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Sogar besser als Klose

 

Martin Gelbricht gehört zu den erfahrenen Spieler bei Fußball-Kreisoberligist SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz. Neben Marcel Winkler ist er auch einer der treffsichersten ...

 

Hallo, Herr Gelbricht, sind Sie mit dem Saisonauftakt zufrieden?

Grundsätzlich sind wir mit dem Saisonauftakt – mit Ausnahme des Spiels in Milz – zufrieden. Wir sind aus meiner Sicht in allen Mannschaftsteilen stabil aufgestellt, so dass wir uns im oberen Drittel der Tabellen festsetzen können.

  

Sie sind jetzt 34 Jahre jung. Wie interpretieren Sie Ihre Rolle als Führungsspieler?

In erster Linie versuche ich meiner Führungsrolle dadurch gerecht zu werden, indem ich erst einmal eine gute Leistung abliefere. Sofern mir das gelingt, profitieren wir als Mannschaft davon. Natürlich sage ich aber auch meinen jüngeren Mitspielern, was sie können, was ich von ihnen erwarte und was wir gemeinsam tun sollten, um erfolgreich zu sein.

 

Ihr Lebensmittelpunkt ist ja seit Längerem schon Erlangen und Nürnberg. Dennoch kicken Sie für Neuhaus-Schierschnitz?

Tatsächlich ist es so, dass ich mich beruflich als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht in der Region rund um Nürnberg gut vernetzt habe. Gleichwohl weiß man nie, wo es einen beruflich hinzieht. Für mich ist es wichtig, weiterhin Kontakt in meine Heimat zu halten. Da ist der Fußball beim SV Isolator neben Familie und Freunden und somit die Fahrt nach Südthüringen meine erste Anlaufstelle.

 

Ist da noch Zeit für ein Training unter der Woche?

Unter der Woche ist das für mich nicht so einfach, da ich früh noch nicht weiß, wann ich abends zu Hause bin. Die Arbeit als Strafverteidiger bringt es mit sich, dass Inhaftierungen und Durchsuchungen auch in den Abendstunden erfolgen. Somit beschränkt sich mein „Fithalten" auf Rollerskifahren.

 

Sie spielen seit elf Jahren nur für Isolator. Nie eine Wechsel- Anfrage gehabt?

Anfragen oder lose Kontaktaufnahmen gibt es eigentlich jedes Jahr. Intensiv werden die aber nie geführt, da ich gleich zu Beginn klar signalisiere, dass ich kein Interesse habe. Ich bin der Meinung, dass das mit Isolator und mir ganz gut passt.

 

In der Saison 2018/2019 wurden Sie mit 19 Treffern Vierter der Kreisoberliga-Torjägerstatistik, ein Jahr zuvor mit 24 Toren Zweiter. Da klappt es doch nun mit der Torjägerkanone?

Ich weiß schon jetzt, dass ich in dieser Saison aufgrund eines weiteren Lehrgangs als zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht an vielen Wochenenden gebunden sein werde und deshalb nicht Fußball spielen kann. So kann ich das mit der Torjägerkanone jetzt schon ausschließen.

 

Gemeinsam mit Marcel Winkler Haben Sie in der vergangenen Saison 44 Mal getroffen. Ein perfektes Stürmer-Duo?

Perfekt vielleicht nicht, aber nah dran. Wir ergänzen uns gut, und wir gönnen uns auch gegenseitig die Treffer.

 

... und da gibt es auch ein Ritual?

Nein, ein Ritual gibt es nicht. Eher ein Aufatmen, dass es mal wieder geklappt hat.

 

Und wo liegt die Bestmarke?

Ich habe in einem Bezirksliga-Spiel mal acht Tore gegen Effelder geschossen (5. Juni 2010/8:3-Heimsieg/ Anm. der Red.). Wenn ich mich richtig erinnere, hat mir das damals auch mal eine Schlagzeile bei einem Fernsehsender mit dem Titel „Amateurspieler besser als Klose" eingebracht.

 

Die neue Saison hat mit bisher drei Treffern gut begonnen. Wie viele Buden sind geplant?

Wenn ich jetzt wüsste, wie viel Spiele ich in dieser Saison mache, könnte ich eine Zahl sagen. Aber grundsätzlich habe ich das Ziel, in jedem Spiel ein Tor zu schießen. Vielleicht einigen wir uns auf folgende Formel: Pro Punktspiel eine Bude.

 

Vorige Woche in Schönbrunn haben aber Marcel Winkler und Justin Rosenbauer getroffen. Wächst mit Justin ein neuer Konkurrent heran?

Justin ist keinesfalls ein Konkurrent für mich. Es ist schön, wenn junge Spieler nach vorne streben und Verantwortung übernehmen. Das ist gut für die Mannschaft, und die Gegner haben es schwerer, uns zu stellen, da wir neben Marcel Winkler und mir einen weiteren gefährlichen Offensivspieler haben.

 

Sie sind vor sechs Wochen Vater geworden. Weniger Schlaf, größere Belastung – spüren Sie das auf dem Spielfeld?

Nein. Ich spüre keine größere Belastung, da meine Ehefrau und ich die Nachtschichten doch eher zu ihren Lasten, zumindest unter der Woche, aufgeteilt haben.

 

Bei so viel Glück bedarf es keiner Motivation durch den Trainer?

Also einen Trainer habe ich bezüglich meiner Motivation noch nie gebraucht. Mir macht das Fußballspielen einfach Spaß. Ich hoffe, dass es noch eine ganze Weile anhält. Aber aktuell ist es natürlich schön, wenn ich meiner Frau und unserem Sohn von meinen Toren erzähle.

 

Und wo steht Neuhaus-Schierschnitz am Ende der Saison?

Platz zwei bis fünf sollte realistisch sein. Interview: Ulrich Hofmann

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 20.9.2019

 

„Mensch, Frank, dann mach es besser!"

 

Im kommenden Jahr feiert Frank Schubert Jubiläum. 25 Jahre sind es dann. Der Waldauer ist mit Leib und Seele Schiedsrichter. Dabei schlug er die Laufbahn des Unparteiischen erst sehr

spät mit 27 Jahren ein.

Von Carsten Jentzsch

 

Früher trug der Schiedsrichter immer schwarz", bemerkt Frank Schubert. Heute ist die Auswahl für den Unparteiischen deutlich größer. Rot, Blau, Gelb, Schwarz. Die Tasche des Unparteiischen aus Waldau dementsprechend immer gut gefüllt. Schließlich will man ja auf alle möglichen Trikotfarben der Mannschaften gut vorbereitet sein. Zwischen Gelb und Neongrün gibt es dann aber doch noch einen Unterschied. Das sieht auch Frank Schubert aus Waldau so. Am vergangenen Sonntag gingen die Meinungen allerdings stark auseinander. Genauer gesagt beim Kreisliga-Spiel zwischen der SG Lauscha/Neuhaus und Eintracht Heldburg. 45 Minuten pfeift Schiedsrichter Schubert aus Waldau im gelben Jersey, ehe er den ersten Durchgang abpfeift, und die Diskussionen losgehen. Auf Heldburger Seite ist man unzufrieden mit der Farbauswahl des Unparteiischen. Zu häufig habe man den 51-Jährigen als Spieler der SG Lauscha/Neuhaus, die in neongrünen Trikots aufliefen, wahrgenommen. Schubert, schon 24 Jahre als Schiedsrichter tätig, alles andere als unnahbar, bringt Verständnis auf: „Normalerweise erkennt man den Unterschied, aber als Spieler hast du in dem Moment vielleicht nicht immer das komplette Spiel im Blick." Zum Seitenwechsel läuft der Mann mit der Pfeife also in Rot auf. „Ich bin ein ruhiger, sachlicher Typ. Mit mir kann man immer reden. Es kommt nur auf den Ton an", sagt Schubert über sich selbst. Ende gut alles gut, möchte man meinen. Nur bemerkt der Waldauer ziemlich schnell, noch in der ersten Minute der zweiten Hälfte, dass sich bis auf die rote Karte, die ja immer in der Gesäßtasche steckt, die gelbe Karte sowie sein Kugelschreiber noch im alten Trikot befinden. Einen Einwurf nutzt er deshalb zur kurzen Spielunterbrechung, drückt SG-Betreuer Sven Weigelt den Schlüssel für die Kabine in die Hand. Der kommt schnurstracks mit den vermissten Utensilien wieder, und schon beim nächsten Einwurf hat Schubert wieder alles am Mann. Wenngleich sich Felix Opitz von der SG Lauscha darüber nicht allzu sehr gefreut haben dürfte, sieht er doch in der 69. Minute nach nicht grob unsportlichen, aber wiederholten Foulspiels die Ampelkarte. Gut zwanzig Minuten später ist die Partie zu Ende, die Mannschaften um ein Unentschieden reicher, der Fußball um eine kleine Kuriosität reicher und Schiedsrichter Schubert um ein Spiel, welches zeigt, das man es als Mann mit der Pfeife nicht immer allen Recht machen kann, reicher.

 

Wobei es noch ganz andere Partien gab, in denen sich Schubert auch mit verbalen Querschlägern unterhalb der Gürtellinie konfrontiert sehen musste. Ein Job, in dem der Unparteiische, selbst, wenn er sich, was die Entscheidungen auf dem Platz angeht, nichts vorzuwerfen hat, nicht selten als alleiniger Schuldiger für Niederlagen herhalten muss. Aufhören will Schubert trotzdem erst, wenn er körperlich nicht mehr mithalten kann. „Es macht einfach Spaß. Von daher gibt es keinen Grund, aufzuhören", sagt er, dessen Schiedsrichterlaufbahn vor 24 Jahren begann. Mai 1995: Der Waldauer ist Zuschauer eines Kreispokalendspiels. Daran beteiligt sind die C oder B-Junioren von Waldau. So richtig kann er sich nicht mehr daran erinnern. Auch auf den Gegner kommt er nicht mehr. Doch das ist für den Verlauf der späteren Geschichte auch nicht von tragender Bedeutung. Was viel wichtiger ist: Schubert ist mit ein paar Entscheidungen auf dem Platz nicht zufrieden. „Mensch, Frank, dann mach du es doch besser!", bekommt er daraufhin zu hören. Und tatsächlich besucht der damals 27-Jährige, zwei Monate später, einen Schiedsrichterlehrgang. Es folgen etliche Partien auf Kreis- und Landesebene. Derzeit leitet Schubert Spiele in der Kreisoberliga und Kreisliga. Als Assistent ist er darüber hinaus in der Landesklasse mit im Einsatz. Doch die hat, seiner Ansicht nach, gegenüber der damaligen Bezirksliga deutlich an Qualität eingebüßt. Damals sei das Tempo höher, die Spieler körperlich robuster gewesen. Eine Robustheit in Sachen Charakter müsse auch der Unparteiische mitbringen. „Du brauchst für diese Tätigkeit schon ein gewisses Selbstbewusstsein", sagt er. 

Unglücklich darüber, dass er erst so spät Schiedsrichter geworden ist, ist er nicht, zollt dem unparteiischen Nachwuchs von heute hingegen jede Menge Respekt ab. „Was die schon mit 13, 14, 15 Jahren aushalten müssen, da gehört schon was dazu. Ich weiß nicht, ob ich damals schon dieses Selbstvertrauen gehabt hätte. Vielleicht hätte ich bereits nach zwei Spielen aufgehört", sagt er.

 

Lobende Worte hat er auch für Reinhard Meusel aus Neuhaus-Schierschnitz, der zuletzt als Assistent im Regionalliga- Spiel zwischen Lokomotive Leipzig und Energie Cottbus an der Seitenlinie gefragt war, übrig. Neben Florian Butterich aus Adelhausen zählt Meusel zu den höchstklassigsten Schiedsrichtern, die der Fußballkreis Südthüringen aktuell aufzubieten hat. „Reinhard hätte eigentlich schon viel früher da sein können, wo er im Moment ist. Aber dadurch, dass er bis vor zwei Jahren selbst noch Landesklasse für Neuhaus-Schierschnitz gespielt hat, konnte er nicht aufsteigen. Ich denke, er hat eine gute Entscheidung getroffen. Reinhard ist ein sehr ruhiger, seriöser Typ." Einen unaufgeregten, entspannten Eindruck vermittelt auch Schubert selbst. Auch wenn gewisse Dinge nicht so laufen wie sie sollen. Sei es auf dem Platz, oder allgemein im Leben. Da verwundert es nicht, dass der Waldauer in der Bundesliga besonders den Berliner Manuel Gräfe verfolgt. Auch er gilt als gelassener Zeitgenosse, der stets um Konsens bemüht ist. „Er lässt sich nicht verrückt machen. Das kommt auch bei den Spielern gut an", findet der ein paar Klassen tiefer pfeifende Kollege aus Südthüringen, der auch an diesem Wochenende wieder als Mann mit der Pfeife gefragt ist. Nach bestem Wissen und Gewissen. Wie all die Wochenenden davor auch. Nur Samstagvormittags muss der Sport mit dem runden Leder ohne Frank Schubert auskommen. Der 51-jährige verdient nämlich im wahrsten Sinne des Wortes seine Brötchen als Bäcker. Von Mitternacht bis acht Uhr geht seine Schicht am Sonnabend. Viel Schlaf braucht er wie er verrät nicht. So ist er meist am frühen Nachmittag schon wieder auf den Beinen. Auch unter der Woche. Anschließend geht er schwimmen, spazieren oder ins Fitnessstudio, um sich fit zu halten. Solang all das noch geht, will er weiterhin Spiele leiten. „Ich würde nicht mit 65 noch auf dem Sportplatz rumkrebsen. Wenn du zehn Meter entfernt stehst, hat das keinen Sinn. Selbst wenn du die richtige Entscheidung triffst, machst du dich unglaubwürdig."

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 24.8.2019

 

Der beste Saisonstart seit dem Abstieg

 

Dem SV 07 Milz ist der beste Saisonstart seit dem Abstieg in die Kreisoberliga 2017 geglückt. Zwölf Punkte stehen nach vier Spieltagen zu Buche. In der Saison 2017/2018 waren es vier Zähler, in der vergangenen Saison konnten sich die Grabfelder aus vier Partien sogar nur ein Pünktchen sichern.

 

Interview: Daniel Eppler, Vorsitzender des SV 07 Milz und Torwart der ersten Mannschaft

 

Die bisherige Überraschung der Saison

Der Spitzenreiter der Fußball-Kreisoberliga schlägt am Sonntag in Sachsenbrunn auf. Vor dem Spiel gegen den Landesklasse-Absteiger spricht Daniel Eppler, Vorsitzender des SV 07 Milz und Torwart der ersten Mannschaft, über den besten Saisonstart seit dem Abstieg in die Kreisoberliga.

 

Herr Eppler, im Juni wäre der SV 07 Milz um ein Haar in die Kreisliga abgerutscht. Über zwei Monate später führen die Milzer die Kreisoberliga mit vier Siegen in vier Spielen an. Zudem gelang in der Sommerpause der Gewinn des Raiffeisenpokals.  Warum läuft es plötzlich so gut?

Wir standen in der 118. Minute der Relegation mehr oder weniger mit einem Bein in der Kreisliga. Und am Ende haben wir es doch noch geschafft. Ich denke, dass auch diese Partie jedem einzelnen persönlichen Aufschwung verliehen hat.  Rückblickend muss man allerdings auch sagen, dass wir nicht der typische Relegationsgegner waren. Wir sind nicht mit vier oder fünf Niederlagen in der Schlussphase dort unten reingerutscht. Stattdessen haben wir eine erfolgreiche Rückrunde hingelegt. Und so sind wir auch in dieses Relegationsspiel reingegangen. Sicherlich hat auch der Trainerwechsel in der Sommerpause noch mal neue Impulse freigesetzt. Wobei man hier auch ganz klar sagen muss, dass wir ohne unseren ehemaligen Trainer Frank Sommer nicht dort stehen würden, wo wir jetzt stehen. Das sollte man bei all der Freude nicht vergessen.

Ein weiterer Grund, weshalb es so gut läuft, ist das Umdenken einiger Spieler. Hier werden wieder Grundtugenden wie Pünktlichkeit und Disziplin an den Tag gelegt. Warum das im letzten Jahr so nicht funktioniert hat, konnte mir bislang keiner beantworten. Und abschließend zahlt sich auch die Rückholaktion von Sascha Lautensack aus. Mit einem Stürmer wie ihm kannst du ein Spiel komplett anders gestalten.

