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Info des KSB Sonneberg vom 3.6.2021:
 

Auf Basis der aktuell geltenden Thüringer Verordnung könnte der Landkreis Sonneberg frühestens im Lauf der nächsten Woche in die Phase Gelb I (Inzidenz 50-100) rücken.

 

 

In dieser Phase gilt folgendes:

 

Außenbereich

-          Freizeitsport im Freien mit max. 10 Personen erlaubt

-          Organisierter Sport im Freien mit max. 20 Personen erlaubt (Ausnahme mit mehr Personen bei Sportarten wie z.B. Fußball)

-          Keine Testpflicht/ keine Kontaktnachverfolgung

-          Öffnung Freibäder

 

Innenbereich

-          Sportbetrieb in geschlossenen Räumen untersagt

-          Trainings- und Wettkampfbetrieb nur für Berufssportler, Profisportvereine, Kaderathleten

 

Sonstiges

-          Wettkämpfe im Freien mit Zuschauenden mit Einzelfallerlaubnis der Gesundheitsbehörde möglich

-          Mitgliederversammlungen im Freien mit Testpflicht erlaubt

 

 

!!! Wichtig: Wir bitten um Beachtung, dass die genannten Regelungen erst in Kraft treten, wenn die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis 5 Werktage unter 100 liegt. Auf Basis der aktuellen Zahlen erreichen wir die die Phase Gelb voraussichtlich am Mittwoch, den 9. Juni (Ohne Garantie!!!).

 

Auf dem Weg zur Stufe Grün

 

Endlich sinken die Corona-Inzidenzzahlen in Thüringen. Auch der Sport atmet auf, denn es deuten sich in den kommenden Wochen spürbare Lockerungen an.

Von Ulrich Klemm

 

Suhl – Verschlossene Hallen, verwaiste Rasenplätze: Die Thüringer Sportstätten gaben in den zurückliegenden Monaten ein trostloses Bild ab. Die schier nicht enden wollende dritte Corona-Welle legte den Sportbetrieb lahm. Nur die Profis durften dem Ball nachjagen oder die Skier unterschnallen. Ansonsten herrschte bis auf ganz wenige Ausnahmen die sprichwörtliche tote Hose.

 

Nun gibt es endlich den ersehnten Lichtblick. Wenn an diesem Mittwoch (2. Juni) die neue Thüringer SARS-CoV-2- Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung in Kraft tritt, sind angesichts der weithin gefallenen Infektionszahlen nun spürbare Lockerungen im organisierten Vereinssport des Freistaats möglich. „Das Infektionsgeschehen verringert sich derzeit stetig und in manchen Kreisen auch rapide. Endlich können wir also auch die Stufe Grün wieder in den Blick nehmen, auch im Sport", sagt Sportminister Helmut Holter. „In manchen Kreisen wird es noch dauern, aber erste Kreise haben schon die erforderlichen Inzidenzwerte erreicht, um ab Anfang Juni in Stufe Grün zu wechseln. Eines möchte ich aber deutlich machen: Die Pandemie ist damit nicht vorbei. Der vorbeugende Infektionsschutz bleibt in Kraft – und alle sind weiter aufgefordert, durch ihr Verhalten mit dazu beizutragen, dass Infektionen vermieden werden." Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, nennt die Lockerungen einen erfreulichen Schritt: „Darauf mussten wir sieben Monate lang warten, damit sich die 350 000 Mitglieder der Thüringer Sportvereine wieder gemeinsam und unter qualifizierter Anleitung bewegen können. Besonders freut uns, dass die behördlichen Auflagen recht überschaubar und damit praktikabel in der Umsetzung sind." Aufgrund niedriger Inzidenzen ist in einigen Regionen ab dem Inkrafttreten der neuen Verordnung wieder Sport im Normalzustand möglich, andernorts gibt es noch Beschränkungen.

  

Welches Ausmaß die Lockerungen erreichen, richtet sich nach der Inzidenz im jeweiligen Kreis:

• Bei Unterschreitung der Inzidenzgrenze 100 ist Sport für Gruppen von bis zu 20 Personen im Freien möglich. Diese Zahl kann für Sportarten wie zum Beispiel Fußball, in denen der Wettkampf zweier Mannschaften eine höhere Gruppengröße erfordert, überschritten werden.

 

• Hallensport wird bei Unterschreitung der Inzidenzgrenze 50 möglich. Es besteht dabei eine Testpflicht für Sportlerinnen und Sportler sowie auch für Trainerinnen und Trainer. Ausnahmen davon bestehen für Schülerinnen und Schüler.

 

• Bei Unterschreitung der Inzidenzgrenze 35 ist Sport ohne größere Einschränkungen möglich.

 

Die Regeln des vorbeugenden Infektionsschutzes bleiben allerdings in Kraft. Die Regelungen der neuen Thüringer Verordnung gelten für den organisierten Vereinssport im Amateurbereich. Gegebenenfalls sind für kommerzielle Sportangebote und für den Freizeitsport abweichende Regelungen möglich. Für den Leistungs und Profisport bleibt es bei den weitergehenden Ausnahmen, die bereits seit längerer Zeit Gültigkeit besitzen.

 

 

Wie wird gezählt?

Die Zählweise für die Ermittlung der Öffnungsstufen im Sport funktioniert genauso wie in anderen Bereichen wie

Schulen, Ladengeschäften oder Gaststätten: Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den entsprechenden Inzidenzwert, so können ab dem übernächsten Tag die Regelungen in Kraft treten. Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinanderfolgenden

Tagen den entsprechenden Inzidenzwert, so treten ab dem übernächsten Tag die Regelungen außer Kraft.

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 1.6.2021

 



Sport für kleine Kindergruppen erlaubt

 

Der Entwurf der neuen Corona-Verordnung für Thüringen sieht einige Lockerungen vor. Darunter auch der Sport für Kinder im Freien.

 

Erfurt – Gruppen von bis zu fünf Kindern können in Thüringen künftig wieder unter freiem Himmel Sport treiben. Eine entsprechende Änderung in der Corona-Verordnung sollte noch am Donnerstag verkündet werden, wie das Thüringer Bildungsministerium mitteilte. Die Landesregierung passt die Corona-Regeln an das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz an. Die neuen Regeln sehen vor, dass Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres in Gruppen von bis zu fünf Teilnehmern Sport im Freien treiben dürfen. Das gilt auch für Sport auf öffentlichen oder nicht öffentlichen Anlagen. Ein Trainer oder Sportgruppenleiter muss jedoch einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

 

Die Änderung zum Sport kommt damit noch vor der geplanten umfassenden Überarbeitung der Corona-Verordnung, die erst nächste Woche verkündet werden soll. Diese sieht vor, dass in Thüringer Landkreisen mit einer stabilen Sieben-Tage- Inzidenz unter 100 Campingplätze, Ferienhäuser und Außengastronomie wieder öffnen dürfen. Die Regelungen können sich noch ändern, weil auch Parlamentsausschüsse den Entwurf noch beraten und Empfehlungen abgeben werden. Die bisherigen Pläne sehen vor, dass beim Unterschreiten des Inzidenz-Wertes von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen der Besuch im Biergarten möglich sein soll, wenn im Vorhinein ein Termin vereinbart wurde – telefonisch oder online. Auch die dann geltenden Kontaktbeschränkungen müssten weiter eingehalten werden. Camping-Plätze und Ferienhäuser sollen wieder öffnen dürfen - allerdings nur mit dem entsprechenden Infektionsschutzkonzept. Auch eine Kontaktnachverfolgung muss sichergestellt sein. Verboten bleiben sollen dagegen vorerst alle anderen touristischen Übernachtungen. dpa/les

 
Quelle: Freies Wort vom 30.4.2021
 

Sport im Freien für Kinder bald wieder möglich

 

Die Thüringer Corona-Regeln sollen denen des Bundes angeglichen werden. Das bedeutet zunächst für Kinder ein bisschen mehr Freiheit

 

Erfurt – Die Kinder in Thüringen können sich auf eine kleine Lockerung der Corona- Beschränkungen freuen: Voraussichtlich ab nächster Woche werden sie in kleinen Gruppen draußen Sport treiben dürfen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag soll mit Wirkung vom 5. Mai die Corona-Landesverordnung an die Bundesregelungen angeglichen werden. Letztere sieht vor, dass auch in Kreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt, Kinder im Freien kontaktlosen Sport machen dürfen – maximal zu fünft. Laut Bundesregel müssen die Betreuer vor Beginn jedes Trainings möglicherweise einen Corona-Test machen. Nach Landesregeln ist ein solches Sportangebot für Kinder bisher nicht zulässig. Als Kinder gelten Menschen im Alter bis 14 Jahren. Ein Ministeriumssprecher sagte, die Angleichung stehe noch unter formalen Vorbehalten. Unter anderem müssten sich die Landtagsausschüsse damit beschäftigen. Dies solle am 3. Mai geschehen. Die Länder können, wenn sie wollen, die Bundesregeln für ihr Gebiet verschärfen. Sie können aber keine erlassen, die weniger streng sind als die des Bundes.

Thüringen will auch die formale Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten in der Corona-Landesverordnung verankern. Darauf habe sich das Kabinett verständigt, sagte Vize- Ministerpräsidentin Anja Siegesmund (Grüne). Brauchte man bisher einen negativen Test, um zum Friseur oder in den Zoo zu dürfen, soll das bald für Geimpfte und Genesene auch ohne Test möglich sein…

 

Quelle: Freies Wort vom 28.4.2021

 


Training unter 14 Jahren mit 5 Personen

 

Hildburghausen – Die Notbremse ist in Kraft getreten und hat die bisherigen Thüringer Regelungen durch neue Bundesregeln abgelöst. Für den organisierten Sport im Landkreis Hildburghausen bedeutet das aktuell, dass Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren kontaktlos draußen Sport machen können – allerdings nur in Gruppen von bis zu fünf Personen und mit einem negativen Corona-Test seitens des Übungsleiters innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung. Kontaktloser Individualsport darf allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes ausgeübt werden.

Die in Thüringen aktuell bis zum 9. Mai geltende Sonderverordnung muss nun angepasst werden. Erst diese wird auch regeln, ob und in welcher konkreten Form beispielsweise die im Bundesgesetz geregelte inzidenzunabhängige Erlaubnis von Sport von Kindern erlaubt ist. Bis dahin bleibt es bei den aktuellen Einschränkungen. Hilfe bei speziellen Fragen erfolgt durch den Kreissportbund, den Landessportbund, die jeweiligen Landesfachverbände sowie den Olympiastützpunkt Thüringen. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 28.4.2021

 


Selbst der „Nein-Sager" ist einsichtig

 

Nun ist es raus: Die Fußball-Punktspielsaison 2020/21 wird in allen Spielklassen des Landes und der Kreise annulliert und nicht gewertet.

 

Erfurt/Sonneberg – Der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) beriet in seiner Videokonferenz am Montagabend unter anderem die Anträge des Spiel-, Jugend- sowie des Frauen- und Mädchenausschusses zum Punktspielbetrieb und zum Landespokal. Danach wurde entschieden: Bei allen Beschlüssen dazu gab es eine sehr deutliche Mehrheit und nur beim Antrag zur Annullierung der Punktspiele waren es zwei Vorstände, die dagegen stimmten. Ansonsten wurde noch eine Enthaltung beim Antrag zum Thüringenpokal der Männer registriert. Die Punktspiele der Saison 2020/21 werden also auf der Grundlage der Spielordnung in allen Spielklassen des Landes und der Kreise annulliert und nicht gewertet. Alle zum Zeitpunkt der Annullierung aktiven Mannschaften behalten für die Folgesaison 2021/22 den Startplatz in der jeweiligen Liga.

Vom Beschluss ausgenommen sind die Landespokalwettbewerbe der Männer, Jugend, Frauen und Mädchen sowie der Fußballkreise. Im laufenden Landespokal-Wettbewerb wurde beschlossen, dass das Finalspiel am 29. Mai im Rahmen des Finaltages der Amateure ausgetragen werden soll. Dafür werden die einzigen aktuell im Trainingsbetrieb befindlichen Regionalligamannschaften, FC Carl Zeiss Jena und ZFC Meuselwitz, nominiert. Die 30 anderen Mannschaften der 3. Hauptrunde des Thüringenpokals scheiden aus dem Wettbewerb aus und erhalten aus dem Solidartopf einen Ausgleichsbetrag von 2000 Euro brutto. Kann das Finale aufgrund der Pandemie nicht ausgetragen werden, wird der Sieger unter notarieller Aufsicht ausgelost. Wenn aus unvorhersehbaren Gründen kein Teilnehmer an der 1. DFB-Pokalrunde gemeldet wird, kann kein Solidartopf verteilt werden.

