legen.

 

Woran muss in der Winterpause konkret gearbeitet werden?

Wir werden zunächst wieder das Hauptaugenmerk auf die Fitness und Athletik legen, später aber sicher auch spielerische und taktische Dinge trainieren. Wichtig ist, glaube ich auch, dass unsere Mannschaft jetzt hoffentlich die Niederlagenserie aus dem Kopf hat und wieder mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen in die Spiele geht. Der Kopf ist einfach mitentscheidend.

 

Was sind die Ziele für 2019?

Da kann es für uns nur eins geben: Klassenerhalt.

 

Wird es personelle Veränderungen geben?

Nein.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Ich glaube, dass es bezüglich der Meisterschaft bis zum Ende sehr spannend zugehen wird. Mit Neuhaus-Schierschnitz, Erlau, Sonneberg-West, Steinach und Haina hat sich ein Quintett abgesetzt, das nur durch drei Punkte in der Tabelle getrennt ist. Vor der Saison hatte ich aufgrund ihrer vielen personellen Verstärkungen auf Erlau als Meister getippt. Jedoch konnten sie diese Favoritenstellung auch aufgrund vieler Verletzungen in der Hinrunde nicht immer unter Beweis stellen. Wenn sie ihren Kader in der Rückrunde einigermaßen beisammenhaben, sind sie für mich Aufstiegsfavorit Nummer eins. In den unteren Tabellenregionen ist auch noch nichts entschieden. Den Abstieg wünsche ich niemandem. Uns natürlich am wenigsten. Daher tippe ich einfach, dass die beiden Mannschaften absteigen, die am Saisonende die wenigsten Punkte auf dem Konto haben (lacht). Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 15.2.2019



Der zweite Anzug mit Smoking-Qualitäten

 

In der Winterpause-Bilanz spricht Robert Rückner, Trainer von Eintracht Hildburghausens Reservemannschaft, darüber, welche drei Siege ihn in der bisherigen Saison am meisten gefreut haben, woher die Stärke des Aufsteigers kommt und verrät, wovon die Kreisstädter profitieren.

 

Herr Rückner, als Aufsteiger in der Nichtabstiegszone zu überwintern, was bedeutet das für Sie und Ihre Mannschaft?

Es ist schon enorm wichtig, dass wir in der Winterpause nicht in der Abstiegszone feststecken. Allein für den Kopf ist das ein Bonus. Ohne Abstiegssorgen gehst du viel positiver ins neue Jahr.

 

Hätten Sie vor der Saison damit gerechnet?

Gewünscht hätte ich es mir natürlich. Gar keine Frage. Aber gerechnet hätte ich damit nicht. Allein, weil die Liga sehr stark ist. Hier kann jeder jeden schlagen. Niemand kann sich auf einem größeren Polster ausruhen. Aber hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir in der Nichtabstiegszone überwintern, dann hätte ich das so gerne unterschrieben.

 

Gleich zum Auftakt wurde die SG Veilsdorf mit 3:0 nach Hause geschickt. Welche Wetten mussten im Nachhinein eingelöst werden?

Auch wenn das Derby natürlich einen großen Stellenwert bei uns einnimmt, gab es im Vorfeld keine Wetten. Zumindest ist mir davon nichts bekannt. Mit einem Derbysieg und dann auch noch so deutlich in die neue Liga zu starten, ist natürlich großartig. Für uns kam es sehr überraschend. Vor allem, dass wir, die Pokalbegegnung mit eingeschlossen, gleich drei Derby-Siege einfahren. Ich denke, dass niemand von uns im Vorfeld damit gerechnet hätte. Aber man muss auch festhalten, dass die Siege am Ende verdient waren. Leider waren in allen drei Begegnungen nicht so viele Zuschauer anwesend.

 

Insgesamt verfolgen die Spiele in der Kreisoberliga Südthüringen immer weniger Menschen. Dabei wird die Liga gefühlt von Jahr zu Jahr ausgeglichener.

Das stimmt. Die Partien sind alle oftmals sehr eng, es fallen viele Tore. Was die Liga eigentlich sehr attraktiv machen sollte. Aber irgendwie scheint es die Leute nicht mehr raus auf den Sportplatz zu ziehen. In  Hildburghausen haben wir damit auch arg zu kämpfen. Vor allem, wenn die erste Mannschaft spielt, dann fehlen bei uns die Zuschauer.

 

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass die Zuschauerquote abnimmt?

Woran das jetzt genau liegt, kann ich mir auch nicht so recht erklären.

 

Neben Ihrer Mannschaft hat auch der andere Aufsteiger aus Schönbrunn bislang eine gute Visitenkarte in der Kreisoberliga abgegeben. Woran liegt es, dass die beiden Aufsteiger so gut sind? Ist die Liga etwa doch nicht so stark wie immer angenommen?

Nein, dass denke ich nicht. Die Liga hat schon ein gutes Niveau. Zweifellos. Ich denke, dass der Vorteil bei beiden Mannschaften der ist, dass es sich um eingespielte Truppen handelt, die den Schwung einfach mit in diese Liga genommen haben. Schönbrunn hat eine relativ junge Mannschaft, die sich dadurch auszeichnet, dass sie enorm lauf- und zweikampfstark ist. Viele Spieler kennen sich schon seit der 2. Kreisklasse. Das kommt dem Ganzen noch entgegen. Wir haben zwar nicht eine ganz so junge Mannschaft, sondern eher die Mischung aus jung und alt, aber wir profitieren wie Schönbrunn davon, dass sich die Spieler über Jahre kennen und wissen, wo die Schwächen und Stärken des anderen liegen. Den Grundstein für diese funktionierende Mannschaft hat Jens Hirschfeld gelegt.

 

Darf man Sie und Jens Hirschfeld als Trainergespann verstehen?

Natürlich reden wir viel über taktische Dinge. Aber momentan ist er mehr als Spieler gefragt. Er ist mit seinen 25 Jahren noch sehr jung. Seit dieser Saison will er es noch mal spielerisch versuchen. Im Moment ist er so weit es geht beschwerdefrei unterwegs.

 

Und hat schon sechs Treffer erzielt.

 Ja, und hoffentlich noch mehr. Wie gesagt, momentan fühlt er sich fit. Das Knie und der Oberschenkel machen zur Zeit keine Probleme.

 

Wie sieht es insgesamt verletzungsmäßig aus? Sind in der zweiten Saisonhälfte alle an Bord?

Zum Glück hat sich in dieser Saison bislang keiner ernsthaft verletzt. Momentan sieht das alles sehr gut aus. Auch Pascal Wank wird nach seinem ausgeheilten Kreuzbandriss wieder zu uns stoßen.

 

Gibt es überhaupt etwas, dass Sie in der bisherigen Spielzeit beanstanden?

Wir müssen noch mehr Kontinuität in unser Spiel bekommen. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute hellwach sein.

 

Was würden Sie sagen, hat Sie in dieser Saison bislang am meisten geärgert?

Eigentlich nichts. Wir sind mit niemandem angeeckt. Alles lief gut. Klar fällt über 90 Minuten auch mal der ein oder andere Kommentar, aber nach dem Schlusspfiff sind doch alle Trainer Manns genug, sich normal miteinander zu unterhalten.

 

Was hat Sie bislang am meisten gefreut?

Dass wir so stark in die Saison gestartet und dass wir ins Pokalviertelfinale eingezogen sind. Ja, und dann natürlich die drei Derbysiege über Veilsdorf. Das nimmt man selbstverständlich gerne mit.

 

Wird es in der Winterpause Neuzugänge geben?

Nein. Wir haben einen relativ großen Kader. Zudem profitieren wir ja auch durch unsere eigene Nachwuchsarbeit. Da sind schon einige Talente dabei. Auch in der Rückrunde werden wir versuchen, nach und nach vier, fünf Spieler aus dem A-Juniorenbereich in der zweiten Männermannschaft zu integrieren. Die kommen zwar aus dem Juniorenbereich, aber da ist schon Qualität dahinter.

 

Das wären dann potenziell auch zukünftige Spieler für die erste Mannschaft. Inwiefern ist das nun auch mit dem Aufstieg in die höhere Spielklasse ein Problem, dass die zweite Mannschaft im Schatten der ersten steht?

Es ist klar, dass am Ende die erste Mannschaft mit Nachwuchs gefüttert werden muss. Sie ist das  Aushängeschild des Vereins. Die A-Junioren, die wir heute in der zweiten Mannschaft integrieren, sollen natürlich irgendwann Spieler der ersten Mannschaft sein. Aber natürlich ist es auch schade, wenn ein Leistungsträger wegfällt. Gar keine Frage. Allerdings muss es für jeden Spieler eine Ehre sein, wenn er für die erste Elf in Betracht gezogen wird. Was derlei Dinge angeht, führen wir im Verein einen regen Austausch. Von daher gibt es da keinerlei Probleme.

 

An was müssen Sie und das Team in der Winterpause konkret arbeiten?

Wir werden im Januar größtenteils Grundlagentraining absolvieren. Im Februar geht es dann auch ins Taktische. Hier müssen wir vor allem in der Spieleröffnung ein paar Feinjustierungen vornehmen.

 

Wird es ein Trainingslager geben?

Nein, jetzt im Winter nicht. Mit dem Kunstrasenplatz haben wir ideale Trainingsbedingungen vor der eigenen Tür.

 

Wie sehr ärgert es Sie, dass die zweite Saisonhälfte gleich mit dem Duell beim Mitaufsteiger in Schönbrunn eingeläutet wird?

Ach, das ärgert mich gar nicht. Da sieht man wenigstens gleich, wo man nach der Vorbereitung steht. Ich hoffe, dass es da dann auch anders zugeht als im ersten Duell in dieser Liga. Da war das Spiel auf beiden Seiten eher von Angsthasenfußball geprägt. Keiner wollten einen Fehler machen. So kam am Ende ein 1:1 raus.

 

Was wünschen Sie sich für die restliche Spielzeit?

Ich wünsche mir, dass alle Spieler von Verletzungen verschont bleiben, dass wir unsere mannschaftliche Geschlossenheit beibehalten, dass uns der Klassenerhalt gelingt, dass wir einen ordentlichen Fußball spielen und dass wir die ein oder andere größere Mannschaft ärgern können.

 

Zu guter Letzt: Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Das ist eine ganz schwere Thematik (lacht) . Mein Favorit vor der Saison war ja Erlau, aber was ich die letzten Monate so verfolgt habe, da würde ich dann doch auf Neuhaus-Schierschnitz tippen. Die spielen einfach am konstantesten.

Zum Thema Abstieg: Westhausen wird es schwer haben. Effelder hat mit Robert Bätz einen guten Spieler von uns verpflichtet. Die werden sich schon noch retten. Ich denke, Mendhausen wird es am ehesten treffen, wobei die gegen uns sehr guten Fußball gespielt haben (Anm. d. Red.: 0:2-Heimniederlage. Letztendlich ist es wirklich schwer vorauszusagen, da auch hier alle dicht beieinander liegen.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 12.2.2019



Persönliche „Grabenkämpfe"

 

Der Sportclub aus Effelder ist seit Jahren fester Bestandteil der Kreisoberliga. In dieser Saison läuft es bei den Hinterländern bisher gar nicht nach Wunsch. Freies Wort spricht mit Trainer Frank Vogel über die anstehenden Aufgaben.

 

Herr Vogel, in der ersten Saisonhälfte erlebten Sie mit Ihrem Team ein Wechselbad der Gefühle. Wie kam das zustande?

Trotz unseres guten Starts mit dem Pokalsieg in Schleusingen und dem Auftaktsieg in Oberlind haben die negativen Seiten überwogen. Nach dem personellen Aderlass durch Verletzungen und Abgänge hatten wir innerhalb der Mannschaft keinen Konkurrenzkampf um die Stammplätze. Es wurden auch sehr viele leichte Fehler gemacht und so kassierten wir Gegentore aus dem Nichts heraus. Persönliche Grabenkämpfe brachten zudem Unruhe und erst gegen Ende der Herbstserie haben wir uns wieder stabilisiert. Leistung und Erwartungshaltung haben nicht zusammengepasst. Größtenteils waren wir selbst schuld, doch auch fragliche Schiedsrichterentscheidungen, wie in Schönbrunn, führten zu negativen Erlebnissen. Da wurde das Fairplay mit Füßen getreten.

 

Vor zwei Jahren war das Team Vizemeister, in der Vorsaison auf Rang sieben. Nun sieht es so aus, als ob die Mannschaft sogar gegen den Abstieg spielt?

In der Vorsaison haben wir auch eine mäßige Herbstrunde gespielt, dann haben wir eine Schippe draufgelegt und belegten einen guten Mittelfeldplatz. Es muss einfach eine Ehre sein, die rot-schwarzen Farben gut zu präsentieren. Das muss aber nicht mit Worten geschehen, sondern mit Taten. Alle Spieler sind angesprochen, wieder gut mitzuziehen. Dann überwiegen die schönen Momente, kommen mehr Zuschauer, die die Mannschaft auch pushen.

 

Wenn man die Spiele so verfolgt, ist ein gewisser Qualitätsverlust sichtbar. Ist die Mannschaft schwächer geworden, oder die anderen stärker?

Wir haben im Sommer durch die Abgänge einen Qualitätsverlust erlitten. Durch Verletzungen ist unser Kader noch dünner geworden. Zudem haben wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Viele einfache Gegentore – ich denke an die Heimspiele gegen Sonneberg-West und Steinach – basierten leider auf individuellen Fehlern. Das zog sich durch die Herbstrunde  wie ein roter Faden. Das Problem liegt an uns selbst.

 

Bereits 46 Gegentore hat die Mannschaft kassiert. Ist die Abwehr überfordert?

46 Gegentore sind eine Hausnummer. Alle Mannschaftsteile, nicht nur die Abwehr, tragen hier Verantwortung. Wenn sich ein, zwei Spieler rausnehmen, die Räume nicht eng machen oder individuelle Fehler produzieren, kommen Gegentore zustande. Zudem haben wir aus der Distanz und bei Standards mehrere Gegentore bekommen. Wir müssen die Fehlerquellen minimieren.

 

Wird es in der Winterpause Veränderungen im Kader geben?

Robert Bätz und Maximilian Engel kommen wieder zu uns. Sie sind Typen, die uns helfen werden. Sie haben bereits einige Trainingseinheiten mit absolviert. Zudem kommt unser alteingesessener Keeper Michael Funke zurück.

 

Der SC 09 Effelder ist im Fairplay ganz hinten. Was sind hierfür die Ursachen?