 

Sie haben den Trainerwechsel angesprochen. In Sachen Defensivarbeit dürfte Wolfgang Goldbach ja bereits Impulse gesetzt haben. Denn nicht nur im Toreschießen steht der SV 07 Milz derzeit ganz oben, auch was die Gegentreffer angeht. Hier gab es bislang nur zwei. Dabei galt die Defensive nicht selten als die Problemstelle.

Das ist richtig. Wir haben von Viererauf Dreierkette umgestellt und spielen jetzt die klassische Variante mit einem Libero und zwei Manndeckern. Der Vorteil ist, dass selbst wenn Sprintduelle gegen die Spitzenstürmer dieser Liga verloren gehen, immer noch mal eine Absicherung da ist.

 

Was kann man sich von diesem guten Auftakt kaufen?

Gar nichts. Aber natürlich gewinnst du an Selbstvertrauen. Je länger eine solche Serie allerdings auch hält, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie bald zu Ende geht. Deshalb sollten wir mit viel Demut an die Sache rangehen. Wir haben im Moment zwölf Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Jetzt mit irgendwelchen Kampfansagen zu kommen, wäre nicht realistisch. Wir werden sehen, wo wir im Mai stehen. Ich hätte aber absolut nichts dagegen, wenn es mal ein ganz langweiliger achter oder neunter Platz werden würde.

 

Am Sonntag geht es gegen Landesklasse-Absteiger SG Sachsenbrunn/ Crock, der in der Kreisoberliga noch immer auf den ersten Sieg wartet. Auch der SV 07 Milz ist 2017 aus der Landesklasse abgestiegen und tat sich bislang schwer in der Liga. Warum freunden sich Absteiger häufig so schwer mit der Liga an?

Die Problematik beginnt schon rein personell. Nicht selten verlassen Leistungsträger den Verein im Falle eines Abstiegs. Wir konnten damals bis auf einen alle zusammenhalten. Aber auch der Kopf spielt eine Rolle. Plötzlich spielst du nicht mehr in Gotha oder Borsch vor 200, 300 Zuschauern, sondern jetzt geht es wieder in die heimischen Gefilde, ohne dabei den anderen Mannschaften zu nahe treten zu wollen. Und wenn dann noch ein dürftiger Saisonstart hinzu kommt, dann macht der Fuß ohnehin was anderes als Kopf.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 23.8.2019

 

Englisch ist Ansichtssache

 

Fußball-Kreisoberligist SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz kam gut aus den Startlöchern, besiegte den Hainaer SV mit 2:1. Nun steht für die „Iso" und die anderen 13 Teams der Kreisoberliga das Englische Wochenende an. Im Vorfeld trifft Freies Wort Trainer Frank Rosenbauer.

 

Das erste Derby steht an – gegen Oberlind. Und am Sonntag das Gastspiel gegen Sachsenbrunn ...

Wir wollen ähnlich wie in der Vorsaison unsere Heimstärke den eigenen Fans zeigen und dazu ein gutes Spiel abliefern. Deshalb sind drei Punkte das Ziel. Am Sonntag in Sachsenbrunn müssen wir schauen, was möglich ist. Wir werden auch versuchen, den ersten Auswärtssieg einzufahren.

 

Was halten Sie vom Englischen Wochenende?

Für mich ist es okay, ein bis zwei Englische Wochenenden und dafür nicht bis November zu spielen. Aber dies ist Ansichtssache. Die Meinungen werden hier zweigeteilt sein.

 

Zuletzt fehlte das Sturmduo Winkler/Gelbricht ...

Ja, das fehlte zuletzt, aber Stefan Kuot und Mario Mathes machten dies gegen Haina hervorragend. Bei Marcel Winkler müssen wir schauen. Er hat diese Woche mit dem Training begonnen. Er kann es kaum erwarten zu spielen. Aber wir müssen geduldig sein. Ich weiß nicht, ob es für Oberlind und Sachsenbrunn schon reicht.

 

Martin Gelbricht ist Papa geworden. Eine zusätzliche Motivation?

Ja, Martin ist Papa geworden. Meinen herzlichen Glückwunsch der kleinen Familie. Martin freut sich über seinen kleinen Sohn, und es hat ihm, wie er selbst sagt, noch einen Motivationsschub gegeben. Ich als sein Trainer hoffe sehr, dass er noch sehr oft für uns auflaufen und viele Tore für uns und seinen kleinen Sohn schießen wird.

 

Sie sind ein Freund der jungen Spieler. Wann rücken denn die nächsten Talente nach?

Ich möchte junge Spieler integrieren, und es trainieren schon vier Junioren regelmäßig mit. Auf jeden Fall wird das eine  oder andere Talent in dieser Saison mitspielen. Es sind Jungs dabei, auf die wir uns freuen können und die die Mannschaft weiterbringen werden.

 

Wie sieht es personell am Wochenende aus?

Wie gesagt, bei Marcel Winkler müssen wir schauen. Bei Martin weiß ich noch nicht, wie er es zeitlich schafft, und Maurice Gelhaar wird erst gegen Sachsenbrunn wieder dabei sein.

 

Und wo landet Neuhaus-Schierschnitz am Saisonende? Wer wird Meister?

In meinem ersten Jahr als Trainer sind wir Sechster geworden, im zweiten Jahr Zweiter. Na ja, und im dritten Jahr … Ich möchte als Trainer immer den maximalen Erfolg und die Mannschaft weiterentwickeln. Mit der SG 1951, Sachsenbrunn und

Schleusingen sind starke Mannschaften dazugekommen. Wir wollen mitmischen und schauen, was am Ende dabei herauskommt. Meister können Sonneberg-West, Haina, Erlau, die SG 51 und auch wir werden.

 

Die Bundesliga beginnt heute. Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Ich werde in diesem Jahr eher die 2. Bundesliga verfolgen, da mein FCN (1. FC Nürnberg/Anm.d.Red.) dort spielt und hoffentlich den Aufstieg schafft. In der Bundesliga werden der BVB, Leipzig, Bayern und eventuell Mönchengladbach um den Meistertitel spielen. Red

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 16.8.2019



Wie geht es jetzt weiter?

 

Der Erlauer SV trifft am heutigen 3. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga auf den Aufsteiger aus Schleusingen. Allerdings wie schon zuletzt gegen Westhausen ohne Dominik Eggemann. Der 30-Jährige schließt sogar das Ende seiner aktiven Laufbahn nicht aus. Im Interview spricht er über ein Thema, das ihn im Moment sehr bewegt.

 

Herr Eggemann, Sie haben in der neuen Saison nicht mal eine Halbzeit in den Beinen. Ihrer Bandscheibe hat es aber scheinbar schon gereicht.

Im ersten Spiel gegen Oberlind hat es nicht mal fünf Minuten gedauert, ehe die sich wieder bemerkbar gemacht hat. Es war eine falsche Bewegung und die Schmerzen waren wieder da. Eigentlich hätte ich danach schon raus gekonnt, aber ich wollte endlich auch mal wieder spielen.

 

Sie wurden ja auch erst in der zweiten Hälfte eingewechselt.

Ja, auch deshalb wollte ich die 40 Minuten dann halt einfach spielen. Das war aber offensichtlich nicht so gut.

 

Bereits in der Rückrunde der abgelaufenen Saison sind Sie mehrfach ausgefallen. Was war die eine Situation, die dazu  geführt hat, dass es seitdem nicht mehr rund läuft?

Das war im Spiel gegen Sonneberg-West. Es müsste die 80., 85. Minute gewesen sein. Da wurde ich nicht unfair, aber ja, im Strafraum geschubst, und bin dabei mit den Versen in den Boden gespickt. Und als ich zu Boden gesunken bin, habe ich gleich gemerkt, dass es mal wieder die Bandscheibe ist. Das war nun schon der dritte Bandscheibenvorfall.

 

Wie haben Sie sich Ihren ersten Bandscheibenvorfall zugezogen?

Beim ersten Mal, das war mit 21, da wollte ich was aus einem unteren Fach aus dem Kühlschrank rausholen, als es passiert ist. Letztendlich kann es immer passieren. Ob auf dem Platz oder im Alltag. Manchmal reicht es schon, wenn man eine Kiste Wasser hebt. So habe ich mir damals mit 28 ja den zweiten zugezogen. Und die Kiste war damals leer. Dennoch hat es einen Schlag getan. Die letzten zwei habe ich mir beim Fußball zugezogen. Wobei ich die eigentlich zu einem zusammenfassen würde, weil das Ganze jetzt so unmittelbar hintereinander geschehen ist.

 

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Tja. Die Frage ist natürlich, was man macht. Jedes Mal zu spielen, bringt mir im Endeffekt ja auch nichts. Ich muss ja auch arbeiten gehen, Geld verdienen, mit diesem Körper noch ein paar Jahre leben. Soll ich es lassen? Das ist derzeit die Frage, die mich sehr beschäftigt. Schwierig. Aufhören will ich nicht, aber, wenn es nicht anders geht, dann ist es halt so.

 

Was sagt der Arzt?

Es wäre überlegenswert aufzuhören, haben sie mir gesagt.

 

Gibt es Alternativen?

Ich habe von einem guten Freund, der auch einen schwerwiegenden Bandscheibenvorfall hatte und das schon ausprobiert hat und seitdem komplett schmerzfrei ist, eine Empfehlung bekommen. Das nennt sich FPZ-Therapie (siehe Infokasten) . Das Thema ist nur, dass das sehr teuer ist und nicht von jeder Krankenkasse unterstützt wird. Und, wenn das Ganze funktionieren sollte, dann würde ich danach nicht wieder jedes Wochenende auf dem Platz stehen, um einfach mal wieder monatelang ohne Schmerzen auskommen zu können.

(Macht eine Pause). Das ist kein leichtes Thema. Wie gesagt: Ich werde jetzt erst mal ausloten, was es für Möglichkeiten gibt, und dann versuchen, eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Ob ich dann noch mal groß auf dem Platz rumhüpfen werde, weiß ich noch nicht. Aktuell geht die Tendenz in Richtung nein.

 

Wie ist es Ihnen in den vergangenen Wochen und Monaten ergangen?

Ich war oft bei der Physiotherapie, habe selbstständig noch Kräftigungsübungen und Gymnastik gemacht. Aber das ist eben nicht vergleichbar mit der Situation, wenn es jemand professionell anleitet, und genau weiß, welche Muskelgruppen du dafür genau benötigst. Ob es dann immer das Richtige ist, was man gemacht hat, weiß ich auch nicht. Aber vom Gefühl her war es so eigentlich wieder in Ordnung. Bis eben zu dieser einen Bewegung, wo es wieder komplett reingeschossen hat.

 

Wenn es, aus welchen Gründen auch immer, kein Comeback auf dem Platz geben sollte, werden Sie dem Fußball dennoch erhalten bleiben?

Ja. Egal, in welcher Funktion. Vielleicht auch mal wieder an der Linie.

 

Wäre der Trainerposten was für Sie?

Prinzipiell ja. Ich habe es über zwei Jahre auch schon als Spielertrainer bei der SG Sachsenbrunn gemacht. Aber das ist immer so eine Sache. Wenn man nur Trainer ist, dann ist das natürlich was anderes. Da kannst du dich dann voll auf die eine Sache konzentrieren. Wenngleich wir bei der SG ja auch Erfolg hatten. Wenn ich was als Trainer machen würde, dann nur in den Ligen, in denen ich sage, da fühle ich mich heimisch. Auf keinen Fall in irgendwelchen höheren Klassen, wo der Zeitaufwand doch noch deutlich höher werden würde. Das will ich nicht. Ich habe zwei Kinder daheim, Haus und Frau und das will auch alles bewirtschaftet werden. Schauen wir mal, wie sich das alles entwickelt. Interview: Carsten Jentzsch

 

FPZ-Rücken-Therapie

Auf der Homepage der FPZ heißt es: „Die FPZ-Rücken-Therapie besteht aus dem Aufbauprogramm und einem weiterführenden Programm. Der erste Schritt zu einem gesunden Rücken ist die Analyse Ihrer Muskulatur. Speziell konstruierte Geräte erfassen die Kraft und Beweglichkeit der Wirbelsäule und der wichtigsten Muskelgruppen. Daraus fertigen wir das „muskuläre Profil" Ihres Rückens an. Aus diesen Daten lesen wir ab, wie wir Ihre Therapie gestalten müssen. Sie erhalten exakt das Training, das Sie brauchen. Persönlich, punktgenau, präzise." www.fpz.de

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.8.2019

 

Umfrage: Blick in die Glaskugel

Wer wird Kreisoberliga-Meister, wer steigt ab?

 

Carsten Jentzsch hat sich am Rande des Eröffnungsspiels umgehört.


Robert Rückner (30), aus Hildburghausen: Ich denke mal, dass Neuhaus wieder oben mitspielen wird. Die haben einfach eine qualitativ gute Mannschaft. 51 Sonneberg hat sich, was den Kader angeht, auch nicht sonderlich verschlechtert. Bei Sachsenbrunn/ Crock habe ich das Gefühl, dass sie durchgereicht werden. Denn das, was ich bislang gesehen habe, hat mich nicht überzeugt. Ansonsten mit Milz und Oberlind die üblichen Verdächtigen.

 

Silvana Rößler (50), aus Sonneberg-West: Mein Meisterschaftsfavorit ist Erlau. Sie haben in der Rückrunde einmal mehr bewiesen, dass man mit ihnen rechnen muss. Ansonsten würde ich noch Neuhaus-Schierschnitz dazuzählen. Was den Tabellenkeller angeht, ist es schwierig, eine Prognose zu wagen. Die Liga ist diesmal noch ausgeglichener. Jedenfalls würde ich nicht auf Schleusingen tippen. Denen traue ich den Klassenerhalt definitiv zu.

 

Henry Worm (56), aus Neuhau: Ich sag jetzt mal, Schleusingen wird Meister, weil ich es für durchaus möglich halte. Sie zeigen ein gutes Spiel, natürlich gehört auch immer ein bisschen Glück dazu. Dass die Liga ausgeglichener ist, könnte durchaus ein Grund sein, dass es am Ende was wird. Das untere Tabellenfeld ist schwierig einzuschätzen.

 

Judith Hellmuthhäuser (47), aus Schleusingen: Was die Meisterschaft angeht: Erlau ist sehr stark, hält sich immer im oberen Tabellenfeld auf. Es wäre auch den Erlauern mal vergönnt, Erster zu sein. Aber auch 51 Sonneberg zählt zum Favoritenkreis dazu. Die Schleusinger haben das Zeug, die Klasse zu halten. Inzwischen sind auch ein paar A-Junioren in der Mannschaft, die da ein bisschen Schwung reinbringen. Sie sind flott, sie sind spritzig. Schauen wir mal.

 

Silvan Meinunger (15), aus Veilsdorf: Ich tippe, was die Meisterschaft angeht, auf die SG 51 Sonneberg. Ansonsten werden es Effelder und Oberlind schwierig haben. Auch Veilsdorf zähle ich noch mit dazu. Da mangelt es einfach an jungen, frischen Spielern. Ähnlich ist die Situation in Haina, aber da glaube ich, dass sie die Klasse am Ende halten werden.

 

Sabrina Reuter (22), aus Goßmannsrod: Ich denke, dass Haina vorne mitspielen wird, weil sie spielerisch gut drauf sind. Am Ende macht sich anders als in der vergangenen Saison die Routine bezahlt. Veilsdorf und Schleusingen sehe ich ganz unten.

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 5.8.2019

   

Vorschau Kreisoberliga 3./4.8.2019

 

51 Sonneberg – Milz: Beim Landesklasse-Absteiger aus Sonneberg werden Dominik Wenke, Tim Schymura, Robert Fritzlar, Robert Schelhorn und sogar noch Trainer Stephan Wild fehlen.

 

Veilsdorf – Effelder: Nicht dabei sind bei den Hinterländern der gesperrte Jeff-Kevin Krasemann sowie Robin Siebenäuger, Robert Gehrke und Lois Traut. Dicke Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Florian Töpfer, Robin Porazil und Tristan Traut.

 

Neuhaus-Schierschnitz – Haina: Isolator-Trainer Frank Rosenbauer muss auf Torjäger Marcel Winkler (Fußverletzung) verzichten. Zudem droht der Ausfall von Martin Gelbricht, der Vaterfreuden entgegensieht.

 

Oberlind – Erlau: Mit Christoph Zeh, Maximilian Zeh, Niklas Kluge, Christian Bauer, Sebastian Schmidt und Neuzugang Cosmin Enuta fehlen gleich ein halbes Dutzend Oberlinder Stammspieler.