 

Selbst Dittmar Börner, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen, der nicht als Ja-Sager, stattdessen als kritischer Zeitgeist bekannt ist, gibt sich einsichtig. „Ich bin immer für eine sportliche Lösung, aber diesmal gibt es keine andere Möglichkeit. Die Politik lässt uns einfach keine andere Wahl", sagt er, der dabei auf die weiterhin anhaltenden Corona-Beschränkungen anspielt. „In Thüringen darf ja im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern nicht mal der Nachwuchs trainieren", betont er. Aufgrund der Inzidenzwerte dürfe man auch in nächster Zeit keine Lockerungen erwarten. „Im Gegenteil. Und dann muss man den Mannschaften mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit einräumen. Ohne geht es nicht", meint Börner.

 

Etwas anders sieht man es bei den Nachbarn im Fußballkreis Rhön- Rennsteig. „Es gibt keine Not, jetzt schon abzubrechen. Die Vereine hatten voriges Jahr schon nichts", sagt KFA-Chef Hans Hörnlein, der neben einem anderen Vorstandsmitglied gegen die Annullierung der Spielzeit 2020/2021 gestimmt hatte. „Dass uns Mitglieder weglaufen, daran ist nicht nur die Pandemie schuld, sondern auch wir", sagt er. Was Hörnlein in Rage bringt, ist, dass man eine solche Entscheidung gefällt hat, ohne zu wissen, wie sich die Situation weiterentwickelt. „Bis zum Saisonendeam 30. Juni sind es noch elf Wochen. Das ist genügend Zeit. In der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig sind zehn Spieltage gespielt", erklärt er. Um die Hinrunde zu beenden, sind es noch drei Spieltage, so Hörnlein weiter. „Und dann gibt es die 50+1 Regel. Das heißt, von den geplanten Spielen sind die Hälfte +1 zu machen, dann hätten wir die Saison werten und einen Meister küren können", sagt er. Wenn es die Gesetzeslage dann weiterhin nicht zulassen würde, die Saison zu einem Ende zu bringen, dann müsse man dies akzeptieren, „allerdings liegt die Schuld dann nicht bei uns, sondern bei der Pandemie." Immerhin die Austragung des Kreispokals ist noch nicht vom Tisch. Man werde versuchen, den K.-o.-Wettbewerb Mitte/Ende Juni zu beenden, so Hörnlein.

 

Diesen einen Titel will man auch im Fußballkreis Südthüringen vergeben. „Für Mannschaften, Spieler und Trainer wäre es schon enorm wichtig, dass wir alles daran setzen, diesen Wettbewerb zu Ende zu spielen", betont Dittmar Börner. Dennoch werde man hier nicht einfach „von oben herab" entscheiden. Man wolle in nächster Zeit Kontakt zu den Vereinen aufnehmen und sich ein Stimmungsbild einholen, berichtet der Hetschbacher. Cj 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 21.4.2021

 

TFV bricht die Saison 2020/21 endgültig ab
 
Erfurt – Der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) entschied am Montagabend in einer Video- Konferenz, dass die Punktspielsaison 2020/21 abgebrochen wird.

Der TFV wird die Saison auf der Grundlage der Spielordnung § 11 Ziffern 4 und 5 in allen Spielklassen des Landes und der Kreise annullieren und nicht werten, alle zum Zeitpunkt
der Annullierung aktiven annschaften behalten für die Folgesaison 2021/22 den Startplatz in der jeweiligen Liga.
 
Vom Beschluss ausgenommen sind die Landespokalwettbewerbe der Männer, Jugend, Frauen und Mädchen sowie der Fußballkreise. Sollte in der NOFV-Oberliga ein Aufstiegsplatz für eine Thüringer Mannschaft bereitstehen, wird dieser über eine Qualifikationsrunde ermittelt. Vier Vereine, die BSG Wismut Gera, der SV 09 Arnstadt, FSV 1996 Preußen Bad Langensalza und der FSV Schleiz, haben die Zulassung für die NOFV-Oberliga beantragt, zwischen ihnen soll bis zum 25. Mai ein Modus festgelegt werden. Kann ein Aufsteiger nicht bis zum 21. Juni ermittelt werden, so wird dem NOFV keine Mannschaft aus Thüringen gemeldet.
 
Das Finalspiel im Landespokal soll am 29. Mai im Rahmen des Finaltages der Amateure ausgetragen werden. Dafür werden die einzigen aktuell im Trainingsbetrieb befindlichen
Regionalligamannschaften, der FC Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz, nominiert. Die 30 anderen Mannschaften der 3. Hauptrunde des Thüringen-Pokals scheiden aus dem Wettbewerb aus und erhalten aus dem Solidartopf einen Ausgleichsbetrag von 2000 Euro brutto. Kann das Finale aufgrund der Corona- Pandemie nicht ausgetragen werden, wird der Vertreter des TFV zwischen den beiden geplanten Finalisten und höchstklassigsten Vereinen des TFV unter notarieller Aufsicht ausgelost. Wenn aus unvorhersehbaren Gründen kein Teilnehmer an der 1. DFB-Pokalrunde gemeldet werden, kann kein Solidartopf verteilt werden. ger
 
 Quelle: Freies Wort, Sport vom 20.4.2021

Auch die Ligavertreter favorisieren den Abbruch

 

Einigkeit herrscht in der Sitzung des Spielausschusses des Thüringer Fußball- Verbandes (TFV) mit den Vertretern der Thüringenligisten und der Landesklassen-Mannschaften. Die Empfehlung lautet, die Saison abzubrechen.

Am Donnerstagabend beriet der Spielausschuss des Nordostdeutschen Fußball- Verbandes (NOFV) mit den Vereinen der zugehörigen Oberligen über die aktuelle Situation. Wie schon bei den Regionalligavereinen stimmten auch die Verantwortlichen der Oberligisten mehrheitlich für einen Abbruch der laufenden Spielzeit. Bei der Frage hinsichtlich der Auf- und Abstiegsfrage kamen die Mitglieder aber noch auf keinen gemeinsamen Nenner. Das differenzierte Meinungsbild der Vereine in dieser Entscheidung wird im Spielausschuss ausgewertet und auf der Tagung am 16. April als Empfehlung an das NOFV- Präsidium weitergegeben.

  

Erfurt – Die Beratung des Spielausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) mit den Ligavertretern der Thüringenliga und der Landesklasse am Donnerstagabend wurde als Videokonferenz unter Leitung von Sven Wenzel, dem Spielobmann des Verbandes, durchgeführt. Im Ergebnis waren sich alle Beteiligten einig, dass aufgrund der aktuellen politischen Verfügungslage und der am 31. März durch die Thüringer Landesregierung erlassenen Verordnung dem TFV-Vorstand die Empfehlung ausgesprochen werden soll, die laufende Saison der Thüringenliga und der Landesklasse gemäß Spielordnung § 11 Ziffer 4 abzubrechen. Damit gibt es weder Auf- noch Absteiger.

 

Der Spielausschuss wird für den TFV-Vorstand zu seiner Tagung am 19. April eine Beschlussvorlage erarbeiten. Sollte die Möglichkeit bestehen, eine Mannschaft für die NOFV-Oberliga zu melden, so ist es das Ziel, diese bis zum 20. Juni aus den vier Aufstiegsaspiranten zu ermitteln. Das ist jedoch wiederum von der Corona-Lage und einer möglichen Vorlaufzeit abhängig. Für den Saisonstart 2021/2022 gibt es in Auswertung der Vereinsumfrage ein geteiltes Bild zwischen den Ligen. Hier ist geplant, eine weitere zusätzliche Umfrage (Tendenz Ende April) zu starten, um den Starttermin für die beiden Ligen und den Landespokal zu ermitteln. Weitere Szenarien zur Saison 2021/2022 mit möglichen weiteren Corona-Einschränkungen wurden ebenfalls diskutiert.

 

Zum Thüringenpokal und deren Fortsetzung gab es ebenfalls eine Abstimmung der Konferenz-Teilnehmer. Hier ist festzuhalten, dass viele Faktoren berücksichtigt werden müssen: die Vorlaufzeit bzw. auch die Aktivitäten sowie Saisonvorbereitungen der höherklassigen (NOFV-)Mannschaften, der Fixtermin Pokalfinale im Rahmen des „DFB-Pokaltages der Amateure" am 29. Mai sowie finanzielle Aspekte. Daher wurde eine Beratung per Videokonferenz mit allen 32 Mannschaften, die sich noch im Wettbewerb befinden, für Freitag, den 9. April, um 19 Uhr einberufen. In der sollen die Standpunkte ausgetauscht und eine weitere Beschlussvorlage für den TFV-Vorstand erstellt werden. Die Meinung aller Teilnehmer war es, dass der Austausch in diesem kleineren Kreis positiv zu sehen ist, jedoch die Abstimmung der Ligavertreter mit „ihren" Ligavereinen verbessert werden muss und intern und nicht immer zuerst in der Öffentlichkeit (Chatforen, Presse etc.) besprochen werden sollten.

 

Auch der TFV-Jugendausschuss informierte die Vereine über Stand und Optionen im Nachwuchsspielbetrieb auf Landesebene. Der Ausschussvorsitzende Christopher Graßmuck nutzte die virtuelle Zusammenkunft, an der mehr als 60 Vereinsvertreter, Kreisjugendobleute sowie Mitglieder des Jugendausschusses teilnahmen, um über den Stand im Spielbetrieb in Kenntnis zu setzen sowie auf Optionen zur Fortführung einzugehen. Graßmuck erläuterte, dass der späteste Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der 8./9. Mai sei, wobei für die A- bis C-Junioren vier Wochen und für die D-Junioren drei Wochen Vorbereitungszeit nötig seien.

 

Vorgesehen sind nach jetzigem Stand auch die Ermittlung der Landesmeister an drei Spieltagen sowie eventuelle Relegationsspiele zur Regionalliga. Außerdem ging es um den AOK PLUS Landespokal. Bevor der Jugendausschussvorsitzende auf einige wenige Fragen einging, erläuterte er noch die Umfrage zum  Nachwuchsspielbetrieb. Die Teilnahme daran ist bis zum 9. April möglich. Analog zu den beiden anderen  Spielausschüssen will auch der Frauen- und Mädchenausschuss des TFV die Vereine auf Landesebene abfragen.

Dazu wurde eine Umfrage zum Landesspielbetrieb der Saison 2020/2021 gestartet. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 11. April möglich. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 3.4.2021

 

Allenthalben Szenarien zum Saisonabbruch

 

Erfurt/Berlin – Die nächste (virtuelle) Sitzung des Spielausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) mit Vereinsvertretern aus Thüringenliga und Landesklasse findet wie geplant am Donnerstag ab 18.30 Uhr statt. Das teilte der Verband mit. Besprochen werden sollen dabei u. a. die Auswertung der Vereinsumfrage und Modalitäten des Saisonabschlusses (Wertung, Auf- und Absteiger?, Fortsetzung Landespokal, Rahmenterminplan für 2021/22).

