www.sonneberg-west.de

 
 

Börner kritisiert Thüringens Sportminister

 

Sonneberg/Hetschbach – Noch vor der gestrigen Videokonferenz des Spielausschusses im Thüringer Fußballverband (TFV) hat Dittmar Börner im Namen des Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen einen offenen Brief veröffentlicht und dabei den Landessportbund (LSB) „im Allgemeinen und den Thüringer Fußballverband als größten Verband im LSB im Besonderen" ermahnt, bei der Landesregierung eine Perspektive für den Wiedereinstieg in den Vereinssport einzufordern.

„Wir brauchen jetzt eine Öffnungsperspektive, ab wann der Vereinssport wieder ausgeübt werden kann. Für die Gesundheit unserer Bevölkerung ist es höchste Zeit, dass wieder Sport im Verein stattfinden kann", schreibt der Hetschbacher und erinnert: „Schon letztes Jahr hat der organisierte Sport bewiesen, dass seine Hygienekonzepte von den Sportlern befolgt werden. Disziplin gehört zum Sport dazu." Für ihn sei es nicht hinnehmbar, dass der Thüringer Sportminister Holter aussagt: „Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, den Breiten- und Vereinssport in größerem Umfang zu erlauben."

 

Neben der fehlenden Öffnungsperspektive bereite dem KFA der zunehmende Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen große Sorgen. Dieser Mangel hätte durch die erhöhte Bildschirmzeit aufgrund digitalen Distanzunterrichts und der massiven Erhöhung der digitalen Freizeitaktivitäten exorbitant zugenommen. Börner warnt: „Eine große Zunahme an übergewichtigen Kindern, massive psychische Probleme und die Erhöhung von Krankheitsrisiken im späteren Leben können Folgen sein. Deswegen ist es gerade für Kinder und Jugendliche immens wichtig, dass der Sportbetrieb so schnell als möglich wieder anläuft." Die wirtschaftlichen Einbußen stellen Vereine und Sportfachverbände zunehmend auch vor erhebliche finanzielle Probleme. Darum fordere der KFA „die kurzfristige Erarbeitung eines konstruktiven Öffnungsplanes." Sport sei nun auch mal Lebensqualität, betont Börner. Rd 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg und Hildburghausen vom 24.2.2021

 


Geringe Ansteckungsgefahr: DFB-Appell für Rückkehr des Amateursports

 

Frankfurt/Erfurt – Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht. In einem Appell betonten sie die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports, teilte der DFB mit. „Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben", hieß es. Mit ihrem Appell unterstützen die Funktionäre der Landesverbände den offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und -Vizepräsident Rainer Koch, den sie an alle 24 500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Darin betonten sie, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in allen Entscheidungen berücksichtigt werden müssten und nicht abgehängt werden dürften. Im Rahmen einer Konferenz hatte Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem Spieler, der der Ansteckung mit dem Coronavirus verdächtigt war, analysiert. Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler in Partien oder im Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos für andere Spieler. Dabei wurde festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel „nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht", sagte Meyer. Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeige laut Verband eine laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen hätten rund 50 000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon seien Mitglied in einem Fußballklub. 98 Prozent der bisher Befragten hätten angegeben, den Amateurfußball und ihren Verein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren. Dpa

 

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 24.2.2021

 

 

Am 30. Juni ist Schluss

 

Erfurt – Der Thüringer Fußballverband (TFV) hat festgelegt, dass der Spielbetrieb für die Saison 2020/21 definitiv am 30. Juni sowohl im Männer- als auch im Frauen- und Nachwuchsbereich beendet sein muss. Darauf einigten sich der TFV-Vizepräsident Bertram Schreiber sowie die Vorsitzenden des Spielausschusses (Sven Wenzel), des Jugendausschusses (Christopher Graßmuck), des Schiedsrichterausschusses (Burkhard Pleßke) sowie des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball (Anja Kirchner) in einer Videokonferenz am Dienstag. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 17.2.2021

 

Richtungsweisende Frist: 1. April

 

Die Nachwuchs-Kicker im Landkreis sehnen sich nach gemeinsamen Sport- Erlebnissen. Mittels Videokonferenz prüft der Fußballverband nun, wie und ob ab Ostern wieder gespielt werden kann. 

Sonneberg – Ob in der Kreisstadt, in Neuhaus-Schierschnitz, in Steinach, Schalkau, Bettelhecken oder Oberlind – überall im Landkreis möchten die Nachwuchsfußballer endlich wieder gemeinsam an die Luft. So groß wie der Bewegungsdrang der Heranwachsenden ist, so groß die Sorge der Trainer und Übungsleiter, dass die Schützlinge die neue, die bequemere (Corona-)Welt schätzen gelernt haben und nicht mehr fighten, nicht mehr schwitzen, gar nicht mehr trainieren wollen. Ein Signal fehlt, diesem vermeintlichen Trend entgegenzusteuern. In der jüngsten Videokonferenz der Nachwuchsverantwortlichen des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) und einer weiteren mit den Jugendobleuten der Kreisfußballausschüsse (KFA) wurden nun auch für die Nachwuchsfußballer im Freistaat mehrere Szenarien erarbeitet, wann und unter welchen Umständen man wieder in den Wettkampfbetrieb zurückkehren könnte. Außerdem trafen die Verantwortlichen einige Festlegungen, welche auch natürlich immer unter dem Vorbehalt der politischen Entscheidungen stehen.

Ein verbindlicher Termin zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs kann derzeit nicht definiert werden, jedoch ist das Ziel mit dem 1. bis 5. April, dem Osterwochenende, angepeilt. Eine Vorlaufzeit bis zur Wiederaufnahme soll analog dem Erwachsenenbereich drei bis vier Wochen betragen. Die Nachwuchsverantwortlichen sind bestrebt, diese Saison in die Wertung zu bekommen, also mehr als 50 Prozent der Saisonspiele (Hinrunde plus ein Spiel) zu absolvieren. Auch Feiertage wie Ostern, der 1. Mai, Himmelfahrt oder Pfingsten sollen dafür als Spieltermine genutzt werden. Die Aufnahme des Spielbetriebs wird mit den Nachholspielen in beiden Wettbewerben beginnen, ehe die ausgefallenen Spieltage vom November und Dezember ausgetragen werden. Der zu absolvierende Rückrundenspieltag wird gelost. Patrick Marr, der Verantwortliche für den Nachwuchsspielbetrieb auf Landesebene, zieht eine positive Bilanz der Videoberatungen, an denen er federführend beteiligt war. „In der ersten Videokonferenz unter den Spielleitern, zusammen mit Peter Ott, dem Vorsitzenden des Jugendausschusses, und dem verantwortlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Thüringer Fußballverbandes, Hendrik Olbrisch, ging es zunächst darum, dass wir uns ähnlich dem Männerbereich abstimmen, unter welchen Bedingungen wir einen Spielbetrieb aufnehmen können, falls die Politik uns die Möglichkeit dazu gibt. Wichtig war hierbei, dass wir mindestens zwei Rahmenspielpläne vorbereiten, je nachdem wann wir wieder dürfen", erläutert er. „Dazu beschlossen wir , dass es in diesem Jahr keine Aufstiegsspiele zwischen den Kreisen für den Aufstieg in die Verbandsliga geben wird. Dieser Wunsch oder zumindest eine zeitliche Verschiebung dieser Spiele nach hinten wurde uns bereits zuvor von den Jugendobleuten mitgeteilt. Meinen beiden erarbeiteten Vorschlägen wurde mit kleinen Änderungen oder Ergänzungen zugestimmt." Marr berichtet außerdem, dass es eine weitere Videokonferenz gegeben habe, die auf Wunsch der Kreisfachausschüsse initiiert wurde. „Die KFA wünschten sich Informationen über unseren Weg bis zur Wiederaufnahme. Aufgrund unterschiedlicher Staffelgrößen im Kreis- und Landesspielbetrieb ist es nicht möglich, einheitlich zu verfahren. Grundsätzliche Fragen, wie Spieltermine an Feiertagen, eventuelle Verlängerung der Saison, wurden miteinander besprochen", so Marr weiter. „Einig war sich die Runde natürlich hinsichtlich der Frage, dass die Entscheidung der politischen Gremien die große Unbekannte derzeit ist und man im Augenblick nur hoffen kann, dass ein Re-Start noch rechtzeitig erfolgen kann, um die Spielzeit in die Wertung zu bekommen."

