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Für Amateursport gilt jetzt 2Gplus

 

Erfurt. Für den Amateursport in Vereinen und bei Wettkämpfen ist in Thüringen zusätzlich zu den 2G-Regeln für Erwachsene auch ein Test erforderlich. Das teilte das Bildungs- und Sportministerium am Freitag in Erfurt mit. Zugang zu den Sporthallen und anderen geschlossenen Sporträumen haben damit nur noch geimpfte und genesene Menschen, wenn sie zusätzlich einen negativen Corona-Test nachweisen können.

 

Das Ministerium sprach von einer Präzisierung der geltenden Regelung für den Amateursport, bei dem bisher noch keine Testpflicht bestand. 2Gplus trete noch am Freitag in Kraft. Im Freien gelte für Erwachsene nur 2G beim Sporttreiben. Die neuen Regelungen würden bis 23. Dezember gelten. Zudem verwies das Ministerium darauf, dass die Pflicht zum 3G-Nachweis auch für alle Beschäftigte an Schulen, in Kindertagesstätten, im organisierten Sportbetrieb und der Jugendarbeit bestehe.

 

Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendetem 18. Geburtstag gelte beim Amateursport die 3G-Regel, ebenso für Profisportler im Training und Wettkampf. Für Schülerinnen und Schüler, die den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme an den schulischen Testungen erbringen könnten, sei der 3G-Nachweis erfüllt.dpa

 

Quelle: Freies Wort vom 27.11.2021

 


Spielbetrieb im Land liegt vorerst auf Eis

 

Jena/Suhl. Im Thüringer Fußball wird es in diesem Kalenderjahr keinen Spielbetrieb mehr auf Landesebene geben, die Winterpause ist also um einige Wochen vorgezogen worden. „Es ist die Entscheidung gefallen, dass der Landesspielbetrieb bis zum 1. Januar 2022 ausgesetzt wird", sagte Hartmut Gerlach, Pressesprecher des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), gegenüber unserer Redaktion. Zuvor hatte der TFV bereits den Spielbetrieb auf Landesebene bei den Frauen, Männern und Alten Herren für dieses Wochenende ausgesetzt.

 

Der aktuelle Beschluss, der angesichts der sich immer weiter aufbauenden vierten Corona-Welle alles andere als überraschend kam, wurde auf einer turnusmäßigen Vorstandssitzung des TFV gefasst, die am Freitagabend in Jena stattfand. Inwieweit die Fußballkreise die Regelung übernehmen, obliegt den Kreisfußballausschüssen (KFA), die in den einzelnen Regionen für den Spielbetrieb ab der Kreisoberliga abwärts zuständig sind.ulk

Quelle: Freies Wort, Sport vom 22.11.2021

 


Fairnessgebot

 

Von Ralf Brückner

 

Man kann sich sicher darüber beschweren, dass es fast bis zum Freitag und damit einen Tag davor dauerte, ehe endgültig klar war, dass am Wochenende in Thüringen Amateursport für Erwachsene nur noch unter der 2G-Regel betrieben werden kann. Nichtsdestotrotz ist die Entscheidung des Thüringer Fußball-Verbandes, unter diesen Umständen die angesetzten Spiele abzusetzen, die einzig richtige.

 

Nach wie vor gibt es keine vom Staat vorgeschriebene Impfpflicht. Wer sich daher nicht impfen lässt, handelt zwar außerordentlich unvernünftig und – diese Meinung beginnt sich langsam durchzusetzen – auch unsolidarisch gegenüber der Gemeinschaft. Aber er handelt dennoch legal. Und wenn Amateursportler, die nichts Illegales getan haben, trotzdem aus Gründen des Gesundheitsschutzes vom Wettkampfsport ausgeschlossen werden müssen, dann ist dieser Wettkampfsport de facto hinfällig.