 

Inzwischen befassen sich auch andere Landesverbände mit einem Saisonabbruch. In Sachsen-Anhalt war er bereits beschlossen worden. Zu Wochenbeginn hatten der Regionalverband Südwest und der Landesverband Brandenburg den definitiven Stopp der Spielzeit erklärt. In den Landesverbänden von Berlin und Mecklenburg-Vorpommern plädierten die Vereine für ein ähnliches Vorgehen, gleiches taten alle Vereine der Regionalliga Nordost. Hier wird die Entscheidung auf der Präsidiumssitzung am 16. April fallen. Zuvor soll es am Donnerstag eine Videokonferenz mit den Vereinen der Oberliga Nordost geben, um auch für diese Klasse das weitere Vorgehen zu erörtern. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) gibt dagegen die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs nicht auf. Wie aus einem Vier-Punkte- Plan vom Dienstag hervorgeht, müsste zur Weiterführung des Spielbetriebs aber ein Training ab spätestens 3. Mai möglich sein. ger/dpa

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 31.3.2021

 

 

Alternativlos

 

Über den geplanten Saisonabbruch in Fußball-Thüringen

Von Carsten Jentzsch

 

Nun muss in Thüringen auch König Fußball der Wahrheit ins Gesicht sehen. So bitter das ist, doch der Abbruch der Saison 2020/2021 ist alternativlos. Denn den Wettlauf mit der Zeit kann der Sport mit dem runden Leder nicht mehr gewinnen. In Anbetracht steigender Infektionszahlen und der sich daraus ergebenden Regel-Verschärfungen ist auch das letzte Lichtlein am Ende des Tunnels erloschen. Selbst, wenn es jetzt wieder losgehen könnte, so müsste man den Vereinen nach fünf Monaten Pause mindestens drei bis vier Wochen Vorbereitungszeit einräumen. Und Doppelspieltage respektive Spieltage unter der Woche bleiben auf Amateurebene nichts anderes als Gedankenspielereien, deren Umsetzung aufgrund der nicht ganz unwichtigen Nebensache der beruflichen Tätigkeit utopisch ist. Keinen Sinn macht auch die Wertung einer Saison, deren Halbserie nach wie vor nicht beendet ist. Doch so schmerzhaft sich dieser erneute Saisonabbruch auch anfühlen mag, er bietet auch Chancen. Der Thüringer Fußballverband hat nun genügend Zeit, entsprechende Alternativen zu entwickeln, um in naher Zukunft flexibler auf Spielunterbrechungen reagieren zu können. Denn Fakt ist: Ein dritter Saisonabbruch könnte den Mitgliederschwund zusätzlich verstärken.

 

Doch damit sich der Wandel, dem sich Thüringens Fußball-Landkarte in nächster Zeit unterziehen wird, nicht noch größer wird, müssen dringend Lösungen her. Von alternativen Programmen im Turnierformat, die gleichzeitig als Saisonvorbereitung genutzt werden können, bis hin zu Abwandlungen des gängigen Modus in der Saison, beispielsweise Playoffs, welche die Saison deutlich verkürzen. Damit werden Angebote geschaffen, die neugierig machen, die das eine oder andere nachdenkliche Vereinsmitglied vielleicht doch noch vor dem Absprung bewahren. Diese Angebote sind genauso alternativlos wie ein Saisonabbruch. Ebenfalls alternativlos sind Perspektiven für den Breitensport. Training unter freiem Himmel unter Einhaltung der entsprechenden Schutzmaßnahmen wie kleine Gruppen und kontaktlose Übungen müssen zeitnah möglich sein. Allerdings lastet die Verantwortung hierbei natürlich auf anderen Schultern als auf denen des Thüringer Fußballverbandes. Hier wird man jedoch den Eindruck nicht los, dass diejenigen, die diese Verantwortung tragen, sich gar nicht bewusst sind, welche Spätfolgen insbesondere Kinder und Jugendliche durch den anhaltenden Lockdown davontragen. In einer aktuellen Bertelsmann- Studie gaben 61 Prozent der jungen Menschen an, sich teilweise oder dauerhaft einsam zu fühlen; 64 Prozent stimmen zum Teil oder voll zu, psychisch belastet zu sein. Zahlen, die neben den täglichen Infektionszahlen deutlich in den Fokus rücken sollten.

 

Ausschüsse tagen

Der Vizepräsident des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) für Spielbetrieb und Recht, Bertram Schreiber, hatte das Ansinnen des Verbandes, die laufende Spielzeit abzubrechen, am Wochenende in einer Presseinformation mitgeteilt: „Die getroffenen politischen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April veranlassten die spielleitenden Ausschüsse des TFV eine aktuelle Situationseinschätzung durchzuführen. Dabei kam man übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es nunmehr unmöglich ist, eine sportliche Beendigung der laufenden Spielzeit unter Berücksichtigung der erforderlichen Öffnungsschritte und einer ausreichenden Vorbereitungszeit zu realisieren." In Abstimmung mit dem Vizepräsidenten des TFV für Spielbetrieb und Recht werde man daher die für einen Abbruch der Saison notwendigen Schritte einleiten. Die jeweiligen Ausschüsse sollen die Entscheidungen für die jeweiligen Bereiche (Frauen, Männer und Jugend) in den Sitzungen der zuständigen Gremien erarbeiten. Dabei würden auch die Ergebnisse der durchgeführten Umfrage berücksichtigt werden, an der sich die Mannschaften der Thüringenliga und der Landesklassenstaffeln beteiligen konnten. Die Sitzungen der Ausschüsse finden in den nächsten Tagen statt. Die von ihnen getroffenen Beschlussvorlagen soll der Vorstand des TFV auf seiner Sitzung am 19. April bestätigen. Votiert der Verbandsvorstand dafür, wird die Saison 2020/21 in allen Spiel- und Altersklassen von den Kreisklassen bis zur Thüringenliga abgebrochen. Favorisiert wird dabei ein Abbruch der Saison ohne Auf- und Absteiger, wobei für einen Aufstieg in überregionale Spielklassen (Oberliga) auch Ausnahmeregelungen vorstellbar sind.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 30.3.2021

 

 

Warum soll man jetzt noch warten?

 

Kurz vor dem Abbruch der Saison stehen die Thüringer Fußball-Ligen. Entsprechend gedrückt ist auch die Stimmungslage in der Region. Hier drei Beispiele ...

Von Ralf Brückner, Carsten Jentzsch und Lars Fritzlar

 

Sonneberg/Hildburghausen/Großbreitenbach – „Die Hoffnung stirbt zuletzt", lautet die bekannte Floskel, an die sich augenscheinlich auch das Präsidium des Thüringer Fußballverbandes (TFV) und einige Mitgliedsvereine klammern. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Entscheidung über einen Abbruch der Saison 2020/2021 „erst" am 19. April fallen soll. Doch es steht so gut wie fest, dass auch der TFV „die notwendigen Schritte" für einen Abbruch ins Auge gefasst hat. Denn angesichts der aktuellen Corona-Zahlen ist kurzfristig nicht mit wirklichen Lockerungen zu rechnen. Stand jetzt geht die Spielpause im Amateurfußball der Region also bis in den Sommer weiter. Wenn dann der Start zur neuen Saison planmäßig verlaufen kann, was ja auch alles andere als sicher ist, würde eine Pause von einem dreiviertel Jahr hinter den Akteuren liegen. Der Vizepräsident des Thüringer Fußball-Verbandesfür Spielbetrieb und Recht, Bertram Schreiber, hatte das Ansinnen des Verbandes, die laufende Spielzeit abzubrechen, am Wochenende in einer Presseinformation mitgeteilt: „Die getroffenen politischen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April veranlassten die spielleitenden Ausschüsse des TFV, eine aktuelle Situationseinschätzung durchzuführen. Dabei kam man übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es nunmehr unmöglich ist, eine sportliche Beendigung der laufenden Spielzeit unter Berücksichtigung der erforderlichen Öffnungsschritte und einer ausreichenden Vorbereitungszeit zu realisieren." In Abstimmung mit dem Vizepräsidenten des TFV für Spielbetrieb und Recht werde man daher die für einen Abbruch der Saison 2020/2021 notwendigen Schritte einleiten, heißt es.

 

Auch für Ronny Röhr, Trainer beim Verbandsligist 1. FC Sonneberg 2004, war die Situation absehbar. „Wir wissen doch alle noch, wie das im vergangenen Jahr gelaufen ist. Es gab ja nicht nur Befürworter der Saison- Fortsetzung im damals arg kritisierten TFV-Vorstand. Auch wir wollten die Saison zu Ende spielen, zumal die sogenannte zweite Welle schon damals als wahrscheinlich galt", sieht Röhr seine Meinung aus dem vergangenen Jahr eigentlich nur bestätigt. Allerdings möchte er nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen und einen Schuldigen suchen. Nein, denn „es ist mühselig, dem hinterherzutrauern", ergänzt er und meint. „Es ist nun mal so gekommen; wir alle haben damit leben müssen. Und viele haben geahnt, dass es mit der neuen Saison genauso passiert." Für Röhr sehe es diesmal aber „noch schlechter aus als im vergangenen Jahr". Habe es doch in der Thüringenliga gerade einmal acht Spieltage gegeben. In der Saison 2019/2020 war wenigstens eine Halbserie gespielt worden. Darum „ist der Abbruch das einzig richtige", fordert der in Steinach Beheimatete, zumal nicht davon auszugehen sei, dass der TFV die Saison über den 30. Juni hinweg verlängern werde. „Somit gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit. Und warum soll man jetzt noch warten", bringt es Ronny Röhr auf den Punkt. Der Coach hofft, dass es angesichts der wenigen Spieltage in der laufenden Thüringenliga-Saison zu keiner Wertung kommen wird. „Wir haben ja nicht mal gegen jeden gespielt." Allerdings votiert Röhr dafür, dennoch einen Oberliga-Aufsteiger zu küren. „Wenn jemand hoch will, sollte man ihn lassen, zumal ja dann auch der Verband stärker vertreten wird", gibt der Trainer zu bedenken. Auf die Stimmungslage in seiner Mannschaft angesprochen, ist Röhr zweigeteilt. Der Trainingsalltag sei total runtergefahren worden; das frustriere ihn und seine Mitstreiter schon. Für Röhr indes positiv: „Es bewegen sich viele. Ich weiß es, weil ich einige zufällig sehe und auch darüber im WhatsApp-Chat geschrieben wird." Angesichts des drohenden Saisonabbruchs führen er und die Vereinsleitung bereits jetzt Gespräche mit dem Stammpersonal, aber auch möglichen Neuzugängen. Ansonsten „hoffen wir auf den Sommer", verrät Ronny Röhr, der sich auch im günstigsten Fall keine Fortsetzung der Saison mehr vorstellen kann: „Wie soll das gehen – selbst wenn wir gleich anfangen könnten", fragt er. Seiner Meinung nach gäbe es auch dann zu viele Einschränkungen, angefangen vom Aussperren der Zuschauer. Was viele auch beschäftigt, ist einmal mehr die Frage, wie es weitergeht.

 

Warum man in diesem Zusammenhang bis Mitte April wartet, stößt an der „Basis" in Fußball-Thüringen mitunter auf Kritik. „Normalerweise könnte man doch jetzt schon Nägel mit Köpfen machen. Da könnte jeder Verein jetzt schon mal planen, den Kader durchchecken, sich um Neuzugänge kümmern", sagt auch Mario Lochmann, der selbst eigentlich gar nicht mehr Trainer beim Landesklasse-Vertreter FSV 06 Eintracht Hildburghausen wäre, wenn es Corona und das daraus entstandene Chaos nicht gegeben hätte. Die Saison 2018/2019 sollte nämlich Lochmanns letzte Spielzeit als verantwortlicher Trainer der Kreisstädter sein. Doch aufgrund des „Sommertheaters" 2020, in dessen Zentrum die Frage Saisonabbruch oder Saisonfortsetzung stand, entschieden sich alle Parteien einvernehmlich, am Status quo festzuhalten. Sprich: Der in Hildburghausen bereits unterschriebene Markus Roth blieb Trainer von Kreisoberligist Westhausen und Mario Lochmann Coach der Hildburghäuser Landesklasse-Elf.

 

Doch wie geht es nun angesichts des erneuten Saisonabbruchs weiter?

Markus Roth, der in der Winterpause sein Amt als Trainer in Westhausen niedergelegt hatte, wäre im Moment zwar frei, allerdings ist dessen Lehrgang zum Spielanalytiker am Internationalen Fußballinstitut in Ismaning aufgrund von – wie sollte es anders sein – Corona ins Hintertreffen geraten. „Wir werden da jetzt nichts überstürzen. Es gibt eine Tendenz, allerdings werden wir mit allen Beteiligten zeitnah Gespräche darüber führen. Jetzt warten wir aber erst einmal die endgültige Entscheidung des Thüringer Fußballverbandes ab", erklärt Hildburghausens Vorstandsmitglied und Landesklasse-Spieler Jens Hirschfeld, der normalerweise auf seinen Trainer hört. Doch in Sachen erneuter Saisonabbruch hätte der 28-Jährige seinem Trainer wohl ebenso im Oktober vergangenen Jahres widersprochen. „Ich war nicht ganz so pessimistisch, habe mitunter sogar daran geglaubt, dass wir im Januar wieder was machen können. Aber jetzt ist es so. Wichtig bei den weiteren Planungen ist nun jedenfalls, dass man seine Erfahrungswerte nutzt, um nicht dieselben Fehler zu begehen. Es ist nicht auszuschließen, dass bei unserem Impftempo im Oktober/November wieder was kommt", sagt er, der sich große Sorgen macht, wer, wenn es wieder losgeht, überhaupt noch dabei sein wird.