 

Sonneberg-West – Westhausen: Auf den 20. September verlegt. Red

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 2.8.2019



Die Gerüchteküche brodelt

 

Das Eröffnungsspiel der neuen Fußball-Kreisoberliga- Saison zwischen Schleusingen und Schönbrunn ist noch gar nicht angepfiffen, da geht es schon hoch her.

 

Von Carsten Jentzsch

 

Schleusingen – Spielortverlegung? Trainer im Tor? Vor dem Auftaktspiel zwischen Schleusingen und Schönbrunn brodelt die Gerüchteküche wie dieser Tage sonst nur im Großraum München, wenn es um einen möglichen Wechsel von Nationalspieler Leroy Sané zum FC Bayern geht. Einen Tag vor dem Duell zwischen Aufsteiger und Vorjahres-Aufsteiger haben wir die Fakten zusammengefasst.

 

Stichwort Kunstrasenplatz: Ja, auch der für den ein oder anderen zwischenzeitlich für heilig gehaltene Rasen in der Fischbacher Straße hat unter der Trockenheit in diesem Sommer gelitten. Hat, wohlbemerkt. „Es hat zuletzt immer wieder geregnet und wir bewässern ihn regelmäßig. Von daher gibt es da keine Einwände", erklärt Schleusingens Trainer Markus Lauth. Der hatte sich im Übrigen zuletzt beim Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen für eine Verlegung der Partie auf den Kunstrasenplatz starkgemacht. In  der Vorbereitung hätten mehrereSpieler über Knie- und Rückenprobleme geklagt, die offensichtlich auch in Zusammenhang mit dem trockenen Untergrund stehen. „Die Gesundheit der Spieler geht vor. Ich habe deshalb mein Veto eingelegt. Der KFA war auch offen dafür, den Spielort zu verlegen, sollte es in dieser Hinsicht keine Verbesserung geben", berichtet der SC-Trainer. Nun ist sie aber da. Auch KFA-Vorsitzender Börner bestätigte am Donnerstag nochmals, dass das Spiel wie geplant ausgetragen wird. Erleichtert, dass nun doch in der Fischbacher Straße gespielt wird, weil Schönbrunn selbst auf Kunstrasen spielt und trainiert, ist Markus Lauth jedoch nicht. „Der Untergrund ist relativ egal. Sicherlich wird da immer viel drüber diskutiert, aber ich bin der Ansicht, dass die Tagesform und die Einstellung der Mannschaft nach wie vor ausschlaggebend sind." Schönbrunns Trainer Dirk Forkel wäre dagegen über eine Verlegung nicht ganz unglücklich gewesen: „Mit Sicherheit wäre uns der Kunstrasenplatz entgegengekommen."

 

Stichwort Torwart-Problematik: Schleusingens Stammtorwart Adrian Macieczyk fällt aufgrund eines Meniskusrisses weiterhin aus. Beim Pokalaus gegen Westhausen sowie im Vorbereitungsspiel gegen Albrechts stand zuletzt Co-Trainer Uwe Kummer im Tor. Allerdings ist Kummer nicht der Weisheit letzter Schluss. Eine andere Option wäre der Einsatz eines Feldspielers. Doch auch die Lösung mit dem Trainer selbst ist nun wieder aktuell. Zuletzt hatte der gebürtige Kölner, der selbst 14 Jahre lang zwischen den Pfosten stand, seinen Einsatz als Schlussmann kategorisch ausgeschlossen, um seiner Funktion als Trainer an der Linie bestmöglich gerecht zu werden. Kurz vor dem Eröffnungsspiel rudert Lauth jedoch zurück. „Wir müssen schauen, wer es wird. Sollte die Option mit dem Feldspieler verfallen, dann werde ich ins Tor gehen." Zuletzt stand der 39-Jährige mit 30 zwischen den Pfosten. „Das ist natürlich ein großer Vorteil für Schönbrunn", sagt Lauth und lacht. Er nimmt es mit Humor. Im Ball aus dem Netz holen und wieder nach vorn schlagen, sei er ganz gut, frotzelt er weiter, ehe er wieder ernst wird. „Für uns ist der Ausfall von Adrian ein herber Schlag. Er hat sich in der vergangenen  Saison enorm gesteigert. Es wäre schön gewesen, wenn der stärkste SC 07 Schleusingen auf den stärksten SV Schleusegrund Schönbrunn trifft." 

 

Doch auch die Schleusegrunder müssen auf die Dienste von Nils Grosser und dem von Veilsdorf nach Schönbrunn gewechselten Felix Urban, nach Verletzungen, verzichten. „Beide sind noch nicht so weit, um am Freitag wieder zu spielen. Wir lassen ihnen genug Zeit", so Forkel, der mit der Vorbereitung sehr zufrieden ist. Zuletzt sorgte seine Mannschaft mit einem 3:2-Sieg über den neuen Thüringenligisten Sonneberg 04 für eine kleine Sensation. „Das war ganz okay. Aber ich habe anschließend gleich wieder auf die Euphoriebremse getreten. Man darf nicht vergessen, dass Sonneberg nicht in Bestbesetzung angetreten ist." Nicht in Bestbesetzung fand auch das Pokalspiel am vergangenen Wochenende zwischen Schleusingen und Westhausen statt. Beide Seiten degradierten die Partie im Vorfeld zum Testspiel. Nach 2:0-Pausenführung verlor der Sportclub am Ende mit 2:3. „Wir haben im Training höchstens zwei Minuten darüber gesprochen. Die Jungs wissen diese Niederlage sehr gut einzuordnen", so Lauth, der nicht viel Aufbauarbeit habe leisten müssen. Auch die 2:3-Niederlage im Auftaktspiel gegen Erlau vor zwei Jahren spielte dieser Tage keinerlei Rolle. „Der Sportclub von heute ist ein anderer als vor zwei Jahren. Wir sind gut gewappnet für die Saison. Und ich behaupte mal, dass wir an einem guten Tag jeden schlagen können", so Lauth. 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 2.8.2019

 

„Hungrig und ehrgeizig bleiben"

 

Der TSV 1884 Germania Sonneberg-West hat in der vergangenen Fußball-Kreisoberliga-Saison den Vorjahresplatz (5.) und die Punktzahl (41) exakt wiederholt. „Am Karpfenteich" waren die Verantwortlichen damit überwiegend zufrieden. In der Sommerpause gab es Veränderungen, obwohl sich Trainer Sven Brückner weiter auf den Kader des Vorjahres stützt. „Wir werden wieder viele Spieler zum Einsatz bringen müssen, denn wir haben sehr viele Studenten in unseren Reihen. Die können leider unter der Woche nicht immer mit der Mannschaft trainieren. Trotzdem sind wir froh, sie zu haben", sagt er. Dazu kommen noch Schichtarbeiter.

 

Die „Westler" betreiben seit 15 Jahren intensive Nachwuchsarbeit. Der erste Lohn war der Aufstieg der Reserve in die 1. Kreisklasse. Mit Lukas Nagel, Max Geisensetter, Dominik Liesmann, Philipp Holland, Sascha Bageritz, Philipp Knoth, Luca Raab, Felix Ulbricht, Florian Hähnlein, den aus Köppelsdorf zurückgekehrten Robert Koch und Loris Dux sowie Philipp Jähnert (FC Coburg II) ist der  Kaderkreis für beide Männermannschaften gewachsen. Freilich haben die Germanen den Ausfall von Nico Schmidt (Kreuzbandriss) zu verschmerzen. Außerdem fungiert der verletzte Johannes Döbrich derzeit als Co-Trainer. Der Weggang von Stephan Funke, der in Bettelhecken nur wenige Pflichtspiele bestritt, wird sicherlich kompensiert werden; ebenso der Abgang von Marcus Lehneck, der wegen seines Umzugs ins oberfränkische Ludwigsstadt wechselte. „Unser Ziel ist es, ähnlich wie im Vorjahr abzuschneiden und die jungen Spieler  weiterzuentwickeln", sagt Brückner. Jugendleiter Uwe Stark formuliert das Ziel der Bettelhecker wie folgt: „Wichtig ist, den jungen Spielern die erforderliche Zeit für den Sprung in den Männerbereich zu geben. Das geht unterschiedlich schnell. Zweiter Punkt: Wir müssen hungrig und ehrgeizig bleiben – und das nicht nur in einem Derby."

 

Vorsitzender: Stephan Brückner

Abteilungsleiter: Stephan Popp, Silvana Rößler

Trainer: Sven Brückner

Co-Trainer: Johannes Döbrich

Aufgebot: Tobias Bauer, Fabian Truthän; Patrick Bauer, Steffen Lippmann, Marco Stärker, Martin Rauch, Moritz Popp, Fabian Rädlein, Florian Horn, Max Eschrich, Nico Schmidt, Philipp Holland, Marcel Recknagel, Johannes Roth,  Franz Rebhan, Jonas Döbrich, Dominik Stammberger, Lukas Nagel, Max Geisensetter, Dominik Liesmann, Philipp Jähnert, Sascha Bageritz, Robert Koch, Christian Götz

Abgänge: Marcus Lehneck (Ludwigsstadt), Stephan Funke (FC Sonneberg)

Zugänge: Philipp Jähnert (FC Coburg II), Lukas Nagel, Max Geisensetter, Dominik Liesmann, Sascha Bageritz (alle eigener Nachwuchs), Robert Koch (1. FC Köppelsdorf)

Zielstellung: Weiterentwicklung der jungen Mannschaft

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 2.8.2019

 

Konstantes statt Spektakuläres

 

Fußball-Kreisoberligist SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz hat mit seinem Trainerteam Frank Rosenbauer/ Steffen Motschmann wieder ein erfolgreiches Jahr in der Kreisoberliga hinter sich gebracht; am Ende wurde es Rang drei. Seit Jahren setzen die Unterländer auf Konstanz im Personal. So gibt es auch heuer wenig Spektakuläres. Neuzugänge? Fehlanzeige! Der SV Isolator verfügt über eine eingespielte, starke Mannschaft, die in allen Teilen gut besetzt ist. So der Angriff, der mit Martin Gelbricht und Marcel Winkler hervorragend dasteht. Winkler wurde mit 25 „Kisten" Torschützenkönig. Das Tor hütet seit zwei Jahren der junge und äußerst talentierte Karl Schindhelm. Er wurde Nachfolger von Reinhard Meusel, der die Fußball-Abteilung weiterführt, weiter als Spieler zur Verfügung steht, aber auch als Schiedsrichter in diesem Sommer den Aufstieg in die Amateuroberliga Nordost schaffte. In der Defensive – dies war über viele Jahre das Prunkstück der Unterländer – gibt es keine neuen Gesichter. Auch im Mittelfeld stützt sich Frank Rosenbauer auf den Kader des Vorjahres. Mit den Routiniers Andreas Ehnes, Klaus Meusel, Maurice Gelhaar, Sebastian Malter, Tobias Schröter, Marcel Schramm, Stefan Kuot, Ludwig Schmidt, Toni Stammberger und Mario Mathes hat die „Iso" viel Erfahrung in ihren Reihen. Neben Torwart Schindhelm konnten sich auch die Talente Julian Dietze, Justin Rosenbauer und der im vergangene Winter dazugekommene Moritz Baumgarten wieder beweisen. Sie waren fast in allen Begegnungen dabei. „Ab kommenden Winter trainieren auch die Nachwuchsspieler Adrian Enke, Daniel Rohr, Arne Schönheit und Niklas Rockstroh mit und sollen dann auch integriert werden", sagt Trainer Frank Rosenbauer.

 

Die neue Saison hat begonnen. Zum Auftakt erwarten die Unterländer den HSV aus Haina, ehe bereits im ersten  Auswärtsspiel das Kreisderby in Effelder ansteht. Vorfreude und Zuversicht auf diese Runde strahlt auch Trainer Frank Rosenbauer aus: „Wir wollen wieder oben mitspielen, das Saisonziel hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Liga dürfte mit den Landesklasse-Absteigern SG 1951 Sonneberg und Sachsenbrunn sowie dem starken Neuling  Schleusingen an Attraktivität gewinnen." Red

 

Vorsitzender: Steffen Breitung

Abteilungsleiter: Reinhard Meusel

Trainer: Frank Rosenbauer

Co-Trainer: Steffen Motschmann

Mannschaftsleiter: vakant

Aufgebot: Karl Schindhelm, Reinhard Meusel, Philipp Rauhut; Moritz Baumgarten, Andreas Ehnes, Julian Dietze, Martin Gelbricht, Maurice Gelhaar, Sebastian Malter, Mario Mathes, Klaus Meusel, Stefan Kuot, Steffen Motschmann, Justin Rosenbauer, Martin Stamm, Marcel Schramm, Toni Stammberger, Ludwig Schmidt, Daniel Wöffler, Tobias Schröter, Marcel Winkler

Abgang: Steve Gelhaar (Laufbahn beendet)

Zugänge: keine

Zielstellung: oben dabei sein

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 2.8.2019

 

So verschieden und doch so gleich

 

Ob in der Theorie oder in der Praxis: Südthüringens Unparteiische sind fit für die neue Saison. Neben neuen Regeln gibt es auch den ein oder anderen Aufstieg zu berichten.

Hildburghausen – Noch nie wurde über Schiedsrichterentscheidungen so oft diskutiert. Noch nie standen Schiedsrichter derart in der Kritik. Noch nie wurden Ehrenamtliche so oft sogar körperlich angegriffen. Aber auch noch nie war die Personaldecke so dünn wie heute. Der Fußballschiedsrichter leidet unter einem Imageproblem. Immer häufiger wird auf deutschen Sportplätzen diskutiert. Immer öfter arten diese Diskussionen sogar in regelrechte Handgemenge aus bis hin zu handfesten Schlägereien. Liegt es daran, dass die Schiedsrichter immer schlechter werden? Oder daran, dass die Spieler und Zuschauer immer aggressiver werden? Oder vielleicht auch daran, dass die Rolle des Fußballschiedsrichters einfach missverstanden wird?

Fakt ist: Ohne Schiedsrichter rollt – zumindest ab einem bestimmten Niveau – kein Ball über das Spielfeld. Eine der Voraussetzungen für den organisierten Fußball sind also die Unparteiischen. Und auch wenn diese unterschiedlicher nicht sein könnten, sind sie doch alle in der Sache vereint: Der Liebe zu ihrem Hobby. So schlimm wie andernorts ist es im Fußballkreis Südthüringen Gott sei Dank nicht. Damit das auch weiterhin  so bleibt, sollten Kicker, Trainer, Fans, Zuschauer und Schiris auf gegenseitiges Verständnis bauen. Auch jeder Schiedsrichter, der in der Regel mindestens einmal am Wochenende über die Sportplätze des Kreises, Landes oder sogar der Bundesrepublik rennt, ist ein Fußballbegeisterter – so wie jeder Spieler auch. Jener Fußballbegeisterte geht diesem Hobby aber nicht nach, weil es ihm Spaß macht, beleidigt und bedroht zu werden, sondern aus reiner Überzeugung und aus Interesse zum „runden Leder". Und Hand aufs Herz: So wie es bessere und schlechtere Spieler gibt, trifft das natürlich auch auf die Unparteiischen zu. Damit die Schiedsrichter des KFA Südthüringen stets auf dem aktuellen Stand sind, lädt der Schiedsrichterausschuss zu mindestens sechs Fortbildungsterminen pro Jahr ein. Weiterhin muss jeder Referee einmal jährlich seine Fitness und – besonders wichtig – Regelkenntnisse unter Beweis stellen. Nur wer diesen Nachweis erbringt, kann in der eingestuften Spielklasse auch zum Einsatz kommen.