Zum Teil sind wir selbst schuld. Wir müssen einfach versuchen, kommunikativer zu werden, um dumme Karten zu vermeiden. Allerdings ließen auch andere Teams das Fairplay vermissen. Ich denke an das Spiel in Schönbrunn. Ein Spieler von Schönbrunn lag bei uns im Strafraum und hob den Arm und winkte nach  Behandlung. Wir haben das Spielen eingestellt. Schönbrunn schnappte sich den Ball. Trotz aller Hinweise wurde weitergespielt und aufs Tor geschossen. Der liegende Spieler fälschte den Ball noch ab, das Tor wurde gegeben. Infolge dessen gab es gelbe Karten für uns. Das hätte es nicht geben dürfen und mir wurde mit Platzverweis gedroht. Da fehlte in jeglicher Form der Fairplay-Gedanke. Vielleicht sollte es im Fairplay-Modus eben auch eine Gleichbehandlung geben. Deshalb ist ein gemeinsamer und fairer Umgang zwischen den Teams und den Schiedsrichtern nötig. Manchmal wären kurze Gespräche untereinander auf Augenhöhe sicherlich entschärfend. Ich denke, dass insgesamt der Umgang besser geworden ist.

 

Wann beginnt der Sportclub mit der Vorbereitung auf die Rückrunde, welche Testspiele stehen an?

Wir sind schon in der Vorbereitung, werden häufig trainieren. Ich hoffe, dass all unsere Spieler gut mitziehen und jeder motiviert ist. Wir werden gegen Bedheim, Lauscha/Neuhaus und Schleusingerneundorf  Vorbereitungsspiele machen. Ende Februar gehen wir ins Trainingslager. Auch dort werden wir testen.

 

Der Verein feiert im Sommer sein 110-jähriges Vereinsjubiläum. Spielt der SC 09 dann noch in der KOL?

Wir werden definitiv die Kreisoberliga halten. Der Verein und die Mannschaft gehören einfach da rein. Wenn jeder motiviert ist, wird die Mannschaft ein anderes Bild als in der Hinrunde abgeben. Von den Fans erwarte ich, dass sie die Mannschaft unterstützen. Dann werden wir das 110-jährige Jubiläum würdig begehen.

 

Interview: Lars Fritzlar

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 11.2.2019
 
Keine Spiele – neue Tabelle?

 

Obwohl aktuell beim Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen keine Punktspiele ausgetragen werden, gibt es dennoch Veränderungen in den Tabellen der verschiedenen Fußballklassen des Kreises.

Hildburghausen – Das Sportgericht des KFA Südthüringen mit seinem Vorsitzenden Peter Wagenschwanz an der Spitze hat auf Antrag des Spielausschussvorsitzenden Manfred Brehm aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls mehrere Verhandlungen durchführen müssen. Im Ergebnis dieser Sportgerichtsverhandlungen mussten neben einem Strafgeld entsprechend den gültigen Statuten des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) wegen fehlender Schiedsrichter auch Punktabzüge ausgesprochen werden. Das betrifft unter anderem Kreisoberligist Erlauer SV, der aktuell nur noch auf 25 Zähler kommt. Die Grün-Weißen rutschen in der Tabelle um drei Positionen hinter die Mannschaften aus Sonneberg-West, Steinach und Haina zurück. Sie sind nur noch Tabellenfünfter und haben nunmehr fünf Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz. Die Mannschaft aus Westhausen hat demnach nur noch 13 Zähler in der Tabelle. Die Unterländer tauschen in der Rangfolge den Platz mit dem SC 09 Effelder und liegen nun auf dem Relegationsplatz (12. Rang).

 

In der Spielordnung des Thüringer Fußballverbandes heißt es in Paragraf 7, Ziffer 6: „Die Vereine haben für jede am Punktspielbetrieb teilnehmende Männermannschaft sowie der A- und B-Juniorenmannschaften einen zur Ansetzung geeigneten Schiedsrichter zu melden." Wird dem nicht entsprochen, hat der Verein für die fehlenden Schiedsrichter eine Gebühr (Kreisoberliga: 200 Euro; Kreisliga und Kreisklassen: 150 Euro) zu entrichten. Hinzu kommt je fehlenden Schiedsrichter eine Geldstrafe. Diese richtet sich nach den Jahren der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls und liegt zwischen 150 Euro im ersten und 250 Euro im dritten Jahr. Ab dem zweiten Jahr der Nichterfüllung ist neben der Geldstrafe auch auf Punktabzug – pro fehlendem Referee zwei Punkte – zu erkennen. Die Punktabzüge erhöhen sich dann bei weiterer Nichterfüllung. In der Kreisoberliga betrifft das im laufenden Spieljahr zwei Vereine. So wurden dem Erlauer SV drei Punkte und dem SV 08 Westhausen zwei Punkte abgezogen.

Die Urteile sind nunmehr rechtskräftig. awh

 

Folgende Mannschaften des KFA Südthüringen sind im aktuellen Spieljahr ebenfalls betroffen:

TSV Ummerstadt (Kreisliga): minus zwei Punkte

SG Marisfeld/Oberstadt (1. Kreisklasse West): minus zwei Punkte

SG Heinersdorf/Neuenbau (2. Kreisklasse Ost): minus drei Punkte

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 9.2.2019


 
Diese Lauerstellung ...

 

Fußball-Kreisoberligist Hainaer SV absolviert am Wochenende ein Trainingslager an der Landessportschule in Bad Blankenburg und trifft am Samstag im Testspiel auf den bayerischen Bezirksligisten FT Schweinfurt. Die Redaktion hat in Hinblick auf die zweite Saisonhälfte mit HSV-Trainer Hans-Georg Meisch gesprochen. In der Winterpause-Bilanz verrät er, woran es hakt, was besser werden muss, und warum Stabilisations- und Krafttraining in der wöchentlichen Arbeit ein noch größerer Platz eingeräumt werden muss.

 

Herr Meisch, sind Sie mit dem bisherigen Abschneiden in der Liga zufrieden?

Im Großen und Ganzen sind wir mit dem bisherigen Abschneiden nach 15 Punkterunden zufrieden. Wir haben 27 Zähler auf unserem Konto. Das sind aktuell drei Punkte Rückstand auf die Spitze und dabei haben wir noch ein Nachholspiel gegen Veilsdorf vor der Brust. Wenn wir das gewinnen, ziehen wir nach Punkten mit dem Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz gleich. Dann liegen die ersten fünf in der Tabelle nur zwei Punkte auseinander – was mit Sicherheit ideale Voraussetzungen für den Rest der Saison wären.

 

Was waren die Höhepunkte in der bisherigen Saison. Was lief gut, wo gibt es Reserven?

Höhepunkte waren das Weiterkommen im Landespokal gegen die Landesklasse- Teams aus Ilmenau und Rohschütz. Allerdings kam durch diese Begegnungen unser Spielplan in der Kreisoberliga mächtig  durcheinander. Deshalb ging unsere erste Saisonhälfte vier Wochen länger. Und dann haben wir immer noch die Nachholbegegnung gegen Veilsdorf. Zum Positiven zählt auch die Heimbegegnung gegen Effelder. Zur Heener Kirmes hatten wir hier einen guten Tag und gewannen am Ende deutlich mit 6:1. Und natürlich zählen auch die beiden Siege in den Grabfeldderbys gegen Milz und Mendhausen/Römhild zu den Highlights.

Überaus positiv ist auch, dass wir bisher nur elf Gegentreffer hinnehmen mussten. Das ist mit Abstand der beste Wert der 14er-Staffel. In unserer Chancenverwertung haben wir dagegen noch deutliche Reserven.

 

Ihr Team hatte in der Hinrunde mehrfach die Möglichkeit, an die Tabellenspitze zu springen. Warum ist das nicht gelungen?

Eine gute Frage. Ich glaube, wir standen insgesamt vier Mal vor dem möglichen Sprung an die Tabellenspitze. Aber geschafft haben wir es leider nicht. Notwendige und gezwungene Umstellungen in der Defensive und eine mangelnde Chancenverwertung waren hier die Hauptgründe. Uns liegt die Lauerstellung vielleicht besser (lacht) .

 

Aufgrund von vielen Verletzungen gab es in der bisherigen Saison des HSV große Aufstellungsprobleme. Sind die Akteure in der heutigen Zeit verletzungsanfälliger?

Wir sind einige Wochen lang wirklich auf dem Zahnfleisch gekrochen. Zu den Langzeitverletzten gab es noch Ausfälle an den jeweiligen Spieltagen. So stellte sich die Mannschaft teilweise von selbst auf. Meine Akteure kamen auf ungewohnten Positionen zum Einsatz. Vor allem in der Hintermannschaft mussten wir viel improvisieren. Das merkte man unserem Spiel natürlich an. Ich selbst glaube nicht, dass die Spieler verletzungsanfälliger sind. Unsere Langzeitverletzten haben sich alle unter gegnerischer Einwirkung verletzt. Sicherlich sind die Spielgeschwindigkeit und die athletische Komponente gestiegen. Deshalb sollte im Training mehr Wert auf Stabilisations- und Krafttraining gelegt werden.

 

Woran muss in der Winterpause konkret gearbeitet werden?

Ganz klar an unserer Chancenverwertung und auch an der Disziplin auf dem Platz. Wir haben mehr Verwarnungen kassiert als Tore erzielt. Vor allem die Gelben Karten wegen Unsportlichkeiten. Einige davon waren total überflüssig.

 

Was sind die Ziele 2019?

Wir wollen oben dranbleiben und die anderen noch etwas ärgern.

 

Mit Patrick Jäger hat ein Angreifer, der teilweise auch die Kapitänsbinde trug, den Verein in Richtung Häselrieth (Kreisliga) verlassen. Wie ist es dazu gekommen?

Patrick hat uns aus privaten Gründen Richtung Häselrieth verlassen. Das müssen wir akzeptieren. Auf diesem Weg möchte ich mich im Namen der Mannschaft und der Trainer bei ihm für sein Engagement über all die Jahre in Haina bedanken. Wir wünschen ihm bei seinem neuen Verein viel Erfolg und eine möglichst verletzungsfreie Zeit.

 

Wird es weitere personelle Veränderungen geben?

Nein. Mit Andy Mai und Christian Fritsch kehren zwei wichtige Spieler nach langer Verletzungspause ins Team zurück.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Ich glaube, dass Neuhaus-Schierschnitz, die sehr kompakt spielen und die mit Martin Gelbricht und Marcel Winkler zwei der derzeit besten Torschützen stellen, am Ende vorne stehen werden. Beide haben mehr Tore erzielt als unsere gesamte Mannschaft. Auf den Abstiegsplätzen stehen mit Milz und Mendhild zwei Grabfeldteams. Ich wünsche mir, dass beide noch da unten rauskommen. Der Abstand nach vorne ist ja noch nicht allzu groß. Wen es letztendlich erwischt, dazu möchte ich keine Prognose wagen. Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 8.2.2019

 


Doppelte Spitze ist doppelt spitze

 

Mit neuer Strategie läutet Fußball-Kreisoberligist SV 08/VfB Steinach das Jubiläums-Jahr anlässlich „500 Jahre Steinach" ein. Zwei gleichberechtigte Trainer starten in die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde.


Von Lars Fritzlar

 

Steinach – Wolfgang Wenke wird es freuen. Fast exakt auf den Tag genau an seinem 80. Geburtstag – am vergangenen Montag, 4. Februar – ereilte das Städtchen am Fellberg die Nachricht, dass die Kreisoberliga-Fußballer künftig mit zwei gleichberechtigten Trainern – Christian Häusler und Daniel Meyer (bisher alleine Trainer beim SV 08) – ins Jubiläumsjahr starten.

 

DDR-Oberliga-Legende Wenke, der am Montag auch von der Vereinsführung des SV 08 Steinach die herzlichsten Grüße übermittelt bekam, darf also Hoffnung schöpfen. Hoffnung, dass der Fußball in seiner Heimat zumindest wieder einen würdigeren Platz einnimmt als zurzeit. Zur Erinnerung: Wolfgang Wenke, die BSG Motor und ganz Steinach erlebten in den Jahren 1962 bis 1964 die bisher wohl größten, einzigartigsten Fußball-Erfolge einer Südthüringer Mannschaft überhaupt. Wenke ist sich zwar an seinem 80. Geburtstag sicher, dass die „guten, alten Zeiten so nie wiederkehren werden", aber ein bisschen mehr Erfolg wünscht er seinem SV 08 schon, obwohl seine Enkelkinder Sebastian und Domenik derzeit lieber in Sonneberg kicken. Das könnte sich aber bald ändern ...

Warum? Eine solche Konstellation an der Spitze einer Fußballmannschaft sucht in der Region, auch darüber hinaus, seinesgleichen. Zwei gestandene Trainer, gleichberechtigt vor einer Mannschaft, vor einer ganzen Fußball-Region. Man darf gespannt sein. Auf der einen Seite steht da Daniel Meyer. Meyer spielt(e) selbst erstklassigen Fußball – seinerzeit sogar beim FC Carl Zeiss Jena (Jugend). Diese Erfahrung, diesen Biss versucht er nun, der wohl jüngsten Kreisoberliga-Mannschaft Südthüringens zu vermitteln. Allerdings ist Meyer nicht im Besitz einer Trainerlizenz; selbst sein Übungsleiterschein ist nicht mehr auffindbar. Und da kommt ein Christian Häusler wohl mehr als gelegen. Häusler – immerhin Inhaber der A-Trainer-Lizenz – war noch im vergangenen Jahr Trainer in Bayern, beim ASV Kleintettau (Bezirksliga Oberfranken West). Doch legte der Steinacher 2018 sein Amt nieder und war so wieder „frei" geworden. Diese einmalige Chance musste, ja durfte sich die Vereinsführung des SV 08 um ihren neuen Chef, Alexander Sell, nicht entgehen lassen. Der tatendurstige Häusler hätte sonst sicherlich wieder andernorts unterschrieben. Nun soll er, nun wird er zusammen mit Meyer die Steinacher Fußballer leiten und lenken. Mit welchem Ergebnis?