 

Marco Seifert ist offenbar ein weit vorausblickender Zeitgenosse: Als vor einem Jahr zum ersten Mal eine Fußball-Punktspielsaison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden musste, da sagte der Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Großbreitenbach/Neustadt eigentlich als Erster voraus: „Solange nicht ein Impfstoff gefunden und der Großteil der Menschen damit geschützt ist, so lange werden wir auch nicht wieder einen normalen Punktspielbetrieb haben können." Ein halbes Jahr später bestätigte sich diese Meinung, als Anfang November auch die nächste Spielzeit unterbrochen werden musste – mit Seiferts Team als Spitzenreiter, zwei Punkte vor dem FSV 1928 Gräfinau-Angstedt. Und auch der nun angekündigte endgültige Abbruch überrascht den Großbreitenbacher Coach nicht mehr. „Das hatte sich doch angedeutet! Und es ist auch egal, ob man nun noch zwei Wochen wartet oder nicht. Auch die angedachte Fortsetzung des Kreispokals sehe ich eher skeptisch, denn auch auf solche Spiele muss man sich ja einige Wochen vorher vorbereiten." Die SG Großbreitenbach/ Neustadt war in der 3. Pokalrunde dem Kreisligisten FSV Martinroda II zugelost worden. „Wir können nur hoffen, dass vielleicht im Sommer dann doch mal wieder ein bisschen Normalität einzieht. Mal sehen, was die Politik sich einfallen lässt, um die Lage abzumildern – auch für uns Sportler!" Dass der Thüringer Fußball-Verband voraussichtlich keine Aufsteiger innerhalb seiner Klassen zulässt, nimmt der Trainer des aktuellen Kreisoberliga-Spitzenreiters relativ gelassen auf: „Es ist zwar jammerschade, dass eine Saison, in der wir so gut drauf waren, nicht fortgesetzt werden konnte", erklärt Marco Seifert. „Andererseits: Wenn nur neun Spiele ausgetragen wurden, kann man daraus auch als Spitzenreiter keine Berechtigung auf einen Aufstieg ableiten. Außerdem wäre das bei uns ohnehin noch ein intensives Diskussionsthema geworden, ob wir uns der Herausforderung Landesklasse überhaupt hätten stellen können. Und im Moment ist es sowieso egal, in welcher Klasse man spielt. Hauptsache, man spielt überhaupt! Wir Fußballer lechzen nach dem Gemeinschaftserlebnis eines Spiels, nach dem Training und dem sportlichen Vergleich! Man kann ja einiges mit einer Challenge ausgleichen, aber das kann kein Dauerzustand bleiben." Und Marco Seifert fügt leicht sarkastisch hinzu: „Wenn ich in unserer WhatsApp-Gruppe sehe, wie in den letzten Wochen die Kilometer- Durchschnittszeiten der Jungs nach oben geschossen sind: Läuferisch sind sie jetzt so fit, wie sie es vorher eigentlich nie waren …"

   

Und im Pokal?

Auch zum noch laufenden Landespokalwettbewerb sollen Vorschläge, wie dieser sportlich beendet werden kann, erarbeitet werden, Der TFV verfolgt dabei das Ziel, unter allen Umständen einen Teilnehmer für den DFB-Pokal zu ermitteln. Die Entscheidung über eine mögliche Weiterführung/Beendigung der Kreispokalwettbewerbe sollen die Kreis- Fußballausschüsse (KFA) in eigener Zuständigkeit treffen.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 30.3.2021

 


 

6.09 Uhr: Fußballsaison in Thüringen vor dem Abbruch

 

Im Thüringer Amateurfußball rollt in der Punktspielsaison kein Ball mehr. Es soll keine Auf- und Absteiger geben, ausgenommen die Oberliga. Die Entscheidung trifft der Vorstand am 19. April. Der Landespokal soll beendet werden.

Von Thomas Sprafke

 

Erfurt – Es war nur eine Frage der Zeit. Nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) am vergangenen Mittwoch wegen der Corona-Pandemie das vorzeitige Saisonende beschlossen hatte, steht auch das aktuelle Spieljahr 2020/21 im Thüringer Amateurfußball vor dem Abbruch. Wegen des bis zum 18. April verlängerten Lockdown und der steigenden Inzidenzzahlen im Freistaat ist ein sportlicher Abschluss der Saison 2020/21 unmöglich geworden. Wie der Thüringer Fußballverband am Samstag in aller Früh um 6.09 Uhr per Pressemitteilung schrieb, werden dafür nun alle notwendigen Schritte eingeleitet. Eine endgültige Entscheidung trifft der TFV-Vorstand am 19. April. Zuvor wollen die verschiedenen Ausschüsse (Frauen, Männer, Nachwuchs) beraten. Betroffen wären alle Spiel- und Altersklassen – von der Thüringenliga bis zur Kreisklasse. Um 6.09 Uhr? Wurde diese Entscheidung mit großer sportlicher Tragweite etwa erst weit nach Mitternacht gefällt wie jüngst das faule Osterei der Bund- Länder-Runde? Wohl kaum.

 

„Man kam übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es nunmehr unmöglich ist, eine sportliche Beendigung der laufenden Spielzeit unter Berücksichtigung der erforderlichen Öffnungsschritte und einer ausreichenden Vorbereitungszeit zu realisieren", erklärte Vizepräsident Bertram Schreiber. In die Entscheidungsfindung flossen auch die Umfragen unter den Mannschaften der Thüringenliga und der Landesklasse ein. Hier hätte sich mancher Verein und Funktionär mehr Transparenz seitens des Verbandes gewünscht. Favorisiert wird momentan ein Abbruch ohne Auf- und Absteiger. Ausgenommen könne ein möglicher Aufstieg in überregionale Spielklassen, die Oberliga, sein. Hier führt nach dem 9. Spieltag am 31. Oktober Wismut Gera (23 Punkte) die Tabelle vor dem SV Arnstadt (22) an. Danach wurde wegen der Corona-Krise nicht mehr gespielt.

 

Im Landespokal hingegen könnte bis zum Sommer nochmals der Ball rollen. Schließlich gilt es, einen Teilnehmer für den DFB-Pokal zu ermitteln. Dafür soll der Wettbewerb möglichst sportlich beendet werden. Da aber mit dem ZFC Meuselwitz und dem FC Carl Zeiss Jena nur zwei Mannschaften aktuell im Trainingsbetrieb stehen, deutet einiges auf ein Endspiel und einen finanziellen Ausgleich für die anderen Teams hin. Die Entscheidung über eine mögliche Weiterführung oder Beendigung der Kreispokalwettbewerbe sollen die Kreisfußballausschüsse (KFA) in eigener Zuständigkeit treffen.

 

Der Entscheidung zum Abbruch der NOFV-Regionalliga-Spielzeit dürfte derweil einigen ambitionierten Oberligisten, darunter der FC Rot-Weiß Erfurt, überhaupt nicht gefallen. Zumal sich die 20 Regionalliga- Klubs mehrheitlich gegen Aufsteiger aus der Oberliga aussprachen. Sie sehen die Gefahr einer Mammutsaison. Der NOFV will zeitnah eine Video-Konferenz mit den Fünftligisten durchführen, die dabei ebenfalls ein Stimmungsbild abgeben sollen. Klar ist: Auch die Oberliga-Saison wird mit großer Sicherheit abgebrochen; auch für den FSV Martinroda, Südthüringens höchst spielender Verein, ist die Saison praktisch zu Ende.

Erfurts Geschäftsführer Franz Gerber plädierte im MDR indes gegen einen vorschnellen Abbruch. „Ich setze auf den Verband NOFV, dass sie so spät wie möglich den Abbruch beschließen. Ein Abbruch jetzt schon wäre sehr schlecht. Wir hätten dann eine Pause von über acht Monaten", sagte der Ex-Bundesligaprofi. Gerber hofft, dass im Mai und Juni zumindest noch vier oder fünf Spieltage ausgetragen werden können: „Diese Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen." Dann habe die Tabelle, die bislang nur neun Spieltage umfasst, eine andere Aussagekraft, so Gerber. Mit Rot-Weiß Erfurt, dem FC Eilenburg, dem VfL Halle und dem VFC Plauen haben vier Oberliga-Klubs Unterlagen für die Regionalliga eingereicht. Gerber plädierte für Playoffs der vier Vereine über ein „Final Four" oder eine Aufstiegsrunde: „Das wäre sportlich gerecht sehr attraktiv und würde für eine hohe Aufmerksamkeit sorgen. Und es wäre im Sinne des Fußballs."

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 29.3.2021

 

TFV-Präsidium in Sorge

 

Im Hinblick auf eine baldige Rückkehr auf die Fußballplätze und die in diesem Zusammenhang stehende Fortsetzung des Spielbetriebs hat das Präsidium des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die neuen Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom 23. März mit großer Sorge zur Kenntnis genommen. Gleiches dürfte für den Abbruch der Regionalliga gelten. Eine mögliche Wiederaufnahme des Trainings rücke somit genauso in weite Ferne wie die notwendige Wiederaufnahme des Spielbetriebs bei den Männern, Frauen und im Nachwuchs, teilte der TFV mit. Mit den Entscheidungen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten drohe der Abbruch der Saison und eine Nichtwertung der Ergebnisse. Besonders Kindern und Jugendlichen würden damit auch weiterhin die Angebote für Training und Wettkampf fehlen. In einem Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow und Minister Helmut Holter vom 25. Februar hatte der TFV explizit auf Studien hingewiesen, die zeigen, dass eine direkte Ansteckungsgefahr auf dem Spielfeld minimal ist. Auch das Engagement des Landessportbundes, der im stetigen Austausch mit der Landesregierung steht, habe angesichts steigender Infektionszahlen leider noch nicht zu Öffnungsschritten für den Amateursport in Thüringen geführt. Das Präsidium bedauert es daher, dass gerade dem Fußball in Thüringen eine gewisse Öffnungsperspektive fehlt, zumal in den Beschlüssen vom Dienstag der organisierte Amateursport unerwähnt geblieben ist.

Ebenfalls zur Kenntnis genommen hat das Präsidium den offenen Brief eines Stützpunkttrainers. Die von ihm gewählte Art und Weise der Kommunikation stoße auf großes Unverständnis und verstoße gegen den neuen Verhaltenskodex.

 

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 26.3.2021




In Sachsen-Anhalt ist schon Schluss

 

Magdeburg – Während der Thüringer Fußball-Verband notfalls noch bis in den Mai hinein warten will, haben die Kollegen in Sachsen-Anhalt einen Schlussstrich gezogen: Am Montag wurde dort beschlossen, den Punktspielbetrieb 2020/21 im Männerbereich auf Landesebene abzubrechen. Aufsteiger in den Landesspielklassen gibt es nur, falls der NOFV einen Oberliga-Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt zulässt. Dieser würde dann per Quotientenregel ermittelt, gilt aber nicht als Landesmeister. In diesem Falle wird in den anderen Landesklassen ebenso verfahren und die ermittelten aufstiegsberechtigten Vereine können einen Aufstiegsantrag stellen. Sportlich ermittelte Absteiger gibt es auf Landesebene nicht, sondern nur freiwillige. Wie der Fußballverband Sachsen- Anhalt mitteilte, entspricht dies dem Willen der Mehrheit der auf Landesebene spielenden Vereine: Bei einer Befragung stimmten 90 von 122 Teilnehmern für dieses Szenario. Rd


Quelle: Freies Wort, Sport vom 18.3.2021



Im März wird kein einziger Ball rollen

 

Erfurt – In der vergangenen Woche tagten erneut die politischen Entscheidungsträger in Thüringen auch hinsichtlich möglicher Lockerungen im Sport und speziell dem Amateurfußball. Allerdings wird das Ergebnis nicht die Freunde des runden Leders im Freistaat erfreuen, denn an einen Trainings- geschweige denn Wettkampfbetrieb ist nach wie vor nicht zu denken. In der vergangenen Woche wurde die Dritte Thüringer Verordnung über außerordentliche Sondermaßnahmen zur Eindämmung einer sprunghaften Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 durch das zuständige Ministerium geändert.