 

Eine besondere Herausforderung stellen hierbei die jährlichen Regeländerungen dar. Diese sorgen nicht nur bei den Schiedsrichtern, sondern vielmehr auch bei den Spielern und Trainern jedes Jahr für Verwirrung. Auch für die kommende Saison gibt es einige Änderungen. Dem Schiedsrichterausschuss ist durchaus bewusst, dass es aufgrund der umfänglichen Regeländerungen auch bei den Schiedsrichtern jedes Jahr zu Verwirrungen kommt. Um Aufregung zu vermeiden, ist die Kommunikation das A und O. Denn auch Unparteiische sind lediglich Menschen, mit denen man reden kann. Menschen, die ihrem Hobby aus Leidenschaft nachgehen. Menschen, die es ermöglichen, dass der Ball rollt. Diese Helden in schwarz, gelb, grün oder blau wurden kürzlich wieder durch die Kreissparkasse Hildburghausen geehrt. Seit vielen Jahren schon unterstützt die Kreissparkasse den Schiedsrichterausschuss des KFA Südthüringen und dessen Unparteiische. Hieraus hat sich in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt. Das Kreditinstitut aus der Kreisstadt zeichnet jedes Jahr die erfolgreichsten und engagiertesten Schiedsrichter mit Sachgeschenken und Preisen aus. Diese Form der Auszeichnung gab es heuer bereits zum 16. Mal. Der Einladung des Schiedsrichterausschusses war auch der Kreissportbund (KSB) gefolgt. Dessen Grüße überbrachte Geschäftsführer Ulrich Hofmann. Er überbrachte in diesem Jahr nicht nur die Grüße des KSB, sondern auch die Grüße des Vorstandes – urlaubsbedingt war die Bank entschuldigt – und der Mitarbeiter der Sparkasse. Er dankte allen Schiedsrichtern für die in der abgelaufenen Saison gezeigten Leistungen und die hohe Einsatzbereitschaft. „Wir haben die sehr positive Entwicklung im Schiedsrichterwesen aufmerksam verfolgt. Hinter diesen Leistungen steht ein überaus hohes Engagement im Ehrenamt", fand Hofmann lobende Worte. Die Erfolge der Schiedsrichtergruppe können sich sehen lassen. Denn wieder konnte die Anzahl der Unparteiischen im Landesmaßstab und darüber hinaus erhöht werden. Insgesamt zehn Sportfreunde des KFA Südthüringen sind nun hier als Schiedsrichter unterwegs. Den Durchmarsch innerhalb von drei Jahren von der Kreisoberliga bis in die Amateuroberliga gelang Reinhard Meusel aus Neuhaus-Schierschnitz.  Der Chef der Schiedsrichtergruppe pfeift nun neben Florian Butterich aus Adelhausen Begegnungen der Amateuroberliga. Diese Spielklasse untersteht dem Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) und ist die fünfthöchste Spielklasse in Deutschland. Zum zweiten Mal hintereinander ist Benjamin Strebinger (Waldau) aufgestiegen. Er leitet ab dieser Saison Spiele in der höchsten Spielklasse des Landes, der Thüringenliga. Somit sind die Südthüringer hier mit vier Sportfreunden – Stephan Reuter (Eisfeld), Marko Linß (Neustadt) und Paul Hecklau (Hildburghausen) – unter den 28 Schiedsrichtern der höchsten Spielklasse im Thüringer Fußballverband vertreten. Ebenfalls vier Sportfreunde pfeifen in der Landesklasse. Zu den bisherigen Unparteiischen Martin Ansorg (Haina), Marvin Lautensack (Römhild) und Tim Annemüller (Schleusingerneundorf) kommt hier mit Dominique Reise aus Schleusingen ein weiterer Referee hinzu. Und so wurden auch in diesem Jahr wieder verdienstvolle Mitglieder der Schiedsrichterzunft mit  Sachgeschenken (siehe Ehrentafel) gewürdigt. In den nunmehr 16 Jahren der gemeinsamen Zusammenarbeit stieg die Anzahl der ausgezeichneten Sportfreunde damit auf insgesamt 160 an. Übrigens: Für alle, die es ganz genau wissen wollen mit den Regeln, bietet der Schiedsrichterausschuss des KFA Südthüringen Ende August die Ausbildung zum  Fußballschiedsrichter an. Alle hierzu nötigen Informationen gibt es auf der Homepage der Schiedsrichtergruppe des KFA Südthüringen. ph,awh

 

Die wichtigsten Regeländerungen

Münzwurf vor dem Spiel: Die Gastmannschaft wählt eine Farbe aus. Wer den Münzwurf gewinnt, darf ab sofort entweder die Seite auswählen oder den Anstoß für seine Mannschaft beanspruchen.

Auswechslungen: Um Zeitspiel zu vermeiden, kann der Schiedsrichter den auszuwechselnden Spieler auffordern, das Spielfeld an der nächstgelegenen Stelle zu verlassen. Bisher waren Auswechslungen nur an der Mittellinie zulässig.

Ballkontakt des Schiedsrichters: Wird der Schiedsrichter im laufenden Spiel unabsichtlich angeschossen, so wird das Spiel unterbrochen und mit Schiedsrichterball fortgesetzt. Bleibt jedoch dieselbe Mannschaft in Ballbesitz, kann auch ausnahmsweise weitergespielt werden.

Schiedsrichterball: Beim Schiedsrichterball steht zukünftig nur noch ein Spieler der Mannschaft, die zuletzt in Ballbesitz war.

Strafstoß: Der Torwart muss beim Strafstoß nur noch mit einem Fuß die Torlinie berühren. Der andere Fuß darf vor der Linie stehen.

Mauerstellung: Gegnerische Spieler müssen mindestens einen Meter Abstand von der Mauer halten. Das verhindert das bisher übliche Schieben und Drücken in der Mauer.

Spielfortsetzung im Strafraum: Bisher musste jede Spielfortsetzung für die verteidigende Mannschaft im Strafraum aus dem Strafraum heraus gespielt werden, damit der Ball wieder im Spiel war. Ab sofort darf der Ball auch im Strafraum gespielt werden – sogar vom Abstoß aus. Gegnerische Spieler dürfen den Strafraum erst betreten, wenn der Ball kontrolliert gespielt ist.

Handspiel: Nicht jedes Mal, wenn der Ball an die Hand springt, liegt auch ein zu ahndendes Handspiel vor. Als Vereinfachung der Regel gilt jedoch: Der Arm hat über dem Kopf nichts verloren. Hier ist also Handspiel immer strafbar und als absichtlich zu werten. Weiterhin wird nach den neuen Regeln jedes Tor, das mit der Hand erzielt wurde, aberkannt – auch wenn keine Absicht vorlag.

Karten gegen Trainer: Die einschneidendste Regeländerung ist die Bestrafung für Trainer und Offizielle. Eine Gelbe Karte soll der Trainer für folgende Vergehen erhalten: wiederholtes Verlassen der technischen Zone, respektlose Gesten gegenüber dem Schiedsrichter (z. B. gegen die Bank treten), provozierende Gesten oder wiederholtes Fordern von Disziplinarmaßnahmen. Die Rote Karte und damit der Verweis aus dem Innenraum sollen Trainer für aggressives Verhalten, Tätlichkeiten, Beleidigungen und Ähnliches erhalten. Selbst das Wegnehmen oder Wegspielen des Balles soll laut DFB mit der Roten Karte geahndet werden. Im Übrigen kann auch der Trainer mit der „Gelb-Roten" Karte bestraft werden.

 

Ehrentafel 2019

Aufstieg in die Amateuroberliga Reinhard Meusel (Neuhaus Schierschnitz)

Aufstieg in die Thüringenliga Benjamin Strebinger (Waldau)

Aufstieg in die Landesklasse Dominique Reise (Schleusingen)

Oldies/langjährige Tätigkeit Uwe Stöcklein (Nahetal-Waldau), Detlef Glauner (Sachsenbrunn), Heiko Elle  Stressenhausen)

Hohe Einsatzbereitschaft Andreas Jauch (Hildburghausen), Fabian Eppler (Römhild), Andreas Nothdurft (Sonneberg)

New-Comer Silvan Meinunger (Harras), Dominik Fritsch (Bad Colberg), Philipp Rauhut (Föritz)

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 31.7.2019

 

Im Süden (fast) nichts Neues

 

Zum Auftakt der Fußball- Kreisoberliga-Saison 2019/ 2020 stehen für den SC 06 Oberlind zwei Heimspiele auf dem Plan. Zunächst empfangen sie Titelaspirant Erlau, ehe der Hainaer SV gastiert.

Auch in der Saison 2018/2019 haben die Oberlinder letztlich mit dem Abstieg nichts zu tun gehabt. Entscheidend hierfür war, dass die Grün-Weißen in der Fremde eine ausgeglichene Bilanz erspielten (18 Punkte). Dagegen ist die Heimausbeute schlichtweg zum Vergessen gewesen. Ganze elf Punkte holten die Mannen um Kapitän Tino Jäger auf dem Sportplatz hinter der ehemaligen Brauerei Rau. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wollen die 06er auch in der am Freitag beginnenden Saison den Ligaerhalt – möglichst schon früher – in trockene Tücher bringen. „Aber dies wird sicher nicht einfach werden, denn unser Spielerkader ist recht klein. Zudem werden uns unser Torjäger Christoph Zeh und Chris Haupt, der seine Schuhe verletzungsbedingt an den Nagel gehangen hat, sehr fehlen", blickt Spielertrainer Nico Eber voraus. Als Neuzugang begrüßen die „Linder" Cosmin Enuta, der vom 1. FC Altenkunstadt (Oberfranken) zu den Sonneberger Südstädtern wechselt.

 

Die Oberlinder, die ihre Blütezeit in den 1950er Jahren hatten – dort spielten sie einige Jahre in der zweithöchsten Spielklasse der DDR – und dann viele Jahre in der Bezirksliga und Landesklasse kickten, haben einige Nahziele. Zum einen muss die doch recht schwache Heimbilanz (3 Siege/2 Remis/8 Niederlagen) aufgebessert werden. Zum anderen muss die Offensivabteilung deutlich zulegen. Nur 40 Tore – so wie in der vergangenen Saison – sind einfach zu wenig. Wie es geht, zeigten die 06er im Pokal. Hier gelang nach Siegen bei der SG Dingsleben/St. Bernhard gegen Erlau und Effelder der Sprung ins Endspiel. In diesem unterlag Oberlind aber Steinach mit 0:3.

 

Die Liga – dies wissen die Oberlinder natürlich auch – hat mit dem Abstieg der SG 1951 Sonneberg und der SG  Sachsenbrunn/Crock und dem Hinzukommen des Aufsteigers SC Schleusingen nochmals an Qualität gewonnen. Es wird viele reizvolle Duelle geben, alleine die Derbys gegen SG 1951 Sonneberg, Effelder, Neuhaus-Schierschnitz und Sonneberg-West dürften Leckerbissen für die Fans werden. Das Mannschaftsgefüge mit Torwart Carlo Bischoff sowie Routinier Andreas Rudolph, Tino Jäger, Martin Wehner, Kevin Geßwein, Patrick Florian und Roman Sofronov steht. Das Auftaktprogramm für die Oberlinder ist in diesem Jahr reizvoll, denn es stehen zwei Heimspiele auf dem Plan. Gleich zum Auftakt empfangen sie den Titelaspiranten Erlauer SV Grün-Weiß, ehe der Hainaer SV gastieren wird. Dann steht auch schon das erste Derby an: Die „Linder" reisen nur wenige Kilometer weiter südöstlich – zum SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz. red

 

Abteilungsleiter: Eric Bischoff

Trainer: Nico Eber

Co-Trainer: Thomas Müller

Mannschaftsleiter/Betreuer: Eric Bischoff, Chris Haupt

Spielerkader: Carlo Bischoff, Sascha Weigelt, Nico Eber, Kevin Geßwein, Cosmin Enuta, Roman Sofronov, Niklas Kluge, Tino Jäger, David Meier, Adrian Müller, Paul Nerlich, Andreas Rudolph, Martin Wehner, Martin Zapf, Christoph Zeh, Tassilo Blankenburg, Maximilian Zeh, Julius Meusel, Martin Röder, Patrick Florian, Michael Pfeffer, Sebastian Schmidt

Abgange: Chris Haupt (verletzungsbedingte Pause)

Neuzugang: Cosmin Enuta (TSG Niederfüllbach)

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 31.7.2019


Altes, Neues, Reizvolles

 

Zurück aus der Fußball-Landesklasse, versucht die SG 51 Sonneberg nun in der Kreisoberliga ihr Glück. Dabei soll am Ende ein Platz unter den besten drei Mannschaften herausspringen. Unmöglich?

 

Die SG 1951 Sonneberg sorgte in den vergangenen Jahren für viele positive Schlagzeilen. Nur die gerade abgelaufene Saison war „verkorkst" und endete mit dem Abstieg. „Wir machen nun einen Neuanfang und wollen in der Kreisoberliga ganz vorne mitspielen", sagt Michael Stegle, Sportlicher Leiter der Sonneberger. Die Mannschaft bleibt bis auf Chris Kania – er beendet seine aktive Laufbahn – komplett zusammen und bekommt mit Louis Wittmann (vom TSV 1894 Unterlind) sowie Sebastian Rierl (vom 1. FC Köppelsdorf 1910) noch Verstärkung. 51-Trainer Stephan Wild, der die Wolkenrasen-Kicker im Frühjahr übernommen hatte, gilt mit seinen Mannen nunmehr zumeist als Favorit. Seine Mannschaft ist für die Kreisoberliga hervorragend besetzt.

Sowohl die Längsachse, als auch die Querachsen passen bestens. Im Tor ist Pascal Koch die Nummer eins; davor sind die Routiniers Stefan Gruber, Sebastian Wenke, Christopher Baumann, Kevin Wendel, Ronny Röß und Peter Knerr. Im Mittelfeld hat Sonneberg mit Spielmacher Rico Marsiske sowie mit Dominik Wenke, Tim Schymura, Robert Fritzlar, Robert Herzcku, Erik Scheler ebenso viele gute und universell einsetzbare Spieler wie im Sturm. Dort werden die torhungrigen Spitzen Markus Büchner und Andy Marsiske sicher für viel Unruhe und zahlreiche Tore sorgen. Der junge Tim Suffa ist mehr als eine Alternative, und die Neuzugänge Louis Wittmann und Sebastian Rierl wollen ganz gewiss auch tüchtig mitmischen.

 

Wichtig wird für die Sonneberger sein, dass sie in den Heimspielen wieder geradlinig, diszipliniert und zielstrebig agieren. Dann sollte der Erfolg wieder garantiert sein. Dies war in der zweiten Landesklasse-Serie nicht der Fall; da konnten nur fünf Siege gefeiert werden. „Die zwei Landesklasse-Jahre waren für uns lehrreich und keineswegs umsonst. Besonders das Premieren- Spieljahr war topp. Aber auch die Kreisoberliga ist reizvoll, denn nun haben wir wieder acht Kreisderbys", blickt Stegle voraus. Nun, es werden mindestens neun Derbys sein, denn bereits im Pokal trafen die Stadtmannschaften aus Bettelhecken und aus dem Wolkenrasen aufeinander. Zum Punktspielstart haben die Spielzeugstädter ein reizvolles Programm, denn zum Auftakt kommt die SG Milz/Eicha. Dann geht es nach Schönbrunn. Das Stadtderby gegen den TSV Germania Sonneberg-West geht am 6. Oktober über die Bühne. Red

  

Abteilungsleiterin: Astrid Stegle

Trainer: Stephan Wild

Sportlicher Leiter: Michael Stegle

Mannschaftsleiter/Betreuer: Philipp Scheler

Aufgebot: Pascal Koch, Toni Schmidt, Benjamin Wichmann; Christopher Baumann, Markus Büchner, Robert Herczku, Markus Mahr, Peter Knerr, Stefan Gruber, Robert Fritzlar, Philipp Scheler, Kevin Wendel, Andy Marsiske, Rico  Marsiske, Ronny Röß, Erik Scheler, Tim Schymura, Tim Suffa, Sebastian Rierl, Dominik Wenke, Sebastian Wenke, Louis Wittmann

Abgang: Chris Kania (Laufbahn beendet)

Neuzugänge: Louis Wittmann (TSV 1894 Unterlind), Sebastian Rierl (1. FC Köppelsdorf)

Saisonziel: Platz 1-3

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 30.7.2019

 


Der Hang zur goldenen Mitte

 

Die vor allem in diesem Frühjahr offenbarte Auswärtsstärke steht für die Kreisoberliga-Fußballer des SC 09 Effelder am Samstag in Veilsdorf auf dem Prüfstein. Die Männer um Trainer Frank Vogel sind guter Dinge. In der jüngeren Vergangenheit hatte der SC 09, der zu den Gründungsmitgliedern der Kreisoberliga zählt, viele Spieler kommen und gehen gesehen. Im vergangenen  Winter verabschiedeten sich mit PascalNeuber, Julian Sommer und Stephan Funke drei Stammspieler; jetzt gingen Toni Steiner und der junge Lucas-Zacharias Heinz von Bord. Zu den Hinterländern kehrte mit Robin Siebenäuger ein junger Spieler zurück. Neben ihm hat Effelder die Gebrüder Lois und Tristan Traut – sie kommen vom FSV 1999 Mengersgereuth- Hämmern – nun in ihren Reihen. Der Kader der Rot-Schwarzen wurde damit deutlich verjüngt. Trainer Frank Vogel schwingt weiter den Taktstock und möchte mit den 09ern an die Ergebnisse der Rückrunde anknüpfen. „Unsere Mannschaft hat eine gute Qualität; wir müssen dies nur auf den Rasen bringen", fordert Vogel. Neben Routinier Michael Funke im Kasten sind in der Abwehr sowie im Mittelfeld Andy Kob, Robert Bätz, Robin Porazil, Robert Gehrke, Patrick Wagner, Florian Töpfer, Florian Scheidemann, Robin Wache, Robin Siebenäuger, Agim Halilaj, Lois Traut und Tristan Traut gesetzt. Vorne sind Bastian Leipold, Jeff-Kevin Krasemann, Erik Hofmann und Toni Lenkardt wichtige Spieler. „Die kommende Spielserie wird sicher wieder sehr interessant, denn mit der SG 1951 Sonneberg und Sachsenbrunn sowie dem starken Aufsteiger Schleusingen sind starke Mannschaften hinzugekommen", sagt Tino Schwesinger, der 1. Vorsitzende des SC 09.