Das liegt auf der Hand. Im Jubiläums-Jahr „500 Jahre Steinach" könnten die Kicker der Stadt für ein überaus positives Ergebnis sorgen – mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesklasse. Dann wären sie mit dem Konkurrenzclub aus Sonneberg, der SG 1. FC 2004, wieder auf Augenhöhe, sofern der Spitzenreiter der Landesklasse-Staffel 3 nicht in die Thüringenliga aufsteigt. Zurzeit trennen die beiden Clubs Fußball-Welten. Obwohl – anders betrachtet, könnten das aber auch nur Nuancen sein – in Namen ausgedrückt: Brian Gheorghiu (aus Steinach/ dann Schott Jena/jetzt FC Sonneberg) und André Gottschalk (einst Steinach/jetzt FC Sonneberg). Doch warum zieht es solche klasse Spieler nicht nach Steinach? Die Frage muss sich der Verein in Steinach wohl selbst beantworten. Mit einer nie dagewesenen Fußball-Kompetenz könnte sich das in Steinach ändern. Und dieser Verantwortung wollen sich Meyer, Häusler und auch Co-Trainer René Queck stellen. Dieses Trio vereint zudem die Tatsache, dass man auch im ganz normalen Leben Verantwortung nicht scheut, im Gegenteil: Häusler, Lehrer für Sport, Sozialkunde und Ethik, ist Leiter der Oberstufe der Staatlichen Berufsbildenden Schule (SBBS) in Sonneberg. Physiotherapeut Meyer, dessen Elternhaus übrigens auch in Steinach steht, ist Leiter des AWO-SANO-Therapiezentrums in Sonneberg. Und Co-Trainer Queck ist Produktionsleiter in der Farbglashütte. Alle drei verstehen sich also im Leiten und Lenken – seit geraumer Zeit. Häusler selbst sprüht, wie seit vielen Jahren schon, immer noch vor Tatendrang, möchte seinen Beitrag leisten, dass sich die beiden jungen Männermannschaften weiter entwickeln und dass die intensive Nachwuchsarbeit beim SV 08 endlich auch im Seniorenbereich Früchte trägt. „Viele Jungs trainiere beziehungsweise trainierte ich schon seit Kindheitstagen im Nachwuchs. Ich hoffe auch, dass ich zusätzlich den einen oder anderen Impuls in die Mannschaft geben kann, um somit die gute Arbeit von Daniel, René oder auch Jürgen in der Zweiten noch zu intensivieren." Daniel Meyer will Angefangenes fortführen: „Ich denke, wir sind jetzt auf einem guten Weg. Steinachs Fußball soll  landestauglich werden. Das sind wir den Fans, der Tradition und dem Nachwuchs schuldig. Wir bündeln unsere Kräfte und versuchen, dies auf die Mannschaft zu übertragen."

Fortan wird es für die Trainer-Doppel-Spitze die große Kunst sein, nur noch eine, eine gemeinsame Meinung nach außen zu tragen. Dann dürfte sich auch Legende Wolfgang Wenke sicherlich wieder über großen Sport, über schönen Fußball am Fellberg freuen ...

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 8.2.2019

 

Winterpause-Bilanz SV 08 Westhausen
  

„Unsere Stärke ist unser Teamgeist"

 

Anders als draußen auf dem Platz läuft es für Fußball- Kreisoberligist SV 08 Westhausen in der aktuellen Hallensaison. Auch, wenn die Unterländer am Sonntag mit null Punkten bereits in der Vorrunde ausscheiden, so haben sie sich mit der Qualifikation für die Thüringer Meisterschaft in Apolda doch teuer verkauft. Wenn das für den Abstiegskampf doch nicht Motivation genug ist. In der Winterpause- Bilanz verrät Steffen Müller, Trainer des SV 08 Westhausen, weshalb der Klassenerhalt gelingt, was in der Vorbereitung auf die restliche Spielzeit ganz wichtig ist und worüber man sich in Westhausen Gedanken macht.

 

Herr Müller, wie fassen Sie die bisherige Spielzeit zusammen? Es dürfte nach den Abgängen von Philipp und Stephan Schmidt, Max Klinnert (Eintracht Heldburg) sowie Dustin Krämer (FC Sonnefeld, Landesliga Bayern) die erwartet schwierige Saison sein.

Puh, ja. Aufgrund der Abgänge war es eigentlich von vornherein klar, dass es eine harte Saison werden würde. Nichtsdestotrotz haben wir bis auf ein, zwei Spiele sehr gute Leistungen abrufen können. Allerdings haben wir uns nicht mit den notwendigen Punkten belohnt, weil wir uns dann doch den ein oder anderen individuellen Fehler zu viel geleistet haben. Unser Ziel war es eigentlich 20 Punkte zur Winterpause zu sammeln. Das haben wir mit 15 Zählern nicht ganz geschafft. Dabei wäre das auf alle Fälle machbar gewesen. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass einige unsere Jungs komplett durchspielen mussten, weil wir nicht den breiten Kader haben – uns stehen wöchentlich maximal zwölf Spieler zur Verfügung – bin ich mit der Leistung der Mannschaft nicht unzufrieden.

 

Mit vier Siegen und drei Unentschieden überwintert ihr Team (Rang 11) gerade so auf dem rettenden Ufer. Auch dank zweier Siege in Goßmannsrod und Haina. Nicht gerade Laufkundschaft in dieser Liga. Warum gab es ausgerechnet hier Siege?

Mannschaften wie Haina oder Goßmannsrod liegen uns, weil sie ähnlich spielen wie wir. Wir wollen viele Situationen ebenfalls spielerisch lösen. Gegen Mannschaften wie Oberlind sehen wir dagegen nicht ganz so gut aus, weil die mehr auf körperliche Dinge setzen. Unser Kader ist bis auf unsere Abwehr mit Ü30- und Ü40-Spielern sehr jung. Da ist diese Robustheit, die du in dieser Liga brauchst, noch nicht da.

 

Was macht Sie zuversichtlich, dass es mit dem Klassenerhalt am Ende klappt?

Unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Unsere Stärke ist unser Teamgeist. Wir haben keine Einzelspieler.

 

Nach dieser Saison werden Sie dann das Jahr Pause einlegen, das Sie bereits in dieser Saison einlegen wollten?

Ja. Wobei es auch darauf ankommt, was passiert.

 

Inwiefern?

Ob es bei zwei Mannschaften bleibt oder ob ein Team mit einem breiten Kader angestrebt wird. Wir haben jetzt ein halbes Jahr Zeit, uns darüber Gedanken zu machen.

 

Warum wollen Sie, sofern es bei zwei Mannschaften bleibt, ein Jahr Pause einlegen?

Das hat berufliche und private Gründe. Ich bin durch meinen Beruf viel im Ausland unterwegs und wenn ich dann mal wieder im Lande bin, bin ich viel auf den Sportplätzen unterwegs. Bei einem Auswärtsspiel frisst das mitunter bis zu sechs Stunden Zeit. Hinzu kommt das Training unter der Woche. Da bleibt nicht mehr viel Zeit übrig. Insofern wollte ich schon seit längerer Zeit nur noch hin und wieder als Spieler in der zweiten Mannschaft aushelfen.

 

Es sei denn, es gibt in Zukunft nur noch ein Team, dann stehen Sie weiterhin als Trainer des Kreisoberliga-Dinos an der Linie?

Schauen wir mal. Das ist ein weiter Blick in die Zukunft. Was jetzt erst mal zählt, ist der Klassenerhalt.

 

Was hat Sie in dieser Saison bislang am meisten gefreut?

Am meisten gefreut hat mich, dass uns die Sportfreunde aus Gompertshausen die Möglichkeit gegeben haben, auf ihrem Platz zu spielen, weil unser neuer Platz aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit 2018 nicht bespielbar war. Wir haben dort wirklich ordentliche Bedingungen vorgefunden, allerdings freuen wir uns auch darauf, ab März wieder richtige Heimspiele austragen zu können.

 

Was hat Sie am meisten geärgert?

Ah, ja (pustet durch) . Das mangelnde Entgegenkommen anderer Sportfreunde. Gerade, wenn es um  Spielverlegungen geht. Es ärgert mich einfach, wenn man stets nur an sich statt an sportliche Fairness denkt. Wir waren in der Vergangenheit für Spielverlegungen immer offen. Aber scheinbar wird Gutmütigkeit in der heutigen Zeit bestraft.

 

Woran müssen Sie und die Mannschaft in der Winterpause konkret arbeiten?

Wir haben Mitte Januar mit der Vorbereitung begonnen. Neben ein paar Freundschaftsspielen werden wir viel im Grundlagenbereich, vor allem, was die Ausdauer angeht, arbeiten.

 

Wird es ein Trainingslager geben?

Ja, an einem verlängerten Wochenende in Haubinda. Da werden wir den Fokus allerdings auch auf andere Dinge wie den Fußball legen. Vom Pizza-Essen bis hin zur Fahrradtour.

 

Teambuilding?

Ganz genau. Das ist auch ganz wichtig. Wir haben im vergangenen Vierteljahr, was das Training angeht, schon einen riesigen Aufwand betrieben. Da bin ich sehr stolz auf die Jungs. Jetzt kommt noch die Vorbereitung dazu, in der dann auch Platz für derlei Dinge sein muss.

 

Wird es Neuzugänge geben?

In der Winterpause nicht, nein.

 

Würden Sie sich welche wünschen?

Ja, schon (lacht). Aber dafür muss man selbst auch tätig werden. Wir haben auf der jüngsten  Mitgliederversammlung beschlossen, dass wir den Verein attraktiver machen müssen. Wir müssen andere Spieler davon überzeugen zu einer Mannschaft zu wechseln, die im Umbruch ist, die stark verjüngt auf einem neuen Platz zu einer festen Einheit heran reifen soll.

 

Was wünschen Sie sich für die restliche Spielzeit?

Verletzungsfreie Spieler, dass wir unsere Leistung auch in Punkte ummünzen und dass wir im Endeffekt den Klassenerhalt schaffen.

 

Wie sieht es derzeit im Verletzten-Lazarett aus?

Alle Spieler werden im März nicht wieder auf dem Platz stehen können. Zumindest, was die Langzeitverletzten angeht. Pascal Hartleb wird nach seinem Kreuzbandriss im Spiel gegen Milz die komplette Saison ausfallen. Auch Daniel Hellmann, der nach Kreuzbandriss erst frisch operiert wurde. Und schließlich Thomas Culmbacher, der nach seinem dritten Kreuzbandriss auch erst wieder auf dem Weg der Genesung ist. Diese Lücke müssen wir im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten versuchen bestmöglich zu lösen.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Die Meisterschaft wird Erlau für sich entscheiden. Sie haben fußballerisch all das, was man braucht. Und auf die zweite Frage: Ich hoffe nicht wir (lacht) . Aufgrund der mangelnden Erfahrung würde ich auf Mendhausen tippen. Effelder hat eigentlich einen guten Kader. Ich denke nicht, dass die da unten drinbleiben.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 4.2.2019

 

 
Auf dem Weg nach oben

 

Fußball-Kreisoberligist TSV 1884 Germania Sonneberg-West spielt eine sehr gute Herbstrunde und liegt auf Tabellenrang drei.

Freies Wort spricht mit Trainer Sven Brückner über den bisherigen Saisonverlauf und blickt voraus.

 

Herr Brückner, haben Sie nach dem Verlust einiger Leistungsträger damit gerechnet, dass die Germania heuer ganz oben dabei sein wird?

Die Mannschaft hat schon in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt, dass sie in der Liga eine gute Rolle spielen kann. Die Abgänge waren zwar schmerzlich, doch mit den Neuzugängen Franz Rebhan und Marcel Recknagel sowie den beiden Eigengewächsen Philip Holland und Jonas Döbrich haben wir echte Verstärkungen dazugewonnen. Unser Ziel ist es, uns im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Ich bin natürlich froh darüber, dass wir uns momentan mit nur zwei Punkten Rückstand auf der Spitze in dieser Tabellenregion befinden. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns aus meiner Sicht fußballerisch verbessert haben und das Team näher zusammengerückt ist.

 

Ihre Mannschaft ist sehr jung, hat aber eine richtig gute Qualität. Welches sind die nächsten Ziele?

Wir wollen uns spielerisch weiter verbessern. Durch die Sanierung des Platzes und die Meldung der zweiten Mannschaft hat der Verein hierfür auch gute Voraussetzungen geschaffen. Die gute Nachwuchsarbeit der letzten Jahre zahlt sich im Moment aus und soll auch weiterhin beibehalten werden. Unseren derzeitigen Tabellenplatz wollen wir festigen und dabei den Leuten technisch guten und attraktiven Fußball bieten, um wieder mehr Zuschauer nach Sonneberg-West zu locken.

 

Wird es in der Winterpause im Kader Veränderungen geben?

Der erst zu Saisonbeginn zu uns gewechselte Oliver Jürß hat uns wieder in Richtung Köppelsdorf verlassen. Nicht mehr zur Verfügung wird auch René Leuthäuser stehen. Die Rückkehr von Johannes Roth freut uns alle sehr. Er wird uns in der Offensive noch unberechenbarer und flexibler machen. Dazu kommen mit David Vorndran und Ronny Hausdörfer zwei Heimkehrer für die zweite Mannschaft, sodass wir insgesamt etwas breiter aufgestellt sind und besser auf Ausfälle reagieren können. Mit Johannes Döbrich und Dominik Stammberger haben wir leider zwei Langzeitverletzte, die hoffentlich in der Rückrunde wieder mit dem Training beginnen können.

 

Wann beginnt die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde? Welche Testspiele stehen an?

Zurzeit halten wir uns mit Hallentraining fit. Wir spielen am 2. Februar in Mengersgereuth-Hämmern den Dornthal-Arena-Hallencup, was für uns der Start in die Rückrundenvorbereitung ist. Am 16. Februar spielen wir in Bad Blankenburg gegen den 1.  FC Sonneberg, eine Woche später in Sachsenbrunn, und am 8. März in Suhl gegen Goldlauter. Für den 16. März ist dann das Rückspiel gegen Steinach bei uns angesetzt. An den Wochenenden dazwischen gibt es noch keine Gegner.

 

Welches sind die Stärken, welches die Schwachstellen in Ihrer Mannschaft?

Unsere Defizite liegen ganz klar im körperlichen Bereich. So mancher hohe Ball bereitet uns Schwierigkeiten. Auch die Chancenverwertung ist stark verbesserungswürdig. Hier wollen wir uns in der Rückrunde steigern. Unsere Stärken liegen in der mannschaftlichen Geschlossenheit und in unseren spielerischen Möglichkeiten.

Die Mannschaft hat eine tolle Moral und ist immer in der Lage, Rückstände zu drehen. Im taktischen Bereich haben alle, aber auch gerade die älteren Spieler große Fortschritte gemacht, wobei wir auch hier in der Entwicklung noch am Anfang stehen.

 

Die Heimbilanz ist ausgezeichnet. Warum klappt es in der Fremde nicht so gut?

Wir haben durch unser Spielsystem mehr Ballbesitz als in der Vergangenheit und sind dann gerade auswärts auf größeren Plätzen bei Kontern anfällig. Weiterhin fehlt uns zurzeit auch die Breite im Kader, um besser auf Verletzungen und Ausfälle – gerade bei Auswärtsspielen – reagieren zu können. Zu Hause kommt uns hier unser nach wie vor kleiner Platz zur Hilfe. In Steinach und Veilsdorf haben wir dann auch in den  Schlussphasen noch den Ausgleich hinnehmen müssen. In der Summe sind wir aber sehr zufrieden mit unserer Punktausbeute.

 

Ein Quintett kämpft um den Meistertitel. Wer steht nach dem 26. Spieltag ganz oben?

Das ist schwer zu sagen. Neuhaus-Schierschnitz hat mich schon überrascht. Am Ende werden wohl Erlau und Steinach den Titel unter sich ausmachen. Haina und Neuhaus-Schierschnitz haben aber gerade auch wegen ihrer Erfahrung eine gute Titelchance. Red

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 29.1.2019
 


 

Winterpause-Bilanz SV Schleusegrund Schönbrunn:

 

„Ich habe mir das komplizierter vorgestellt"

 

Der Aufsteiger aus Schönbrunn überrascht die Kreisoberliga. In der Winterpause-Bilanz gibt sich Trainer Dirk Forkel cool, verrät, warum seine Elf noch stärker ist als in der Kreisliga, warum er keine Angst vor der Rückrunde hat und wie er seine Mannschaft noch besser machen will.