In diesem Zusammenhang wird auch eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni 2021 hinaus in Erwägung gezogen, allerdings bis spätestens zum 17./18. Juli. Spielberechtigt wären nur Akteure der Saison 2020/21. Eine weitere Festlegung sei zum Landespokal getroffen worden, der zur weiteren Austragung kommen soll, wenn zum Wunschtermin der Verantwortlichen wieder mit dem Spielbetrieb begonnen werden könne. Verzögert sich der Beginn einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs, muss der Re-Start zwingend noch im April liegen, um eine Saisonwertung zu erreichen, allerdings ohne den Pokalwettbewerb. Aufgrund bisher fehlender Entscheidungen im Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), zum Beispiel Auf- und Abstieg in die oder aus der Regionalliga und Meldefristen sowie das Warten auf weitere politische Entscheidungen durch Bund und Land stehen alle Festlegungen natürlich unter Vorbehalt. „Der Beschluss zum Verzicht auf die Aufstiegsspiele in die Verbandsliga beinhaltet die Festlegung, dass die KFA berechtigt werden, unter Maßgabe der Satzung und Ordnung in jeder Altersklasse eine aufstiegsberechtigte Mannschaft zu melden", teilte Marr weiter mit. „Der Meldetermin hierfür ist der 12. Juli 2021." Der Blick bei den Thüringer Nachwuchs- Verantwortlichen geht aber auch schon weiter in die Zukunft. Als ein möglicher Spieljahresbeginn der Saison 2021/22 wird der 4./5. September ins Auge gefasst. Sollten Hallenlandesmeisterschaften im Futsal durchführbar sein, so werden sie ab dem 15. Januar kommenden Jahres auf Landesebene stattfinden. „Bezüglich der Festlegungen und der Erstellung eines Rahmenspielplans für die kommende Saison haben wir vereinbart, dass bis spätestens 12. Februar 2021 eine Onlineumfrage für die Vereine gestartet wird, um diese auf dem sicher nicht einfachen Weg mitzunehmen. Gleichzeitig erhalten unsere Vereine, neben der Beantwortung der Fragen zum Spielbetrieb, den Staffelgrößen 2021/22 oder dem Modus, auch die Möglichkeit, Vorschläge, Gedanken und Informationen mitzuteilen", so Patrick Marr.

  

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 9.2.2021

 

Mögliche Fortsetzung im Nachwuchs

 

Die Nachwuchsspielkommission des Thüringer Fußball- Verbandes (TFV) hat einige Überlegungen veröffentlicht, wie die Punktspielsaison 2020/21 fortgesetzt werden könnte. Sie waren zuvor auf Videokonferenzen mit Nachwuchsverantwortlichen des TFV bzw. mit den Vorsitzenden der KFA-Jugendausschüsse besprochen worden.

Ziel ist es, den Spielbetrieb am Osterwochenende wieder aufzunehmen, sofern das die dann geltenden staatlichen Vorgaben zulassen. Dem soll eine drei- bis vierwöchige Vorbereitungszeit vorgeschaltet werden. Es soll dabei zunächst Nachholspiele geben, ehe die beiden im November und Dezember ausgefallenen Spieltage neu angesetzt werden.

Nach Ostern sollen dann auch alle weiteren in Frage kommenden Feiertage für Spiele im Nachwuchsbereich genutzt werden. Da die Saison unbedingt gewertet werden soll, müssen, um eine Quotientenregel anwenden zu können, mindestens die Hinrunde und ein Rückrundenspieltag ausgetragen sein. Um das zu schaffen, soll die Saison notfalls bis spätestens 17./18. Juli verlängert werden, mit den Spielberechtigungen für 2020/21. Der noch zu absolvierende Rückrundenspieltag wäre aber nicht der regulär auf die Hinrunde folgende, sondern er soll ausgelost werden.

Es wurde zudem klargestellt, dass der Re-Start für den Nachwuchsfußball zwingend noch im April liegen müsse, um eine Wertung der Saison noch vornehmen zu können. Wenn das erst nach Ostern möglich ist, muss auf den Pokalwettbewerb verzichtet werden. rd/ger

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 29.1.2021

 

Fußball: Punktspiele wieder ab Ostern?

 

Erfurt – Der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) hat im Rahmen einer virtuellen Konferenz die Themen besprochen, die den Amateurfußballern unter den Nägeln brennen. Ein verbindlicher Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs konnte aufgrund der Corona-Lage nicht genannt werden. Man verständigte sich jedoch darauf, den Neustart der Pflichtspiele zum Osterwochenende (Anfang April) anzustreben, sofern es die Rahmenbedingungen erlauben. Für das Training der Mannschaften wird mit vier Wochen Vorlaufzeit geplant. Das Ziel des Landesverbandes lautet weiterhin, mehr als die Hälfte der angesetzten Spieltage durchzuführen – nur dann kann die Spielzeit 2020/21 gewertet werden. Playoff-Runden zur Ermittlung von Auf- und Absteigern sieht der TFV aus Termingründen als nicht realisierbar an. Dass die aktuelle Saison über den 30. Juni hinaus verlängert wird, ist nicht geplant, um Auswirkungen auf die Folgesaison zu vermeiden. Klar ist allerdings auch: Sollte eine Spielaufnahme im April nicht möglich sein, muss die Möglichkeit eines Saisonabbruchs geprüft werden. hag/ulk

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 28.1.2021

  

Der Obmann fragt den Arzt

 

Wie lange muss die Vorlaufzeit sein, ehe nach dem Trainingsbeginn die Punktspiele im Fußball wieder aufgenommen werden können?

Erfurt. Nicht nur die Bundesregierung holt sich, bevor sie Entscheidungen über Maßnahmen zum Infektionsschutz in Zeiten von Covid-19 trifft, Rat bei Experten ein. Auch der Thüringer Fußball-Verband (TFV) hat dies nun getan. Sven Wenzel, der Vorsitzende des Spielausschusses des Verbandes, traf sich mit Dr. Peter Ullmann in der Sportklinik Erfurt um Urbicher Kreuz. Wenzel wollte vom Facharzt für Orthopädie, der unter anderem dem Thüringer Sportärztebund (TSÄB) angehört und bei dem schon viele Thüringer Fußballer und auch Leichtathleten medizinisch behandelt worden waren, vor allem wissen, welche Vorlaufzeiten Mannschaften überhaupt benötigen, um den Pflichtspielbetrieb wieder aufzunehmen. Aber der TFV-Spielobmann stellte auch Fragen zur Vorbereitung auf die weiteren Saisonspiele, um die Verletzungsgefahr nach der Spiel- und Trainingspause zu minimieren.

Dr. Ullmann erläuterte, dass dies von verschiedenen Faktoren abhängig sei. So müsse man sowohl die Altersgruppe als auch die Bindung zwischen Trainer und Spieler während der fußballlosen Zeit berücksichtigen. Ohne eine solche Bindung, das heißt, ohne individuelle Trainingsprogramme, rät der bekannte Erfurter Sportmediziner zu einer Vorlaufzeit für den Erwachsenenbereich von wenigstens sechs Wochen, um zunächst die Grundlagen für fußballspezifisches Training zu schaffen.

 

Vier Wochen reichen

Mit einer Bindung zwischen Trainern und Spielern reiche in seinen Augen eine Vorbereitung von mindestens vier Wochen aus. Was den Kleinfeldbereich im Nachwuchs beträfe, könne die Zeit zwischen Trainingsstart und erstem Punktspiel auch kürzer sein.

Wenzel sprach in einer weiteren Telefon- und Videokonferenz mit seinem Spielausschuss auch über die Empfehlungen von Dr. Peter Ullmann. „Natürlich können dabei noch keine Entscheidungen getroffen werden, da es ja keinen exakten Zeitpunkt für die Rückkehr auf die Sportplätze gibt", dämpfte der Initiator des Gesprächs mit dem Experten aus der Landeshauptstadt allzu große Erwartungen.