Hierin sind jedoch bis vorerst 31. März 2021 keine Lockerungen, was den organisierten Sportbetrieb angeht, herauszulesen.

Der Freizeitsport sowie der organisierte Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen sowie unter freiem Himmel außerhalb von Sportanlagen sind weiterhin untersagt. Damit dürfte sich die Umsetzung einer Saisonfortsetzung immer schwieriger gestalten. Rd

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.3.2021

  


TFV: Nächste Runde am Gründonnerstag

 

Erfurt – Nach der virtuellen Konferenz des Spielausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) mit den Vertretern der Verbandsliga und der Landesklassen am Freitagabend bleibt völlig offen, ob und wann die Fußballsaison in Thüringen fortgesetzt werden kann. Aufgrund der neuen Verfügungslage in Thüringen mit weiterhin eingeschränkten Möglichkeiten für den Sport bis zum 31. März wird am 1. April (Gründonnerstag) eine weitere Beratung der Runde einberufen, um rasch auf Festlegungen der Politik zu reagieren. Ziel ist, die erste Halbserie bis zum 30. Juni noch zu Ende zu spielen. Als letzte Option für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes gilt das Wochenende vom 7. bis 9. Mai. Die Vorlaufzeit von vier Wochen sollte hierbei möglichst gegeben sein. Der Thüringenpokal wird in diesem Zusammenhang ebenso betrachtet. Dieser Wettbewerb könnte auch trotz eines notwendigen Abbruchs im Punktspielbereich möglicherweise regulär im Mai und Juni zu Ende gebracht werden.

 

Der TFV-Spielausschuss wird in den nächsten Tagen eine Umfrage an die Vereine versenden, in der weitere organisatorische Fragen zur laufenden und auch kommenden Saison abgefragt werden. Die Auf- und Abstiegsregularien werden zu gegebener Zeit, auch in Abhängigkeit vom NOFV-Spielbetrieb, beraten. Ger

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 16.3.2021

 


  

Letzte Option: 7. Mai

 

Wann wird in Thüringen wieder Fußball gespielt?

Angesichts der hohen Fallzahlen im Freistaat ist eine zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebes undenkbar. Der Regionalverband hat ganz andere Probleme.

 

Von Gerald Fritzsche und Thomas Sprafke

 

Erfurt/Leipzig/Berlin – Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat die Berliner Politik für ihre ablehnende Haltung zu einem Restart der Regionalliga-Nordost kritisiert. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum in allen anderen Bundesländern gespielt werden darf, nur in Berlin nicht", sagte Wilfried Riemer, Spielleiter der Regionalliga Nordost, am Freitag im MDR. In Gesprächen der Fußballfunktionäre mit Verantwortlichen des Berliner Senats sei klar formuliert worden, dass sich in dieser Frage vor der nächsten Schalte der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am 22. März nichts bewegen werde, sagte Riemer. Der Verband stehe in den Startlöchern und würde am Osterwochenende mit einem kompletten Spieltag beginnen wollen, wenn auch in Berlin gespielt werden könne. Bereits am letzten Märzwochenende könnten Nachholspiele über die Bühne gehen.

 

TFV berät zu Wiederbeginn

Für Regionalliga und Oberliga geht der NOFV nun davon aus, dass nur noch die erste Halbserie zu Ende gespielt werden könne und dann die Quotientenregelung über Auf- und Abstieg entscheide, bemerkte Riemer. Sollte Berlin auch nach dem 22. März den Spielbetrieb der Regionalliga nicht erlauben, könnte das Heimrecht der sieben Berliner Regionalliga-Teams auf die Kontrahenten übertragen werden. Bei Spielen der Berliner Vereine gegeneinander müsste geprüft werden, inwiefern diese in anderen Bundesländern ausgetragen werden könnten, so der Spielleiter. Die Regionalliga Nordost hatte am 1. November ihren bislang letzten Spieltag. In anderen Fußball-Regionalligen wird bereits wieder gespielt.

Auch in Thüringen ruht der Ball seit Monaten. Gewiss noch für einige Zeit, denn die hohen Fallzahlen machen kaum Hoffnungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten vergangene Woche verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Corona-Inzidenzwerten können die Bundesländer seit dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen. Dies gilt, wenn in einem Land oder einer Region eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Corona-Neuinfektionen pro 100000 Einwohnern erreicht wird. Spiele im Amateurfußball sind frühestens ab dem 22. März möglich – bei einer stabilen Inzidenz von unter 50. Davon ist Thüringen weit entfernt. Am Freitagabend verständigte sich der Spielausschusses des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) mit seinen Ligavertretern bei einer weiteren virtuellen Konferenz über die Fortsetzung der Saison 2020/21. Dazu hatte TFV-Spielobmann Sven Wenzel fünf verschiedene Varianten zur Wiederaufnahme erarbeitet, wie ein Teilnehmer der Konferenz bestätigte. Alle sehen vor, dass es auf der Grundlage der Spielordnung eine Wertung der Hinrunde plus eines Spieltages geben wird. Dabei sind stets vier Wochen Vorbereitung für die Vereine angedacht. Spätester Termin der Fortsetzung der Saison ist der 7. Mai. Da ein Beginn nach dem Lockdown am 9. April wohl nicht mehr möglich ist, sieht eine weitere Option vor, am 13. April mit Nachholspielen zu beginnen und auch den Pokalwettbewerb durchzuführen. Die anderen Not-Varianten sind ohne Pokalspiele geplant und sehen als Neustart den 23. und 30. April sowie als letztmöglichen Beginn den 7. Mai vor, um bis zum 18. Spieltag zu kommen. „Es gibt eine positive Grundstimmung der beteiligten Vereine zur Fortsetzung der Saison und damit verbunden den Wille, die Saison in eine Wertung zu bekommen. Ein Saisonabbruch zum jetzigen Zeitpunkt wird von der Runde als voreilige Aktion abgelehnt", teilte der TFV am späten Abend mit.

 

DFB unterstützt Amateurvereine mit Leitfaden

Der Deutsche Fußball-Bund hat für den Amateurfußball einen aktualisierten Leitfaden zur Rückkehr auf den Platz veröffentlicht. Die 30-seitige Ausarbeitung enthält unter anderem ein Muster-Hygienekonzept, Maßnahmen bei Corona-Infektionen oder Verdachtsfällen, die Aufteilung eines Sportplatzes in Zonen, Trainingstipps, Hinweise für eine mögliche Rückkehr in den Spielbetrieb sowie spezielle Ausführungen zum Kinderfußball. Der Leitfaden soll „Ratgeber, Orientierung und Hilfestellung sein", hieß es.

In seiner Mitteilung vom Freitag verwies der DFB die Vereine auch darauf, sich bei den Landesverbänden und Behörden zu informieren, was unter Berücksichtigung der jeweiligen Inzidenzwerte in den Kreisen zugelassen ist.

  

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 13.3.2021

 

 

Patient Amateurfußball

 

Frankfurt/Main – Der „Patient Amateurfußball" will endlich wieder loslegen. Nach mehr als vier Monaten Stillstand hat die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes – untermauert mit teils besorgniserregenden Daten aus einer Umfrage – an die Politik appelliert, den Ball im Amateur- und Jugendsport trotz der Corona- Krise wieder laufen zu lassen. „Unsere Fußballspieler wollen zurück auf den Platz. Die Sehnsucht nach dem Fußball, nach den Vereinen, nach dem gesellschaftlichen Leben ist riesig", sagte DFB-Präsident Fritz Keller auf einer virtuellen Pressekonferenz am Montag. Der für den Amateurfußball zuständige Vize Rainer Koch fügte mit markigen Worten hinzu: „Das an vielen Stellen prognostizierte Untergangsszenario gibt es für den Amateurfußball nicht, noch nicht. Klar ist aber auch: Der Basisfußball ist gezeichnet von der Corona-Krise. Es wird von Woche zu Woche schlimmer. Die Situation spitzt sich zu." Der Patient Amateurfußball liege noch nicht auf der Intensivstation, aber er brauche jetzt dringend „Fürsorge, Behandlung und Unterstützung".

 

Demnach leidet die Basis unter erheblichen finanziellen Belastungen, sorgt sich um den Nachwuchs und die Zahl an Ehrenamtlichen und Personen im Trainerbereich. So lauten einige der Erkenntnisse aus einer Umfrage, an der mehr als 100 000 Personen teilnahmen. 61 Prozent der Befragten geben an, dass sich Corona auf die finanzielle Situation ausgewirkt hat, zum Teil ist von einer existenzbedrohenden Lage die Rede. Finanzielle Unterstützung könne der DFB allein schon wegen seiner Gemeinnützigkeit nicht leisten, betonten die beiden Funktionäre. Auch die Verbundenheit zum Verein habe laut der Umfrage abgenommen, 36 Prozent stehen seit dem Beginn des zweiten Lockdowns im November überhaupt nicht in Kontakt mit ihrem Klub. Dazu sprechen 22 Prozent der Befragten von einem spürbaren Anstieg der Zahlen an Vereinsaustritten. Der zweite Lockdown hat offensichtlich Spuren hinterlassen. Seit November ruht quasi das Trainings und Wettkampfgeschehen im Amateur- und Jugendbereich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten am vergangenen Mittwoch zwar nach zähem Ringen verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen.

Spiele im Amateur- und Jugendfußball sind aber erst frühestens ab dem 22. März möglich, sollte der Inzidenzwert unter 50 liegen, was derzeit größtenteils unwahrscheinlich ist. Bedenken hinsichtlich der Gesundheit hat laut der Umfrage nur eine Minderheit. 11 Prozent sehen eine Infektionsgefahr auf dem Platz, 17 Prozent außerhalb des Feldes.

 

Eines ist den beiden DFB-Bossen aber klar. Sollten die Inzidenzzahlen weiter steigen, „haben wir wieder die Füße stillzuhalten", wie es Keller formulierte. Koch verwies aber auch darauf, dass immer mehr Menschen nicht bereit seien, sich an entsprechende Vorgaben zu halten. Da könne der Sport für mehr Ordnung sorgen, als wenn in der freien Natur ohne Obhut Fußball gespielt werde. Die Befragung brachte dem DFB aber auch positive Signale. So dürfte den Vereinen Hoffnung machen, dass nicht nur 98 der Befragten den Amateurfußball vermissen, sondern auch 94 Prozent nach Ende des Lockdowns zurückkommen wollen. dpa/rd

 

Online-Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage des Deutschen Fußball-Bundes, an der 101710 Personen ab 14 Jahren zwischen dem 19. und 27. Februar 2021 teilnahmen. 40 Prozent der Teilnehmer sind als Spieler aktiv, 20 Prozent als Trainer tätig, je 14 Prozent entweder Vereinsmitglied oder ein Elternteil. 5 Prozent begleiten den Amateurfußball als Schiedsrichter, dazu kommen 7 Prozent an Interessierten bzw. Zuschauern.