 

Herr Forkel, Platz sieben, zwanzig Punkte in der Winterpause. Damit haben Sie vor der Saison sicherlich nicht gerechnet, oder etwa doch?

Ich habe mir das vor der Saison komplizierter vorgestellt.

 

Ihr Team hat dem Führungstrio das Leben richtig schwer gemacht. Ein Sieg beim Spitzenreiter Neuhaus-Schierschnitz, ein Unentschieden gegen den Tabellenzweiten Erlau und eine knappe 1:2-Niederlage in Sonneberg-West. Warum ist Ihre Mannschaft als Aufsteiger so stark?

Unser Vorteil ist vielleicht, dass wir eine der jüngsten Mannschaften stellen. Wir haben ein Durchschnittsalter von 23,5 Jahren. Und sicherlich hat der Kunstrasenplatz auch unser Passspiel vorangetrieben.

 

Würden Sie sagen, dass Ihr Team noch stärker ist als in der abgelaufenen Kreisliga-Saison?

Ja, da würde ich mitgehen. Der Platz kommt unseren spielerischen Fähigkeiten enorm entgegen. Insofern stehen wir, was das Spielerische angeht, noch mal auf einer höheren Stufe als in der Kreisliga.

 

Sind Sie rundum zufrieden mit der bisherigen Saison?

Ich bin schon zufrieden. Aber ganz zufrieden ist man natürlich nie. Mich ärgern speziell drei, vier Spiele, in denen viel mehr dringewesen wäre. Das Unentschieden gegen Erlau zum Beispiel. Wenn wir den Elfmeter reinmachen, dann gehen wir als verdienter Sieger vom Platz. Oder gegen Veilsdorf – genau das Gleiche. Das war das erste Spiel, das wir unnötigerweise verloren haben. Auch beim Unentschieden zu Hause gegen Haina habe ich uns wesentlich besser gesehen als die Gäste.

 

Wenn bis auf wenige Abstriche so viel gut gelaufen ist, gibt es dann in der Winterpause überhaupt noch irgendetwas zu verbessern?

Selbstverständlich. Wir werden hinsichtlich des Spielsystems an der ein oder anderen Variante arbeiten. Momentan dauert mir insbesondere die Umstellung des Systems während des Spiels noch zu lang.

 

Derlei taktische Dinge werden Sie sicherlich im Freien trainieren.

Na klar. In der Halle brauchst du so etwas nicht trainieren. Generell werden wir in der Halle nur sehr wenig machen. Da uns mit dem Kunstrasenplatz ideale Bedingungen vorliegen, müssen wir das auch nicht. Sofern sich die Witterungsverhältnisse nicht grundlegend ändern.

 

Sind Sie kein Fan der Halle? Viele Trainer fürchten die erhöhte Verletzungsgefahr.

Doch, doch. Ich habe eigentlich immer gern in der Halle gespielt, weil es auch mal eine schöne Abwechslung zum Alltag darstellt. Aber es stimmt: Man muss schon ziemlich vorsichtig sein. Geht man hier ein bisschen zu ungestüm in den Zweikampf, dann können böse Verletzungen schnell die Folge sein.

 

Stichwort: Verletzungen. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, ist Ihr Team davon so gut wie verschont geblieben.

Ja, bis auf Marcus Fleischhauer, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat, hatten wir dahingehend wirklich Glück.

 

Wird es in der Winterpause ein Trainingslager geben?

Ja, Mitte Februar geht es wie schon in der vergangenen Saison nach Naumburg. Da gibt es eine wirklich gute Einrichtung samt Kunstrasenplatz. Da werden wir dann nicht nur im Kraft-Ausdauer- sowie im spielerischen Bereich, sondern auch am Teamgeist arbeiten.

 

Was hat Sie in der bisherigen Saison am meisten gefreut?

Am meisten gefreut hat mich der Sieg über Neuhaus-Schierschnitz sowie die Saisoneröffnung gegen  Goßmannsrod/ Oberland. Das war eine tolle Zuschauerkulisse. So etwas macht natürlich Spaß.

 

Was hat Sie bislang am meisten geärgert?

Von ärgern kann vielleicht nicht unbedingt die Rede sein, aber mich stören manche Trainer auf der Gegenseite mit ihrem Verhalten an der Linie.

 

Können Sie das konkretisieren?

Ich möchte keine Namen nennen, aber es sind schon ein paar dabei, die eine gewisse Überheblichkeit an den Tag legen. Und das passt nicht ganz zu meiner Auffassung.

 

Den Tabellenführer geschlagen und eines der sieben Teams, die in der ersten Tabellenhälfte überwintern. Hat sich aufgrund dieser Tatsache irgendetwas an der Zielstellung geändert?

Nein, eigentlich nicht. Der Klassenerhalt steht nach wie vor im Vordergrund. Wobei die Tendenz natürlich nach oben zeigt und ein Platz im gesicherten Mittelfeld nicht unrealistisch ist.

 

Ihr Trainerkollege Enrico Amend (SG Veilsdorf/Heßberg) ist der Auffassung, dass die Rückrunde generell schwieriger wird. Haben Sie Angst vor einem Einbruch in der zweiten Saisonhälfte?

Nein. Ich sehe das auch gar nicht so. Bisher waren wir in der Rückrunde sogar stärker unterwegs. Vermutlich, weil wir das Training in der Winterpause wesentlich intensiver gestalten.

 

Wird es in der Winterpause Neuzugänge geben?

Ich werde mit Niklas Hess und Jason Baer zwei U17-Spielern die Möglichkeit geben, Einsatzzeiten in der ersten Elf zu sammeln. Das wird das Durchschnittsalter dann noch mal ein Stück senken. Aber von anderen Vereinen wird es keine Neuzugänge geben.

 

Sie setzen weiter auf die Jugend und basteln mit dem ein oder anderen Einsatz von Spielern aus der zweiten Mannschaft bereits an der Zukunft?

Ich setze nicht grundlegend auf den Stamm, sondern lege viel Wert auf Rotation.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Meister wird, denke ich, am Ende die SG Steinach, weil sie, meiner Meinung nach, das größte Potenzial haben. Haina und Neuhaus-Schierschnitz wird dagegen ein bisschen die Luft ausgehen. Und Erlau traue ich wie im Vorfeld der Saison teilweise dargestellt nicht die tragende Rolle an der Spitze zu. Zum Abstieg: Die Mannschaften, die jetzt hinten sind, werden es schwer haben. Mehr sage ich dazu nicht.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 26.1.2019




"Mir blutet fast das Herz"

 

In der Winterpause-Bilanz verrät Daniel Eppler, Torwart und Vorsitzender des SV 07 Milz, warum die Grabfelder ganz unten im Tabellen-Keller drinstecken, wie sie da wieder rauskommen und was er von jedem Einzelnen erwartet.

 

Herr Eppler, wie lautet das sportliche Fazit zur Winterpause?

Der Blick auf die aktuelle Tabelle sagt alles. Wir sind sehr dürftig in das neue Spieljahr gestartet und stecken seitdem mächtig im Abstiegsstrudel. Mit lediglich zwei Siegen und zehn Punkten liegen wir auf dem letzten Tabellenplatz. Das war bislang einfach zu wenig.

 

Was sind die Ursachen für diese Misere?

Mir blutet fast das Herz, wenn ich betrachte, wie leichtfertig wir gerade zu Saisonbeginn mit dem Thema „Fußball" umgegangen sind. Was hier abgelaufen ist, ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar. Ich glaube, wir hatten erstmals am achten Spieltag den kompletten Kader an Bord. Und sind wir mal ehrlich: Da kann es fast schon zu spät sein. Besonders das Spiel in Hildburghausen bleibt mir im Gedächtnis. Hätte Tobias Tandel nicht kurzfristig zugesagt und unser ehemaliger Coach Tilo Arnhold Bereitschaft signalisiert, wären wir ohne Auswechselspieler in die Kreisstadt gefahren. Jeder hat seinen Beruf, jeder hat seine privaten Verpflichtungen – alles schön und gut – aber, dass plötzlich nahezu alles andere wichtiger ist als der Sport, den wir alle lieben, bleibt für mich ein absolutes Rätsel.

 

Das Team lag von Beginn an durchgehend auf einem Abstiegsplatz und vor allem die Heimschwäche ist eklatant. Warum?

Richtig. Hier gab es zu viele Unentschieden und unglückliche Niederlagen. Ursache war sicherlich auch die schlechte Chancenverwertung. Hier war gegen Goßmannsrod, Erlau, Neuhaus-Schierschnitz und auch Steinach wirklich mehr möglich. In den vergangenen Jahren hatten es die Gäste schwer, etwas mitzunehmen. Auch mit der dünnen Spielerdecke ging etwas Qualität verloren. Und auch der Abgang von Sascha Lautensack als bester Angreifer des Teams ist nur schwer zu ersetzen.

 

Was ist die Szene der bisherigen Saison, die euch in Erinnerung geblieben ist?

Hier gibt es für mich persönlich eine unglückliche Szene im letzten Heimspiel gegen Steinach, welche die aktuelle Runde perfekt zusammenfasst. Ein Steinacher flankt in Richtung Strafraum, unser Michael Mai verändert die Richtung des Balls, ich bin auf dem falschen Fuß und boxe mir die Kugel ins eigene Gehäuse. Besonders für die Jungs hat es mir an diesem Tag wahnsinnig leidgetan. Denn einen Punkt hätten wir uns aufgrund unseres Einsatzes schon verdient. Wir konnten Steinach an diesem Tag Paroli bieten. Positiv hingegen war der Doppelpack von Johannes Arnhold in Hildburghausen. Besonders sein zweiter Treffer. Langer Ball, perfekte Annahme, Abschluss mit dem schwächeren linken Fuß. Top!

 

Herr Eppler, Sie übernehmen nicht nur auf dem Spielfeld Verantwortung. Sie haben auch den Vorsitz im Sportverein übernommen.

Ja. Das war schon länger so abgesprochen. Ich war ja schon der Stellvertreter von Lothar Peter und somit für die Nachfolge bereit. Auf unserer Mitgliederversammlung wurde ich ohne Gegenstimme gewählt. Aber Lothar hat wirklich große Fußstapfen hinterlassen. Plötzlich gibt es viele und vielschichtige Aufgaben mehr. Es ist echt der Wahnsinn, was hier täglich auf die neue Leitung einströmt.

 

Organisatorisch gibt es sicherlich auch viel zu tun. Wie sieht die Vorbereitung auf die Rückrunde aus?

Wir haben Mitte Januar mit der Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Und das ist auch gut so. Ich denke, die Winterpause war lang genug. In den vergangenen Wochen konnte sich jeder ausreichend regenerieren. Ich hoffe, dass jeder heiß auf die Vorbereitung ist. Zum Auftakt waren wir immerhin 15 Leute. Neben den konditionellen Grundlagen werden wir sicherlich im spielerischen Bereich hart arbeiten müssen.

 

Wird es ein Trainingslager geben? Welche Testspiele sind geplant?

Wir werden über das zweite Märzwochenende ein Trainingslager über drei Tage in Rappershausen durchführen. Für Mallorca reicht es noch nicht (lacht) . Hier soll auch der Zusammenhalt gefördert werden. Der Abschluss wird dann ein freundschaftlicher Vergleich in Floh gegen Struth-Helmershof sein. Ende Februar gibt es zu Hause noch ein Spiel gegen Beheim/Stressenhausen.

 

Sind personelle Veränderungen geplant?

Nein.

 

Das Ziel für die Rückrunde lautet?

Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Außerdem wünsche ich mir, dass jeder Einzelne, ob Eppler, Mai, Peter und wie sie alle heißen einen Zahn zulegen. Wir haben als Mannschaft diese Situation zu verschulden. Jetzt haben wir die Möglichkeit, unseren „Mann zu stehen". Sollte das nicht möglich sein, weil erneut andere Dinge wieder wichtiger sind, dann ist der Abstieg wohl besiegelt. Aber ich glaube an die Mannschaft.

 

Wer wird Meister, wer steigt ab?

Ich tippe auf den HSV. Die Hainaer haben noch das Nachholspiel gegen Veilsdorf. Und mit einem Sieg sind sie dann voll im Aufstiegsrennen dabei. Den Abstieg wünsche ich keinem! Ich hoffe lediglich, dass wir nicht dabei sind. Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 22.1.2019
 

 

 „Diese Arroganz ärgert mich einfach"

 

In der Winterpause-Bilanz verrät Enrico Amend, Trainer der SG Veilsdorf/Heßberg, worauf sich die beiden Aufsteiger in der zweiten Saisonhälfte einstellen müssen, wie aus der jüngsten Mannschaft der Liga schnell die älteste wird und was er sich von manchen Leuten öfter wünscht.

Herr Amend, durchwachsen. Das richtige Wort für die bisherige Saison in der Kreisoberliga?

Nein! So würde ich das nicht nennen. Man darf die Probleme, die wir im bisherigen Saisonverlauf hatten, nicht vergessen. Am Ende sind wir trotz vieler Personalsorgen auf einem achtbaren sechsten Platz gelandet. Durchwachsen klingt da zu dramatisch.

 

Was die Zielstellung angeht, liegt die SG mit Platz sechs derzeit außerhalb des Solls (Platz drei bis fünf).

Mit dieser Zielstellung ist es ja immer so eine Sache. Ich habe letztlich den Anspruch guten Fußball zu spielen und zu gewinnen. Wenn das nicht gelingt, dann liegt das zum einen am Gegner und zum anderen gehört auch immer ein Quäntchen Glück dazu. Von unserem Kurs werden wir trotzdem nicht abweichen. Momentan kann fast jede Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte noch Meister werden.

 

Täuscht der Eindruck, dass die Liga von Saison zu Saison immer ausgeglichener wird. Die SG Sachsenbrunn/Crock, die in der abgelaufenen Spielzeit ein Stück weit in ihrer eigenen Liga gespielt hat, mal außen vorgenommen?

Der Eindruck täuscht nicht. In dieser Saison ist das noch stärker zu spüren. Die Tabellenkonstellation ist momentan sehr interessant. Weder unten gibt es ein Team, das deutlich abgeschlagen ist, noch gibt es an der Spitze eine Übermannschaft, die deutlich davon gezogen ist. In der Liga kann im Moment jeder gegen jeden gewinnen. Wir hätten auch beim 2:2 gegen den Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz gewinnen müssen.

 

Auch die Aufsteiger spielen in der Liga alles andere als eine Nebenrolle. Ihre Mannschaft musste das bei der 0:3-Niederlage in Hildburghausen schmerzhaft erfahren. Auch daheim zog Ihr Team gegen die Kreisstädter mit 1:2 den Kürzeren. Gegen Schönbrunn konnte man gerade so beide Spiele knapp für sich entscheiden. Warum sind die Aufsteiger in dieser Saison so gut?