„Wir kommen da jetzt erst mal nicht mehr weiter und haben deshalb entschieden, uns erst nach dem 25. Januar wieder zu beraten", sagt Spielausschuss-Chef Sven Wenzel gegenüber FuPa Thüringen. Die verschiedenen Szenarien (Quotientenregel oder Play-Off) für unterschiedliche Startzeitpunkte wurden bereits besprochen und die entsprechenden Möglichkeiten durchgespielt. Doch egal, ob im März oder April die Saison starten kann: „Fakt ist, wir kriegen die Saison nicht fertig", so Wenzel.

Die Zielstellung ist eindeutig, dass der Fokus zunächst auf der Komplettierung der Hinrunde liegen muss. Nun Druck auf eine schnelle Entscheidung im Januar zu machen, habe zudem wenig Sinn. „Es bringt nichts, Entscheidungen zu treffen, die immer wieder angepasst werden müssen." So ist bei den Funktionären und nicht zuletzt auch bei Vereinen und Spielern erst mal weiterhin Geduld gefragt, bis nächste politische Entscheidungen folgen und Tendenzen absehbar sind.

 

Die nächste virtuelle Beratung des Spielausschusses mit den Ligavertretern findet am 26. Januar statt. red

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 20.1.2021

 

 

TFV hat verschiedene Szenarien im Blick

 
Wann wird wieder Fußball gespielt in Thüringen? Und welche sportlichen Lösungen könnte es geben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Verband.

 

Erfurt – Der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) informiert am Mittwochabend über eine Telefon- und Videokonferenz mit einigen Vertretern von Thüringenliga und Landesklasse. In ihr wurden weitere Strategien für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs entwickelt. Fakt ist: Die mögliche Saisonfortsetzung ist von Entscheidungen der Politik abhängig. Folgende Punkte wurden abgestimmt:

- Ein Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs kann weiterhin nicht festgelegt werden, einen Start im Januar wird es nicht geben können.

- Für Anfang Januar ist nach Festlegung der Politik zum aktuellen Lockdown und nachfolgenden Regelungen eine weitere Videokonferenz geplant.

- Es besteht Einigkeit, dass auf Grund der nun schon über zwei Monate anhaltenden Spielpause eine Vorlaufzeit von angedachten zwei Wochen nicht ausreichen wird.

- Weiterhin bleibt es beim ersten Teilziel, die Hinrunde zu beenden.

- Die Aufnahme des Spielbetriebs wird mit den ersten gemeinsam ausgefallenen Spieltagen des Novembers erfolgen. Die Saison 2020/21 soll bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen werden, eine Verlängerung ist in Bezug auf die Folgesaison nicht geplant. Es wird keine kurzfristige Festlegung zum Saisonende geben (Spielmodus). Die erfolgt erst, wenn der Termin der Wiederaufnahme greifbar ist und abzusehen ist, wie viele Spieltage zur Verfügung stehen. Hierfür wurden vier Modelle besprochen:

- Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Februar, März beziehungsweise April

- Saison nach Quotientenregelung bis Ende Juni spielen

- Playoff-Modus möglichst in zwei Gruppen

- nur Hinrunde plus ein Spieltag – zur Wertung nach Spielordnung § 11 Ziffer 4.

 

Im Januar soll es weitere Abstimmungen geben zu:

- einzelne Mannschaften in Quarantäne bzw. Platzsperren

- Spiele ohne Zuschauer

 - Doppelspieltage bzw. Wochentagsspiele

 

Der Pokalwettbewerb ist gekoppelt an die Möglichkeiten, welche auch seitens des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) für die Terminfindung in Regionalliga und Oberliga bestehen. Der Spielbetrieb

in der Regionalliga Nordost soll derweil gleichfalls bis zum 31. Januar 2021 ruhen. Das teilte der NOFV mit. Einigkeit herrscht darüber, die Saison möglichst sportlich fortzuführen und zu werten.

Den Kreis-Fußballausschüssen (KFA) wird empfohlen, ähnlich zu verfahren. Der TFV-Spielausschuss wird am 28. Dezember mit den KFA-Vertretern eine weitere Videokonferenz durchführen. ger/rd

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 18.12.2020



Fast fit für den Neustart im Januar

 

Dass die Bälle ruhen auf den Amateur-Sportplätzen, ist auch angesichts der Witterung klar. Für den Nachwuchs könnte es aber unerwartet früh weitergehen. Der Fußballverband nennt sogar ein Datum.

 

Sonneberg – Die Meldung des Thüringer Fußballverbandes (TFV) vom vergangenen Montag kam nicht überraschend: Angesichts der allgemein bekannten Corona-Lage ruhe auch der Landesspielbetrieb im Nachwuchs zunächst bis zum 31. Dezember 2020. Das war zu erwarten gewesen. Neu indes ist die Ankündigung, dass eine „Rückkehr in die Wettkämpfe am 16./17. Januar 2021 geplant" sei. Die Nachwuchsspielkommission hatte die Vereine am vergangenen Montag über die Entscheidung, den Spielbetrieb auf Landesebene auszusetzen, informiert – übrigens unterzeichnet vom Kommissionsvorsitzenden Patrick Marr (Meiningen). „Auf der Grundlage der politischen Entscheidungen von Bund und Ländern in den vergangenen Tagen und den beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat die Nachwuchsspielkommission des Thüringer Fußball-Verbandes in Verbindung mit dem Jugendausschuss entschieden, dass der Spielbetrieb in den Nachwuchsspielklassen (Verbandsligen A- bis D- Junioren) zunächst bis zum 31. Dezember ruht", heißt es.

 

Vorrang für Sonneberger

Bezüglich einer möglichen Fortsetzung des Spielbetriebes im kommenden Jahr stünden die Entscheidungsträger im regelmäßigen Kontakt, um unter Beachtung der politischen Entscheidungen und behördlichen Verfügungslagen den Spielbetrieb bei positiven Veränderungen der Pandemieentwicklung zu reaktivieren, informiert Marr und meint: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass die Saison möglichst ordnungsgemäß gespielt werden kann. Dazu werden wir auch alle Möglichkeiten ausschöpfen, wie zum Beispiel eine erneute Änderung im Rahmenspielplan. Sollte die Möglichkeit bestehen, im Januar in den Wettkampfbetrieb zurückkehren zu können, werden wir ab dem Wochenende 16./17. Januar 2021 die bisher ausgefallenen Partien spielen." Doch angesichts der schon jetzt zahlreichen Ausfälle wird ein Frühstart fast nicht ausreichen, um alles aufzuholen. Darum „werden wir auch im kommenden Frühjahr die Möglichkeit nutzen müssen, in den Ferien oder an Feiertagen zu spielen", heißt es weiter. Der Verband sieht aber aufgrund der Verringerung der Staffelgrößen im Nachwuchsbereich vor der aktuellen Spielzeit immer noch „die Chance zur Durchführung einer ordnungsgemäßen Saison". Dies werde aber nur in enger Zusammenarbeit zwischen den Spielleitern und den Vereinen möglich sein. Gerade der Landkreis Sonneberg ist auch schon ohne Corona in den kalten und nassen Monaten oft von Platzsperrungen und Spielabsagen aufgrund der Witterung betroffen. Einen Hoffnungsfunken gibt es da in Sonneberg, denn noch in diesem Jahr soll der Kunstrasenplatz im Stadion bespielbar sein. Am Donnerstag informierte Holger Scheler vom Bauamt der Stadt auf Nachfrage, dass der Kunstrasen bereits verlegt sei und derzeit an den Anlagen um den Platz gewerkelt werde. „Der Belag liegt drauf; er ist gerichtet und gezogen worden", meldet Scheler Vollzug und ergänzt: „Es soll ja nächste Woche wärmer werden. Da könnte der Platz noch mit Sand verfüllt und eingekehrt werden", hofft er. Vorausgesetzt natürlich, der Schnee schmelze weg. Die Zielstellung, „bis Weihnachten fertig zu sein", scheint durchaus machbar zu sein. Dann hätte der Landkreis neben dem Kunstrasen in der Steinacher Talstraße ein weiteres Schlechtwettergeläuf. Aber auch wirklich für alle?