   
Quelle: Freies Wort, Sport vom 5.3.2021
 

Der Sport kehrt zurück, aber nur, wenn die Werte passen

  

Berlin – Die ersten Lockerungen nach monatelangem Lockdown sorgen im deutschen Sport noch nicht für die große Rückkehr-Euphorie. Nur wenige Stunden nach dem Beschluss von Bund und Ländern für einen Stufenplan zur schrittweisen Öffnung forderte nicht nur der Deutsche Fußball-Bund möglichst rasche konkrete Vorgaben. „Ich hätte mir mutigere Öffnungsschritte gewünscht", sagte DFB-Chef Fritz Keller, für den der Plan einen „ersten Schritt" darstellt. Gleichzeitig mahnte er „klare, umsetzbare Regelungen" an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten am Mittwochabend nach zähem Ringen verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Corona-Inzidenzwerten können die Bundesländer ab dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen. Wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden, ist Sache der Bundesländer. Viele Regionen in Thüringen sind von den geforderten Inzidenzwerten noch weit entfernt. Das Ende ist also noch nicht für alle Sportler greifbar. Auf keinen Fall vor dem 5. April können etwa Hallensportarten mit Kontakt betrieben werden. Aus Sorge um den Nachwuchs regte Handball-Boss Andreas Michelmann deshalb eine Rückkehr zu den Wurzeln der Sportart an. „Wir müssen schauen, dass wir in nächster Zeit stärker ins Freie gehen. Das kennen wir ja aus den vergangenen Jahrzehnten", sagte der Präsident des Deutschen Handballbundes. In der stufenweisen Öffnungsstrategie für den Amateur- und Breitensport ist allerdings eine Notbremse eingebaut: Führen in einer Region einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen, werden dort die Erleichterungen wieder gestrichen. Dpa

 

Der Öffnungsplan für den Sport

  

Mögliche Öffnungsschritte nach Infektionsgeschehen und zeitlichen Vorgaben

  

1. Öffnungsschritt

ab 8.3. nach Inzidenz

unter 50

Kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen von maximal zehn Personen im Außenbereich,

auch auf Außensportanlagen

 

unter 100

Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sowie Sport in Gruppen von bis zu 20

Kindern bis 14 Jahren. Im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen

  

weitere Schritte bei stabiler Inzidenz

2. Öffnungsschritt

14 Tage später frühestens 22.3.

  

unter 50

Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich

 

unter 100

Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich.

Voraussetzung: tagesaktueller negativer Schnell- oder Selbsttest

    

3. Öffnungsschritt

14 Tage später frühestens 5.4.

 

unter 50

Kontaktsport in Innenräumen 

 

zwischen 35 und 100

Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich.

Kein Covid-19-Test mehr erforderlich

  

regionale Abweichungen möglich

Quelle: Beschlüsse von Bund und Ländern

   

Quelle: Freies Wort, Sport vom 5.3.2021

 

Plan C, D oder E?

 

Das Murren in Fußball-Thüringen wird angesichts der nach wie vor nicht vorhandenen Perspektiven für einen Wiedereinstieg in den Amateursport immer lauter. Auch Ministerpräsident Ramelow hat Post bekommen.

 

Erfurt/Hetschbach/Arnstadt – Nach vier Monaten Zwangspause für den Thüringer Amateursport mehren sich insbesondere im Herrschaftsbereich von „König" Fußball die Stimmen, welche konkrete Öffnungsperspektiven einfordern. In der vergangenen Woche war Dittmar Börner, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Südthüringen, mit einem offenen Brief an den Thüringer Fußballverband (TFV) sowie an den Landessportbund voran geprescht. Darin forderte er konkrete Pläne für den Wiedereinstieg in den Vereinssport und kritisierte dabei Thüringens Minister für Jugend, Bildung und Sport, Helmut Holter. Auch TFV-Präsident Udo Penßler- Beyer suchte zuletzt gemeinsam mit TFV-Geschäftsführer Thomas Münzberg den Kontakt zu Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie Helmut Holter. Die genauen Inhalte des Schreibens veröffentlichte der Thüringer Fußballverband allerdings nicht. Fakt ist dagegen, dass es sich bei besagtem „Dringlichkeitsbrief" um ein gemeinsames Vorgehen aller Landesverbände des Deutschen Fußballbundes handelt. Die Strategie, wie eine Rückkehr auf die Sportanlagen in absehbarer Zeit funktionieren kann, an welche Bedingungen sie geknüpft sein könnte und was genau erlaubt sein kann, sucht man bis dato in Thüringen vergebens. Mitunter wird bereits der Saisonabbruch eingefordert. Davon hält TFV-Vizepräsident Bertram Schreiber allerdings nichts wie er zu Wochenbeginn betonte. „Sicher wäre es ein Leichtes, jetzt einen Abbruch der laufenden Saison zu beschließen. Selbstverständlich können wir auch nachvollziehen, wenn man als Verein bestrebt ist, einen möglichen drohenden Abstieg durch einen Abbruch zu verhindern, um dann in der Folgesaison den Klassenerhalt sportlich zu schaffen", so Schreiber. Das sei zwar legitim, allerdings nur die halbe Wahrheit. „Viele Vereine und Mannschaften kämpfen seit Jahren um einen Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse oder um den möglichen Wiederaufstieg. Für einige dieser Mannschaften kann dies zur Realität werden und das langersehnte Ziel Aufstieg umgesetzt werden. Diese Hoffnungen können wir nicht einfach so durch den Abbruch einer weiteren Saison zerstören."

Solange eine realistische Möglichkeit, das Spieljahr sportlich mit einer Wertung zu Ende zu bringen, besteht, werde man an dieser fest halten. Alles andere wäre ein falsches Signal, so der aus dem sächsischen Annaberg-Buchholz stammende Ökonom. Laut Schreiber sind die spielleitenden Ausschüsse des Thüringer Fußballverbandes sowie der Kreisfußballausschüsse seit Beginn der zweiten Welle mit Varianten und Plänen an einer Rückkehr auf die Sportplätze beschäftigt. „Es wurden Gespräche und Diskussionen mit kommunalen Vertretern, Medizinern, Politikern und vielen anderen Personen geführt", berichtet er. Allerdings könne man derzeit „aufgrund der fehlenden politischen Entscheidungen" nichts umsetzen. „Es liegen präzisierte Rahmenspielpläne vor, welche nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Das macht jedoch alles nur Sinn, wenn es konkrete terminliche Vorgaben für einen Wiedereinstieg in das Trainings- und Spielgeschehen seitens der Politik gibt", betont er und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits ausgearbeitete Varianten der Wiederaufnahme des Spielbetriebes wieder verworfen wurden, da diese schon jetzt nicht mehr realisierbar seien. Dabei dürfte er wohl auch auf die beiden im amtlichen Mitteilungsblatt des Verbandes vorgestellten Varianten A und B (siehe Infokasten) anspielen. Diese sind von einem Neustart des Spielbetriebes im Februar ausgegangen.

„Wir alle, Spieler, Funktionäre, ehrenamtlich Tätige, Fans und Zuschauer wollen so schnell wie möglich wieder auf die Plätze zurückkehren", so der Vizepräsident: „Insbesondere für unsere Nachwuchsspieler ist die bestehende Situation frustrierend. Mangelt es ihnen doch nicht nur an der dringend notwendigen Bewegung, sondern auch an den sozialen Kontakten im Training sowie dem Spaß und der Freude bei sportlicher Betätigung." In seinem offenen Brief ging der Hetschbacher Dittmar Börner zuletzt noch einen Schritt weiter und warnte vor „massiven psychischen Problemen, Zunahme von Übergewicht und weiteren Krankheitsrisiken im späteren Leben" als mögliche Folgen, sollte der Amateursport nicht bald wieder mit entsprechenden Schutzkonzepten stattfinden können. „Auch wir als Verband favorisieren und unterstützen einen schnellstmöglichen Wiederbeginn des Trainingsbetriebes, insbesondere im Nachwuchsbereich", so Bertram Schreiber. Im Thüringer Fußball geht die Saison offiziell am 30. Juni 2021 zu Ende, eine Verlängerung des Spieljahres über dieses Datum hinaus hat der TFV nicht angestrebt. Laut Schreiber gibt es derzeit mindestens genauso viele Befürworter wie Gegner eines Abbruchszenarios. „Es ist definitiv noch zu früh, um über Abbruchszenarien nachzudenken.

 

Die Deadline dafür sehe ich erst im April", sieht es beispielsweise Martin Hauswald, Trainer des SV 09 Arnstadt, Tabellenzweiter der Thüringenliga. „Man sollte tatsächlich alles versuchen, um die Saison sportlich zu Ende zu bringen, erst wenn das wirklich nicht mehr möglich ist, müssen wir uns diesen Tatsachen fügen. Ich bin auch dafür, die Vorbereitungszeit auf die Punktspiele erst einmal auf vier Wochen zu planen. Aber wenn die Planung der restlichen Punktspiele ergibt, dass da ein paar Tage fehlen, geht es sicherlich auch. Man kann auch mal über Doppelspieltage am Freitag und Sonntag reden – nicht für jedes Wochenende, aber als Möglichkeit, um alle Punktspiele über die Bühne zu bekommen. Es wird ja ohnehin meistens am Freitagabend trainiert und Spieler spielen ja bekanntermaßen auch lieber Fußball als dass sie trainieren", so Hauswald weiter. rd


Mindestens eine Variante ist noch im Rennen

Der Thüringer Fußballverband hatte in der Ausgabe seines amtlichen Mitteilungsblattes zu Beginn des Jahres vier unterschiedliche Varianten, die Saison zu Ende zu bringen, vorgestellt. Mindestens eine dort vorgestellte Variante dürfte noch im Rennen sein.

Variante A: Start im Februar

Die Ligen spielen bis zum geplanten Saisonende und am Plantag (20. Juni) wird die Saisonwertung über die Quotientenregelung erfolgen.

Vorteile:

– Spielraum für weitere Lockdowns (auch regional)

– wenig Spiele an Ostern und Pfingsten

– es müssten nicht extrem viele Doppelspieltage erfolgen

Nachteile:

– ungleiche Basis der Vereine

– unterschiedliche Spieltagsanzahl

Vorteil/Nachteil:

– viele Entscheidungsspiele mit Endspielcharakter

 

Variante B: Start im Februar

Abschluss der Hinrunde und Fortsetzung in zwei Staffel-Play-off

Vorteile:

– Spielraum für weitere Lockdowns (auch regional)

– nur acht anstatt 17 Spieltage in normaler Rückrunde

– wenige Spiele an Ostern und Pfingsten

Nachteile:

– Stichtag für Hinrundenabschluss spätestens Mitte April

– kein Spielraum bei Ausfällen im Mai/ Juni

 

Variante C: Start im März

Ähnlich Variante B, nur Saisonende eine Woche später sowie mehr Spiele an Ostern/ Pfingsten

 

Variante D: Start im April

Die Ligen spielen nur die Hinrunde, diese Abschlusstabelle führt zur Saisonwertung über die Quotientenregelung

Vorteile:

– etwas Spielraum für weitere Lockdowns (auch regional)

Nachteile:

– ungleiche Basis der Vereine mit Heimund Auswärtsspielen sowie Gegnern

 

 

Folgende Punkte sind bei allen Varianten zu berücksichtigen:

– Sind Spiele ohne Zuschauer möglich, Definition einer Maximalzahl solcher Spiele?

– Was passiert bei Einzelinfektionen im Verein, was bei Quarantäneanordnungen?

– Wie wird mit regionalen Sperren in einzelnen Kreisen bzw. Ortschaften umgegangen, kann man einen  Ortswechsel/ein Spiel auswärts wiederholt anordnen, wo kann dann trainiert werden?

– Sind Spiele wochentags möglich, welche Maximalentfernung kann zugemutet werden?

– Sind zusätzliche Doppelspieltage Freitag/ Sonntag möglich?

 

Der Stand der Dinge in Südthüringen

Die Verantwortlichen des Kreisfußballausschuss Südthüringen sind die Patrioten des Playoff-Modus. Bereits im Sommer verständigte man sich darauf, dass die Rückrunde der Saison 2020/2021 in Kreisoberliga und Kreisliga im Playoff- Modus ausgetragen wird. Allein in der Kreisoberliga fallen dadurch 64 Spiele weniger an. In der Kreisliga sind es 127 statt 182 Partien. Lediglich in den Kreisklassen hatte man aufgrund der geringen Anzahl an Mannschaften mit einer „normalen" Saison geplant.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 2.3.2021

 

Marathon eben

 

Zu den Forderungen, den Vereinssport wieder aufzunehmen

Von Carsten Jentzsch

 

Systemrelevant – ein Wort mit großer Bedeutung, beschreibt es doch alles, was zum Überleben eines Systems notwendig ist. Begreift man ein Land wie Deutschland als ein System, also ein aus Einzelteilen zusammengesetztes Ganzes, dann sind Sport und Kultur ebenso systemrelevant. Denn sie produzieren Glück, Freude, Kraft, Mut, Hoffnung, Glaube, Liebe, kurzum: Sie haben großen Anteil am geistigen und körperlichen Wohlbefinden – entscheidende Größen für ein funktionierendes „System". Doch inzwischen mehren sich die Berichte über Depressionen und andere psychische Erkrankungen. Das dies so ist, liegt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch daran, dass das System bereits über einen längeren Zeitraum hinweg ohne diese wichtigen Triebwerke unterwegs ist. Der Grund für den Verzicht liegt jedoch nahe: Bei Sport und Kulturveranstaltungen kommen Menschen zusammen. Mit Sicherheit wird es auch 2020 im Amateursport, selbst bei Freiluftveranstaltungen, Infektionen gegeben haben. Fundierte, groß angelegte, wissenschaftliche Studien gibt es hierzu nicht. Dafür gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Insgesamt jedoch hat man den Eindruck, dass das Risiko bei Freiluftveranstaltungen überwiegend als um ein Vielfaches geringer eingeschätzt wird.