Die beiden Mannschaften aus der Kreisliga haben mit ihren Ergebnissen schon ganz schön überrascht. Das hätte man so nicht erwartet. Man muss aber auch festhalten, dass beide Mannschaften gute Spieler in ihren Reihen haben. Insbesondere in Hildburghausen profitiert man natürlich auch von einem gewissen Spielerreservoir. Wobei ich auch immer wieder sage, dass die zweite Saisonhälfte meist schwieriger wird als die erste. Im kommenden Jahr werden sich die Mannschaften dann schon etwas auf Stärken und Schwächen der beiden Neulinge, die derzeit völlig zu Recht so gut in der Tabelle postiert sind, eingestellt haben.

 

Stichwort: Schwierige zweite Saisonhälfte. Was macht Sie zuversichtlich, Herr Amend, dass die für die SG Veilsdorf/Heßberg besser läuft als die erste?

Wenn wir uns bewusst werden, dass wir nur als Mannschaft stark sind, dann können wir den Fußball, den wir anstreben, auch abrufen und gemeinsam erfolgreich sein. Zuversichtlich bin ich auch, weil ein paar Langzeitverletzte wie Willy Kraußer nach angerissenem Kreuzband sowie Manuel Weikard wieder zur Mannschaft dazu stoßen. Die personelle Situation wird sich entspannen, was hoffentlich zu einem befruchtenden Konkurrenzkampf beiträgt. Zudem wird der ein oder andere junge Spieler für frischen Wind sorgen. Zusammen mit den „alten Hasen", die nun auch in die Mannschaft zurückkehren, ist das genau die Mischung, die wir brauchen. Dann habe ich keine Angst vor der Rückrunde. Nichtsdestotrotz müssen wir uns bewusst sein, dass wir nichts geschenkt bekommen. Wir dürfen nicht arrogant auftreten. Wir müssen uns jeden Punkt erkämpfen.

 

Über Erfolg und Misserfolg entscheiden am Ende vielerlei Dinge. Was hat Sie in der bisherigen Saison am meisten geärgert?

Was mich persönlich wirklich geärgert hat, ist das Auftreten mancher Schiedsrichter. Da werden Spiele teilweise mit einer Von-oben-herab-Mentalität statt mit einem geerdeten Auftritt geleitet. Die Art und Weise erscheint mir schon hin und wieder ziemlich weltfremd. Am besten ist der Schiedsrichter, den man das ganze Spiel über kaum bemerkt. Das ist nicht immer möglich. Völlig klar. Aber es gibt Situationen, da scheint der ein oder andere Schiedsrichter es bewusst drauf anzulegen. Wenn in der bisherigen Saison ein Schiedsrichter gegenüber einem meiner Spieler die Aussage tätigt, dass man den Zuschauern auch eine gewisse Show bieten will, dann scheint sich dieser Eindruck irgendwo zu bestätigen. Diese Arroganz ärgert mich einfach. Die Show sollte man doch den Spielern überlassen. Geärgert hat mich auch das 4:4 in Effelder. Wir haben 4:1 geführt und spielen am Ende Unentschieden. Das darf einfach nicht passieren.

 

Ihrer Stimme ist zu entnehmen, dass Sie das immer noch sehr ärgert.

Ja, ungemein. Aber gut, passiert eben nicht nur Nationalmannschaften, sondern auch Kreisoberligisten (lacht) .

 

Was hat Sie besonders gefreut?

Gefreut hat mich, dass die Mannschaft gerade in schwierigen Zeiten, besonnen agiert hat. Obwohl uns teilweise die komplette Mannschaft weggebrochen ist, haben wir es immer wieder geschafft, eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu schicken. Dazu zählt auch der Einsatz der alten Herren. Wenn Andreas Höfer, die Goldschmidt-Brüder oder mein alter Schulkamerad Mathias Eberhardt nicht gewesen wären ... . Zwar sind wir so von der jüngsten Mannschaft der Liga schnell zu einer der älteren geworden, aber ohne ihren Einsatz hätte es schlecht ausgesehen. Dieser Zusammenhalt freut mich ungemein. Es zeigt, dass der Rückhalt der Abteilung sehr stark ist und man sich auf den anderen verlassen kann.

 

Dieser Zusammenhalt, gepaart  mit einem gelichteten Verletzten-Lazarett – klingt nach einer guten zweiten Saisonhälfte, oder?

Abgerechnet wird am Ende. Spannend wird es zu sehen sein, wie sich die Mannschaft formt und sich Spieler verhalten, wenn wir personell im Luxus leben (lacht) .

  

Personell im Luxus leben heißt?

Vier Spieler auf der Bank zu haben wäre Luxus.

 

Sind Neuzugänge geplant?

Natürlich gibt es hier und da mal Gespräche. Meist werden die auch durch die Spieler selbst angefeuert. Aber etwas Spruchreifes gibt es jetzt nicht.

 

In der Winterpause nutzt das ein oder andere Team auch ein Trainingslager als Möglichkeit, um das Mannschaftsgefüge zu festigen. Ist so etwas auch bei der SG geplant?

Die Mannschaft will etwas planen, aber da kenne ich den aktuellen Stand nicht. Letztendlich verfügen wir aber auch über gute Bedingungen. Wir haben einen Hartplatz und eine Halle. Da sind wir jetzt nicht gezwungen irgendwo hinzufahren. Und wenn, dann sollte das auch kein Halligalli-Ausflug werden, sondern mit einer gewissen Qualität verbunden sein.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Spannende Fragen. Rein theoretisch kann wie eingangs schon erwähnt jeder Meister werden und jeder absteigen. Ich glaube aber, dass Erlau, auch wenn man bisher mehr von ihnen erwartet hätte, sich am Ende in der Meisterschaft durchsetzt. Die hätten das auch wirklich verdient, weil sie es sich über Jahre erarbeitet haben.

Was den Abstieg angeht, möchte ich mich eigentlich nicht festlegen, weil bisher kein Team wie ein typischer Absteiger gespielt hat. Aber am Ende, glaube ich, dass bei Milz die Personaldecke zu dünn ist, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und wer Vorletzter wird, weiß ich nicht. Ich hoffe nicht wir (lacht) .

 

Das käme, wenn, dann sehr überraschend.

Ja, aber man muss realistisch sein. Diese Liga hält lauter Überraschungen parat. Verlierst du zwei, drei Spiele, kannst du schnell unten drinstecken. Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

 

Welche drei Dinge wünschen Sie sich für die restliche Spielzeit 2019?

Gesundheit, Teamgeist und die notwendigen Punkte.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 19.1.2018

 


Es funkt wieder in Effelder

Effelder – Der abstiegsgefährdete Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder hat sich für die anstehende  Frühjahrsrunde noch einmal verstärkt. Neben Robert Bätz (zuletzt FSV 06 Eintracht Hildburghausen II) und Maximilian Engel (zuletzt SC Hassenberg/ Oberfranken) – Freies Wort berichtete – kommt nun auch Torhüter Michael Funke zu den 09ern zurück. Funke, der im vergangenen halben Jahr beim knapp vier Kilometer entfernten SV Meilschnitz (Kreisklasse 1/Kreis Coburg/ Kronach) in Bayern spielte, trug bereits viele Jahre das Trikot des SC 09 Effelder. Er war auch dabei, als die Hinterländer 2015 in die Landesklasse aufstiegen. Red

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 19.1.2018

 


Ein Engel kehrt zurück


Effelder – Der abstiegsgefährdete Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder hat sich für die anstehende Frühjahrsrunde verstärkt. Zum Team der Hinterländer stößt Maximilian Engel (zuletzt SC Hassenberg/ Oberfranken). Engel hat bereits in der Saison 2017/2018 das Trikot des SC 09 Effelder getragen und kam in der Offensive zum Einsatz. „Maximilian Engel ist torgefährlich, trickreich und sehr flink. Er wird gewiss eine Verstärkung im Offensivbereich sein", sagt Tino Schwesinger, Vereinsvorsitzender des SC 09 Effelder. Red


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 18.1.2019




Drei Frische für Oberlind


Oberlind – Da im Januar das Transferfenster geöffnet ist, galt es auch für die Verantwortlichen von Fußball-Kreisoberligist SC 06 Oberlind, die personellen Veränderungen im ersten Monat des Jahres abzuschließen. Mit Sascha Weigelt schloss sich bereits Ende letzten Jahres ein Torhüter dem Verein an. Der 26-jährige Schlussmann kommt vom TSV Haselbach und aufgrund des Umstandes, dass der abgebende Verein seine Mannschaft im Laufe der Hinrunde aus dem Spielbetrieb zurückzog. Sascha trainiert auch schon eine ganze Zeit beim SC 06 und wird nun die Rolle hinter Stammkeeper Carlo Bischoff einnehmen und in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln.


Von der SG 1951 Sonneberg kehrt Christian Bauer nach Oberlind zurück. Christian wechselte 2014 vom SC 06 in den Wolkenrasen. Der nunmehr 29-jährige Sonneberger konnte sich beim damaligen Kreisoberliga-Spitzenteam erkennbar weiterentwickeln. Bisher vorwiegend als Offensivakteuer unterwegs, soll nun sein Platz auf dem Feld etwas defensiver sein. Sofern von Verletzungen verschont, war Christian stets Stammspieler und verzeichnete mit der SG 1951 Sonneberg mehrere Titelgewinne, unter anderem den Aufstieg in die Landesklasse 2017. SC-Trainer Nico Eber erhält somit eine sofortige und vollwertige Alternative für seine Rückrundenplanung. Für beide Spieler erwartet der Verein die Spielberechtigung rechtzeitig zu den Freundschaftsspielen.


Etwas anders gelagert ist der Fall beim dritten und letzten Neuzugang: Mika Pohl. Der 17-jährige Steinbacher kommt aus der Jugendabteilung des TSV Germania Sonneberg-West und möchte in Oberlind den Sprung in den Männerbereich schaffen. Erste Priorität liegt aber nach wie vor darin, den Spielbetrieb der gemeinsamen A-Jugend-Spielgemeinschaft mit Sonneberg-West abzusichern. Parallel soll aber ein vorzeitiges Männerspielrecht beim Verband beantragt werden. Eb


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 16.1.2019

 



„Die Jungs sind heiß"


Fußball-Kreisoberligist SG SV 08/VfB Steinach liegt nach dem Abstieg aus der Landesklasse auf Rang vier.

Freies Wort spricht mit Trainer Daniel Meyer über die Hinrunde, blickt aber auch in die Zukunft.


Herr Meyer, Sie sind im Sommer 2018 mit einer verjüngten Mannschaft in die neue Saison gegangen. Bis zur Winterpause erspielte Ihr Team 28 Punkte. Zufrieden damit?

Das ist richtig, und ich glaube, wir haben aktuell wohl die jüngste Mannschaft, die seit langer Zeit in Steinach auf dem Platz stand. Deshalb sind wir im Großen und Ganzen auch zufrieden, wenngleich wir den einen oder anderen Punkt leichtfertig verschenkt haben.


Welche Rolle spielen die beiden Neuzugänge, Frederic Wohlleben und Max Töpfer, in Ihrem Konzept?

Beide sind sehr gute Typen und hatten keinerlei Probleme, sich in die Mannschaft zu integrieren. Fredi spielt eine tragende Rolle im Defensivverbund und auch bei der Kommunikation auf dem Platz. Max belebt unser Offensivspiel und hat da noch ein großes Potenzial, an dem wir sicher noch viel Freude haben werden.


Die Heimbilanz ist mit fünf Siegen sehr gut. Dagegen lief es in den Auswärtsspielen nicht optimal. Warum?

Sicher fehlt unserer sehr jungen Mannschaft in einigen Situationen noch die Erfahrung oder die Cleverness, um vor allem in Auswärtsspielen mehr Punkte einzufahren. Das ist aber normal und wird sich mit zunehmender Spielpraxis ändern.


Ihre Mannschaft kam optimal aus den Startlöchern, führte die Tabelle der Kreisoberliga zunächst sogar an. Wie lautet das Saisonziel?

Im Sommer haben wir einen vorderen Tabellenplatz als Richtwert ausgegeben. Zur Winterpause liegen wir da voll im Soll. Die Jungs sind heiß und werden in der Vorbereitung und in der Rückrunde alles geben, um das Bestmögliche zu erreichen.


Wann beginnt für die Steinacher die Vorbereitung auf die Rückrunde? Welche Testspiele stehen denn an?

Beginn der Vorbereitung ist am 8. Februar. Aktuell haben wir Spiele gegen den TSV Marktzeuln, Lauscha/ Neuhaus, Sylvia Ebersdorf, SV Jüchsen, FSV Großbreitenbach und FSV Goldlauter geplant. Alle Spiele sollen auf unserem Kunstrasen in Steinach stattfinden.


Gibt es in der Winterpause im Kader Veränderungen?

Nein, im Winter hat sich in unserem Kader nichts verändert. Red


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 9.1.2019

 




Jetzt erst recht

Der Titelkandidat Nummer eins aus Erlau ist in der bisherigen Saison der Fußball- Kreisoberliga vieles schuldig geblieben. Auch wenn die Grün-Weißen der Spitze keineswegs abgeschlagen hinterherhecheln.

Im Interview verrät Trainer Marko Frühauf, warum man der Favoritenrolle nicht ganz gerecht wurde. Dabei kritisiert er auch erfahrene Stammkräfte.


Herr Frühauf, Rang zwei, zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz. Kann man damit in Erlau in der Winterpause leben?

Definitiv. Damit können wir leben. Der Sieg im letzten Spiel gegen Haina war natürlich extrem wichtig. Vor allem für die Moral. Wir sind eine Woche zuvor aus dem Pokal geflogen. Insofern gehst du anders als in der vergangenen Saison mit einem Erfolgserlebnis in die Pause. Mit dem Sieg liest sich auch die Tabelle viel besser. Hätten wir gegen Haina verloren, dann hätten wir zwei Punkte Rückstand auf Haina und fünf auf den Tabellenersten gehabt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir dann das Thema Aufstieg hätten abhaken können.


Also will man in Erlau, sollte man am Ende ganz oben stehen, von seinem Aufstiegsrecht Gebrauch machen?

Im Moment spielt das Thema nur eine untergeordnete Rolle. Aber in der Winterpause muss sich die Mannschaft darüber allmählich Gedanken machen und abstimmen. Schließlich will der KFA bis Ende März Kenntnis darüber haben. Das Trainerteam hält sich dabei komplett raus. Wir müssen ja nicht spielen (lacht) . Spaß beiseite: Die Spieler müssen sich bewusst sein, dass die Anforderungen in der Landesklasse doch etwas höher sind. Wir sind nicht gerade die jüngste Mannschaft, sondern haben viele ältere Spieler, die auch schon Familie und Kinder haben. In der Klasse höher fährst du dann auch mal etwas länger und kassierst dann eventuell auch mal eine höhere Niederlage. Das muss wie gesagt jedem bewusst sein. Aber das entscheidet letztlich das Team und danach gibt es dann auch keine Ausreden.