 

Die Vereinsspitze und die fleißigen Helfer möchten auch in der neuen Serie der „zwölfte Mann" sein; im abgelaufenen Spieljahr lag der Zuschauerschnitt wieder deutlich über 100. „Wir werden alles dafür tun, dass unser Verein weiter einen guten Ruf hat", meint Schwesinger. Vorstandsmitglied Fredy Stammberger Stötzer ergänzt: „Wir werden auch unseren erfolgreichen Nachwuchs weiter fördern." Jüngst sorgten die Teams der SG Effelder/Schalkau mit den Trainern Frank Vogel, Holger Kuhna, Martin Liebermann und Peter Schwesinger bei den D- und E-Junioren für positive Schlagzeilen. Red

  

Vorsitzender: Tino Schwesinger

Abteilungsleiter: Bernd Porazil

Trainer: Frank Vogel

Co-Trainer: Andy Kob

Mannschaftsleiter: Norbert Brehm

Sanitäter: Konstantin Gatzer

Aufgebot: Michael Funke, Marko Kober; Robert Gehrke, Erik Hofmann, Agim Halilaj, Andy Kob, Jeff-Kevin Krasemann, Bastian Leipold, Toni Lenkardt, Robin Porazil, Tino Schwesinger, Florian Scheidemann, Robin Siebenäuger, Lois Traut, Tristan Traut, Florian Töpfer, Robin Wache, Patrick Wagner, Ronny Wöhner

Abgänge: Toni Steiner (FC Blau-Weiß Schalkau), Lukas-Zacharias Heinz (SV 08 Steinach)

Zugänge: Robin Siebenäuger, Lois Traut, Tristan Traut (alle FSV 1999 Mengersgereuth- Hämmern)

Saisonziel: guter Mittelfeldplatz

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 30.7..2019

 


Joker Töpfer sticht, Frommann tripelt"

 

Im Duell Kreisoberliga gegen Landesklasse behalten die klassenhöheren Fußballer die Oberhand. Der SC 06 Oberlind unterliegt in der Thüringenpokal-Qualifikationsrunde Aufsteiger Steinach 0:4.

Oberlind – Für die 08er stand am Ende ein deutlicher Auswärtssieg zu Buche, während die Grün-Weißen fernab vom Blick auf das nackte Ergebnis trotzdem über weite Strecken gut mithielten. Insbesondere Gästetrainer Christian Häusler bewies mit seinen Einwechslungen ein goldenes Händchen.

 

Die Begegnung begann ohne großartige Abtastphase, und die Gäste spielten schnell nach vorne. Immer wieder zog der agile Greiner von der linken Außenbahn ins Zentrum, um mit seinem starken rechten Fuß abzuschließen. Er konnte das Spielgerät im von ihm stets anvisierten langen Eck aber noch nicht unterbringen. Auf der Gegenseite führte ein Freistoß zu einer guten Chance für Oberlind: Geßwein spielte hoch in den Strafraum und fand Wehner, dessen Kopfball aber abgelenkt wurde. Das Kunstleder landete bei Florian, der blitzschnell den Abschluss suchte. Eichhorn-Nelson konnte nur nach vorne abwehren, doch sein Vordermann entschärfte die Situation endgültig (19.). Nach einer weiteren Flanke von Geßwein kam Zapf zum Kopfball, der jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bekam (21.). Noch gefährlicher wurde es dann bei einem weiteren Freistoß für die 06er: Diesmal zog Geßwein den Ball direkt auf das Tor, und der Gästekeeper konnte nur im Verbund mit dem Pfosten den Gegentreffer verhindern (26.). Die Feldvorteile schwappten nun wieder Richtung Steinach über, und Gästekapitän Lorenz scheiterte in der Phase bis zum Pausenpfiff gleich zweimal aus der Distanz am Querbalken (32./40.).

  

Gästecoach Häusler wechselte zum Wiederanpfiff gleich zwei Mal, und Joker Töpfer stach sofort: Nach einem Fehlpass von Wehner konterten die 08er blitzgescheid. Töpfer war im Strafraum nicht mehr zu stellen und markierte die Gästeführung. Mit dem Treffer spielte es sich für den Landesklasse-Aufsteiger anschließend viel einfacher, und die Hausherren kamen nicht mehr so recht in die Partie. Nach einem weiteren Fehler im Aufbauspiel der 06er wurde der ebenfalls eingewechselte Frommann im Zentrum bedient und lupfte den Ball sehenswert über Bischoff ins Tor (73.). Auch beim dritten Gegentor zeigten die Gastgeber zu wenig Gegenwehr: Scheler-Stöhr spielte eine Ecke kurz zu Lorenz, der Richtung langen Pfosten flankte, wo Frommann einnickte (80.). Am Ende eines weiteren Konters machte der  Steinacher Angreifer unter Mithilfe des Innenpfostens seinen lupenreinen Hattrick perfekt (86.). eb

 

Oberlind: Bischoff, Rudolph, Zapf, Wehner (62. Meusel), Nerlich, Geßwein, Röder, Jäger, Pfeffer (84. Meier), Blankenburg, Florian (69. Müller)

 

Steinach: Eichhorn-Nelson, Kämpf, Heublein, Winter (46. Töpfer), Heinz (46. Leipold-Büttner), Tanneberg, Lorenz, Greiner, Hillemann (68. Frommann), Wohlleben, Scheler-Stöhr

 

Meusel (Neuhaus-Schierschnitz) – 75 – 0:1 Töpfer (51.), 0:2/0:3/0:4 Frommann (73./80./86.)

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 30.7..2019

 

Eppler: „Ich wünsche mir eine Saison ohne Dramatik"

 

Insgesamt 70 Fußball-Männermannschaften – vier Teams weniger gegenüber dem Vorjahr – haben für die am 2. August beginnende Spielserie 2019/20 gemeldet. Die drei freigewordenen Plätze in der Kreisoberliga werden im neuen Spieljahr von Aufsteiger SC 07 Schleusingen und von den beiden Landesklasse- Absteigern SG Sachsenbrunn/Crock und SG 51 Sonneberg eingenommen. Die Konstellationen der Teams aus den Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg haben sich dadurch nicht verändert. Auch diesmal sind es erneut neun Kreisteams aus Hildburghausen und fünf Mannschaften aus dem Sonneberger Kreis. Mit dem SV 08 Westhausen und dem Erlauer SV Grün-Weiß bleiben die zwei Dinos der Kreisoberliga weiterhin im Rennen. Beide stehen vor ihrer nunmehr achten Saison hintereinander.

 

Erlauer SV Grün-Weiß

Beim Dauerbrenner der Liga war zunächst „Wunden lecken" angesagt. Der Vizemeistertitel ging schlussendlich in Ordnung. Aber der Abstand zum Kreismeister und Landesklasse- Aufsteiger SG Steinach war mit 13 Punkten einfach zu groß. Nun geht es auf ein Neues. Die im Vorjahr arg verstärkte Mannschaft bleibt diesmal nahezu unverändert. Mit Benjamin Pilz und Florian Kessler scheiden zwei Leistungsträger aus. Auf der anderen Seite kommt Kevin Papst vom Landesklasse-Aufsteiger aus Suhl. Somit verfügt der Erlauer SV weiterhin über ein eingespieltes Team, das in allen Teilen sehr gut besetzt ist. Die Erlauer sind der einzige Verein der 14er-Staffel, der sich mit Platz eins bis fünf bei den Zielstellungen den Kreismeistertitel auf die Fahnen geschrieben hat.

 

Vorstand: Florian Kessler

Abteilungsleiter: Marcus Börner

Trainer: Marko Frühauf/Wolfgang Triebel

Mannschaftsleiter: Marcus Börner

Kader: Florian Annemüller, Nico Birkenwald, Mathias Burand, Phil Drews, Dominik Eggemann, Niklas Erkenbrecher, Thomas Franzke, Johannes Gratz, Robert Greiner, Philipp Heidmüller, Florian Hellmich, Sebastian Hess, Hannes Keller, David Leue, Kevin Papst, David Pfeufer, Philipp Rienecker, Martin Reckihn, Konstantin Wagner, Björn Weißbrodt, Christoph Wilke, Tim Wohlleben, Alexander Zaschke

Zugänge: Kevin Papst (1. Suhler SV)

Abgänge: Florian Kessler, Benjamin Pilz (Karierende), Florian Floßmann (SG Marisfeld/Oberstadt – zur Winterpause)

Anzahl der Spieler: 23

Zielstellung: Platz eins bis fünf

 

SG Goßmannsrod/Oberland

Die Spielgemeinschaft Goßmannsrod/ Oberland hat die zweite gemeinsame Kreisoberliga-Saison hinter sich. Nach dem Vizemeistertitel im ersten Jahr war es diesmal in der Endabrechnung der vierte Rang. Die Vorbereitung in die dritte Spielserie verlief eher schleppend. Zwei Vorbereitungsspiele mussten aufgrund von Besetzungsproblemen sogar abgesagt werden. So blieben am Ende in diesem Sommer nur zwei Freundschaftsspiele zur Formüberprüfung übrig. Mit Gelassenheit nimmt es Mannschaftsleiter Falk Kirchner: „Vorbereitung ist die eine Sache, die Punktspiele dann die andere. Allerdings müssen wir aufpassen, dass wir nicht wie im Vorjahr die Hinrunde wieder verschlafen. Wir wollen unseren vierten Platz aus der letzten Saison bestätigen."

Stammkeeper Kevin Wagner muss seine Position zwischen den Pfosten aufgrund einer Verletzung aufgeben. Er will in der zweiten Mannschaft im Feldspiel noch ein wenig mit kicken. Somit ist Steven Scheler die neue Nummer eins. Mit dem 18-jährigen Maurice Muche rückt ein junger Keeper aus  den A-Junioren nach. Er ist aber aktuellauch noch verletzt und kann deshalb noch nicht spielen. Zudem laufen die Schwabbacher-Brüder wieder gemeinsam auf. Neben Christian im Vorjahr ist nun auch Sebastian aus Sachsenbrunn zur SG Goßmannsrod gewechselt.

 

Vorstand: Horst Dressel

Abteilungsleiter: Falk Kirchner

Trainer: Detlef Pleger/Andreas Stickel

Mannschaftsleiter: Falk Kirchner

Kader: Falko Barthelmann, Chris Diller, Kevin Diller, Patrick Eibisch, Rico Heuer, Mario Langbein, Matthias Matthäi, Maurice Muche, Stefan Oeckel, Marcel  Pleger, Toni Pleger, Andreas Schmidt, Sebastian Schmidt, Tobias Schmidt, Christian Schwabbacher, Sebastian Schwabbacher, Max Wagenschwanz

Zugänge: Sebastian Schwabbacher (SV Falke Sachsenbrunn)

Abgänge: Kevin Wagner (II. Mannschaft)

Anzahl der Spieler: 17

Zielstellung: oberes Tabellendrittel

 

Hainaer SV

Für die neue Spielzeit hat der Hainaer SV eine recht erfahrene Mannschaft zur Stelle. Allerdings mangelt es in Haina aktuell an Nachwuchskickern. Der ersehnte Verjüngungsprozess stockt. Viele der jetzigen Akteure haben die 30 erreicht oder schon überschritten. Und ein weiteres Manko war die Trefferausbeute. „Wir haben die Saison ausgewertet. Was beim Blick auf die Tabelle gleich auffällt, ist die Tordifferenz. Diese war mit 32:36 sogar negativ. Hier hatten wir auf der einen Seite den zweit schlechtesten Angriff und auf der anderen Seite die zweitbeste Abwehr. Mit der Defensivleistung waren wir zufrieden und wollen so weiter machen. In der Offensive müssen wir dagegen zulegen. In neun Begegnungen haben wir gar nicht getroffen", sagt Hainas Trainer Thomas Hummel.

 

Vorstand: Wolfgang Schmidt

Abteilungsleiter: Martin Ansorg

Trainer/Co-Trainer: Thomas Hummel/Manfred Hummel

Mannschaftsleiter: Thomas Hummel

Kader: Florian Ansorg, Jonas Bartholomäus, Julian Busam, Jonas Chilian, Sebastian Diez, Mathias Engelmann, Christian Fritsch, Jens Gundelwein, Christopher Härtter, Michele Happ, Florian Hermann, Leonard Höfer, Lukas Höfer, Martin Hoffmann, Michael Hummel, Tobias Hummel, Pascal Korn, Thomas Löser, Andy Mai, Daniel Mai, Hadi Muhammadali, Philipp Rekittke, Elvis Schlegl, Andre Winter, Jascha Wolf

Zugänge: Jonas Chilian (TSV 1868 Ummerstadt), Thomas Löser (FSV Kölleda), Florian Hermann (TSV Queinfeld), Elvis Schlegl (VfL 04 Meiningen)

Abgänge: Patrick Jäger (SV 07 Häselrieth – zur Winterpause)

Anzahl der Spieler: 25

Zielstellung: einstelliger Tabellenplatz

 

SV 07 Milz

Nach einer Saison voller Abstiegssorgen soll beim SV 07 Milz nun alles anders werden. „Aktuell ist bei uns eine gewisse Aufbruchstimmung zu beobachten. Das Training wird gut besucht und angenommen. Alle Akteure hängen sich rein und auch in den Vorbereitungsspielen war ein gewisser Konkurrenzkampf nicht zu übersehen. Wir sind auf einem guten Weg. Ich wünsche mir eine Saison ohne Dramatik", sagt Vorstandsvorsitzender und Torwart Daniel Eppler. Eine wichtige Position in der Mannschaft wurde – nach dem planmäßigen Abgang von Trainer Frank Sommer – mit Wolfgang Goldbach aus Fladungen als Cheftrainer neu besetzt. Ihm zur Seite steht als Co- Trainer Markus Arnhold, der nach einem Jahr als verantwortlicher Coach der SG Mendhausen/Römhild zurückgekehrt ist.

 

Vorstand: Daniel Eppler

Abteilungsleiter: Daniel Eppler

Trainer/Co-Trainer: Wolfgang Goldbach/Markus Arnhold

Mannschaftsleiter: Markus Arnhold

Kader: Johannes Arnhold, Udo Endter, Daniel Eppler, Dominik Eppler, Florian Eppler, Sebastian Hebig, Toni Jacob, Andre Kupfer, Matthias Krämer, Marvin Lautensack, Sascha Lautensack, Dominik Licht, Michael Mai, Jan Matz, Stefan Peter, Maximilian Preusse, Andre Reß, Nico Schwamm, Felix Supp, Daniel Sommer

Zugänge: Sascha Lautensack (TSV Aubstadt)

Abgänge: keine

Anzahl der Spieler: 20

Zielstellung: Klassenerhalt

 

SG Sachsenbrunn/Crock

Nach einem Jahr Landesklasse kickt die SG Sachsenbrunn/Crock ab diesem Jahr wieder in der Kreisoberliga um Punkte. Das Unterfangen Kreisoberliga wird mit Norbert Rebhan aus Coburg auf der Trainerposition mit einem alten Bekannten in Angriff genommen. Unterstützt wird er dabei vom bisherigen Spielertrainer René Dötsch. Äußerst wichtig für die Spielgemeinschaft dürfte sein, dass das Gros der Mannschaft gehalten werden konnte. Deshalb ist die ausgegebene Zielstellung mit einem Mittelfeldplatz zunächst einleuchtend. Das verdeutlichen auch die bisherigen Ergebnisse (0:3 in Oberlind, 1:8 gegen Hildburghausen). Auch das ernüchternde 2:6 im Pokal bei Lauscha/Neuhaus zeigt das deutlich.