Da drückt Holger Scheler auf die Euphoriebremse. „Vorrang haben hier erst einmal die Sonneberger Mannschaften", stellt er klar. Summa summarum seien das bis in die untersten Spiel- und Altersklassen immerhin etwa 70 Mannschaften. Und die „müssten sich dann eben von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 20 Uhr, einigen", hofft Scheler, wobei nicht alle Mannschaften an einem Wochenende zum Zuge kommen können, kommen müssen. Schließlich gebe es Auswärtsspiele, und die unteren Klassen seien eh zahlenmäßig so klein, dass hier kaum Nachholspiele im Winter nötig seien. Natürlich hätten auch stadtfremde Vereine nach Absprache die Möglichkeit, den Kunstrasen zu betreten, dann allerdings nicht entgeltfrei.

 

Ein kleines Pferdefüßchen müssten dann aber auch die Sonneberger Kunstrasenplatz-Nutzer im strengen Winter akzeptieren, will Scheler nicht unerwähnt lassen: „Genauso wie in Steinach wird ein schneebedeckter Kunstrasenplatz nicht maschinell beräumt." Fri

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 4.12.2020

 

 

Angemerkt

 

Zum Playoff-Modus im Fußballkreis Südthüringen

 

Von Carsten Jentzsch

 

Voll im Soll

 

Zwei Spieltage, insgesamt 16 Spiele, darunter neun Nachholbegegnungen, die allein in der Kreisoberliga Südthüringen wegen der Witterung, Corona sowie anderen Virus-unabhängigen Gründen aufgelaufen sind. Und dann wäre da ja auch noch die 2. Hauptrunde im Kreispokal. Das ist eine Menge Holz, die in diesem Jahr nicht mehr verfeuert werden darf. Ungemütlich dürfte es für die Verantwortlichen des hiesigen Kreisfußballausschusses (KFA) allerdings nicht werden. Zumindest was den Terminplan angeht. Immerhin haben die KFA-Verantwortlichen vorgesorgt. So wird die Rückrunde der Saison 2020/2021 in Kreisoberliga und Kreisliga im Playoff-Modus ausgetragen. Lediglich in den Kreisklassen wird aufgrund der geringeren Anzahl an Mannschaften eine normale Saison absolviert. Und so bekommt KFA-Chef Börner auch keine kalten Füße, obwohl selbst der Südthüringer Fußball-Ofen seit November nicht mehr heizen darf. Stattdessen gibt sich der Veilsdorfer in diesen Tagen tiefenentspannt. Und das dürfte er wohl auch. Allein in der Kreisoberliga werden nach dem Südthüringer Modell 64 Spiele weniger ausgetragen als in einer „normalen" Saison. Das ist mehr als ein Viertel. In der Kreisliga sind es 127 statt 182 Partien. Eine Menge Holz, die dem Südthüringer Fußball einen zeitlichen Puffer für Corona-bedingte Spielausfälle beziehungsweise längere Spielbetriebspausen wie die jetzige verschafft. Ob dieser Modus auch etwas für die Zukunft nach Corona ist, bleibt abzuwarten. Spannung dürfte jedenfalls garantiert sein. Ist doch so gut wie jedes Spiel in der jeweiligen Runde ein Endspiel. Dem Zuschauer, sofern es ihn dann wieder geben wird, dürfte dieses „Bonbon" wohl durchaus schmecken. Die Teams im Keller hingegen dürften es noch schwerer haben als ohnehin schon. Wer da nicht liefert, für den ist der Klassenerhalt ganz schnell futsch. In Sachen Witterung dürfte der neue Modus wiederum einige Vorteile mit sich bringen. Auf abgesetzte Spiele infolge nicht bespielbarer Plätze könnte man noch flexibler reagieren, hat man doch einen viel größeren Spielraum. Was diese Problematik angeht, so könnte man zukünftig allerdings auch an der Staffelgröße ansetzen und etwas abspecken. In Sachen Terminplan scheint sich der neue Weg der Südthüringer Fußballer mit ihrer Rückrunde im Playoff-Modus bislang allerdings auszuzahlen. Noch ist man voll im Soll.

 

carsten.jentzsch@freies-wort.de

 

Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 1.12.2020

 

 „Das ist leicht aufzuholen"

 

Auch in Südthüringen rollt in diesem Jahr kein Ball mehr. Chaos droht nach Aussagen der verantwortlichen Fußball-Funktionäre allerdings nicht. Man habe sogar noch Luft für weitere Spielverschiebungen, heißt es.

 

Hildburghausen – Seit dem 2. November ist der Fußball-Spielbetrieb im Amateurbereich eingestellt. Nicht einmal ein Trainingsbetrieb im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich ist möglich – und dies wohl auch noch für längere Zeit. Aufgrund der noch einmal verschärften Corona- Bedingungen und der daraus erlassenen neuen Verfügung ist definitiv im Kalenderjahr 2020 kein Fußball mehr möglich. Doch was bedeutet das für den Spielbetrieb des Fußballkreises? Und was hat das für Auswirkungen auf die aktuell laufende Saison? Der Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen hat sich auf seinem Kreisfußballtag am 11. Juli 2020 in Gleichamberg schon ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Mit Blickrichtung auf eine zweite Pandemiewelle – sogar mit den höchsten Inzidenz- Zahlen im Nachbarkreis Hildburghausen – wurden den Delegierten zwei Varianten zur Gestaltung und Durchführung der Fußballsaison 2020/2021 zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt. Der Kreisfußballtag hatte sich mit den entsprechenden Eventualitäten auseinandergesetzt. Am Ende entschieden sich das Gremium des KFA und die Vertreter der Vereine für ein neues Modell.

 

Kreisklasse „normal"

Laut Beschluss des Kreisfußballtages läuft die aktuelle, zurzeit unterbrochene Saison im KFA Südthüringen anders ab als in den Vorjahren. Aufgrund Corona und des späteren Starts in die Serie 2020/21 wird zunächst eine reguläre Hinrunde und danach eine „Rückrunde" im Playoff-Modus gespielt. Dies betrifft mit der Kreisoberliga (16 Mannschaften) und der Kreisliga (14 Teams) die beiden höchsten Spielklassen des Kreises. In der Kreisliga verläuft es nach der Hinrunde analog. Die ersten sieben Teams spielen um den Aufstieg in die Kreisoberliga. Die restlichen sieben Mannschaften spielen gegen den Abstieg. In den Kreisklassen wird aufgrund der geringeren Anzahl an Mannschaften dagegen eine normale Saison absolviert. KFA-Chef Dittmar Börner: „Wenn wir auf das aktuelle Geschehen schauen, müssen wir feststellen, dass wir alles richtig gemacht haben. Unsere abgespeckte Variante im Spielbetrieb war und ist der richtige Weg. Und unsere Vereine sehen dies ja genau so. Wir trafen zwar auf einigen Widerstand mit der Führungscrew des TFV (Thüringer Fußballverband/ Anm.d.Red.), aber zum Glück haben wir hier Stärke bewiesen."

 

Nach dem beschlossenen Spielplan hat jedes Team der Kreisoberliga zunächst 15 Begegnungen zu absolvieren. Davon sollten elf Spieltage bis Mitte November im Kalenderjahr 2020 ausgetragen worden sein. Mit dem 9. Spieltag erfolgte hier dann aber der Coronabedingte Stopp. Der Spielplan ist somit zwei Punkterunden – dazu kommt noch die 2. Hauptrunde im Kreispokalwettbewerb – im Rückstand. Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon neun Nachholbegegnungen aufgelaufen. „Aber das ist alles noch nicht problematisch und leicht aufzuholen", blickt KFA-Boss Börner voraus. „Wir haben hier schon einmal eine Grobplanung für das neue Jahr gemacht. Wir bekommen alles unter und hätten sogar noch Luft für weitere Verschiebungen. Diese brauchen wir hoffentlich aber nicht." Im neuen Kalenderjahr sollte es dann eigentlich am 13. März planmäßig mit dem 12. Spieltag weitergehen. Bis dahin sollen aber die Nachholbegegnungen stattgefunden haben. Der KFA möchte die beiden ausgefallenen Spieltage dazwischenschieben. Ostern wäre hier eine Möglichkeit. Die Hinrunde soll dann am 10. April 2021 – und somit eine Woche später als im Rahmenterminplan vorgesehen – beendet werden.