Vor der Saison hat sich der Erlauer SV mit namhaften Spielern verstärkt, die auch schon höherklassig Fußball gespielt haben. Damit hat sich der ESV im Kreise der Experten automatisch zum Titelfavoriten gemacht. Man sieht aber auch, dass es schwer wird, wenn ein paar dieser Spieler wie Eggemann oder Pilz ausfallen. Ein Grund für die bislang vier Niederlagen?

Wenn es ja nur diese zwei Spieler gewesen wären. Aber bei uns sind ja zwischenzeitlich acht, neun Mann ausgefallen. Darunter auch langjährige Stammkräfte wie Martin Reckihn (Anm. d. Red.: Kreuzbandriss) oder Florian Kessler, der nach seinem Kreuzbandriss wieder voll angreifen wollte und sich dann schon früh in der Saison dasselbe Kreuzband erneut reißt. Solche Spieler waren mehr im Krankenhaus als im Training. Angesichts dessen sind die Niederlagen sicherlich auch dem Verletzungspech geschuldet.


Wie sieht es im Verletzten-Lazarett aus?

Laut Aussagen der Spieler recht positiv. Wir erwarten bis auf Florian Kessler und Martin Reckihn zum Trainingsauftakt alle angeschlagenen Spieler zurück.

 

Was muss in der restlichen Spielzeit besser laufen, damit man im Meister-Rennen bis zum Ende ein Wörtchen mitzureden hat? An allererster Stelle sicherlich etwas mehr Glück, was die Gesundheit der Spieler anbelangt.

Ja, dass wäre tatsächlich nicht schlecht, wenn man ein paar Spiele mit der halbwegs gleichen Mannschaft bestreiten könnte und sich unsere Neuzugänge wirklich mal einspielen können. Wir haben das in der bisherigen Saison ja kein einziges Mal geschafft. Das wäre für mich das, was im kommenden Jahr definitiv anders laufen dürfte. Wenn das gelingt, kommen die anderen Dinge fast von allein.


Herr Frühauf, was hat Sie in der bisherigen Spielzeit am meisten geärgert?

Am meisten geärgert hat mich, dass sich viele gestandene Führungsspieler teilweise nur noch auf Dominik Eggemann verlassen haben. Frei nach dem Motto: Der wird es schon richten. Sicherlich hat Eggemann die Fähigkeit, ein Spiel zu entscheiden. In Milz hat er uns einen ganz wichtigen Punkt gerettet. Ohne ihn verlieren wir dort. Aber wir können die Verantwortung nicht komplett in die Hände eines Spielers abgeben. So funktioniert es auf Dauer nicht. Das hat mich schon ganz schön geärgert. Aber wir haben intern darüber gesprochen und die Spieler haben das auch eingesehen. Jeder muss seine Leistung bringen und darf sich nicht auf den anderen verlassen.


Was hat Sie am meisten gefreut?

Am meisten gefreut hat mich, dass die Neuzugänge charakterlich allesamt super ins Team passen. Es gibt keinen, der da aus der Reihe tanzt. Erfreulich war auch, dass unser Nachwuchstorhüter Johannes Gratz gezeigt hat, welches Potenzial in ihm steckt. Wenn er so weitermacht, kann er Alex (Anm. d. Red.: Alexander Zaschke), der in den vergangenen Jahren so gut wie immer durchgespielt hat, ablösen. Auch Phil Drews hat mich positiv überrascht. Benjamin Pilz hatte ihn einfach mal zum Training mitgebracht. Ihm gefiel es so gut, da ist er gleich Mitglied geworden und hat erstmals nach vier Jahren auf dem Platz in Milz eine sehr gute Leistung abgeliefert.


Woran müssen Sie und das Team in der Winterpause arbeiten?

Spielerisch müssen wir den nächsten Schritt nach vorn machen. Es geht um die sogenannten Automatismen, die noch nicht da sein können, weil viele Spieler noch nicht zusammen gespielt haben. In der Pause werden wir auch mit Dreier- und Viererkette Varianten einstudieren, um in Zukunft noch unausrechenbarer zu sein. Um an solchen Dingen zu arbeiten, nützt es natürlich nichts, auf Kleinfeld in der Halle zu trainieren. Das geht nur draußen. Deshalb versuchen wir dann auch, je nach Witterungsbedingungen situativ zu entscheiden. Mit unserem Hartplatz und dem Kunstrasenplatz in Schleusingen, den wir ja auch mitbenutzen dürfen, stehen uns da zwei Alternativen zur Verfügung.


Trotzdem auch ein bisschen Vorfreude auf die Halle vorhanden?

Was die körperliche Verfassung von einigen Spielern angeht, eher nicht (lacht).


Ist ein Trainingslager geplant?

Ja, wir fahren Mitte Januar für ein Wochenende ins Sporthotel nach Heubach. Da geht es dann auch darum, den mannschaftlichen Zusammenhalt ein bisschen zu fördern. Wir werden da dann ein bisschen Ski fahren und Spaß haben. Eine Woche später geht die Vorbereitung dann richtig los.


Herr Frühauf, vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Diesmal werden wir nicht wie in den beiden abgelaufenen Spielzeiten auf Rang vier, sondern davor landen, weil…

wir in der Rückrunde spielerisch zwei Schippen drauflegen werden.


Sind für dieses Unterfangen weitere Neuzugänge in der Winterpause geplant?

Nein. In der Hinsicht ist nichts geplant. Wir hoffen, dass wir einigermaßen verletzungsfrei durch die restliche Saison kommen und dann sind die Neuzugänge vor der Saison auch richtige Verstärkungen.

 

Gefreut haben wird Sie sicherlich auch, dass Ihr Team so heimstark ist (Platz drei). Ist sicherlich dem neuen Rasen geschuldet, oder?

Naja gut, eigentlich sind wir auswärts sogar stärker. Da stehen wir auf Rang eins. Etwas an Heimstärke haben wir eigentlich erst im Laufe der Hinrunde gewonnen. Unser erstes Heimspiel gegen Steinach haben wir ja gleich verloren. Was mich schon etwas verwundet hat, da wir uns nach einem Jahr auf dem Hartplatz eigentlich darauf gefreut hatten, wieder auf unserem Grün zu spielen. Jeder hat eigentlich gebrannt. Aber es stimmt sicherlich, dass wir momentan auf einem guten Weg sind, wieder heimstark zu werden.


Wie sehr schmerzt trotz des positiven Jahresausklangs nach wie vor das vorzeitige Pokal-Aus?

Das schmerzt immer noch sehr. Hätten wir in Oberlind ansatzweise die Leistung wie im Spiel gegen Haina gezeigt, dann wären wir auch ins Halbfinale eingezogen. Aber mit der Null-Leistung in Oberlind hätten wir auch gegen ein Team aus der Kreisliga oder Kreisklasse den Kürzeren gezogen.


Sie gehen mit Ihrer Mannschaft hart ins Gericht.

Ja, aber das muss man einfach so klar sagen. Die Mannschaft weiß selbst, dass das an dem Tag eine große Enttäuschung war.

 

Über das Pokal-Aus dürfte vielleicht die Tatsache hinwegtäuschen, dass der ESV nicht die einzige Mannschaft aus dem Landkreis Hildburghausen war, die im Viertelfinale ausgeschieden ist. Jetzt sind ja nur noch Sonneberger Teams im Pokal vertreten.

Nicht wirklich. Wir wollten auch im Pokal weit kommen.

 

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Da gehe ich optimistisch ran und sage: Wir. Auch, wenn das vielleicht ein wenig egoistisch klingen mag. Aber wir wollen, wenn schon nicht im Pokal, in dieser Saison unbedingt noch was in den Händen halten. Neuhaus-Schierschnitz wird, denke ich, auch bis zum Ende oben mitmischen. Der Abstieg ist schwer vorauszusagen, weil es ziemlich eng zugeht und sich bisher keine Mannschaft als eindeutiger Absteiger herauskristallisiert hat. Deshalb würde ich da lieber keine Prognose wagen.


Interview: Carsten Jentzsch


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 8.1.2019

 



Kreisliga statt Kreisoberliga

Haina/Häselrieth – Patrick Jäger (27) wechselt von Fußball-Kreisoberligist Hainaer SV zum Tabellenzweiten der Kreisliga nach Häselrieth. Der Offensivspieler dürfte den Fußballfreunden aus der Region ein Begriff sein und wird vermutlich eine klare Verstärkung für sein neues Team sein. Beim Hainaer SV absolvierte der Spieler seit 2014 insgesamt 76 Partien und erzielte dabei 41 Treffer. In diesem Jahr lief er zehnmal auf, blieb dabei aber ohne eigenes Tor. Nun streift er das Trikot des SV 07 Häselrieth über. Fix


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 4.1.2018



Der Stellschraubendreher


Der SC 06 Oberlind spielt in dieser Saison in der Fußball-Kreisoberliga eine gute Rolle und hat sich im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Freies Wort spricht in der Winterpause mit Trainer Nico Eber.


Herr Eber, Ihre Jungs haben in der Hinrunde überzeugt. Seit dem Aufstieg ist es die beste Zwischenbilanz. Was ist der Schlüssel dieses Erfolges?

Wir haben an einigen Stellschrauben gedreht. Es ist uns gelungen, aus den guten Einzelkönnern eine Mannschaft zu formen, die füreinander einsteht. So was geht nicht von heute auf morgen, aber es wird.


Insbesondere die Auswärtsbilanz lässt aufhorchen. Spielt Grün- Weiß lieber in der Fremde?

Nein. Wir hatten auch Auswärtsspiele, bei denen wir uns das Leben schwer gemacht haben. Wobei uns das eine oder andere Grün sicherlich entgegenkommt.


Daheim hat die Mannschaft trotzdem weiter Reserven. Kann sie das Spiel selbst nicht in die Hand nehmen?

Ich denke nicht, dass der Grund darin liegt. Die Mannschaft wächst mit ihren Aufgaben, und genau dort werden wir in Zukunft ansetzen. Dass auch zu Hause die Reserven aus dieser Mannschaft auf den Platz gebracht werden.


Oberlind steht im Pokal-Halbfinale und trifft am Ostersamstag auf Effelder. Liegt das Augenmerk mehr auf dem Pokal oder auf der Meisterschaft?

Es geht nun darum, das bisher Erarbeitete auch genießen zu können. Wir wollen im Juni auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.


Wann beginnt die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde? Stehen schon Testspielgegner fest?

Wir starten am 29. Januar mit der Vorbereitung. Als Testspielgegner haben wir den DJK/TSV Rödental, die SpVgg Fürth am Berg, den FC Coburg II, den FC Haarbrücken, Susice im Trainingslager und den SV Blau-Weiß Heubisch.


Gibt es in der Winterpause Veränderungen im Kader?

Ja. Wir begrüßen Sascha Weigelt als zweiten Torwart, und am Rest arbeiten wir sehr intensiv. Spruchreif ist zum heutigen Tag aber noch nichts.


Wie attraktiv ist für Sie und die Mannschaft noch diese Kreisoberliga?

Die Leistungsdichte der gesamten Liga zeigt, dass sie für jeden Spieler und Trainer sehr attraktiv ist. Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen des SC 06 Oberlind, die mir und meinem Trainerteam ihr vollstes Vertrauen schenken und uns in dieser Kreisoberliga mit aller Ruhe entwickeln lassen. Re


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 4.1.2018




„Eine richtig gute Mischung"


Der SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz spielt eine Bilderbuch-Herbstrunde und führt die Tabelle der Fußball-Kreisoberliga an. Freies Wort redet mit Trainer Frank Rosenbauer über den bisherigen Saisonverlauf und blickt voraus.


Herr Rosenbauer, haben Sie damit gerechnet, dass die „Iso" Winterpausenmeister wird?

Frank Rosenbauer: Damit gerechnet sicher nicht. Ich habe aber schon in der Vorbereitung und in den Saisonanfängen gemerkt, dass die Mannschaft hungrig ist. Im Vergleich zu der Vorsaison ist die Mannschaft noch enger zusammengewachsen, und es arbeitet jeder Einzelne hart für den Teamerfolg. Dass wir da oben stehen, ist das Ergebnis eben dieser Teamarbeit.


Ihre Mannschaft ist routiniert, aber auch die eingebauten Youngster machten enorme Fortschritte. Sind Sie mit deren Entwicklung zufrieden?

Die jungen Spieler haben sich sehr gut integriert und entwickelt. Die routinierten Spieler helfen den Jungen viel. Alles in allem eine richtig gute Mischung, die ich in der Mannschaft habe. Und ja, mit der Entwicklung der Mannschaft im Gesamten bin ich zufrieden. Es gibt natürlich noch das Eine oder Andere zu verbessern, aber das schaffen wir auch noch gemeinsam.


Ihre Angriffsspitzen, Martin Gelbricht und Marcel Winkler, stehen in der Torjägerliste ganz oben. Sind sie die Garanten des Höhenfluges?

Martin und Marcel sind natürlich richtig gute Stürmer, und wir sind froh, sie in der Mannschaft zu haben. Ich als Trainer sehe sie als Teil eines sehr gut funktionierenden Teams. Und dieser Teamgeist, den wir bei der „Iso" leben, ist der Garant für den Erfolg. Beide müssen natürlich auch die Buden machen, und das machen sie wirklich hervorragend. Genau deshalb stehen die zwei völlig zu recht oben in der Torschützenliste.


Welches sind die Stärken, welches die Schwachstellen in Ihrer Mannschaft?

Die Stärken sind definitiv der gute Zusammenhalt und die Qualität in der Mannschaft, ob es die Offensive oder Defensive ist. Wie ich gesagt habe, eben eine gute Mischung. Über Schwächen werde ich sicher nichts in der Presse sagen, da wir noch viel vorhaben und ich es den Gegnern nicht so leicht machen möchte.


Glauben Sie, dass die „Iso" den Aufstiegsplatz verteidigen kann?

Erst mal: Es fühlt sich gut an, der Gejagte zu sein. Wir werden versuchen, so lange wie möglich da oben zu bleiben. Aber was für uns wichtig ist, dass wir eine gute Vorbereitung machen und eine bessere Rückrunde spielen als in der vergangenen Saison. Was dann dabei rausspringt, werden wir sehen. Wir haben ja auch noch den Pokalwettbewerb, bei dem wir so weit wie möglich kommen möchten.


Wird es im Kader Veränderungen geben?

Ja, wir haben einen Winterneuzugang: Moritz Baumgarten vom 1. FC Sonneberg. Er ist ein junger, ehrgeiziger Spieler mit guten Anlagen, den ich fördern und fordern werde. Ich hoffe, er lebt sich schnell ein und wird uns bei unseren Zielen weiterhelfen. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat, um seinen nächsten Schritt zu machen.