 

Vorstand: Randy Zetzmann

Abteilungsleiter: Stefan Franz

Trainer/Co-Trainer: Norbert Rebhan/René Dötsch

Mannschaftsleiter: Dirk Leis

Kader: Jonathan Attig, Michael Beez, Marco Bock, Stefan Franz, Benjamin Göhring, Philipp Heun, Julian Herrndorf, Benjamin Kirchner, Jonathan Kirchner, Daniel Köhler, Frederik Leis, Maximilian Leis, Jannick Luther, Raiko Mittenzwei Alexander Niller, Julian Reinhardt, Patrick Schmidt, Axel Schreiner

Zugänge: Philipp Heun (SV 03 Eisfeld)

Abgänge: Dominik Attig (SV Häselrieth); Martin Lehr, Martin Lehmann, Rene Dötsch (alle Laufbahn beendet)

Anzahl der Spieler: 18

Zielstellung: Mittelfeldplatz

 

SC 07 Schleusingen

Der Aufsteiger aus Schleusingen, der nach einem Jahr wieder in die Kreisoberliga zurückkehrt, geht mit Zuversicht und Selbstvertrauen in die neue Saison. Einstelliger Tabellenplatz lautet die selbstbewusste Zielstellung für das Spieljahr 2019/ 2020. Wobei der Verjüngungsprozess um Mannschaftskapitän Christian Zetzmann – dem uneingeschränkten Leader im Team – weiter fortgesetzt wird. Gleich drei Jugendliche wechseln von den A-Junioren zu den Männern. Die gute Nachwuchsarbeit zahlt sich bei den 07ern zweifellos aus. In der jüngsten Vergangenheit ist zahlreichen Youngstern der Sprung in den Männerbereich geglückt.

 

Vorstand: Patrick Hellmann

Abteilungsleiter: Ingolf Reinhard

Trainer/Co-Trainer: Markus Lauth/Uwe Kummer

Mannschaftsleiter: z. Z. nicht besetzt

Kader: Oliver Arnold, Bouya Conde, Modou Dampha, Christian Günther, Fabian Hartung, Nils Hellmeuthhäuser, Sören Heß, Pino Heun, Janek Jankow, Marius Kolk, Tim Lenz, Paul Lohfink, Adrian Meciejczyk, Lukas Reinhardt, Pamodou Sanyang, Roberto Sauer, Lukas Schmidt, Anton Sittig, Manuel Thorwirth, Christian Zetzmann

Zugänge: Anton Sittig (SV Schleusegrund Schönbrunn), Bouya Conde (FSV Eintracht Hildburghausen), Tim Lenz, Lukas Reinhardt (beide II. Mannschaft), Fabian Hartung, Janek Jankow, Marius Kolk (alle eigener Nachwuchs)

Abgänge: Stefan Hanf (SV GW Waldau), Markus Hanf (II. Mannschaft)

Anzahl der Spieler: 20

Zielstellung: einstelliger Tabellenplatz

 

SV Schleusegrund Schönbrunn

 

Vorstand: Mark-André Möhring

Abteilungsleiter: Marc-Andre Möhring

Trainer/Co-Trainer: Dirk Forkel/Markus Fleischhauer

Mannschaftsleiter: Jens Möhring

Kader: Ahmed Aboumhand, Mahmud Al-Musa, Ricco Arnold, Jason Beer, Tim Czossek, Markus Fleischhauer, Max Gehring, Nils Großer, Nico Hanf, Michael Hartleb, Niklas Heß, Nick Hofmann, Max Holland, Mario Kiebler, Tino Luther, Marc-Andre Möhring, Patrick Neumann, Benjamin Pfeiffer, Felix Urban, Tom Wackes

Zugänge: Felix Urban (Veilsdorf), Niklas Heß, Jason Beer (beide eigener Nachwuchs), Ahmed Aboumhand (SV West Leipzig)

Abgänge: Anton Sittig (Schleusingen), Philipp Meier (Häselrieth)

Anzahl der Spieler: 20

Zielstellung: vorderes Mittelfeld

 

SG Veilsdorf/Heßberg

 

Vorstand: Albrecht Wirsing

Abteilungsleiter: Dittmar Börner

Trainer: Markus Kellner

Mannschaftsleiter: Gregor Otto

Kader: Niklas Anschütz, Steven Brandt, Jan Börner, Maximilian Donner, Martin Fischer, Lukas Fuchs, Nils Goldschmidt, Lukas Heinkel, Robert Herrmann, Michael Hoffmann, Ronny Jauch, Florian Kambach, Willi Kraußer, Jonathan Morgenroth, Christian Möller, Richard Müller, Tom Otto, Max Rädlein, Elias Reimpell, Marco Reimpell, Andy Schneider, Andy Steitz, Peter Wirsing

Zugänge: Niklas Anschütz, Elias Reimpell (beide A-Jugend Eisfeld), Richard Müller (A-Junioren/Goßmannsrod)

Abgänge: Felix Urban (Schleusegrund Schönbrunn), Manuel Weikard (Westhausen), Mathias Eberhardt (Laufbahnende), Sören Frischmuth (zweite Mannschaft)

Anzahl der Spieler: 25

Zielstellung: Platz fünf bis acht

 

SV 08 Westhausen

 

Vorstand: Burkard Werner

Abteilungsleiter: Peter Jäger

Trainer: Markus Roth

Mannschaftsleiter: Peter Jäger/Jens Pohlig

Kader: Andreas Bartenstein, Christian Becker, Lukas Bock, Robert Bock, Jens Bohlig, Lukas Culmbacher, Thomas Culmbacher, Laurin France, Maximilian Frank, Chris Fleischmann, Pascal Hartleb, Daniel Hellmann, Dominik Hellmann, Julian Hoffmann, Felix Hofmann, Robby Kaiser, Manuel Kick, Dominik Leipold, Jonny Müller, Steffen Müller, Khiet Pham, Marcus Scheffel, Maximilian Schild, Alexander Weikard, Manuel Weikard, Lars Wiegler

Zugänge: Marko Bocklitz (Neubrunn), Dominik Leipold, Julian Hoffmann (Gompertshausen), Manuel Weikard (Veilsdorf), Dominik Hellmann (reaktiviert), Laurin France (Döhlau), Khiet Pham (Schule Haubinda), Chris Becker (eigene Jugend)

Abgänge: Peter Neundorf (Gompertshausen), Fynn Schlemmer (Heldburg), Michael Richter (Karriereende)

Anzahl der Spieler: 26

Zielstellung: einstelliger Tabellenplatz

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 30.7.2019



Sonneberg 04 verliert in Schönbrunn

 

Schönbrunn – Die rund 60 Zuschauer in der Gabeler Straße in Schönbrunn staunten nicht schlecht, wie sich die Kreisoberliga-Kicker vom Schleusegrund im Testspiel gegen Thüringenliga-Aufsteiger Sonneberg präsentierten. Von den Gästen aus der Spielzeugstadt war kaum etwas zu sehen. Sonneberg war zwar das technisch bessere Team, aber die Gastgeber verengten die Räume klug. Erst kurz vor der Pause kam Kapitän Hannes Schreck, nach Eckball, frei zum Schuss und erzielte die Führung.


Nach dem Seitenwechsel, Schönbrunns Interimscoach Thomas Heß brachte alle acht Auswechselspieler in die Partie, folgte der große Auftritt seines Sprösslings Niklas, der mit zwei erstklassigen Treffern jeweils den Ausgleich – zwischenzeitlich erhöhte Danny Reinhardt wieder auf 2:1 für Sonneberg – besorgte. Schönbrunns Schlussoffensive brachte dann doch noch die Überraschung, als der lange Zeit gesundheitlich angeschlagene Philipp Licht die Gästeabwehr überlief und im zweiten Versuch zum 3:2 traf. Schönbrunns 77-jähriger Edelfan Rudolf Heß, Vater von Interimscoach Thomas und Großvater von Niklas, konnte mit seiner Fußballfamilie sehr zufrieden sein. hfi

 

Linß (Burgkunstadt) – 62 – 0:1 Schreck (42.), 1:1 Heß (72.), 1:2 Reinhardt (78.), 2:2 Heß (85.), 3:2 Licht (88.)

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 29.7.2019


 

Alles andere als Urlaub

 

Die Fußball-Saison hat noch nicht richtig begonnen, da kommt es im Kreispokal bereits in der zweiten Hauptrunde, dem Saison-Auftakt für die Kreisoberligisten, zu einem Kracher- Duell: Am Samstag um 16 Uhr trifft Germania Sonneberg-West auf die Spielgemeinschaft 1951 Sonneberg. Auf wen die Spieler im Derby verzichten müssen, sind ihre Trainer:

Germanias Sven Brückner genießt derzeit auf einer Kreuzfahrt ein angenehmes Lüftchen im etwas kühleren Skandinavien, SG-51-Kollege Stephan Wild bricht am Tag des Pokalspiels in den Ostseeurlaub auf. Wir haben vor dem Stadtderby mit Trainer Stephan Wild und Stephan Popp, Germanias Fußball-Abteilungsleiter, über die Erfolgsaussichten ihrer Vereine gesprochen.

 

Herr Popp, Herr Wild, Sie haben mit Ihren Mannschaften in den letzten Wochen je zwei Testspiele absolviert. Alle Spiele wurden gewonnen. Wo stehen Sie im Moment?

Stephan Popp: Schwierig zu beantworten. Ich denke, dass wir bislang eine gute Vorbereitung hatten, allerdings ist so ein Kracher mit Sonneberg 51 gleich zum Auftakt im Pokal natürlich schwer.

Stephan Wild: Anhand der Testspiele kann man schlecht sagen, wo man steht, weil es unterklassige Gegner waren. Wir haben es aber ganz gut gemacht. Das Spiel am Wochenende wird auch schwierig, weil viele im Urlaub sind. Acht Spieler sind nicht da. Trotzdem werden wir einen guten Kader haben, mischen Spieler aus der ersten Mannschaft mit Jugendspielern.

Letztere haben ihre Sache in der Vorbereitung gut gemacht. Sie können sich jetzt mal messen.

 

Kommt der Saisonstart zu früh?

Popp: Das ist ein diffiziles Thema. Zumeist gibt es in den ersten Begegnungen noch einige Urlauber. Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn die Sommerpause ein bisschen länger andauern würde und dafür der November mit Spielen ausgereizt wird.

Wild: Das Pokalspiel kommt für uns definitiv zu früh. Wir wollten es wenigstens auf Sonntag verlegen, weil da noch drei, vier Spieler mehr da gewesen wären. Aber das wollte Sonneberg-West nicht. So müssen wir es nehmen, wie es ist.

 

Germania hat Heimrecht. Wie wichtig ist das bei einem Stadtderby?

Popp: Na klar, Heimrecht ist immer ein Vorteil. Insofern hoffen wir auf viele Zuschauer. Mal sehen, wer kommt. Aber viele werden sich vermutlich ins Schwimmbad legen.

Wild: Ja, sicherlich spielt das eine Rolle. Es werden sicher ein paar Zuschauer kommen. Aber meine Jungs werden das Beste versuchen. Ich bin zuversichtlich, dass es ein gutes Spiel wird.


Am Wochenende soll es wieder heiß werden. Was bringt Sie ins Schwitzen, wenn Sie an den kommenden Gegner denken?

Popp: Sonneberg 51 ist ein richtiger Brocken. Wir wissen natürlich um ihre Stärken. Immerhin gab es in der Vergangenheit schon etliche Duelle. Sie sind sehr spielstark, aber ich halte es für ein bisschen verfrüht, aus dem Spiel am Samstag irgendwelche Resümees zu ziehen. Dafür haben wir auch einige Urlauber in unseren Reihen. Wir werden das Spiel eher als Testspiel verstehen. Das Hauptaugenmerk gilt der Liga. Wichtig ist, dass sich keiner der 22 Spieler verletzt und dass bei den Temperaturen keiner ernsthaft in Gefahr gerät. Angesichts der Temperaturen wird es wohl keinen  Hochgeschwindigkeitsfußball, sondern ein eher taktisch geprägtes Spiel geben. Nichtsdestotrotz werden wir eine  schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.

Wild: Sonneberg-West hat eine jüngere, technisch gute Mannschaft. Aber ins Schwitzen? Ich sehe es ganz gelassen. Trotzdem wird es ein Duell auf Augenhöhe. Man muss Sonneberg-West aber auf jeden Fall für ihre Jugendarbeit loben. Sie sind eine der sechs Mannschaften in den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen, die noch eine A-Jugend hat. Bei Sonneberg-West hat man das kontinuierlich gemacht. Ansonsten sieht es bei der Jugendarbeit im Landkreis Sonneberg und Hildburghausen ja generell mau aus. Wir haben auch A-Junioren. Das trägt auch langsam Früchte.

 

Als Germania und die SG 51 zuletzt in der Kreisoberliga aufeinandertrafen, das war in der Saison 2016/17, konnte jeder jeweils einmal 2:1 gewinnen. Wie haben sich Ihre beiden Teams in den letzten zwei Jahren weiterentwickelt?

Popp: Wir haben in den vergangenen Jahren einen Wandel durchlebt. Die Wechsel von Frederic Wohlleben und Max Töpfer nach Steinach sowie Max Züllich zum FC Sonneberg haben uns schon ganz schön wehgetan. Aber letztlich konnten wir die Abgänge doch recht gut kompensieren. In der vergangenen Saison sind wir Fünfter in der Kreisoberliga geworden mit der identischen Punktausbeute wie in der Vorsaison. Wobei wir uns sicherlich ein bisschen mehr erhofft hatten. Angesichts von Verletzungspech und dem ein oder anderen Studenten konnten wir nicht immer konstant mit der gleichen Mannschaft weiter arbeiten. In der neuen Saison werden die erste Mannschaft auch ein paar Junioren verstärken. Auch jetzt am Samstag. Noch etwas gedulden muss sich Nico Schmidt, der weiterhin mit seiner Knie-Kreuzband-Geschichte zu tun hat. Zudem sind Florian Horn und Max Eschrich studienbedingt noch unterwegs.

Wild: Bei uns ging es die letzten drei Jahre immer bergauf. Zuletzt blieb der Erfolg in der Rückrunde aber aus. Deshalb war auch die Stimmung umgeschlagen. Das konnten wir aber kippen. Jetzt ist die Vorfreude groß auf die Kreisoberliga. Wir freuen uns auf die Derbys. Die Mannschaften werden sich nicht viel nehmen.

 

Was haben Sie in den vergangenen Wochen gemacht? Gab es ein Trainingslager?

Popp: Sven Brückner ist jemand, der seine eigenen Visionen hat. Er baut vor allem auf eine hohe Trainingsbeteiligung, um Spielsituationen besser einzustudieren. Ein Trainingslager gab es jetzt aber nicht extra. Und angesichts der hohen Temperaturen haben wir es unter der Woche etwas lockerer angehen lassen.

Wild: Wir hatten bislang vier Wochen Vorbereitung. Die ersten zwei Wochen haben wir viel im Kraft-Ausdauer-Bereich gemacht. Die letzten zwei im Bereich Schnelligkeit und wir haben auch wieder vermehrt Fußball gespielt. Zwei, dreimal haben wir in einem Yogastudio Power Yoga mitgemacht. Je zwei Stunden auf Kraft. Das hat den Jungs sehr gut gefallen und mich begeistert. Das werden wir in der Saison weiterverfolgen und alle zwei Wochen einbauen.

 

Wie sehr verändert der Abstieg der 51er aus der Landesklasse den Charakter des Spiels?

Popp: Die Mannschaft der 51er wird sicherlich nicht jünger, aber ich denke nicht, dass sich der Abstieg auf das Spiel auswirken wird. Wobei ich ehrlich gesagt schon ein bisschen über den Abstieg überrascht war. Qualität für die Landesklasse haben sie meiner Meinung nach.

Wild: Ich denke nicht, dass der Abstieg in den Köpfen noch groß drin ist. Es herrscht eher eine Aufbruchstimmung. Das letzte halbe Jahr konnten wir die Stimmung umkehren.

 

Die Nummer eins in der Spielzeugstadt bleibt der 1. FC Sonneberg 04. Spüren Sie in der Stadt schon das Kribbeln vor der Thüringenliga-Saison?

Popp: Was heißt kribbeln? Ein jeder ist natürlich gespannt, wie sich die Schwarz-Gelben schlagen werden. Es wird sicherlich keine leichte Aufgabe. Denn die Thüringenliga ist nunmal eine ganz andere Hausnummer. Der FC ist schon einmal in dieser Liga gescheitert. Aber mit Gottschalk und Hopf wird es schon spannend zu sehen sein, was ihnen gelingt.

Wild: In Sonneberg ist es schwierig die Leute für Fußball zu begeistern. Für so kleine Vereine ist die Kreisoberliga fast lukrativer – schon allein von den Zuschauerzahlen. Landesklasse und Landesliga sind für mich fast tote Ligen, weil hier bei uns kaum Zuschauer kommen. Früher war das irgendwie anders. Da war noch eine Euphorie da.