Und danach wird das 16-köpfige Starterfeld der Kreisoberliga geteilt. Die oberen acht Mannschaften spielen die Playoff-Runde und ermitteln den Kreismeister sowie den Aufsteiger in die Landesklasse. In der unteren Hälfte dagegen geht es um den Klassenerhalt. Durch die aktuelle Staffelstärke und die geplante Änderung zurück auf 14 Mannschaften steigen mindestens drei Teams aus der kreishöchsten Spielklasse ab. Im schlechtesten aller Fälle könnten im Sommer 2021 also gleich fünf Mannschaften aus der Kreisoberliga absteigen. Ein möglicher Fall könnte wie folgt aussehen, und danach ließen sich dann weitere Varianten leicht ableiten. Bei keinem Absteiger aus der Landesklasse – hier kämen nur der FSV 06 Hildburghausen und die SG SV 08 Steinach in Frage – würde Folgendes eintreten (siehe unten).

 

Die Änderungen in der Kreisklasse resultieren aus dem Fakt, dass es ab der Saison 2021/22 nur noch eine Staffel in der 1. Kreisklasse geben wird. Nicht berücksichtigt wurden eventuelle Rückzüge von Mannschaften sowie der Verzicht auf das Aufstiegsrecht und die Gründung neuer Spielgemeinschaften. Dieses Modell mit den Playoffs nach einer durchgeführten Hinrunde gibt es in Deutschland lediglich noch in den unteren Spielklassen der Landesverbände von Hamburg (ebenfalls mit einer einfachen Hinrunde und anschließend dann Playoffs) und Niedersachsen (mit jeweils zwei Staffeln in jeder Spielklasse). Allerdings denkt der Spielausschuss des TFV über eine Änderung des Spielbetriebes auch in seinen Staffeln nach. Ganz egal, wie es weitergeht, müsste dazu aber zunächst einmal die Hinrunde der Saison 2020/21 zu Ende gespielt werden. Danach wäre nach den TFV-Beschlüssen des Sommers eine Wertung der Saison möglich. Oder aber es wäre noch Spielraum für eine Playoff- Runde. Diesen neuen Überlegungen müssten aber die Vertreter der Vereine noch zustimmen. Awh

  

Mögliches Szenario

Kein Absteiger aus der Landesklasse:

• 1 Aufsteiger aus der Kreisoberliga in die Landesklasse

• 3 Absteiger aus der Kreisoberliga in die Kreisliga

• 2 Aufsteiger aus der Kreisliga in die Kreisoberliga

• 3 Absteiger aus der Kreisliga in die 1. Kreisklasse

• 2 Aufsteiger aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga (Staffelsieger Ost + West)

• Plätze zwei bis sechs verbleiben in der 1. Kreisklasse

• Plätze sieben bis elf steigen in die 2. Kreisklasse ab

• 1 Aufsteiger aus der 2. Kreisklasse in die 1. Kreisklasse (Relegation Staffelsieger Ost und West)

 

Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 1.12.2020

 

Zahl der Infektionen schwenkt weiter nach oben

 

Der Landkreis folgt den von Berlin vorgebenen Maßnahmen und verlängert den Lockdown. Das betrifft den organisierten Kinder- und Jugendsport, der nunmehr bis 20. Dezember untersagt bleibt.

Sonneberg – Die Zahl der aktiv Infizierten schwenkt weiter nach oben. War in der Tagesmeldung vom Donnerstag über 57 Ansteckungen informiert worden, so sind es am Freitag 29 Männer, Frauen und Kinder gewesen, deren Rachenabstrichtest einen positiven Befund zum Ergebnis hatte. Die Gesamtzahl der erfassten Coronainfektionen seit dem Frühjahr steigt damit in hiesigen Breiten auf in der Summe 833 Betroffene. Die Inzidenz bleibt kurz vorm Ende des Monats November deutlich über der 300er-Schwelle. Die 230 aktiv Infizierten verteilen sich einer Übersicht des Gesundheitsamtes im Landratsamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden im Landkreis: Föritztal 30, Frankenblick 20, Goldisthal acht, Lauscha 14, Neuhaus am Rennweg 46, Schalkau elf, Sonneberg 77 und in Steinach 24. Angesichts der sich dynamisch verschärfenden Lage bleibt die Anordnung, wonach der organisierte Kinder- und Jugendsport zu unterlassen ist, in Kraft, so Kreissprecherin Julia Thomae. „Aufgrund der einrichtungsübergreifenden Vermischung verschiedener Altersgruppen stellt das aktuelle Infektionsgeschehen in Kindertagesstätten und Schulen des Landkreises ein hohes Verbreitungsrisiko dar." Daher untersagt der Landkreis auf Basis einer weiteren Allgemeinverfügung den Trainingsbetrieb des organisierten Sportbetriebs für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Das bereits bestehende Verbot ist somit bis zum 20. Dezember verlängert worden, teilt das Landratsamt mit...


Quelle: Freies Wort, Lokalteil Sonneberg vom 28.11.2020

  

Vollzug des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen - Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Allgemeinverfügung Nr. 13/2020 über Maßnahmen nach § 13 Abs. 2 Satz 2 der 2. ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung

Der Landrat des Landkreises Sonneberg ordnet gem. §§ 28, 28a des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) in der derzeit gültigen Fassung in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 der 2.

 

ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung vom 07. Juli 2020, in der jeweils geltenden Fassung in Verbindung mit § 35 S. 2 des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes (ThürVwVfG) in der derzeit gültigen Fassung nachfolgende Allgemeinverfügung zum Schutze der öffentlichen Sicherheit an:

I.

Die Anordnung in der Allgemeinverfügung des Landkreises Sonneberg Nr. 11/2020 vom 13.11.2020 (Untersagung des Trainingsbetriebs des organisierten Sportbetriebs für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) bleibt bis zum 20.12.2020 in Kraft.

II.

Im Übrigen gelten die Bestimmungen der 2. ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung in der jeweils gültigen Fassung, der Thüringer SARS-CoV-2-Sondereindämmungsverordnung in der jeweils gültigen Fassung sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Sonneberg Nr. 6/2020 vom 10. Juni 2020 und Nr. 12/2020 vom 20.11.2020.

III.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung gegen diese Allgemeinverfügung eine Ordnungswidrigkeit nach § 73 IfSG darstellt.

IV.

Die Allgemeinverfügung wird im Hinblick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Sonneberg fortlaufend auf ihre Wirkung und Erforderlichkeit überprüft.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach der öffentlichen Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Sonneberg, Bahnhofstraße 66, 96515 Sonneberg, erhoben werden.

Diese Anordnung ist sofort vollziehbar. Das heißt, ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung (§§ 28 Abs. 3 i.V.m. 16 Abs. 8 IfSG, § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 Verwaltungsgerichtsordnung). Dies bedeutet, dass die Allgemeinverfügung auch dann befolgt werden muss, wenn sie mit einem Widerspruch angegriffen wird. Beim Verwaltungsgericht Meiningen, Lindenallee 15, 98617 Meiningen kann die Anordnung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs beantragt werden.

Hinweis:

Nach § 41 Abs. 4 Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetz (ThürVwVfG) ist nur der verfügende Teil der Allgemeinverfügung öffentlich bekannt zu machen. Die Begründung dieser Allgemeinverfügung kann im Landratsamt Sonneberg, nach Vereinbarung eines Termins eingesehen werden.

Sonneberg, den 27. November 2020

Hans-Peter Schmitz Siegel

Landrat

 

Quelle: Freies Wort, Lokalteil Sonneberg vom 28.11.2020

 

Organisierter Kinder- und Jugendsport ist untersagt

 

Sonneberg – Im Landkreis Sonneberg hat die Inzidenz – sprich die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – nunmehr auch den Schwellenwert von 135 deutlich überstiegen. Aufgrund der sich dynamisch verschärfenden Lage ergreife die Kreisverwaltung weitere Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, erklärte Michael Volk, Pressesprecher des Landratsamtes Sonneberg, am Freitag.

Gegenwärtig seien zwei Schulen im Kreisgebiet von größeren Ausbruchsgeschehen betroffen, die ein erhebliches Ausbreitungspotenzial für die gesamte Region aufwiesen. Angesichts dieser angespannten Lage stelle der organisierte Kinderund Jugendsport ein gewichtiges Verbreitungsrisiko dar, da sich hier Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen, Kindertagesstätten und Schulen einrichtungsübergreifend weiter vermischten, so der Sprecher.