Wann beginnt die Vorbereitung? Stehen Testspiele an?

Wir legen in der ersten Februar-Woche wieder los. Vorbereitungsspiele haben wir gegen Burggrub, Germania Judenbach und 51 Sonneberg.


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 2.1.2019



Für die der Winter zu früh kommt (SC 09 Effelder)


Im letzten Pflichtspiel des Jahres, beim 6:0-Pokalerfolg in Heldburg, gehen Jeff-Kevin Krasemann als vierfacher Torschütze und Torwart-Oldie Frank Dreilich noch einmal richtig auf. Doch können sie ihre Form auch bis 2019 kompensieren? Nachgefragt.


Herr Krasemann, mit dem Halbfinaleinzug in Heldburg konnten Sie mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Das Spiel war ein wenig auch Sinnbild unserer bisherigen Saison. Anfangs hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Wir konnten wieder einmal nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. In der Halbzeit hat uns der Trainer wach gemacht, und wir kamen dann besser ins Spiel. Der Elfmeter von Stephan Funke war dann der Dosenöffner. Dann lief es bei uns wie am Fließband.


Das stimmt, insbesondere für Sie persönlich mit vier Toren und dabei einem Hattrick in den letzten zehn Minuten.

Ich habe halt dreimal richtig gestanden (lacht ). Ich war als Mittelfeldspieler eben dort, wo unsere Stürmer nicht waren. Es ist natürlich ein schönes Plus für mich. Am Ende hätte ich mich aber mit jedem anderen genauso gefreut. Wichtig war, dass wir weitergekommen sind. Das ist nicht mein Verdienst, sondern der der ganzen Mannschaft.

 

Können Sie sich daran erinnern, schon einmal vier Tore in einem Spiel gemacht zu haben?

In der Jugend ist mir das schon mal gelungen. Aber im Herrenbereich waren bisher drei Tore – vor zwei Spieljahren gegen Sachsenbrunn – meine Bestmarke. Einen Hattrick hatte ich noch nicht zuvor geschafft.


Kommt also die Winterpause für Sie und den SC 09 Effelder deshalb zu einem ungünstigen Zeitpunkt?

Für mich persönlich schon. Ich konnte mich in den letzten Partien immer steigern und war an Toren beteiligt. Nach dem 6:0 gegen Heldburg, wo wir mal endlich gezeigt haben, was in uns steckt, hätte es mich gefreut, wenn es noch etwas weitergegangen wäre. Andererseits ist die Winterpause auch nicht verkehrt. Wir haben ein Trainingslager in Bad Blankenburg und können die Hinrunde analysieren und voller Energie in die Rückrunde gehen.


Der SC 09 Effelder hat als Kellerkind der Kreisoberliga die viertbeste Offensive, aber auch schon 46 Gegentore kassiert. Woran liegt das?

Wie heißt es immer so schön: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive halt Meisterschaften. Wir sind dafür diese Saison ein gutes Beispiel. Wir müssen uns da hinterfragen, woran es gelegen hat. Mit Andy Kob haben wir einen der besten Verteidiger der Liga in der Mannschaft. Teilweise fehlen uns aber Aggressivität und Härte in der Zweikampfführung, die man in dieser Liga braucht.


Haben Sie eine Erklärung, warum der SC 09 in dieser Saison um den Ligaverbleib kämpft?

Allzu sehr hat sich der Kader nicht verändert. Allerdings haben uns mit Robert Bätz und Tobias Treciak zwei Leistungsträger verlassen. Der Trainer motiviert uns immer topp und stellt uns gut auf die Gegner ein. Leider können wir aber seine Vorgaben oft nicht umsetzen. Sonst würden wir sicher deutlich besser dastehen. Das Spiel gegen Heldburg hat das wieder gezeigt.


Sie haben gerade Robert Bätz angesprochen, der ja wieder im Winter nach Effelder zurückkommt. Könnte das ein Schlüssel zur defensiven Stabilität sein?

Sicher wird uns Robert Bätz mit seiner Erfahrung und im Zusammenspiel mit Andy Kob wieder deutlich mehr Halt geben. Das hat man in der letzten Saison ja gesehen.


Und was sagen Sie als jüngerer Spieler zum Comeback von Frank Dreilich?

Ich persönlich mag und schätze ihn sehr. Es freut mich, dass er uns in der schweren Phase geholfen hat. Das zeugt bei ihm von Charakter, dass er sich im höheren Fußballalter zwischen die Pfosten stellt. Das rechnen wir ihm als Mannschaft hoch an. Gut zu wissen, dass jemand da ist, wenn Not am Mann ist. Für die Rückrunde hoffen wir, dass Pascal Neuber wieder zurückkehrt.


Rückrunde ist das Stichwort: Was sind Ihre Ziele als Team und für Sie persönlich?

Bisher rennen wir unseren eigenen Ambitionen hinterher. Mit dem Rückrundenstart wollen wir wieder einiges besser machen. Wir waren immer dann erfolgreich, wenn wir aus einer Grundoffensive heraus unser Spiel ruhig aufbauen konnten. Dann können wir uns den Gegner zurechtlegen und über Konter gefährlich sein. Das hat uns damals in der Aufstiegssaison in der Landesklasse ausgezeichnet. Wir sind eine Mannschaft, die mit Ballbesitz nicht so viel anfangen kann. Vielmehr sind wir im Konterspiel über unsere schnellen Spieler gefährlich. Aber eine genauere Analyse und die Ziele für die Rückrunde erfolgen in Bad Blankenburg im Trainingslager.

 

Herr Dreilich, Sie gehen ungeschlagen aus der Hinrunde. Ein Remis in Mendhausen und der Pokalsieg in Heldburg stehen in Ihrer Bilanz. Wie kam Ihr Comeback zustande?

Der Trainer hat mich gefragt, ob ich einspringen würde. Ich habe das immer angeboten, wenn mal Not am Mann ist. Als dann die Frage kam, war klar, dass ich zusage. Bei dem Spiel in Mendhausen hätten wir höher führen müssen. Am Ende war deshalb der Ausgleich sehr enttäuschend für uns.


Wie ist es für Sie, bei Frank Vogel zu spielen, der ja als Trainer Ihr Nachfolger ist?

Das ist absolut kein Problem. Wir verstehen und schätzen uns beide sehr. Das war auch in der Vergangenheit schon immer so.


Wie halten Sie sich eigentlich fit?

Ein paar Einsätze hatte ich in dieser Saison schon bei der zweiten Mannschaft. Ansonsten bin ich ja ein renommierter Mann. Ich denke, ich habe genug Erfahrung, um schnell wieder reinzufinden. Zum Training gehe ich nur, wenn ich auch Lust habe. Aber ich denke, dass darf ich mir in meinem Alter auch erlauben.


Sieht man Sie in der Kreisoberliga-Rückrunde weiter im Tor?

Wenn ich wieder gebraucht werde, bin ich auf jeden Fall da. Das wissen Frank Vogel, die Mannschaft und der Verein. Interview: Ulrich Hofmann


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 10.12.2018



„Mit aller Macht" ins Halbfinale


Das letzte Fußball-Pflichtspiel im Kreismaßstab vor der Winterpause steht am Sonntag auf dem Spielplan. Im Pokalwettbewerb des KFA Südthüringen empfängt der SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz den Hainaer SV in der letzten Viertelfinalbegegnung. Beide Mannschaften stehen sich somit damit innerhalb von fünf Wochen zum dritten Mal gegenüber. Zunächst gab es zwischen den Teams die beiden Partien in der Meisterschaft. Hier gewann Neuhaus- Schierschnitz das Heimspiel knapp mit 2:1 Toren. Das Rückspiel vor 14 Tagen in Haina endete nach dem Last-Minute-Treffer in der 94. Minute von Michele Happ 2:2-Unentschieden. Nun stehen sich beide im Pokal gegenüber. Die ISO-Mannschaft hat nach den vier Zählern in der laufenden Punkterunde den Vorteil klar auf ihrer Seite. Mit einem Sieg könnte sie für ein Novum in der Pokalhistorie sorgen. Denn mit Steinach, Oberlind und Effelder stehen schon drei Mannschaften des Landkreises Sonneberg im Halbfinale. Mit einem Sieg von Neuhaus-Schierschnitz wäre dann eine vierte Mannschaft aus dem Nachbarkreis in der Vorschlussrunde. Das gab es noch nie.


In Haina werden solche Statistiken mit reichlich Desinteresse entgegen genommen. „Wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren. In der Meisterschaft waren es zwei enge Dinger. Im Pokal beginnt es nun von vorne. Wir streben mit aller Macht das Halbfinale an. Leider stehen uns neben den Langzeitverletzten weitere wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Aber es ist nun das letzte Spiel und da können wir uns noch einmal voll reinhauen", sagt HSV-Trainer Hans-Georg Meisch. Awh


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 23.11.2018



HSV will Schwächephase nutzen


Die zwei Nachholspiele in der Fußball-Kreisoberliga haben es in sich. Es geht um reichlich Prestige. Vor allem in Erlau.

Hildburghausen – An der L 3274 steigt am Sonntag das Topspiel auf dem Programm, ehe sich die Liga danach endgültig in die Winterpause verabschiedet. Mit demErlauer SV (25 Punkte) und dem Hainaer SV (27 Zähler) treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander. Jedes Team könnte mit einem Sieg auf den zweiten Platz vordringen, wobei die Grabfelder nach Punkten zum Spitzenreiter aufschließen könnten. Die große Frage auf beiden Seiten wird sein: Welche Akteure werden den Trainern zur Verfügung stehen? In der vergangenen Woche sind sowohl Grün-Weiß als auch Schwarz-Gelb ganz schön auf dem Zahnfleisch gekrochen. Während der HSV im Heimspiel gegen Neuhaus-Schierschnitz noch ein 2:2 retten konnte, haben die Gastgeber ihren Pokalauftritt beim Sportclub in Oberlind überraschend in den Sand gesetzt. „Besonders gut ist die Stimmung nach dem Pokal-Aus nicht. Aber das können wir nicht mehr ändern. Zum Training am Dienstag waren wir acht Mann. Mehr ist aktuell auch nicht möglich. Benjamin Pilz wird als einziger zur Mannschaft der Vorwoche dazukommen. Alle anderen haben verletzungsbedingt schon Winterpause. Wir wollen versuchen, dass Beste aus dieser Situation zu machen", schildert Trainer Marco Frühauf die Situation in Erlau. Sein Gegenüber Hans-Georg Meisch hofft, die Schwäche des vor der Saison zum Meisterschaftsfavoriten gekürten Erlauer SV ausnutzen zu können: „Erlau hat nicht gerade einen positiven Lauf. Wir wollen drei Punkte mitnehmen. Aber unterschätzen dürfen wir den Gegner dennoch nicht. Personell könnte es sich wieder ein wenig positiver darstellen. Torwart Philipp Rekittke und Thomas Löser sind diesmal wieder dabei. Hinter den Einsätzen von Daniel Mai und Jens Gundelwein stehen noch Fragezeichen."


Bereits am Samstag hat der Neuntplatzierte, die SG Veilsdorf/Heßberg (18 Punkte), Heimvorteil gegen den Tabellenvorletzten aus Mendhausen/ Römhild. Die Elektrokeramiker könnten mit einem Sieg um drei Tabellenränge nach oben klettern. Die Gäste aus dem Grabfeld würden mit einem Dreier den vorletzten Platz und Abstiegsrang verlassen und auf Position 11 springen. Den letzten Vergleich an gleicher Stelle konnten die Elektrokeramiker Anfang Mai durch den Siegtreffer von Willi Krausser mit 2:1 gewinnen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 17.11.2018



Interview:

Michele Happ, Spieler des Hainaer SV


Der Opa zeigt wie’s geht


Michele Happ (47) zählt in der Fußball-Kreisoberliga zur alten Garde. In dieser Saison erlebt der Oldie des Hainaer SV einen erneuten Frühling. Am vergangenen Spieltag sicherte der Abwehrspieler seinem Team mit zwei Treffern ein Remis gegen Neuhaus- Schierschnitz. Im Interview verrät er, woher die Torjägerqualitäten kommen und womit er die „jungen Wilden" in Schach hält.

Servus, Herr Happ, am vergangenen Spieltag zählten Sie neben Torwart Frank Dreilich (53) zu einem der ältesten Spieler, die in der Kreisoberliga auf dem Platz standen. Wie ist es zu diesem Einsatz gekommen?

In Haina herrscht seit einigen Wochen Personalmangel. Gegen Neuhaus-Schierschnitz war es extrem. Wir hatten nur elf Akteure aus dem Kader der ersten Mannschaft zur Verfügung. Und wenn ich gebraucht werde, bin ich auch einsatzbereit. Grundsätzlich sollen die jüngeren Akteure spielen. Aktuell fehlt bei uns die komplette linke Seite. Da hat mich der Trainer in die Vierer-Kette auf links gestellt.


Wann standen Sie zuletzt im Trikot des HSV auf dem Feld?

Seit der Pokalbegegnung im Landespokal gegen Borsch bin ich wieder dabei. Deshalb habe ich nun auch schon sieben oder acht Begegnungen in der Liga gekickt. Während dieser Zeit bin ich stets als Abwehrspieler aufgelaufen. Wobei ich hier auf rechts, in der Innenverteidigung und nun auf links in der Vierer-Abwehrkette gespielt habe. Egal wo der Trainer mich hinstellt, ich versuche stets meine beste Leistung abzurufen. Natürlich hilft mir hier die Erfahrung und auch mit Stellungsspiel und mit Auge kann man die jungen Wilden in Schach halten.


Als Abwehrspieler haben Sie es eher mit dem Tore-Verhindern zu tun. Gegen den Sportclub aus Effelder haben Sie gleich zwei Treffer erzielt. Woher rühren diese ungeahnten Stürmerqualitäten?

Das mit dem Tore-Verhindern klappt ja ganz gut (Anm. d. Red.: Neun Gegentreffer in 13 Begegnungen) . In erster Linie bin ich auch da, um Gegentreffer zu verhindern. In früheren Jahren habe ich im Sturm gespielt. Das Tore-Schießen verlernt man nun mal nicht. Gegen Ende der 90er Jahre haben Michael Gössinger und ich das Sturmduo beim HSV gebildet. Und in zwei Spielserien hatten wir jeweils über 40 Treffer.


Hätten Sie im Vorfeld der Partie damit gerechnet, dass Sie Ihrer Mannschaft mit zwei Treffern zum Unentschieden verhelfen?

Das war so nicht geplant. Gegen Effelder lagen wir 0:2 hinten und wir mussten mehr riskieren. Deshalb bin ich auch hier dosiert mit nach vorne. Zum Glück konnte ich meiner Mannschaft noch zum Unentschieden verhelfen.

 

Schildern Sie mal den Ausgleichstreffer aus ihrer Sicht.