 

Das ist ein Gebot der Fairness, weil hier die Chancengleichheit der Kontrahenten unverschuldet eingeschränkt wird. Denn es können ja schließlich nicht die Vereine dafür verantwortlich gemacht werden, wenn ihre Mannschaften keinen Vollständig-geimpft-Status erreichen sollten. Zumal wenn nicht einmal der Staat sich traut, diese Forderung durchzusetzen.

 

Traurig ist nun freilich, dass damit auch diese Spielzeit 2021/22 aus den organisatorischen Fugen zu geraten droht – es wäre inzwischen die dritte hintereinander. Und im Nachhinein dürfen sich nun all jene Punktspiel-Organisatoren bestätigt fühlen, die im Sommer vorsichtshalber einen Modus beschlossen haben, mit dem sich ggf. auch nur eine halbe Punktspielsaison 2021/22 werten lässt – wie das etwa der Thüringer Handball-Verband oder auch der Fußball-KFA Mittelthüringen für seine Kreisoberliga taten.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 20.11.2021



Einen Tag gerettet?

 

Für den Amateursport galt zunächst noch die 3G- Regel. Der Fußball auf Landesebene ist trotzdem abgesetzt worden, im Kreis zunächst nicht. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport schuf gestern Abend neue Fakten ...

Lars Fritzlar

 

Hetschbach. Da das zuständige Ministerium in Erfurt für den Amateursport am Donnerstagvormittag noch keine neue verbindliche Regelung verabschiedet hatte, war dieser zumindest noch an diesem Wochenende unter den bisher bekannten 3G-Regelungen möglich. Der Thüringer Fußballverband sagte dennoch alle Spiele auf Landesebene ab und empfahl seinen Kreisfachausschüssen (KFA), dieser Regelung zu folgen. Doch da zogen nicht alle KFA an einem Strang – aus verschiedenen Gründen.

 

Beschluss am Vormittag

Für den Bereich des KFA Südthüringer fragt Dittmar Börner, der Vorsitzende, unmittelbar nach der Verkündung der oben besagten Empfehlung am Donnerstagvormittag sämtliche Vorstandsmitglieder telefonisch ab. Danach einigt man sich darauf, an diesem Wochenende die angesetzte Pokalrunde sowie vier Nachholspiele im Männerbereich austragen. „Der Verband hat uns die Entscheidung überlassen, und wir haben uns entschieden, noch zu spielen. Warum auch nicht", fragt sich Börner. Solange die 2G-Regel noch nicht gelte, sehen er und seine KFA-Vorstandsmitglieder keinen Grund, die Spiele abzusetzen.

„Wir werden also an diesem Wochenende noch einmal ganz normal spielen. Wir haben also einen Tag gerettet. Und das Wetter spielt uns sogar in die Karten; sogar Sonnenschein wurde vorausgesagt", ergänzt Börner am Donnerstagvormittag. „So haben wir wenigstens noch ein Wochenende zum Spielen genutzt und müssen jetzt im Frühjahr nicht noch zeitiger beginnen", klingt der KFA-Boss nur ein wenig erleichtert. Er gibt auch zu bedenken: „Müssten wir im Frühjahr noch eher mit Spielen beginnen, haben wir bei uns zumindest am Anfang immer die Problematik mit der Spielfähigkeit der Plätze", erklärt der Hetschbacher, will aber trotzdem nicht so weit vorausblicken, denn „wir wissen nicht, was kommt."

Klar scheint aber auch für Börner, dass der nächste, der regulär angesetzte Spieltag der Kreisoberliga höchstwahrscheinlich abgesagt werden wird. Denn unter der angekündigten 2G-Regel im Amateursport sehe er kein Zustandekommen des Spielbetriebes, außerdem eine unzumutbare Belastung der Vereine sowie eine Wettbewerbsverzerrung. „Die 2G-Regel können wir beim besten Willen nicht umsetzen. Auch die Vereine werden das nicht mittragen", ist sich Börner sicher und spielt damit auf die Impfquoten in den Männermannschaften an.