 

Bis zum 30. November

Aus diesem Grund untersagt der Landkreis Sonneberg auf Grundlage der Allgemeinverfügung Nr. 11/2020 den Trainingsbetrieb des organisierten Sportbetriebs von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Das Verbot gelte befristet vom 15. November bis einschließlich 30. November 2020, teilte Volk weiter mit. Im Kreisgebiet werde damit eine erst kürzlich festgelegte Ausnahmeregelung der Thüringer Sondereindämmungsverordnung zurückgenommen. Das Verbot gilt unabhängig von einer Örtlichkeit und betrifft insofern den organisierten Sportbetrieb von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in geschlossenen Sporträumen sowie unter freiem Himmel.

 

Schulsport möglich

Der Schulsport sei ausdrücklich nicht Teil des Verbots und weiter möglich, so der Sprecher. Auch andere Thüringer Landkreise hätten bereits angekündigt, den Vereinssport für Kinder und Jugendliche aufgrund der örtlichen Infektionslagen befristet zu untersagen. Im Übrigen gelten weiterhin die Bestimmungen der Thüringer Infektionsschutz- Grundverordnung, der Thüringer Sondereindämmungsverordnung, der Thüringer Quarantäneverordnung sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Sonneberg Nr. 6/2020 und Nr. 10/2020.

 


Quelle: Freies Wort Lokalteil vom 14.11.2020
 

Vollzug des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen – Infektionsschutzgesetz (IfSG)

 

Allgemeinverfügung Nr. 11/2020 über Maßnahmen nach § 13 Abs. 2 Satz 2 der 2. ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung

Der Landrat des Landkreises Sonneberg ordnet gem. § 28 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) in der derzeit gültigen Fassung in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 der 2. ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz- Grundverordnung vom 07. Juli 2020, in der jeweils geltenden Fassung in Verbindung mit § 35 S. 2 des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes (ThürVwVfG) in der derzeit gültigen Fassung nachfolgende Allgemeinverfügung zum Schutze der öffentlichen Sicherheit an:

I. Abweichend von § 6 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 der Thüringer SARS-CoV-2-Sondereindämmungsverordnung (ThürSARS-CoV-2-SonderEindmaßnVO) in der Fassung vom 7. November 2020 wird der Trainingsbetrieb des organisierten Sportbetriebs von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres untersagt.

 

II. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der 2. ThürSARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung in der jeweils gültigen Fassung, der Thüringer SARS-CoV-2-Sondereindämmungsverordnung in der Fassung vom 7. November 2020 sowie der Allgemeinverfügungen des Landkreises Sonneberg Nr. 6/2020 vom 10. Juni 2020 und Nr. 10/2020 vom 29.10.2020.


III. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Zuwiderhandlung gegen diese Allgemeinverfügung eine Ordnungswidrigkeit nach § 73 IfSG darstellt.

IV. Diese Allgemeinverfügung tritt am Tag nach der Bekanntgabe in Kraft und ist ab diesem Zeitpunkt wirksam bis einschließlich 30. November 2020.


Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach der öffentlichen Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Sonneberg, Bahnhofstraße 66, 96515 Sonneberg, erhoben werden. Diese Anordnung ist sofort vollziehbar. Das heißt, ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung (§§ 28 Abs. 3 i.V.m. 16 Abs. 8 IfSG, § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 Verwaltungsgerichtsordnung). Dies bedeutet, dass die Allgemeinverfügung auch dann befolgt werden muss, wenn sie mit einem Widerspruch angegriffen wird. Beim Verwaltungsgericht Meiningen, Lindenallee 15, 98617 Meiningen kann die Anordnung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs beantragt werden.

Hinweis: Nach § 41 Abs. 4 Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetz (ThürVwVfG) ist nur der verfügende Teil der Allgemeinverfügung öffentlich bekannt zu machen. Die Begründung dieser Allgemeinverfügung kann im Landratsamt Sonneberg, nach Vereinbarung eines Termins eingesehen werden.

Sonneberg, den 13. November 2020

Hans-Peter Schmitz Siegel


Quelle: Freies Wort Lokalteil vom 14.11.2020

 


DFB will Trainings im Amateurbereich

 

Freiburg – Fritz Keller und die Präsidenten der Regional- und Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund haben sich für einen bundesweiten Trainingsbetrieb im Amateursport ausgesprochen. Der an die Politik gerichtete Appell bezieht sich auf die Möglichkeit des organisierten Sporttreibens für Kinder und Jugendliche unter freiem Himmel und schließt dabei nicht nur den Fußball ein. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, für die Gesundheit, die Gesellschaft und nicht zuletzt für unsere Kinder. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen birgt die Ausübung von Freiluftsport – auch in Mannschaftssportarten – kaum ein Ansteckungsrisiko", erklärte DFB-Präsident Keller. Derzeit ist es nur Kindern und Jugendlichen in Berlin (unter zwölf Jahren) und Mecklenburg-Vorpommern (unter 18 Jahren) erlaubt. Dpa

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 5.11.2020


 

Info Kreissportbund vom 4.11.2020:

 

Im Zuge der gestrigen Sitzung des Thüringer Landtags wurde auf eine Lockerung der Beschränkungen für den organisierten Sportbetrieb gehofft. Diese Anpassungen blieben leider aus.

Es wurde zwar eine Hintertür für Lockerungen je nach Infektionsgeschehen offen gelassen - ob diese in dieser kurzen Zeitspanne beschlossen und umgesetzt werden, bleibt offen.    

  

Aktuell gelten im Landkreis Sonneberg folgende Regelungen zum Sportbetrieb (Vgl. ThürSARS-CoV-2-SonderEindmaßnVO / ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO / ThürSARS-CoV-2-KiJuSSP-VO / Allgemeinverfügung Nr. 10/2020)

 

1.       Organisierter Sportbetrieb

 Der organisierte Sportbetrieb ist bis einschließlich 30.11.2020 verboten. Hierzu zählen alle Arten von organisiertem Trainings-/ Spiel- und Wettkampfbetrieb sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien.

 

2.       Versammlungen

Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen und andere Arten von Zusammenkünften im Verein sollen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Laut dem LSB Thüringen zählen solche Versammlungen zum organisierten Sportbetrieb und sind somit nicht zulässig.

In der Allgemeinverfügung des LK Son zählen diese Zusammenkünfte zu nicht öffentlichen Veranstaltungen, die mit maximal 10 Teilnehmern aus maximal zwei Haushalten bestehen dürfen.

 

3.       Sporthallen

Laut dem TMBJS gilt an den Schulen im Monat November ein Betretungsverbot für schulfremde Personen. Des Weiteren sind alle Veranstaltungen, die außerhalb des Unterrichts in den Räumlichkeiten des Schulgebäudes stattfinden abzusagen.

Dies gilt auch für Schulsporthallen und deren Nutzung.

   


Interview: Robert Eberth, Vorsitzender des Kreissportbundes Sonneberg

 

„Nicht um Kuscheln und Knutschen"

 

Bund und Länder haben beschlossen, dass der Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ab Montag untersagt ist. Nur Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand ist im November noch möglich. Was der nächste Corona-Lockdown für die Vereine bedeutet, haben wir Robert Eberth gefragt. Er ist Vorsitzender des Kreissportbundes Sonneberg.

 

Herr Eberth, wie haben Sie die Entscheidung der Bund-Länder- Konferenz am Mittwoch vor einer Woche aufgenommen?

Mit Bedauern. Die Sportvereine im Kreis und im Landesverband haben aufwendige Hygienekonzepte erstellt. In letzter Zeit waren die Umkleiden und Duschen ja bereits gesperrt. Und es ging die ganze Zeit. Wir haben 9000 Sportler im Kreis. Aber meines Wissens nach sind kaum Infektionen beim Sport aufgetreten. Die Sportler haben sich sehr diszipliniert verhalten. Es ist sehr bedauerlich, dass nun alles über einen Kamm geschoren wird. Aber wir können nichts daran ändern. Wir können nur abwarten.

 

Was bedeutet der erneute coronabedingte Shutdown für die Vereine?