 

Zu guter Letzt: Vervollständigen Sie folgenden Satz: „Wir gewinnen, weil ..."

Popp: ... wir unseren Heimvorteil nutzen.

Wild: ... wir es mehr wollen.

Interviews: Carsten Jentzsch und Karsten Tischer

 

Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 26.7.2019

 

Wolfgang Goldbach: „Wir konzentrieren uns auf uns

 

Herr Goldbach, seit dem 1. Juli sind Sie der neue Trainer beim SV 07 Milz. Wie kam es zu dieser Offerte und kennen Sie schon alle Ihre Spieler?

Der Kontakt kam über Markus Arnhold. Er war Spieler bei mir im Nachwuchs in Großbardorf. Seitdem gibt es hier Verbindungen und darüber auch schon längere Zeit Anfragen. Nun hat es sich so ergeben und ich habe in Milz zugesagt. Meine Spieler kenne ich mittlerweile, wenigstens vom Namen. Was ihre Stärken und Schwächen auf und neben dem Fußballplatz sind, lerne ich täglich noch dazu.

 

Neue Station und gleich erfolgreich, könnte man nach dem gewonnenen Raiffeisenpokal titeln.

Das hat die Mannschaft geschafft, nicht ich. Ist aber auch nicht so extrem wichtig. Für uns waren es am Wochenende zwei weitere Vorbereitungsspiele. Ich kenne den Fußball in Südthüringen noch gar nicht. Weder die Ligen noch die Mannschaften. Deshalb gehe ich die neue Aufgabe auch recht unbefangen an. Wir konzentrieren uns auf uns. Und egal bei welcher Mannschaft, Verbesserungen der vorhandenen Möglichkeiten sind definitiv möglich. Das ist auch mein Ansatzpunkt. Deshalb gibt es auch von meiner Seite keine Zielsetzungen. Wir wollen mit der Mannschaft eigentlich jedes Spiel gewinnen, auch wenn das nicht eintreten wird. Allerdings wollen wir schon besser abschneiden als im Vorjahr.

 

Milz ist Ihre erste Trainerstation in Thüringen. Wo waren Sie zuvor als Fußball-Lehrer unterwegs?

Ich bin gebürtiger Frankfurter. Deshalb war das auch zunächst mein Wirkungskreis. Angefangen habe ich bei meinem Heimatverein Alemannia Nied. Danach kam die B-Junioren- Hessenliga mit der SG Höchst. 18 Monate dauerte mein Engagement beim FSV Frankfurt in der Frauen-Bundesliga. Dann kam Rot-Weiß Frankfurt II. Nach meinem Umzug nach Fladungen gab es Stationen in Großbardorf (B-Jugend), Oberfladungen, Burgwallbach und Oberelsbach. Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 23.7.2019

 

 „Auf seine Art ein guter Mensch sein"

 

Marcel Winkler lautet einer der Oldies im Team von Fußball-Kreisoberligist Neuhaus-Schierschnitz. Seinen Torriecher hat der 32-Jährige im fortgeschrittenen Kicker-Alter allerdings längst nicht verloren. Im Interview verrät er, warum die Torjägerkanone in der vergangenen Saison an ihn ging, warum er mit dem Wechsel vom 1. FC Sonneberg zum SV Isolator keinerlei Schwierigkeiten hatte, und warum er keine Idole braucht.

 

Herr Winkler, mit 25 Treffern haben Sie sich in der vergangenen Saison die Torjägerkanone gesichert. Dazu noch einen herzlichen Glückwunsch.

Erstmal herzlichen Dank für die Glückwünsche! Ein Dank geht hier auch an mein Team, das natürlich auch seinen Anteil an dem Titel hatte.

 

Vor dem letzten Spieltag gab es in der Torschützenliste noch einen spannenden Dreikampf. Sie lagen mit Ronny Jauch aus Veilsdorf mit 20 Treffern gleich auf, Tino Luther aus Schönbrunn war mit 19 Toren knapp dahinter. In Oberlind haben Sie dann beim 6:0-Auswärtssieg gleich fünffach getroffen. Anscheinend ist die Mannschaftstaktik aufgegangen.

Für das letzte Spiel gegen Oberlind gab es keine spezielle taktische Ausrichtung, die darauf ausgelegt war, mir die Torjägerkanone zu sichern.  Bei diesem Spiel stand eher im Vordergrund, unserem Verteidiger Steve Gelhaar einen gebührenden Abschied zu bescheren. Das ist aufgrund des bekannten Ergebnisses (Anm. d. Red.: Steve Gelhaar markierte in seinem letzten Spiel auch ein Tor) natürlich voll gelungen. Dass es am Ende auch noch für die Kanone gereicht hat, ist natürlich ein perfekter Abschluss für mich gewesen.

 

Fünf Treffer in einem Spiel: Ist Ihnen das schon je zuvor gelungen?

Ja, tatsächlich und sogar in der Landesklasse, vor ein paar Jahren. Hier war ich noch für den 1. FC Sonneberg aktiv und konnte im Heimspiel gegen Steinbach-Hallenberg gleich fünf Mal einnetzen.

 

Nach Ihrem Wechsel vom 1. FC Sonneberg nach Neuhaus-Schierschnitz haben Sie gleich voll eingeschlagen. Warum klappte es auf Anhieb so gut?

Große Anpassungsschwierigkeiten gab es in Neuhaus nicht. Das Team hat mich von Anfang an super aufgenommen und integriert. Einige Spieler kannte ich auch schon privat. Das hat es mir natürlich noch einfacher gemacht, mich auf der „Biene" einzuleben. Das sind alles super Typen. Da fällt es nicht besonders schwer, seinen Platz in der Mannschaft zu finden.

 

In der letzten Landesklasse-Saison für Sonneberg haben Sie drei Mal getroffen. Nun waren es 25 Buden Für Neuhaus-Schierschnitz in der Kreisoberliga. Wie begründen Sie diesen Quantensprung?

Dass ich in meiner letzten Landesklasse-Saison für Sonneberg nur drei Mal traf, lag zum einen daran, dass ich nur in der Hinrunde aktiv war. Hier wurde ich auch aus personellen Gründen des Öfteren im defensiven Bereich aufgestellt. Entweder auf der Sechser-Position oder als Außenverteidiger. Das erklärt wohl deutlich den Unterschied zur vergangenen Saison mit Neuhaus. Hier habe ich zum einen alle 26 Spiele bestreiten können und zum anderen bin ich bis auf wenige Ausnahmen auch als Sturmspitze aufgelaufen.

 

Zur Winterpause war Ihre Mannschaft noch Tabellenführer in der Kreisoberliga. Am Ende war es Platz drei. War nicht mehr möglich?

Natürlich war unter dem Strich mehr drin. Die Hinrunde ist schon sehr gut gelaufen. Leider hatten wir aber die ganze Saison über immer wieder mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Die vielen und langwierigen Verletzungen haben hier den größten Unterschied ausgemacht. Hinzu kommen noch die üblichen Ausfälle durch beispielsweise Sperren und Urlaub. Irgendwann ist das nur noch schwer aufzufangen. Das hat uns am Ende leider den einen oder anderen Punkt gekostet und uns ist auch etwas die Luft ausgegangen.

 

Ihr alter Verein Sonneberg ist in die Thüringenliga aufgestiegen. Haben Sie die Spiele Ihrer alten Kumpanen noch verfolgt  oder sogar live beobachtet?

Ich freue mich für mein ehemaliges Team. Da ich weiß, dass der Aufstieg auch das angestrebte Ziel der Mannschaft war, gönne ich es Ihnen natürlich auch sehr. Einige Heimspiele konnte ich auch live vor Ort verfolgen. Und was ich hier beobachten konnte, lässt darauf schließen, dass der Aufstieg auch völlig zu recht gelungen ist.

 

Gibt es noch Verbindungen zu ehemaligen Akteuren nach Sonneberg?

Mit einigen Spielern bin ich nach wie vor sehr gut befreundet. Nach fast elf Jahren sind da natürlich Freundschaften entstanden, die auch nach meiner Zeit beim FC noch Bestand haben. Auch weil ich die Kumpels privat regelmäßig treffe.

 

Angeblich soll es Anfragen für einen Wechsel zurück nach Sonneberg gegeben haben.

Offizielle Anfragen für einen Wechsel zurück zum FC gab es keine. Der ein oder andere, mit dem ich auch privat viel in Kontakt stehe, hat natürlich mal nachgefragt, ob ich nicht nochmal Lust darauf hätte. Für mich stand das jedoch nicht zur Debatte und die „Anspielungen" waren auch eher lose von den Jungs.

 

Wo stehen Sonneberg in der Thüringenliga und Neuhaus-Schierschnitz in der Kreisoberliga am Ende der neuen Spielserie?

In der neuen Saison sollte unser Ziel in Neuhaus sein, den dritten Platz auf jeden Fall zu bestätigen. Ich denke, das ist sehr realistisch. Ob es dann vielleicht auch für mehr reicht, wird sich zeigen. Das hängt eben auch von der Quantität und Qualität des Kaders ab, und ob wir vom großen Verletzungspech verschont bleiben. Der große Vorteil hier ist der Zusammenhalt und der Teamgeist der ISO, der schon einige Berge versetzen konnte. Für Sonneberg sollte der Klassenerhalt an erster Stelle stehen. Die Qualität ist definitiv vorhanden und viele Spieler sind von der Erfahrung her sehr gereift – im Gegensatz zur Thüringenligasaison vor ein paar Jahren, als wir direkt wieder absteigen mussten. Das könnte sich diesmal sicherlich positiv auswirken. Persönlich sehe ich das Team sogar im gesicherten Mittelfeld.

 

Wer ist Ihr Lieblingsverein in der Bundesliga und gibt es eigentlich vor einem Spiel oder nach einem Treffer von Ihnen ein bestimmtes Ritual?

Mein Herzensverein ist Borussia Dortmund. Schon seit meiner Kindheit bin ich großer Anhänger des BVB. Gezielte Rituale vor dem Spiel oder nach einem erzielten Tor habe ich so eigentlich nicht. Vielleicht zwei kleine Marotten – ich verlasse hier grundsätzlich als Letzter die Kabine. Das hat sich ein bisschen zur Gewohnheit entwickelt. Und wenn mein Sohn bei den Spielen dabei sein kann, wird er direkt vor dem Spiel noch einmal geherzt. Hier stellt er auch immer die Frage, ob ich heute ein Tor schieße (lacht) .

 

Haben Sie einen Lieblingsspieler oder eine Vorbildfigur?

Ein sportliches Vorbild direkt hatte ich nie. Die Spielweise und Art von Marco Reus gefällt mir jedoch sehr und seine Entwicklung ist enorm beeindruckend. Aber auch Spieler wie Steven Gerrard oder Francesco Totti, die ihre komplette Karriere nur für einen Verein gespielt haben, waren noch echte Typen, die heutzutage ihresgleichen suchen. Außerhalb des Sports ist es etwa gleich. Hier gibt es keine Idole oder Vorbilder. Jeder sollte einfach versuchen, auf seine eigene Art und Weise ein guter Mensch zu sein, ohne danach zu streben, jemanden imitieren zu wollen oder nachzueifern. Interview: awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 22.7.2019

 

Forkels „TSG" und das zweite schwere Jahr

 

Platz acht lautet der Erfolg der Kicker des SV Schleusegrund Schönbrunn in der vergangenen Kreisoberliga-Saison. Vor allem in der Hinserie überrascht das Team von Trainer Dirk Forkel mit offensivem Fußball. Selbst Meister und Aufsteiger   Steinach kennt inzwischen die Gabeler Straße in Schönbrunn. Mit 1:2 zogen die Fellberg-Kicker am sechsten Spieltag den Kürzeren. Im Interview verraten Trainer Forkel und SV-Kapitän Mark-André Möhring, warum das zweite Jahr in der Kreisoberliga schwerer wird, warum die Ansprüche dennoch gestiegen sind und wobei ein Spieler aus Leipzig helfen soll.


Wie schon im vergangenen Jahr bestreitet der SV Schleusegrund Schönbrunn das Eröffnungsspiel der neuen Kreisoberliga-Saison. Sind Sie damit zufrieden oder wäre es nicht auch mal schön gewesen, nicht gleich zu Beginn direkt im Fokus zu stehen?

Dirk Forkel: Also ich hätte das Eröffnungsspiel in Schleusingen nicht unbedingt haben müssen.

 

Ist auch ein starker Gegner, oder?

Forkel: Ein Aufsteiger ist immer motiviert. Wir müssen hoffen, dass uns bis dahin unser bestes Team zur Verfügung steht.

 

In der vergangenen Saison war die Zielstellung der Klassenerhalt. Wie sieht das in Bezug auf die neue Saison aus? Sind die Ansprüche, nach dieser doch sehr souveränen Saison, als Aufsteiger nun höher?

Forkel: Ich habe diesbezüglich die Mannschaft mit ins Boot geholt. Diesmal wollte ich die Zielstellung nicht allein vorgeben, weil ich nicht zu viele Anforderungen stellen will. Deshalb habe ich die Erfahrenen in der Mannschaft gefragt, was sie sich vorgestellt haben. Die Mehrheit hat dann ganz klar gesagt, dass es darum gehen muss, im vorderen Mittelfeld zu landen. Will heißen: Unter den ersten Sieben.

 

Herr Forkel, als Trainer definiert man Erfolg ja nicht ausschließlich über die Platzierung, sondern auch über die Entwicklung der Mannschaft. Wo hat sich das Team Ihrer Ansicht nach weiterentwickelt?

Wir haben uns vor allem in der Defensive weiterentwickelt. Wir sind nicht mehr so toranfällig. Aber zum Ende der Saison hat unsere Entwicklung durch die Ausfälle von drei Leistungsträgern stagniert. Das muss man schon so sagen. Die Hinserie war weitaus besser.

 

Herr Möhring würden Sie sich da als Kapitän anschließen?

Dem Trainer soll man ja eigentlich niemals widersprechen. (kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen)

Ich bin auch der Meinung, dass die Hinrunde wesentlich besser war. Zum Ende hin ist uns dann doch ein bisschen die Luft ausgegangen. Allerdings nicht nur bedingt durch die Ausfälle, sondern auch weil man sich vielleicht ein Stück weit zu sicher war. Meiner Meinung nach war der Ehrgeiz bei dem ein oder anderen nicht mehr so da wie man sich ihn wünscht. In den letzten beiden Spielen haben wir uns dann noch mal besonnen und konnten, nach vier Niederlagen am Stück, noch ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben.

 

Am Ende gab es noch mal ein Unentschieden gegen Erlau und einen 2:0-Erfolg über Sonneberg-West. War zuvor einfach die Spannung raus?

Forkel: Das würde ich so nicht sagen. Rein rechnerisch war ja noch vieles möglich. Aber hätten wir gegen Erlau verloren, dann wäre es noch mal ganz schön eng geworden. Wir hätten uns auf der Zielgeraden einfach untereinander noch mal mehr motivieren müssen.

 

Das soll in der kommenden Saison anders laufen. Für das Vorhaben Top-Sieben ist mit Robin Greiner, Marcel Langenberg, Sebastian Kahl und Marcel Eichhorn unter anderem ein Quartett aus der 1. Kreisklasse Ost nach Schönbrunn gewechselt. Warum vier Spieler, die zwei Ligen unter der Kreisoberliga spielen?

Forkel: Bei diesen Neuzugängen ging es nicht darum, das Kreisoberliga-Team zu stärken. Wir haben eine zweite Mannschaft gegründet. Und in Hinblick auf die zweite Mannschaft haben wir die Jungs aus Schnett geholt.

Mark-André Möhring: Was die Kreisoberliga angeht, haben wir mit Niklas Heß und Jason Beer zwei Jungs aus der Jugend hochgezogen. Und mit Felix Urban und Ahmed Aboumhand verstärken uns zwei externe Spieler.

 

Felix Urban kennt man, kommt von Veilsdorf, 23 Jahre jung, Mittelfeld, hat Kreisoberliga-Erfahrung. Aber wer ist Ahmed Aboumhand?

Möhring: Was Felix angeht, müssen wir schauen, wie er nach seiner Verletzung – gerissenes Kreuzband und gerissener Meniskus – wieder in Gang kommt. Ich bin mir aber sicher, dass er die Lücke im Mittelfeld schließen kann. Bei Ahmed handelt es sich um einen Spieler aus Leipzig.