Die Begegnung war in der Nachspielzeit. Ich wusste, dieser Angriff wird die letzte Möglichkeit in diesem Spiel sein. Mathias (Anm. d. Red.: Mathias Engelmann) nahm noch einmal Maß. Er zog mit seinem starken linken Fuß aus 24 Metern ab. Der Ball segelte Richtung langes Eck. Ich stand auf Höhe des Strafraumes und habe gesehen, dass der Torwart das Leder noch erreichen kann. Hier bin ich losgelaufen. Am Ende hat der Vorsprung gereicht.


Ein Treffer ein Kasten Gerstensaft, lautet das ungeschriebene Gesetz im Amateurfußball. Waren Sie Ihrer Mannschaft im Nachhinein noch was schuldig?

Nein, dieses Gesetz ist bei uns nicht gültig. Bei uns gibt jeder mal einen aus – zum Geburtstag oder zum Jubiläum. Auf jeden Fall gab es letzte Woche genug zu trinken (Anm. d. Red.: in Haina war Nachkirmes) . Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

 

Für ältere Spieler ist häufig vom „Oldie" oder „Opa" die Rede. Müssen Sie beim HSV mit diesen Spitznamen leben?

Der ein oder andere ruft schon mal Opa. Damit muss ich leben. Und es entspricht ja auch der Realität. Ob hinter meinem Rücken auch andere Spitznamen gerufen werden, weiß ich nicht. Viele Freunde und Mitspieler nennen mich Michi.

 

Mit 47 Jahren und 6 Monaten erleben sie im Moment den wie vielten Fußballfrühling?

Gefühlt vielleicht den Zehnten. Wobei über die vielen Jahre schon Unterschiede zu erkennen sind. Im Alter reagiert man gelassener. Ich fühle mich persönlich fit. Habe auch fast die komplette Vorbereitung auf diese Saison mitgemacht. Na ja, wenn es die Zeit und die Arbeit hergegeben hat (schmunzelt). Auch das wöchentliche Training steht auf meinem Wochenplan. Solange ich meine Leistung abrufen kann, unterstütze ich die beiden Männermannschaften in Haina gerne. Mein großer Vorteil ist vielleicht, dass ich während meiner Karriere eigentlich nie verletzt war.


Herr Happ, Ihre zwei Treffer zur Kirmes gegen Effelder waren ja nicht Ihr erster Doppelpack in dieser Saison?

Das ist richtig. Auch im Pokalspiel beim 5:0 in Westhausen habe ich doppelt getroffen. Die Mitspieler sollten sich langsam anstrengen, dass ich sie nicht in der internen Torschützenliste überhole (lacht).


Wie schätzen Sie das Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn in Erlau am Sonntag ein?

Ich würde mich über einen 2:0-Sieg freuen. Dabei muss ich auch nicht unbedingt treffen. Denn wer trifft, ist eigentlich egal. Wenn die Mannschaft wie in den letzten Begegnungen zusammenhält, sollte das auch möglich sein. Einige Akteure werden wieder zum Team stoßen. Die Möglichkeiten der Aufstellung verbessern sich. Wir wissen, um was es geht. Deshalb bin ich guter Hoffnung. Interview: awh


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.11.2018



Interview

Martin Gelbricht und Marcel Winkler (SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz)


„Wir profitieren voneinander"


Marcel Winkler und Martin Gelbricht vom Fußball-Kreisoberligist aus Neuhaus-Schierschnitz haben zusammen schon 27 Tore in dieser Saison erzielt, Winkler jüngst vier in einer Partie. Nachgefragt.

Hallo Herr Gelbricht. Sie fehlten am Sonntag zum Punktspiel, sonst wäre das Ergebnis sicherlich zweistellig ausgefallen.

Martin Gelbricht: Ob es zweistellig geworden wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Aber man sieht, dass man ein Spiel auch in dieser Liga von Anfang bis Ende konsequent durchziehen muss. Das ist uns augenscheinlich nur 45 Minuten gelungen. Da ich als Rechtsanwalt in Nürnberg gebunden bin, ist es mir zurzeit nicht möglich, jedes Spiel zu absolvieren.


Herr Winkler, nach vier Toren am Stück war die Freude am Wochenende sicherlich groß ...

Marcel Winkler: Egal ob Familie, Freunde oder alte Mannschaftskollegen – alle haben sich mitgefreut und gratuliert. Am meisten freut sich aber das Tore- und Punktekonto der Iso. Und nicht zu vergessen mein Sohn, der freut sich immer sehr, wenn Papa ein Tor für ihn schießt oder eben vier (... und lacht ). Die Tore sind eh immer meinem Sohn und meiner Frau gewidmet. Tatsächlich ist es mir vor etwa fünf, sechs Jahren in der Landesklasse einmal gelungen, in einem Spiel gegen Steinbach-Hallenberg fünf Tore zu erzielen – einen Hattrick in der ersten Halbzeit und noch zwei Tore in der zweiten. Vor dem Spiel habe ich nicht wirklich damit gerechnet, hatte jedoch von Beginn an gleich das Gefühl, das ich in dem Spiel treffen würde, weil ich von der ersten Minute an gleich gut drin war. Ich glaube, ein Stürmer hat das schon im Blut und spürt, ob da was geht oder nicht. Aber eine Regelmäßigkeit ist das jetzt nicht wirklich.


Sie beide scheinen ein eingespieltes Torjägerduo zu sein, haben zwei Drittel aller Isolator-Treffer in dieser Saison erzielt. Wird das teuer? Lust auf die Torjägerkrone?

Martin Gelbricht: Nachdem ich nicht jedes Spiel mitmachen kann, dürfte die Kanone für mich eher ein unrealistisches Ziel darstellen. Natürlich schießt man als Stürmer gerne Tore, jedoch stelle ich auch den Anspruch an mich selbst, für die Mannschaft so viele wie möglich zu erzielen. In der Mannschaft selbst wird gar nicht so viel darüber geredet, da das von uns beiden erwartet wird. Freunde und Familie freuen sich schon immer, obgleich immer gefragt wird, wie viel Chancen hast du dafür vergeben.

Marcel Winkler: Eingespielt würde ich noch nicht mal vollends sagen. Aber es wird von Spiel zu Spiel besser. Es hat natürlich eine gewisse Zeit gebraucht, um zu wissen, wie der andere spielt, wie seine Laufwege, seine Stärken allgemein eben sind. Aber mittlerweile funktioniert das richtig gut. Wir profitieren voneinander, da wir beide auch keine schlechten Vorbereiter sind. Ich glaube, nach der Torjägerkanone schielen wir beide nicht, würden es aber dem anderen gönnen. Martin hat die etwas bessere Torquote. Noch (... und lacht ). Am Ende ist nur wichtig, dass die Iso davon profitiert. Mannschaftsintern gibt es Gott sei Dank keinen festen Regelsatz für erzielte Tore, aber ein Kasten Bier ist schon Pflicht. Den werde ich auch gerne zahlen und vielleicht auch noch ein Essen springen lassen.


Sie haben beide schon höherklassig Erfahrung gesammelt. Wäre künftig die Landesklasse auch eine Option für Sie – natürlich beim SV Isolator?

Martin Gelbricht: Es war natürlich schön, in jüngeren Jahren Landesliga und Landesklasse zu spielen. Gerade jedoch hat mannschaftsintern ein Umbruch begonnen. Die Jüngeren sollen erst einmal an das Niveau dieser Liga herangeführt werden, sodass ich es nicht unbedingt sinnvoll fände, höher zu spielen, da das Durchschnittsalter der Leistungsträger mit um die 30 oder höher schon relativ hoch ist. Das dürfte die Frage, ob man höher spielen sollte, relativ eindeutig beantworten.

Marcel Winkler: Über die Landesklasse habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Und ob es eine Option wäre? Es ist mittlerweile zweifelsfrei eine starke, ausgeglichene Liga, die ihren gewissen Reiz hat. Aber hier spielen auch andere Dinge eine große Rolle. Ob das finanziell und strukturell für den Verein machbar ist zum Beispiel. Wie hierüber die Gedanken des Vereins sind, kann ich leider nicht beantworten. Gibt der Kader das von der Quantität und Qualität her? Hier sehe ich ein großes Problem, da wir eben schon in der laufenden Saison große personelle Probleme hatten – mit vielen Verletzten Spielern. Hinzu kamen dann oftmals noch Spieler, die im Urlaub sind. Da musste teilweise schon sehr viel improvisiert werden. Das wurde immer sehr gut von denen gelöst, was mich sehr beeindruckt hat. fri


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 9.11.2018



Ein ganz spezieller „Spieltag"

Die Nachholspiele in der Fußball-Kreisoberliga können unterschiedlicher kaum sein. Kampf um die Herbstmeisterschaft und Abstiegskampf pur. Und das alles im Grabfeld.

Nachsitzen, heißt es für neun Mannschaften der Liga. Insgesamt fünf Partien sind noch offen. Zwei davon werden bereits an diesem Wochenende nachgeholt. Das betrifft die Partie zwischen dem Hainaer SVund dem SV Isolator Neuhaus- Schierschnitz sowie zwischen der SG Mendhausen/Römhild und dem Sportclub aus Effelder. Nicht ganz unwesentliche Spiele. Insbesondere was die Herbstmeisterschaft angeht. Denn im Grabfeld geht es um nichts Geringeres als die Tabellenspitze. Auf der Sportanlage „Heilig Kreuz" stehen sich der Viertplatzierte Haina und der Tabellenführer Neuhaus-Schierschnitz gegenüber. In der ersten Begegnung konnten die Isolatoren ihren Heimvorteil nutzen. Sie gewannen die Begegnung knapp mit 2:1 und eroberten so die Spitze. Wobei ein Eigentor der Hainaer letztendlich für den Heimsieg der Neuhaus-Schierschnitzer verantwortlich war. Diesmal haben die Grabfelder Heimrecht und wollen diesen Vorteil für einen Dreierpack nutzen. Mit einem Sieg könnten die Gastgeber nach Punkten zu den Schierschnitzern aufschließen. Mit einem weiteren vollen Erfolg mit mindestens drei Toren könnten sie aufgrund der besseren Tordifferenz sogar am Gegner vorbeiziehen. „Unser Ziel sind drei Punkte. Das wird schwer genug. Die Tabellenführung ist sekundär. Mit Neuhaus-Schierschnitz kommt ein anderes Kaliber, als letzte Woche Effelder", sagt HSV-Trainer Hans-Georg Meisch vor der Partie. Sein Gegenüber Frank Rosenbauer gibt sich äußerst selbstbewusst: „Wir haben zur Zeit einen guten Lauf. Deshalb fahren wir optimistisch nach Haina. Mit Martin Gelbricht kommt unser bester Torschütze zurück. Er hat gegen Haina und in Hildburghausen gefehlt. Drei Punkte wären top, wobei uns ein Punkt zur Verteidigung der Tabelle ja schon reichen würde."

Defensive oder Offensive?

Bester Angriff trifft auf beste Defensive. Auf der einen Seite haben die Gäste aus Sonneberg mit 41 Treffern den Bestwert der Liga vorzuweisen. Mit Martin Gelbricht, der die Torschützenliste der Kreisoberliga mit 15 Toren anführt, und mit Marcel Winkler, der aktuell mit zwölf Torerfolgen den dritten Platz in der Torjägerstatistik einnimmt, haben sie zwei überaus erfolgreiche Torschützen in ihren Reihen. Dagegen haben die Gastgeber in ihren bisherigen zwölf Punktspielen erst sieben Gegentreffer hinnehmen müssen. Das ist mit Abstand der Bestwert aller 14 Mannschaften.


24 Stunden später geht es in Mendhausen um Punkte für den Klassenerhalt. Hier stehen sich die Tabellennachbarn aus Mendhausen/ Römhild und ausEffelder gegenüber. Mit dem Sportclub reist der auswärtsschwächste ins Grabfeld. Zuletzt gingen die Mannen von Trainer Frank Vogel in jenem Grabfeld, beim Hainaer SV, mit 1:6 unter. Die Gastgeber müssen Stammkeeper René Amberg ersetzen. Für ihn wird Florian Lamping die Position zwischen den Pfosten einnehmen. Aber auch die Gäste haben mit Julian Sommer (Gelb-Rot) einen Ausfall zu beklagen. Awh


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 9.11.2018


Klare Favoriten


Noch vor der Winterpause kämpfen acht Mannschaften um den Einzug ins Halbfinale des Fußball-Kreispokals. Den Auftakt machen an diesem Wochenende Hildburghausen II und der Erlauer SV.

Erstmals in der Pokalgeschichte haben sich gleich sieben Mannschaften der Kreisoberliga für das Viertelfinale qualifiziert. In den vergangenen sechs Jahren waren maximal fünf Mannschaften der höchsten Kreisspielklasse bis in diese Runde vorgedrungen. Auch unterklassige Mannschaften waren in der Vergangenheit noch im Wettbewerb vertreten. Das ist erstmals nicht der Fall. Als Underdog hat lediglich der SV Eintracht Heldburg als Kreisligist das Viertelfinale erreicht. In der Begegnung Steinachgegen Hildburghausen II (Samstag, 14 Uhr) gehen die Gastgeber als Favorit ins Rennen. Die Steinacher sind bislang eine wahre Heim-Macht und haben vor den eigenen Fans erst ein Mal verloren. Allerdings dürften die Einheimischen gewarnt sein. Denn in der Hinrunde der Kreisoberliga nutzte die Landesklasse-Reserve aus Hildburghausen ihren Heimvorteil zu einem knappen 1:0-Sieg.


Im zweiten Spiel an diesem Wochenende stehen sich der Sportclub aus Oberlind und der Erlauer SV gegenüber (Sonntag, 14 Uhr). Auch diese Partie gab es in dieser Saison schon. Dabei hatten die Oberlinder beim 0:4 gegen die Grün-Weißen keine Chance. Auch die beiden Begegnungen in der Saison 2017/18 konnten die Grün-Weißen relativ eindeutig mit 6:1 und 5:3 für sich entscheiden.

Mit Janis Lautensack in Steinach und Samuel Luckau in Oberlind werden zwei junge Nachwuchstalente der pfeifenden Zunft im Viertelfinale eingesetzt. Sowohl Luckau als auch Lautensack werden bei ihren Aufgaben von höherklassigen Schiedsrichtern an der Seitenlinie unterstützt.


Auch in den restlichen beiden Begegnungen stehen sich Mannschaften aus den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen gegenüber. So treffen die Veste-Kicker daheim auf den Sportclub aus Effelder (Samstag, 17. November), während der Hainaer SV ebenfalls wie die Kreisstädter und die Grün-Weißen in den Nachbarkreis reisen müssen. Genauer gesagt geht es zum Kreisoberliga-Spitzenreiter aus Neuhaus-Schierschnitz (Sonntag, 25. November). Die Frage, welcher Kreis im Halbfinale in der Überzahl liegt, entscheidet sich demnach erst zu einem späteren Zeitpunkt. Awh


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 9.11.2018

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