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Bezeichnend für die Partie im Fellbergstadion war, das zwei Standardsituationen das Duell gegen den Aufsteiger aus Saalfeld entschieden. Die 08er boten keine gute Partie, zu viel Leerlauf bemängelte Trainer Christian Häusler und forderte in der zweiten Hälfte vergeblich klare Aktionen. Da stand es nur 1:0, als B. Sesselmann kurz vor der Pause einen Freistoß genau in den Winkel zirkelte.So blieb es bis in die Schlußphase beim knappen Resultat und entsprechender Spannung auf dem Rasen.
Auf dem gut bespielbaren Platz im Fellbergstadion begannen die Gastgeber mit druckvollen Spiel und drängten die defensiv eingestellten Gäste in ihre Hälfte. Das gewünschte frühe Tor fiel aber nicht, da Hopf per Fuß und Kopf knapp vorbeizielte. Auch Wenke mit Kopfball aus Nahdistanz verfehlte völlig freistehend. Von den Lok Spielern war offensiv nicht sehr viel zu sehen, gefährlich wurde es nur, als sich Keeper Möller bei einem Eckball selbst in Bedrängnis brachte, doch die Situation selbst bereinigte. So plätscherte die erste Hälfte so dahin, bis B. Sesselmann mit seinem Kunstschuß die Steinacher zum jubeln brachte.
Die 08er wollten nach der Pause das schnelle zweite Tor, doch es lief nicht wirklich viel zusammen. Hopf, der trotz leichter Verletzung sich durchbiss, zog gegen Avdija nicht voll durch, so das dieser im letzten Moment klären konnte. Weitere Aktionen blieben ohne Torerfolg. Die Gäste kamen einige Male gefährlich vor das Steinacher Tor, ihre Abschlussaktionen waren nicht zwingend genug (Smirat). Nach 75 Minuten forderten sie Elfer, doch der in der zweiten Hälfte viele Karten verteilende Wittler aus Suhl ließ weiterspielen. Dagegen pfiff er korrekterweise das Foul an Hopf im Saalfelder Strafraum. Pflügner verwandelte in die linke Ecke zur Entscheidung. In der Schlußminute traf Hopf noch den Pfosten, als er von Barthelmann klasse in Szene gesetzt wurde.
Die Gastgeber sind wieder dran an den Spitzenteams, die Spiele in den nächsten Wochen gegen die Mannschaften aus der Spitze (Suhl, Kaltennordheim, Struth-Helmershof) werden zeigen, ob das Häusler-Team ein Wörtchen um den Staffelsieg mitreden wird.
SV 08 Steinach: Möller, Pflügner, Wenke, Telser, Wachsmuth (ab 88. Petermann), Barthelmann, Hopf, Domhardt (ab 73. Wilhelm), Ross, B. Sesselmann, Walther (ab 46. Gröger)
FC Lok Saalfeld: Avdija, Schulz, Knopf (ab 72. Rudolph), Weiße, Smirat (ab 80. Dörfler), Warschitschka, Müller, Gessner, Deike (ab 69. Graber), Neumann, Heilmann
Tore: 1:0 (43.) B. Sesselmann, 2:0 (86.) Pflügner (Foulelfmeter) Schiedsrichter: Wittler (Suhl) Zuschauer: 150
Quelle: http://svsteinach.id-zemke.de/ vom 2.4.2012
Der Bericht aus Saalfeld:
Zwei Standards entscheiden für 08er
Dirk Gierga
Es hilft der Lok-Elf nicht weiter, wenn man nach jeden Auswärtsspiel sagt „Gut gespielt aber dennoch verloren", nur war man diesmal den Auswärtspunkt nie näher denn je. Coach H. Bock, der in Steinach alleine für die Mannschaft verantwortlich war, stellte diese Top ein und vor allem aber setzte das Team seine Vorgaben fast 100% um. Man spielte konzentriert mit im Fellberg-Stadion, ließ keinen Sturmlauf der 08er zu aber schaffte es wegen der eher defensiven Ausrichtung nicht, selbst Akzente zu setzen. Die Gastgeber selber kamen zweimal gefährlich vor das Tor von B. Avdiu, A. Pflügner köpfte nur knapp daneben und auch B. Sesselmanns Distanzschuss verfehlte das Tor um 1-2 Meter. Als sich aber kurz vor dem Halbzeitende der Steinacher Kapitän das Leder zum Freistoß zu recht legte und er mit Pfiff des Unparteiischen diesen ausführte, schlug das Spielgerät im linken Winkel zum 1:0 ein (43’).
Nach Wideranpfiff schien die Partie ein wenig einzuschlafen. Der Gastgeber nutzte seinen Minivorsprung und ließ die Saalfelder kommen, diese wiederum fanden nun keine Mittel gegen die kompakt stehende SV-Abwehr. Das Spiel wurde von beiden Seiten härter geführt, 10 Gelbe, eine Gelb/Rote Karte und das gebrochene Nasenbein von F. Deike sprechen hier für sich und auch die Leistung des Schiedsrichtergespanns aus Suhl ließ in der 2. Halbzeit ein wenig nach. Egal, der Ausgleich sollte her und Trainer H. Bock brachte mit H. Graber und D. Rudolph zwei frische Offensivkräfte, was auch sofort fruchtete. Mit seinen ersten Angriff und Ballkontakt drang D. Rudolph in den Strafraum ein, wurde gefoult aber Referee Wittler’s Pfeiffe blieb stumm. Höllisch aufpassen musste dennoch Saalfeld’s Abwehr, denn die 08er konnten nun gefährlich kontern aber kein Kapital daraus schlagen. Fünf Minuten vor Spielschluss wurde Steinachs C. Hopf im 16ner gefoult und diesmal zeigte der Unparteiische Wittler auf den Punkt. A. Pflügner ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte zum 2:0 und gleichzeitigen Endstand. Die Saalestädter traten geknickt und wieder ohne Punkt die Heimreise an und müssen weiter auf die Heimspiele hoffen.
Quelle: http://www.fc-lok-saalfeld.de vom 2.4.2012 |