 

Auszeiten

Marathon – so hat man im vergangenen Jahr die Pandemie gern umschrieben. Doch auch in einem echten Marathon nutzt der Ausdauersportler die Verpflegungsstellen. Will man den Pandemie-Marathon ohne größere Schäden bestehen, dann haben Auszeiten auch hier oberste Priorität. Es ist inzwischen höchste Zeit, den, wie Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, so schön sagt, „sozialen Tankstellen" Perspektiven aufzuzeigen. Die Zahlen an Neuinfektionen sind deutlich niedriger als in den Vorwochen und wir haben neue Pandemie-Privilegien wie Impfungen und Schnelltests. Möglicherweise mag die Fehlerquote hier ein bisschen höher ausfallen als bei anderen Tests, aber sie geben uns deutlich mehr Sicherheit. Beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch müssen dem Amateursport dringend Perspektiven aufgezeigt werden. Und dann können der Thüringer Fußballverband sowie andere Sportverbände im Freistaat ihre Pläne aus den Schubladen holen. Denn Gedanken machen sich die Leute an der „Basis" genug. Höchste Zeit, dass mal was zurückkommt! Und was spricht denn dagegen, dass das Öffnen der sozialen Tankstellen mit all den vorhandenen Sicherungsseilen – Hygieneschutzkonzepte, Desinfektionsmittelspender, AHA-Regeln, Impfungen und Schnelltests – nicht zu einem Rückgang an Infektionen führt? Dass die Zahlen stagnieren, mitunter sogar leicht steigen, wird jedenfalls nicht nur auf die Mutationen zurückgeführt, sondern auch darauf, dass ein Großteil der Gesellschaft schlicht und ergreifend müde ist.

 

Sport und Kultur hätten das Potenzial, dies zu ändern. Weil man den Menschen die Möglichkeit gibt, die Akkus wieder aufzuladen, könnte die Bereitschaft für die Umsetzung notwendiger Maßnahmen wieder steigen. Denn wie bei einem Kochtopf, wo man ab und an den Deckel leicht anhebt, um den Druck rauszulassen, würde man hier den psychischen Druck ein wenig rausnehmen. Wenn das Geschehen aus den Fugen gerät, muss eben der Deckel auf dem anderen Kochtopf wieder abgenommen werden. Marathon eben...

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 2.3.2021

  

 

Börner kritisiert Thüringens Sportminister

 

Sonneberg/Hetschbach – Noch vor der gestrigen Videokonferenz des Spielausschusses im Thüringer Fußballverband (TFV) hat Dittmar Börner im Namen des Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen einen offenen Brief veröffentlicht und dabei den Landessportbund (LSB) „im Allgemeinen und den Thüringer Fußballverband als größten Verband im LSB im Besonderen" ermahnt, bei der Landesregierung eine Perspektive für den Wiedereinstieg in den Vereinssport einzufordern.

„Wir brauchen jetzt eine Öffnungsperspektive, ab wann der Vereinssport wieder ausgeübt werden kann. Für die Gesundheit unserer Bevölkerung ist es höchste Zeit, dass wieder Sport im Verein stattfinden kann", schreibt der Hetschbacher und erinnert: „Schon letztes Jahr hat der organisierte Sport bewiesen, dass seine Hygienekonzepte von den Sportlern befolgt werden. Disziplin gehört zum Sport dazu." Für ihn sei es nicht hinnehmbar, dass der Thüringer Sportminister Holter aussagt: „Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, den Breiten- und Vereinssport in größerem Umfang zu erlauben."

 

Neben der fehlenden Öffnungsperspektive bereite dem KFA der zunehmende Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen große Sorgen. Dieser Mangel hätte durch die erhöhte Bildschirmzeit aufgrund digitalen Distanzunterrichts und der massiven Erhöhung der digitalen Freizeitaktivitäten exorbitant zugenommen. Börner warnt: „Eine große Zunahme an übergewichtigen Kindern, massive psychische Probleme und die Erhöhung von Krankheitsrisiken im späteren Leben können Folgen sein. Deswegen ist es gerade für Kinder und Jugendliche immens wichtig, dass der Sportbetrieb so schnell als möglich wieder anläuft." Die wirtschaftlichen Einbußen stellen Vereine und Sportfachverbände zunehmend auch vor erhebliche finanzielle Probleme. Darum fordere der KFA „die kurzfristige Erarbeitung eines konstruktiven Öffnungsplanes." Sport sei nun auch mal Lebensqualität, betont Börner. Rd 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg und Hildburghausen vom 24.2.2021

 


Geringe Ansteckungsgefahr: DFB-Appell für Rückkehr des Amateursports

 

Frankfurt/Erfurt – Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht. In einem Appell betonten sie die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports, teilte der DFB mit. „Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben", hieß es. Mit ihrem Appell unterstützen die Funktionäre der Landesverbände den offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und -Vizepräsident Rainer Koch, den sie an alle 24 500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Darin betonten sie, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in allen Entscheidungen berücksichtigt werden müssten und nicht abgehängt werden dürften. Im Rahmen einer Konferenz hatte Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem Spieler, der der Ansteckung mit dem Coronavirus verdächtigt war, analysiert. Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler in Partien oder im Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos für andere Spieler. Dabei wurde festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel „nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht", sagte Meyer. Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeige laut Verband eine laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen hätten rund 50 000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon seien Mitglied in einem Fußballklub. 98 Prozent der bisher Befragten hätten angegeben, den Amateurfußball und ihren Verein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren. Dpa

 

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 24.2.2021

 

 

Am 30. Juni ist Schluss

 

Erfurt – Der Thüringer Fußballverband (TFV) hat festgelegt, dass der Spielbetrieb für die Saison 2020/21 definitiv am 30. Juni sowohl im Männer- als auch im Frauen- und Nachwuchsbereich beendet sein muss. Darauf einigten sich der TFV-Vizepräsident Bertram Schreiber sowie die Vorsitzenden des Spielausschusses (Sven Wenzel), des Jugendausschusses (Christopher Graßmuck), des Schiedsrichterausschusses (Burkhard Pleßke) sowie des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball (Anja Kirchner) in einer Videokonferenz am Dienstag. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 17.2.2021

 

Richtungsweisende Frist: 1. April

 

Die Nachwuchs-Kicker im Landkreis sehnen sich nach gemeinsamen Sport- Erlebnissen. Mittels Videokonferenz prüft der Fußballverband nun, wie und ob ab Ostern wieder gespielt werden kann. 

Sonneberg – Ob in der Kreisstadt, in Neuhaus-Schierschnitz, in Steinach, Schalkau, Bettelhecken oder Oberlind – überall im Landkreis möchten die Nachwuchsfußballer endlich wieder gemeinsam an die Luft. So groß wie der Bewegungsdrang der Heranwachsenden ist, so groß die Sorge der Trainer und Übungsleiter, dass die Schützlinge die neue, die bequemere (Corona-)Welt schätzen gelernt haben und nicht mehr fighten, nicht mehr schwitzen, gar nicht mehr trainieren wollen. Ein Signal fehlt, diesem vermeintlichen Trend entgegenzusteuern. In der jüngsten Videokonferenz der Nachwuchsverantwortlichen des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) und einer weiteren mit den Jugendobleuten der Kreisfußballausschüsse (KFA) wurden nun auch für die Nachwuchsfußballer im Freistaat mehrere Szenarien erarbeitet, wann und unter welchen Umständen man wieder in den Wettkampfbetrieb zurückkehren könnte. Außerdem trafen die Verantwortlichen einige Festlegungen, welche auch natürlich immer unter dem Vorbehalt der politischen Entscheidungen stehen.

Ein verbindlicher Termin zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs kann derzeit nicht definiert werden, jedoch ist das Ziel mit dem 1. bis 5. April, dem Osterwochenende, angepeilt. Eine Vorlaufzeit bis zur Wiederaufnahme soll analog dem Erwachsenenbereich drei bis vier Wochen betragen. Die Nachwuchsverantwortlichen sind bestrebt, diese Saison in die Wertung zu bekommen, also mehr als 50 Prozent der Saisonspiele (Hinrunde plus ein Spiel) zu absolvieren. Auch Feiertage wie Ostern, der 1. Mai, Himmelfahrt oder Pfingsten sollen dafür als Spieltermine genutzt werden. Die Aufnahme des Spielbetriebs wird mit den Nachholspielen in beiden Wettbewerben beginnen, ehe die ausgefallenen Spieltage vom November und Dezember ausgetragen werden. Der zu absolvierende Rückrundenspieltag wird gelost. Patrick Marr, der Verantwortliche für den Nachwuchsspielbetrieb auf Landesebene, zieht eine positive Bilanz der Videoberatungen, an denen er federführend beteiligt war. „In der ersten Videokonferenz unter den Spielleitern, zusammen mit Peter Ott, dem Vorsitzenden des Jugendausschusses, und dem verantwortlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Thüringer Fußballverbandes, Hendrik Olbrisch, ging es zunächst darum, dass wir uns ähnlich dem Männerbereich abstimmen, unter welchen Bedingungen wir einen Spielbetrieb aufnehmen können, falls die Politik uns die Möglichkeit dazu gibt. Wichtig war hierbei, dass wir mindestens zwei Rahmenspielpläne vorbereiten, je nachdem wann wir wieder dürfen", erläutert er. „Dazu beschlossen wir , dass es in diesem Jahr keine Aufstiegsspiele zwischen den Kreisen für den Aufstieg in die Verbandsliga geben wird. Dieser Wunsch oder zumindest eine zeitliche Verschiebung dieser Spiele nach hinten wurde uns bereits zuvor von den Jugendobleuten mitgeteilt. Meinen beiden erarbeiteten Vorschlägen wurde mit kleinen Änderungen oder Ergänzungen zugestimmt." Marr berichtet außerdem, dass es eine weitere Videokonferenz gegeben habe, die auf Wunsch der Kreisfachausschüsse initiiert wurde. „Die KFA wünschten sich Informationen über unseren Weg bis zur Wiederaufnahme. Aufgrund unterschiedlicher Staffelgrößen im Kreis- und Landesspielbetrieb ist es nicht möglich, einheitlich zu verfahren. Grundsätzliche Fragen, wie Spieltermine an Feiertagen, eventuelle Verlängerung der Saison, wurden miteinander besprochen", so Marr weiter. „Einig war sich die Runde natürlich hinsichtlich der Frage, dass die Entscheidung der politischen Gremien die große Unbekannte derzeit ist und man im Augenblick nur hoffen kann, dass ein Re-Start noch rechtzeitig erfolgen kann, um die Spielzeit in die Wertung zu bekommen."