 

Optimist am Mittag

„Wie wohl in den meisten Vereinen, so wird auch bei uns gut die Hälfte noch nicht vollständig geimpft sein. Das habe ich in mehreren Telefonaten erfahren", teilt er mit und ergänzt: „Sicherlich gibt es auch vereinzelt Mannschaften mit mehr geimpften Spielern, aber genaue Zahlen können und dürfen wir da auch nicht nennen. Da kommt uns womöglich der Datenschutz in die Quere."

Bereits während seiner jüngsten Sitzung hatte der KFA-Vorstand über die nahenden Probleme debattiert und außerdem sämtliche Hallenmeisterschaften im kommenden Winter, auch für den Nachwuchs, abgesetzt. „Im Land werden ja auch keine Meisterschaften sein. Die Regeln sind einfach nicht umzusetzen. Außerdem will keiner die Verantwortung übernehmen, wenn da was passiert", erklärt der Vorsitzende des KFA. Möglicherweise werden aber noch vereinzelt Hallenturniere von Vereinen ausgetragen, aber diesbezüglich möchte sich Börner erst mit dem Landratsamt ins Benehmen setzen.

Vorher gilt es jedoch erst einmal, die Pokal- sowie Nachholspiele an diesem Wochenende noch über die Bühne zu bekommen. „Es kann ja auch so noch Corona-bedingt zu Absagen kommen", gibt Börner am Donnerstagvormittag zu bedenken. Er hoffte dennoch, dass nicht alles ausfällt. Denn „diese Pokalrunde wird für lange Zeit die letzte gewesen sein ..."

 

Ansagen am Nachmittag

Börners Hoffnungen werden aber am Donnerstagnachmittag zerschlagen. Schon vorab ist aus dem zuständigen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport durchgesickert, dass eine neue Allgemeinverfügung mit heißer Nadel gestrickt wird, die schon am Freitag, 19. November, in Kraft treten soll. Auf Nachfrage bestätigt dann auch Felix Knothe, Sprecher des oben genannten Ministeriums, dass ab 19. November auch im Amateursport 2G gelte. „Wir haben die Infektionsschutzkompetenz", betont er und verweist darauf, nachdem die Stadt Suhl und auch das Landratsamt Sonneberg mit ihren Verfügungen den Sport unter 3G-Bedingungen bereits untersagt hatten, dass ein Warten auf Beschlüsse von Landratsämtern oder Städten nicht erforderlich sei. „Ab morgen gilt überall im Vereinssport und Amateursport 2G."

 

Wütend am Abend

Schnell erreicht den Südthüringer KFA-Chef die Botschaft aus der Landeshauptstadt. Und so bleibt Börner erneut nichts anderes übrig, als – schon das zweite Mal an diesem Donnerstag – seine Vorstandschaft telefonisch zu konsultieren. Schon vorab ist für ihn aber klar. „Da werden wir wohl alles absetzen müssen." Der Fußball-Funktionär aus Hetschbach kocht vor Wut. Nicht über die möglicherweise nötigen Corona-Regelungen an sich, mehr über die Art und Weise der Verlautbarungen und den zeitlichen Ablauf sowie das Zuständigkeitsgehabe zwischen Erfurt und den Landratsämtern. „Für dieses Ministerium sind wir als kleiner Sport tot. Wir sind das Letzte für diese Herrschaften. Die gehen nur da hin, wo sie als Ministerium leuchten können", wettert ein sichtlich angeschlagener Börner Richtung Erfurt. Und diese Acht-Stunden-Sonderschicht ist für ihn als Ehrenamtler immer noch nicht beendet ...

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 19.11.2021


 

Allgemeinverordnung stellt den Sport vor viele Fragezeichen

 

Die Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus treffen den Thüringer Sport zur Unzeit – kurz vor dem Wochenende.