Forkel: Ahmed ist Marokkaner, lebt seit acht Jahren in Deutschland und hat in Leipzig Elektronik studiert. Mit seinen 31 Jahren fällt er allerdings ein bisschen aus dem Raster.

 

Welche Stärken bringt Ahmed Aboumhand mit?

Er ist ein sehr intelligenter und zweikampfstarker Spieler. Ich sehe ihn primär in der Defensive. Hier haben wir nach wie vor noch Nachholbedarf. In der kommenden Saison sollten es zehn bis fünfzehn Gegentore weniger werden.

 

Wohnt, ich sage jetzt einfach mal Ahmed, ist etwas kürzer, auch in Schönbrunn?

Dirk Forkel: Ja, er wohnt inzwischen in Gießübel und ist als Elektroingenieur in der MEG-Mechanik beschäftigt.

 

Inwiefern ist Ahmed mit höherklassigem Fußball vertraut?

Möhring: Er hat in der ersten Stadtklasse Leipzig gespielt. Das ist schon mit dem Niveau der Kreisoberliga/ Kreisliga vergleichbar.

Forkel: Schwer zu sagen. Ich bin der Meinung, dass in den Städten der technisch bessere Fußball gespielt wird. Ich denke, das es besseres Kreisliga-Niveau ganz gut trifft.

 

Welche Stärken bringen die beiden Eigengewächse Niklas Heß und Jason Beer mit und welche Rolle spielen sie in der ersten Mannschaft?

Forkel: Es sind zwei technisch starke 17-Jährige. Beide haben ihre Stärken im Mittelfeld sowie in der Offensive. Niklas war jetzt aber auch fast ein Jahr verletzt. Er hatte sich den Schienbeinkopf gebrochen. Da muss man jetzt auch schauen, wie er sich entwickelt.

 

Herr Möhring, Sie haben den SV Schleusegrund Schönbrunn mal mit der TSG Hoffenheim verglichen. Wo liegen die Parallelen neben dem niedrigen Altersdurchschnitt?

Möhring: Wir haben zwei Spieler, die über dreißig sind. Alle anderen sind jünger. Das spricht eigentlich schon dafür. Hinzu kommt unsere Philosophie von offensivem, attraktiven Fußball. Das haben wir in den vergangenen zehn Jahren in Schönbrunn gelebt. Insgesamt haben wir in den sechs Jahren viel erreicht. Wir sind von der 2. Kreisklasse in die Kreisoberliga aufgestiegen und haben hier eine mit ein paar Abstrichen gute Saison gespielt. Aber es geht immer weiter. Das zweite Jahr in der Kreisoberliga wird sicherlich schwieriger, weil uns jetzt auch die ein oder andere Mannschaft besser kennt. Aber ich denke, dass wir uns gut vorbereiten und auch mit ein paar neuen Varianten überraschen können.

 

Widerspricht der Trainer dem Kapitän?

Forkel: Nein. Mark hat schon Recht. Das zweite Jahr ist schwieriger. Viele Teams haben dich dann schon irgendwo entschlüsselt. Aber wir arbeiten daran, dass wir noch mehr Varianten im Gepäck haben. Das ist allerdings ein langwieriger Prozess.

 

Was sind die Ziele und Wünsche in Sachen zweite Mannschaft?

Forkel: Unser Spielermaterial war zum Ende der vergangenen Saison schon ziemlich dünn. Deshalb hatten wir beschlossen, eine zweite Mannschaft aufzubauen, um noch mehr Möglichkeiten in der Hinterhand zu haben, wenn wir wieder Verletzungspech haben sollten.

Möhring: Fakt ist: Ich will mit der zweiten Mannschaft raus aus der 2. Kreisklasse und dass sie sich dann vielleicht erst mal in der 1. Kreisklasse etabliert. Beide Mannschaften sollen dann auch parallel trainieren, sodass auch die zweite Elf die Philosophie von Dirk aufnimmt.

Forkel: Das Ganze birgt natürlich auch Risiken. Es kann funktionieren, kann aber auch nach hinten losgehen. Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt.

 

Warum gibt es in Sachen erste Mannschaft keine Neuzugänge von der unmittelbaren Konkurrenz?

Forkel: Wir waren schon an dem ein oder anderen dran, aber das ist eben nicht immer so einfach.

 

Der SV Schleusegrund Schönbrunn besteht auch aus ehemaligen Wintersportlern. Mit Ihnen, Herr Möhring, und Max Holland zwei bekannte Gesichter. Werden sich in Zukunft weitere Wintersportler in Schönbrunn die Fußballschuhe schnüren?

Möhring: Wir sind ja deutlich mehr als zwei Leute mit Wintersportvergangenheit. Wir sind sieben, acht Mann, die beim SV Biberau waren. Wir können froh sein, dass wir den Draht nach Oberhof haben.

Forkel: Wir hoffen immer, dass wir noch ein, zwei dazuholen können.

Möhring: Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 22.7.2019

 


Meng-Hämm-Trio kickt jetzt für den Sportclub

 

Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder hat sich für die kommende Saison die Dienste von gleich drei Spielern des FSV 1999 Mengersgereuth-Hämmern gesichert. Robin Siebenäuger, der bereits von 2013 bis 2016 das rot-schwarze Trikot der Hinterländer trug, soll im Mittelfeld eine zentrale Rolle einnehmen. Neben Siebenäuger verstärken die Zwillinge Tristan und Lois Traut den Sportclub. Effelders Vorsitzender, Tino Schwesinger, sagte zu den Neuzugängen: „Wir freuen uns, dass die drei Spieler freiwillig zu uns gekommen sind. Wir konnten unseren Kader damit verjüngen und verbreitern." Auch Effelders Coach Frank Vogel ist zuversichtlich: „Robin Siebenäuger hat das Zeug, als Spielmacher zu agieren. Tristan und Lois Traut sind gelernte Defensivspieler, doch ich werde sie auch auf anderen Positionen ausprobieren, denn aufgrund ihrer Körpergröße haben sie im Kopfballspiel Vorteile". Den Verein verlassen haben Toni Steiner und Lucas-Zacharias Heinz, die nunmehr bei ihren Stammvereinen FC Blau-Weiß Schalkau und dem SV 08 Steinach spielen werden.

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 17.7.2019

 

Enuta kommt, Haupt hört vorerst auf

Oberlind – Auch bei Fußball-Kreisoberligist SC 06 Oberlind dreht sich in diesem Sommer das Personal-Karussell. So wird Cosmin Enuta den Sportclub in der kommenden Saison verstärken. Der 25-jährige Mittelfeldakteur
wechselt vom oberfränkischen Club 1. FC Altenkunstadt/ Woffendorf nach Oberlind. Kapitän Tino Jäger stellte über die identische Arbeitsstelle den Kontakt zum Offensiv-Allrounder her.
Nicht mehr zur Verfügung stehen wird dagegen Chris Haupt, der nach zahlreichen schweren Verletzungen seine Fußballschuhe vorerst an den Nagel hängt. „Wir bedanken uns bei Chris Haupt für die gezeigten Leistungen
und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg für seine bereits begonnene Laufbahn als Trainer im Jugendbereich", so Oberlinds Fußball-Abteilungsleiter Eric Bischoff. eb
 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 16.7.2019

 

Rückblick Kreisoberliga 2018/19 FW Hildburghausen: Ein Favorit, der keiner war

 

13 von 14 Teams tippten vor der Kreisoberliga-Saison 2018/2019 in Sachen Titel auf den Erlauer SV. Am Ende führte aber kein Weg an der SG Steinach vorbei. Für Aufsehen sorgte hingegen ein Team vom Schleusegrund. Ernüchternd fällt einmal mehr das Fazit aus. Zumindest aus Hildburghäuser Sicht. Denn mit der SG  endhausen/Römhild und Eintracht Hildburghausen II kommen wie schon im Vorjahr die beiden Absteiger aus dem Landkreis Hildburghausen. Während die Kreisstädter nach nur einem einjährigen Intermezzo wieder zurück in die Kreisliga müssen, kickten die Grabfelder zwei Spielzeiten in der höchsten Kreisspielklasse. Am Tabellenende verabschiedete sich die SG Mendhausen/ Römhild mit einigen negativen Rekorden aus der Kreisoberliga.

 

Anders hat man sich die Saison bei Vizemeister Erlau vorgestellt. Vor der Saison mit den Neuzugängen Eggemann (aus Sachsenbrunn) und Pilz (Suhler SV) noch als Geheimfavorit gehandelt, kamen die Grün-Weißen in der Endabrechnung nur auf dem zweiten Platz ein. Am Ende hatten sie sogar 13 Punkte Rückstand auf Meister Steinach. Ausschlaggebend hierfür war die durchwachsene Auswärtsbilanz, die mit jeweils fünf Siegen und Niederlagen bei drei weiteren Unentschieden und somit 18 Punkten nur ausgeglichen war. Auch die beiden Punkteteilungen gegen die Kellerkinder aus Mendhausen/ Römhild und Milz waren so nicht eingeplant.

 

Ganz anders lief die Saison für die Fellberg-Kicker aus Steinach. Ging es zu Beginn der Rückrunde noch äußerst spannend zu – mit Neuhaus-Schierschnitz, Erlau, Sonneberg-West, Haina und Steinach, die in dieser Reihenfolge lediglich durch zwei Pünktchen voneinander getrennt waren –, bestimmten sie im Laufe der zweiten Saisonhälfte das Geschehen maßgeblich und ballerten sich förmlich in die Landesklasse. Nach dem letztjährigen Abstieg ist den Steinachern, die zu Beginn des Jahres von Trainerduo Daniel Meyer und Christian Häusler geleitet wurden, damit das schwierige Projekt „sofortiger Wiederaufstieg" geglückt. Mit 13 Siegen in 14 Begegnungen waren die Fellberg-Kicker von der Konkurrenz nicht mehr aufzuhalten. Den einzigen Dämpfer gab es im Nachholspiel zu Ostern mit der 0:2-Niederlage in Sonneberg-West.

Zudem darf sich der amtierende Meister, der auch das Pokalfinale mit 3:0 gegen Oberlind für sich entscheiden konnte, trotz 3:4-Niederlage im Supercup „Triple-Sieger" schimpfen lassen. Der Grund: Max Rädlein, der mit einer Auswahl der   Kreisoberliga Südthüringen gerade gegen die Steinacher gewonnen hatte, übergab den Pokal gleich nach dem Spiel den Steinachern. Den – nach dem Wirrwarr vor dem Cup – für viele einzig wahren Super-Cup-Sieger. 

 

Mit ebenfalls 45 Punkten, aber mit der um acht Treffer schlechteren Tordifferenz, belegt Neuhaus-Schierschnitz den Bronzeplatz. Der ISO-Mannschaft ging am Ende der Saison etwas die Puste aus. Aus den letzten sieben Begegnungen holten sie von 21 möglichen Zählern nur acht Punkte. Der Tabellendritte hatte mit dem Torschützenkönig Marcel Winkler (25 Treffer) und mit Martin Gelbricht (Platz vier der Torschützenliste mit 19 Buden) ein treffsicheres Duo in seinen Reihen. Beide erzielten mit ihren 44 Toren genau zwei Drittel aller Treffer der Schierschnitzer.

 

Gleich um fünf Ränge – von Platz 9 zur Winterpause (19 Punkte aus 15 Spielen) bis auf Position vier am Spieljahresende – konnte sich die SG Goßmannsrod/Oberland noch verbessern. Aus den restlichen elf Begegnungen konnten sie 23 Punkte erkämpfen.

 

Die Westler aus Sonneberg können mit ihrer Endplatzierung sehr zufrieden sein. Wie schon im Vorjahr erreichten die Bettelhecker den fünften Rang. Dabei kamen sie auch heuer wieder auf 41 Punkte. Und auch die Trefferausbeute ist mit 51:40 gegenüber 54:41 fast gleich.

 

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von zehn Siegen, sechs Unentschieden und zehn Niederlagen kam die SG  Veilsdorf/Heßberg auf den sechsten Platz. Besonders schmerzlich waren die beiden Derbyniederlagen gegen den Aufsteiger aus Hildburghausen und das 3:7 gegen den Ortsnachbarn aus Goßmannsrod. Lichtblicke waren der Heimsieg gegen Erlau und gleich vier Punkte aus den Duellen gegen Neuhaus-Schierschnitz.

 

Seinen Platz aus dem Vorjahr konnte der SC 09 Effelder verteidigen. Erneut war es in der Abschlusstabelle der siebte Platz. Danach sah es lange Zeit allerdings nicht aus. Denn nach der Vorrunde rangierten die 09er mit elf Punkten auf dem  vorletzten Platz. Diese Punkteausbeute konnten sie in der Rückrunde mit 24 Zählern mehr als verdoppeln.

 

Auf den Plätzen acht bis zehn liegt ein Hildburghäuser Trio mit jeweils 34 Punkten. Position acht geht an den SV Schleusegrund Schönbrunn. Die Mannschaft von Trainer Dirk Forkel ist somit auch der bestplatzierte Aufsteiger.

 

Aus der Spitzengruppe zur Winterpause bis auf Position neun wurde der Hainaer SV durchgereicht. Der Grund waren zwei völlig unterschiedliche Spielserien. In der Vorrunde kamen die Grabfelder mit 25 Punkten auf den zweiten Platz. In der Rückrunde bedeuteten die neun Punkte dagegen den vorletzten Rang. Im Kalenderjahr 2019 erspielte sich der HSV ganze sechs magere Punkte – das schlechteste Ergebnis aller 14 Teams. Und die Grabfelder haben dann sogar die letzten neun Punktspiele am Stück verloren. Sicherlich spielte dabei auch das Verletzungspech in der Rückrunde eine Rolle. Hinzu kamen allerdings auch unnötige Spielsperren.

 

Der Kreisoberliga-Dino vom SV 08 Westhausen behauptete am Ende Platz zehn. Damit hält der negative Trend der vergangenen Jahre bei den Unterländern an. Über Platz vier vor drei Jahren und zwei Mal Rang acht war es heuer der erste zweistellige Rang. Als kleine Entschuldigung muss man aber anführen, dass die Westhäuser fast die ganze Saison ihre Heimspiele nicht auf ihrem Hauptplatz austragen konnten. Sie mussten auf den Waldsportplatz und nach Gompertshausen ausweichen.

 

Wie schon im Vorjahr konnte sich der SC 06 Oberlind wieder über den Strich retten. Siege in Mendhausen/ Römhild und in Haina sowie vor den eigenen Fans gegen Hildburghausen II bedeuteten den Klassenerhalt. Auffällig bei den Rand-Sonnebergern ist die Diskrepanz zwischen der Heimund Auswärtsbilanz. Zu Hause kamen sie gerade mal auf elf Punkte. In der Fremde können sie mit 18 Punkten eine ausgeglichene Bilanz vorweisen.

 

Auf den Relegationsplatz und somit in ein Entscheidungsspiel gegen Häselrieth konnte sich der SV 07 Milz noch retten. Das dramatische Ende mit dem Klassenerhalt ist ja hinlänglich bekannt. Der scheidende Trainer Frank Sommer hat es treffend umschrieben: „Wir haben uns am Ende einer beschissenen Saison noch belohnt."

 

Der zweite Aufsteiger Hildburghausen II kam eigentlich gut in die Serie. Nach fünf Spieltagen behauptete der Neuling den zweiten Rang, zur Winterpause war es immerhin noch Position zehn. Aber danach ging es stetig bergab – am Ende sogar zurück in die Kreisliga. Die kleine Eintracht tat sich vor allem gegenüber den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf schwer. Null Punkte gegen Milz, ein Zähler gegen Oberlind und drei Punkte gegen Mendhausen/Römhild waren hier deutlich zu wenig.

 

Für Mendhausen/Römhild war die letztjährige Kreisoberliga-Saison eine Nummer zu groß. Die Grabfelder befanden sich durchweg im Abstiegskampf. Mit Beginn der Rückrunde dümpelten sie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sechs Spieltage vor Saisonende übernahmen sie die Rote Laterne. Der junge Trainer Marcus Arnhold versuchte viel, vielleicht zu viel. Die ständig wechselnden Aufstellungen bei der Suche nach dem Erfolg taten der Mannschaft nicht gut. Mit der schlechtesten Heimbilanz (zehn Punkte) und auch nur neun Punkten in der Fremde ging es zurück in die Kreisliga.

 

Die frei gewordenen Plätze in der Kreisoberliga werden im neuen Spieljahr von Kreisliga-Aufsteiger SC 07 Schleusingen und den beiden Landesklasse- Absteigern SG 51 Sonneberg sowie SG Sachsenbrunn/Crock eingenommen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.7.2019