Die Mannschaftssportarten werden leiden. Das haut manche in ihrer Saison um vier Wochen zurück. In mancher Tischtennis-Staffel, wo nur wenige Teams mitspielen, kann man im Nachhinein sicher noch etwas organisieren. Andere Sportarten haben sich aber bereits entschieden, ihre Saison zu beenden. Mir geht es aber vor allem um die Menschen aus dem Breitensport: Da geht es nicht um Kuscheln und Knutschen. Da geht es um Sporttreiben. Darum, soziale Kontakte zu pflegen. Ich hatte die Hoffnung, dass unser Ministerpräsident mehr Einspruch in Berlin einlegt. Nun können wir nur hoffen, dass es Ausnahmeregelungen im Land geben wird.

 

Was kann man nun tun, um  Schlimmeres zu verhindern?

Wir werden weiter versuchen, Einfluss zu nehmen. Wir werden so schnell wie möglich darauf einwirken, dass die Hallen nach dem Lockdown wieder öffnen, damit wir – wenn es wieder erlaubt ist – so schnell wie möglich wieder in normale Fahrwasser zurückkommen. Aber ich sehe im Großen und Ganzen keine großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf die Vereine zukommen. Ihre Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge haben sie ja weiter. Und für die Sporthallen fallen jetzt keine Kosten an, da der Kreis beziehungsweise die Kommune der Träger der Hallen sind. Was aber natürlich passieren könnte: Es treten Leute aus Frust aus den Vereinen aus. Dem könnte man aber zum Beispiel durch Absenken der Mitgliedsbeiträge vorbeugen. Interview: Karsten Tischer

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 4.11.2020

 


Nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten vom Mittwoch muss der Amateursport in Deutschland im November wegen der steigenden Coronazahlen wie schon im Frühjahr komplett ruhen.

  

Von Carsten Jentzsch


Auch Thüringens „König" Fußball muss sich dem neuen Beschluss von Bund und Ländern infolge steigender Coronazahlen beugen. Obwohl der Amateursport eigentlich erst am  Montag in den „Lockdown" gehensoll, hatte der Thüringer Fußballverband am Donnerstag über eine vorzeitige Spielbetriebs-Pause an diesem Wochenende diskutiert. Dabei wurde entschieden, dass an diesem Wochenende auf Landesebene weiter gespielt wird. Bei den Vorsitzenden der Kreisfußballausschüsse (KFA) war allerdings keine eindeutige Tendenz erkennbar, weshalb beschlossen wurde, dass jeder KFA selbstständig entscheidet.
 
„Bei uns wird der Ball an diesem Wochenende definitiv noch einmal rollen", betont Dittmar Börner, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen. Im Männerbereich steht neben dem 9. Spieltag in der Kreisoberliga und dem einen oder anderen verlegten Spiel in den Kreisklassen, auch die erste Hauptrunde des Kreispokals auf dem Programm. Allerdings werden alle Spiele, ob im Männer-, Frauen oder Nachwuchsbereich, ohne Zuschauer ausgetragen. Das sehen die aktuell geltenden Allgemeinverfügung der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg vor. Solang der Spielbetrieb vonseiten der Politik noch legitimiert sei, werde man von Seiten des KFA auch nichts absagen, so Börner. Immerhin fallen im November allein in der kreishöchsten Liga fast 20 Spiele aus. Nichtsdestotrotz klingt der KFAChef aus dem Süden in Sachen Saisonfortsetzung sehr zuversichtlich. „In der Rückrunde wird eine Meisterschafts- und eine Abstiegsrunde ausgespielt. Wir haben uns ganz bewusst für diesen Modus entschieden, um im Zuge solcher Situationen in denen der Spielbetrieb für längere Zeit unterbrochen ist, mehr Handlungsspielraum zu haben", so Börner. Diese Variante habe man auch den anderen Fußballkreisen angeboten, doch da sei man auf taube Ohren gestoßen. „Ich hoffe, dass sich diese Entscheidung am Ende auszahlt. Aber ich bin da schon sehr optimistisch", sagt er, der die Verhältnismäßigkeit dieses zweiten Lockdowns grundsätzlich infrage stellt. „Da gibt es einige Ungereimtheiten", kritisiert er. Und, wenn die Zwangspause im Amateursport doch länger andauern sollte, noch mehr Spiele ausfallen? „Dann werden wir mit den Vereinen eine vernünftige Lösung finden. Ich denke aber, dass sich die Lage im März wieder entspannen wird. Zur Not spielen wir bis in den Juni hinein", sagt er.
 
Nicht ganz so zuversichtlich blickt Falk Kirchner, Fußball-Abteilungsleiter des SV 1897 Goßmannsrod, der Zukunft entgegen. „Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie man das kompensieren soll. Ich hoffe natürlich nicht, dass die Saison abgebrochen werden muss, aber wenn der ganze Winter schwierig wird, dann wird es,denke ich, auch schwer werden, die Saison fortzusetzen", so Kirchner, der am Sonntag mit dem Rest der SG Goßmannsrod/Oberland im vorerst letzten Topspiel der Kreisoberliga gegen die SG Sachsenbrunn/Crock gefordert ist.

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen  vom 30.10.2020

 

„Die Auswirkungen sind immens"

  

Der Landessportbund Thüringen (LSB) akzeptiert schweren Herzens, dass es auch in Thüringen flächendeckend zu einer erneuten Zwangspause für den organisierten Sport  kommt – auch wenn das Verständnis für diese Entscheidung schwer fällt. Bis zuletzt gab es Hoffnungen, dass differenzierte Regelungen für den Freistaat getroffen würden. Doch nach dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern sollen ab dem 2. November vier Wochen lang einheitliche zusätzliche Infektionsschutz- Maßnahmen in Kraft treten – diese umfassen die Schließung des gesamten Breitensports.

 

„Es ist für uns kaum nachvollziehbar, dass es bei der Entscheidungsfindung und auch der Formulierung der Maßnahmen keine Lernfortschritte im Vergleich zur Situation im März gibt", so LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel. Und ergänzt: „Der Sport hat die geforderten Infektionsvorgaben umgesetzt und steht jetzt dennoch wieder am Anfang und einem Stillstand. Scheinbar gibt es nur die extremen Pole – ganz oder gar nicht? Es ist schwer zu verstehen, warum die Verantwortlichen des Sports in der Vorbereitung entsprechender Entscheidungen oder Formulierungen von der Politik nicht einbezogen  wurden." Gefordert ist Zirkel zufolge eine langfristige Strategie – im Einklang mit dem Gesundheitsschutz und dem Weiterführen eines angepassten organisierten Sportbetriebs. Es dürften nicht immer wieder erneute Pausen folgen. „Die Auswirkungen auch auf den Spiel- und Wettkampfbetrieb vom Nachwuchsleistungssport bis zum Amateurbreitensport sind immens", sagt er. Hinzu käme, dass dem Sport bisher kaum Ausbruchsgeschehen zugewiesen werden könne.

   

Quelle: Freies Wort vom 30.10.2020

    


Stillstand im Amateursport

 

König Fußball und die anderen großen Ligen müssen nicht in den erneuten Lockdown, Zuschauer sind im November aber ausgeschlossen. Zugleich wird der Breiten- und Freizeitsport bis auf Weiteres komplett zurückgefahren.

Berlin/Suhl – Sorgenvoll und mahnend verkündete Angela Merkel die drastischen Corona-Beschränkungen, die den deutschen Sport in eine tiefe November-Depression stürzen. In den Bundesligen, auch im Profifußball, dürfen ab der kommenden Woche nur noch Geisterspiele ausgerichtet werden, im Freizeit- und Amateurbereich wird der Betrieb fast gänzlich untersagt. „Wir brauchen im November eine nationale Kraftanstrengung", begründete die Bundeskanzlerin die am Mittwoch mit den Ländern angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen beschlossenen Maßnahmen. Der Sport spielte während der Pressekonferenz keine Rolle – wird aber hart zu kämpfen haben. …

 

Die Auswirkungen auf den Amateursport dürften noch extremer sein. Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Betrieb wird eingestellt, Vereine dürfen nicht mehr trainieren. Allein der Individualsport, also etwa alleine joggen gehen, ist weiter erlaubt. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte noch am Dienstag auf „Fingerspitzengefühl" der Politik gehofft. „Von den 90 000 Vereinen als einzigartigem „sozialen  Tankstellennetz" in Deutschland bis zum Spitzensport haben alle Verantwortlichen bis heute höchst diszipliniert und vorbildlich bei der Bewältigung der Pandemie gewirkt", hatte er gesagt. In der „nun bevorstehenden schwierigen Phase kann und wird der Sport weiterhin Teil der Lösung und nicht des Problems sein". Bund und Länder folgten dieser  Argumentation jedoch nicht.