Suhl/Erfurt. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport will den Kabinettsbeschluss vom Dienstag dieser Woche zu 2G in Thüringen schnellstmöglich im Zuständigkeitsbereich Sport umsetzen und führt das Prinzip 2G (geimpft oder von Corona genesen) für den Erwachsenensport in Thüringen ein. Danach treten die entsprechenden Regelungen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus bereits am heutigen Freitag in Kraft. Für alle Erwachsenen, die im Amateurbereich im Freien und in geschlossenen Räumen am Trainings- und Wettkampfbetrieb des organisierten Sports teilnehmen, gilt die 2G-Regel (Nachweis des entsprechenden Status’ geimpft oder genesen). Nach der 3G+-Regel (Nachweis des jeweiligen Status’ geimpft, genesen, PCR-getestet) dürfen Profisportler/innen, (Nachwuchs-)Leistungskader in Training und Wettkampf, Trainer/innen im Kinder- und Jugendsport aktiv sein.

 

Nach der bisher oft praktizierten 3G-Regel (Nachweis des entsprechenden Status’ geimpft, genesen, oder per Antigen-Schnelltest getestet) bekommen Kinder und Jugendliche die Erlaubnis, zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Dies gilt für Kinder, die bereits eingeschult worden sind beziehungsweise bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Regelmäßige Schultests gelten, wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, als Testnachweis. Kinder und Jugendliche ohne Schultestnachweis müssen einen anderen 3G-Nachweis erbringen.

 

Der Thüringer Fußballverband (TFV) hatte am Donnerstagmorgen bekannt gegeben, den Landesspielbetrieb am bevorstehenden Wochenende ruhen zu lassen. Über einen vorzeitigen Beginn der Winterpause berät der TFV-Vorstand auf seiner planmäßigen Sitzung am heutigen Freitag in Jena. „Sollte die Situation in einzelnen Kreisen von der Gesamtlage abweichen, entscheiden die Kreis-Fußballausschüsse (KFA) in eigener Verantwortung", hieß es in der TFV-Pressemitteilung. Im Rahmen dieses zeitlichen Spielraums entschieden sich die KFAs Südthüringen und Rhön-Rennsteig dafür, ihre Spiele nicht abzusetzen.

„Wir spielen weiter", sagte auch Andy Lorenz, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Thüringer Volleyball-Verbandes (TVV). Auf der TVV-Homepage heißt es: „Es ist nicht verboten zu spielen, also nutzen wir unser Recht zu spielen." Jede Mannschaft, die die Voraussetzungen für 2G erfülle, könne spielen, informierte Lorenz. Mannschaften, die dies nicht erfüllen könnten, hätten die Möglichkeit sich bis heute Vormittag zu melden, um einen Ersatztermin für ihr entsprechendes Spiel zu finden.

 

Erstmal weiter mit 2G

Der Thüringer Tischtennis-Verband hat nach Aussage von Präsident Uwe Schlütter ebenfalls nicht vor, seinen Spielbetrieb ruhen zu lassen. Bis zum Donnerstagabend war auch noch das Punktspiel der Regionalliga-Männer des TTC Zella-Mehlis beim unterfränkischen TV Etwashausen für diesen Samstag ausgeschrieben – der Landkreis Kitzingen gilt seit dem 14. November als regionaler Corona-Hotspot in Bayern.

Auch die Kegler haben sich dazu entschlossen, die seit diesem Wochenende geltenden Regelungen zu ihren Gunsten umzusetzen. „Wir haben beschlossen, die Punktspielsaison unter der 2G-Regel fortzusetzen und daher die Spiele des jetzigen Wochenendes nicht abzusetzen", erklärte der Ilmenauer Rolf Schubert, Vize-Präsident des Thüringer Kegel-Verbandes. Um Besetzungsschwierigkeiten zu vermeiden wurde die Ersatzspieler-Regelung aufgehoben, damit die Mannschaften einzelne Spieler variabler einsetzen können. „Sollten dennoch Spiele abgesagt oder verlegt werden müssen, dann kann das nunmehr ohne die dafür eigentlich üblichen Gebühren und sonstigen Sanktionen geschehen."

  

Quelle: Freies Wort, Thüringensport vom 19.11.2021

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