 

Spielpläne wanken

„Die Entscheidung ist natürlich sehr schade, zumal wir im Fußball in Thüringen bislang seit Saisonbeginn sehr gut durchgekommen sind", erklärte Hartmut Gerlach, Pressesprecher des Thüringer Fußballverbandes (TFV), „aber die Gesundheit geht vor und die Behörden entscheiden." Im TFV, dem mit Abstand größten Sportfachverband in Thüringen, war im Frühjahr und Sommer nach dem ersten Lockdown ein riesiger Streit entfacht, ob die Saison 2019/20 abgebrochen oder im Herbst fortgeführt werden soll. Erst ein Außerordentlicher Verbandstag im August mit dem Beschluss auf Abbruch brachte Klarheit. Die nunmehr angeordnete einmonatige Spielpause im November bringt die teils eng gestrickten Spielpläne erheblich ins Wanken. Wilfried Riemer, Spielleiter der Regionalliga Nordost, sagte: „Wie es in der Regionalliga Nordost weitergeht, wissen wir aktuell noch nicht. Wir werden nächste Woche eine Videokonferenz mit den Vereinen machen und danach sehen wir weiter."

 

Vergeblicher Appell

Weniger Sorge um die gesamte Spielzeit hat Uwe Schlütter, Präsident des Thüringer Tischtennis-Verbandes (TTT). „Nein, die Saison sehe ich noch nicht in Gefahr", betonte Schlütter, der in Zella-Mehlis wohnt, auch angesichts der überschaubaren Größen der Ligen im Tischtennis mit rund zehn Mannschaften. Wie viele andere Funktionäre betonte der TTTV-Chef, dass Sportler und Vereine seit Saisonbeginn mit viel „Disziplin und Verständnis" die vorgeschriebenen Hygienekonzepte umgesetzt hätten. Angesichts der steigenden Infektionszahlen habe er Verständnis für die Maßnahme: „Ob das bei den Vereinen und Spielern so ist, bezweifle ich aber." Thüringens Sportminister Helmut Holter hatte am Dienstag gegenüber dem MDR noch die große Bedeutung des Sports in der Pandemie betont. Sport könne auch dazu beitragen, das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik zu stärken und sollte daher so weit wie möglich unter Pandemiebedingungen ermöglicht werden. „Wir in Thüringen wollen so viel Normalität wie möglich und das auch im Sport", so Holter. „Wir müssen sehen, dass den Menschen die Dinge, an denen sie Spaß haben, nicht ganz genommen werden. Sport ist hier ganz wichtig. Er hat nicht nur eine Symbolkraft. Hier kann man seine Emotionen und seine Begeisterung ausleben." Doch der Appell lief ins Leere. dpa/ts/clf

 

Quelle: Freies Wort vom 29.10.2020

 

 
Landkreis Sonneberg in Corona-Stufe rot: Pflicht zu nochmals erweiterten Hygieneschutzbestimmungen
 

Im Landkreis Sonneberg hat die Inzidenz – sprich die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – nunmehr auch den Schwellenwert von 50 überstiegen. In Folge befindet sich der Kreis in der Corona-Warnstufe „rot". Entsprechend der Vorgaben der Thüringer Landesverordnung ist das Landratsamt Sonneberg verpflichtet, umgehend nochmals erweiterte Schutzmaßnahmen zu erlassen.

Der Landkreis Sonneberg hat daher die Allgemeinverfügung Nr. 10-2020 auf den Weg gebracht, deren Regelungen die Infektionsschutzbestimmungen des Freistaates Thüringen im Kreisgebiet abermals erweitern.

 

Gemäß der Leitlinien der Thüringer Corona-Strategie für die Stufe „rot" setzt der Landkreis bei seinen zusätzlichen Maßnahmen vor allem auf eine noch strengere Teilnehmerbeschränkung bei Veranstaltungen sowie auf eine nochmalige Ausweitung der Maskenpflicht. Abweichend bzw. ergänzend zur geltenden Thüringer Infektionsschutz-Grundverordnung gelten im Landkreis Sonneberg folgende Bestimmungen:

 

Teilnehmerbeschränkung bei Veranstaltungen

Nicht öffentliche Veranstaltungen und private oder familiäre Feiern und Vergnügungen mit mehr als 10 Teilnehmern untersagt. Die Teilnehmer dürfen nur aus Mitgliedern höchstens zweier Haushalte bestehen. Dies gilt unabhängig davon, ob solche Veranstaltungen unter freiem Himmel, in einem privaten Raum oder in einem sonstigen Raum durchgeführt werden.

 

An öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen. An öffentlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen nicht mehr als 100 Personen teilnehmen.

 

Die allgemeinen und besonderen Infektionsschutzregeln der Thüringer Grundverordnung bleiben hiervon jeweils unberührt. Ausgenommen von den Verboten sind unter anderem Versammlungen im Sinne des Grundgesetzes oder auch berufliche und betriebliche Veranstaltungen unter Wahrung des Hygieneschutzes.

 

Erweiterte Maskenpflicht

Über die Bestimmungen der Thüringer Grundverordnung hinaus wird durch die Allgemeinverfügung die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nochmals erweitert. Sie gilt im öffentlichen Raum überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, sofern es sich hier nicht um Angehörige des eigenen und eines weiteren Haushalts handelt.

 

Dies gilt für alle öffentlichen Gebäude sowie für Räume in Gebäuden mit Publikumsverkehr. Eingeschlossen sind öffentlich zugängliche Bereiche von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, in denen Kunden und Personal mit Ausnahme der am Tisch sitzenden Gäste Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen. Auch beim Betreten von Orten zur Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen bzw. Ausliefern muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

 

Die Maskenpflicht gilt insbesondere auch in medizinischen und therapeutischen Einrichtungen wie Arzt-, Zahnarzt- und Therapiepraxen, in medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern sowie in Pflegeeinrichtungen.

 

Auch beim Betreten und dem Aufenthalt in Sportstätten muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, sofern man gerade nicht aktiv Sport ausübt.

 

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung des Weiteren auch für Beschäftigte in Geschäften, dem öffentlichen Personennahverkehr und öffentlich zugänglichen Bereichen, sofern sie sich nicht in einem mit einer Abschirmung abgesicherten Bereich befinden.

 

In Erweiterung der Allgemeinverfügung Nr. 9 ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zusätzlich unter freiem Himmel auf allen Wochenmärkten und sonstigen Märkten im Landkreis Sonneberg, beim Betreten und Aufenthalt auf Verkehrsflächen vor Einkaufsmärkten und Tankstellen sowie beim Betreten und Aufenthalt von Haltestellenbereichen nunmehr Pflicht.

 

Die Mund-Nasen-Bedeckung muss zudem dicht an Nase und Mund anliegen und gut sitzen. Visiere oder Schilde ohne zusätzliche Mund-Nasen-Bedeckung sind nicht gestattet und genügen der Pflicht aus der Thüringer Infektionsschutz-Grundverordnung nicht.

 

Geltungsbereich

Neben der Allgemeinverfügung gelten die Bestimmungen der Thüringer Infektionsschutz-Grundverordnung in der jeweils gültigen Fassung. Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Diese Allgemeinverfügung tritt am 31. Oktober 2020 in Kraft und ist ab diesem Zeitpunkt wirksam bis einschließlich 30.11.2020. Die Allgemeinverfügung des Landkreises Sonneberg Nr. 9/2020 tritt am Tag nach der Bekanntgabe dieser Allgemeinverfügung außer Kraft. Die Allgemeinverfügung Nr. 10/2020 wird im Hinblick auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Sonneberg fortlaufend auf ihre Wirkung und Erforderlichkeit überprüft.

 

 Quelle: kreis-sonneberg.de vom 30.10.2020

Unsere Sponsoren:

Termine

Nächster Arbeitseinsatz:

folgt