In diesem Zusammenhang wird auch eine Verlängerung der Saison über den 30. Juni 2021 hinaus in Erwägung gezogen, allerdings bis spätestens zum 17./18. Juli. Spielberechtigt wären nur Akteure der Saison 2020/21. Eine weitere Festlegung sei zum Landespokal getroffen worden, der zur weiteren Austragung kommen soll, wenn zum Wunschtermin der Verantwortlichen wieder mit dem Spielbetrieb begonnen werden könne. Verzögert sich der Beginn einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs, muss der Re-Start zwingend noch im April liegen, um eine Saisonwertung zu erreichen, allerdings ohne den Pokalwettbewerb. Aufgrund bisher fehlender Entscheidungen im Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), zum Beispiel Auf- und Abstieg in die oder aus der Regionalliga und Meldefristen sowie das Warten auf weitere politische Entscheidungen durch Bund und Land stehen alle Festlegungen natürlich unter Vorbehalt. „Der Beschluss zum Verzicht auf die Aufstiegsspiele in die Verbandsliga beinhaltet die Festlegung, dass die KFA berechtigt werden, unter Maßgabe der Satzung und Ordnung in jeder Altersklasse eine aufstiegsberechtigte Mannschaft zu melden", teilte Marr weiter mit. „Der Meldetermin hierfür ist der 12. Juli 2021." Der Blick bei den Thüringer Nachwuchs- Verantwortlichen geht aber auch schon weiter in die Zukunft. Als ein möglicher Spieljahresbeginn der Saison 2021/22 wird der 4./5. September ins Auge gefasst. Sollten Hallenlandesmeisterschaften im Futsal durchführbar sein, so werden sie ab dem 15. Januar kommenden Jahres auf Landesebene stattfinden. „Bezüglich der Festlegungen und der Erstellung eines Rahmenspielplans für die kommende Saison haben wir vereinbart, dass bis spätestens 12. Februar 2021 eine Onlineumfrage für die Vereine gestartet wird, um diese auf dem sicher nicht einfachen Weg mitzunehmen. Gleichzeitig erhalten unsere Vereine, neben der Beantwortung der Fragen zum Spielbetrieb, den Staffelgrößen 2021/22 oder dem Modus, auch die Möglichkeit, Vorschläge, Gedanken und Informationen mitzuteilen", so Patrick Marr.

  

Quelle: Freies Wort, Sportteil vom 9.2.2021

 

Mögliche Fortsetzung im Nachwuchs

 

Die Nachwuchsspielkommission des Thüringer Fußball- Verbandes (TFV) hat einige Überlegungen veröffentlicht, wie die Punktspielsaison 2020/21 fortgesetzt werden könnte. Sie waren zuvor auf Videokonferenzen mit Nachwuchsverantwortlichen des TFV bzw. mit den Vorsitzenden der KFA-Jugendausschüsse besprochen worden.

Ziel ist es, den Spielbetrieb am Osterwochenende wieder aufzunehmen, sofern das die dann geltenden staatlichen Vorgaben zulassen. Dem soll eine drei- bis vierwöchige Vorbereitungszeit vorgeschaltet werden. Es soll dabei zunächst Nachholspiele geben, ehe die beiden im November und Dezember ausgefallenen Spieltage neu angesetzt werden.

Nach Ostern sollen dann auch alle weiteren in Frage kommenden Feiertage für Spiele im Nachwuchsbereich genutzt werden. Da die Saison unbedingt gewertet werden soll, müssen, um eine Quotientenregel anwenden zu können, mindestens die Hinrunde und ein Rückrundenspieltag ausgetragen sein. Um das zu schaffen, soll die Saison notfalls bis spätestens 17./18. Juli verlängert werden, mit den Spielberechtigungen für 2020/21. Der noch zu absolvierende Rückrundenspieltag wäre aber nicht der regulär auf die Hinrunde folgende, sondern er soll ausgelost werden.

Es wurde zudem klargestellt, dass der Re-Start für den Nachwuchsfußball zwingend noch im April liegen müsse, um eine Wertung der Saison noch vornehmen zu können. Wenn das erst nach Ostern möglich ist, muss auf den Pokalwettbewerb verzichtet werden. rd/ger

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 29.1.2021

 

Fußball: Punktspiele wieder ab Ostern?

 

Erfurt – Der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) hat im Rahmen einer virtuellen Konferenz die Themen besprochen, die den Amateurfußballern unter den Nägeln brennen. Ein verbindlicher Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs konnte aufgrund der Corona-Lage nicht genannt werden. Man verständigte sich jedoch darauf, den Neustart der Pflichtspiele zum Osterwochenende (Anfang April) anzustreben, sofern es die Rahmenbedingungen erlauben. Für das Training der Mannschaften wird mit vier Wochen Vorlaufzeit geplant. Das Ziel des Landesverbandes lautet weiterhin, mehr als die Hälfte der angesetzten Spieltage durchzuführen – nur dann kann die Spielzeit 2020/21 gewertet werden. Playoff-Runden zur Ermittlung von Auf- und Absteigern sieht der TFV aus Termingründen als nicht realisierbar an. Dass die aktuelle Saison über den 30. Juni hinaus verlängert wird, ist nicht geplant, um Auswirkungen auf die Folgesaison zu vermeiden. Klar ist allerdings auch: Sollte eine Spielaufnahme im April nicht möglich sein, muss die Möglichkeit eines Saisonabbruchs geprüft werden. hag/ulk

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 28.1.2021

  

Der Obmann fragt den Arzt

 

Wie lange muss die Vorlaufzeit sein, ehe nach dem Trainingsbeginn die Punktspiele im Fußball wieder aufgenommen werden können?

Erfurt. Nicht nur die Bundesregierung holt sich, bevor sie Entscheidungen über Maßnahmen zum Infektionsschutz in Zeiten von Covid-19 trifft, Rat bei Experten ein. Auch der Thüringer Fußball-Verband (TFV) hat dies nun getan. Sven Wenzel, der Vorsitzende des Spielausschusses des Verbandes, traf sich mit Dr. Peter Ullmann in der Sportklinik Erfurt um Urbicher Kreuz. Wenzel wollte vom Facharzt für Orthopädie, der unter anderem dem Thüringer Sportärztebund (TSÄB) angehört und bei dem schon viele Thüringer Fußballer und auch Leichtathleten medizinisch behandelt worden waren, vor allem wissen, welche Vorlaufzeiten Mannschaften überhaupt benötigen, um den Pflichtspielbetrieb wieder aufzunehmen. Aber der TFV-Spielobmann stellte auch Fragen zur Vorbereitung auf die weiteren Saisonspiele, um die Verletzungsgefahr nach der Spiel- und Trainingspause zu minimieren.

Dr. Ullmann erläuterte, dass dies von verschiedenen Faktoren abhängig sei. So müsse man sowohl die Altersgruppe als auch die Bindung zwischen Trainer und Spieler während der fußballlosen Zeit berücksichtigen. Ohne eine solche Bindung, das heißt, ohne individuelle Trainingsprogramme, rät der bekannte Erfurter Sportmediziner zu einer Vorlaufzeit für den Erwachsenenbereich von wenigstens sechs Wochen, um zunächst die Grundlagen für fußballspezifisches Training zu schaffen.

 

Vier Wochen reichen

Mit einer Bindung zwischen Trainern und Spielern reiche in seinen Augen eine Vorbereitung von mindestens vier Wochen aus. Was den Kleinfeldbereich im Nachwuchs beträfe, könne die Zeit zwischen Trainingsstart und erstem Punktspiel auch kürzer sein.

Wenzel sprach in einer weiteren Telefon- und Videokonferenz mit seinem Spielausschuss auch über die Empfehlungen von Dr. Peter Ullmann. „Natürlich können dabei noch keine Entscheidungen getroffen werden, da es ja keinen exakten Zeitpunkt für die Rückkehr auf die Sportplätze gibt", dämpfte der Initiator des Gesprächs mit dem Experten aus der Landeshauptstadt allzu große Erwartungen.

„Wir kommen da jetzt erst mal nicht mehr weiter und haben deshalb entschieden, uns erst nach dem 25. Januar wieder zu beraten", sagt Spielausschuss-Chef Sven Wenzel gegenüber FuPa Thüringen. Die verschiedenen Szenarien (Quotientenregel oder Play-Off) für unterschiedliche Startzeitpunkte wurden bereits besprochen und die entsprechenden Möglichkeiten durchgespielt. Doch egal, ob im März oder April die Saison starten kann: „Fakt ist, wir kriegen die Saison nicht fertig", so Wenzel.

Die Zielstellung ist eindeutig, dass der Fokus zunächst auf der Komplettierung der Hinrunde liegen muss. Nun Druck auf eine schnelle Entscheidung im Januar zu machen, habe zudem wenig Sinn. „Es bringt nichts, Entscheidungen zu treffen, die immer wieder angepasst werden müssen." So ist bei den Funktionären und nicht zuletzt auch bei Vereinen und Spielern erst mal weiterhin Geduld gefragt, bis nächste politische Entscheidungen folgen und Tendenzen absehbar sind.

 

Die nächste virtuelle Beratung des Spielausschusses mit den Ligavertretern findet am 26. Januar statt. red

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 20.1.2021

 

 

TFV hat verschiedene Szenarien im Blick

 
Wann wird wieder Fußball gespielt in Thüringen? Und welche sportlichen Lösungen könnte es geben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Verband.

 

Erfurt – Der Spielausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) informiert am Mittwochabend über eine Telefon- und Videokonferenz mit einigen Vertretern von Thüringenliga und Landesklasse. In ihr wurden weitere Strategien für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs entwickelt. Fakt ist: Die mögliche Saisonfortsetzung ist von Entscheidungen der Politik abhängig. Folgende Punkte wurden abgestimmt:

- Ein Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs kann weiterhin nicht festgelegt werden, einen Start im Januar wird es nicht geben können.

- Für Anfang Januar ist nach Festlegung der Politik zum aktuellen Lockdown und nachfolgenden Regelungen eine weitere Videokonferenz geplant.

- Es besteht Einigkeit, dass auf Grund der nun schon über zwei Monate anhaltenden Spielpause eine Vorlaufzeit von angedachten zwei Wochen nicht ausreichen wird.

- Weiterhin bleibt es beim ersten Teilziel, die Hinrunde zu beenden.

- Die Aufnahme des Spielbetriebs wird mit den ersten gemeinsam ausgefallenen Spieltagen des Novembers erfolgen. Die Saison 2020/21 soll bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen werden, eine Verlängerung ist in Bezug auf die Folgesaison nicht geplant. Es wird keine kurzfristige Festlegung zum Saisonende geben (Spielmodus). Die erfolgt erst, wenn der Termin der Wiederaufnahme greifbar ist und abzusehen ist, wie viele Spieltage zur Verfügung stehen. Hierfür wurden vier Modelle besprochen:

- Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Februar, März beziehungsweise April

- Saison nach Quotientenregelung bis Ende Juni spielen

- Playoff-Modus möglichst in zwei Gruppen

- nur Hinrunde plus ein Spieltag – zur Wertung nach Spielordnung § 11 Ziffer 4.

 

Im Januar soll es weitere Abstimmungen geben zu:

- einzelne Mannschaften in Quarantäne bzw. Platzsperren

- Spiele ohne Zuschauer

 - Doppelspieltage bzw. Wochentagsspiele

 

Der Pokalwettbewerb ist gekoppelt an die Möglichkeiten, welche auch seitens des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) für die Terminfindung in Regionalliga und Oberliga bestehen. Der Spielbetrieb

in der Regionalliga Nordost soll derweil gleichfalls bis zum 31. Januar 2021 ruhen. Das teilte der NOFV mit. Einigkeit herrscht darüber, die Saison möglichst sportlich fortzuführen und zu werten.

Den Kreis-Fußballausschüssen (KFA) wird empfohlen, ähnlich zu verfahren. Der TFV-Spielausschuss wird am 28. Dezember mit den KFA-Vertretern eine weitere Videokonferenz durchführen. ger/rd

 

Quelle: Freies Wort, Sport vom 18.12.2020



Fast fit für den Neustart im Januar

 

Dass die Bälle ruhen auf den Amateur-Sportplätzen, ist auch angesichts der Witterung klar. Für den Nachwuchs könnte es aber unerwartet früh weitergehen. Der Fußballverband nennt sogar ein Datum.

 

Sonneberg – Die Meldung des Thüringer Fußballverbandes (TFV) vom vergangenen Montag kam nicht überraschend: Angesichts der allgemein bekannten Corona-Lage ruhe auch der Landesspielbetrieb im Nachwuchs zunächst bis zum 31. Dezember 2020. Das war zu erwarten gewesen. Neu indes ist die Ankündigung, dass eine „Rückkehr in die Wettkämpfe am 16./17. Januar 2021 geplant" sei. Die Nachwuchsspielkommission hatte die Vereine am vergangenen Montag über die Entscheidung, den Spielbetrieb auf Landesebene auszusetzen, informiert – übrigens unterzeichnet vom Kommissionsvorsitzenden Patrick Marr (Meiningen). „Auf der Grundlage der politischen Entscheidungen von Bund und Ländern in den vergangenen Tagen und den beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat die Nachwuchsspielkommission des Thüringer Fußball-Verbandes in Verbindung mit dem Jugendausschuss entschieden, dass der Spielbetrieb in den Nachwuchsspielklassen (Verbandsligen A- bis D- Junioren) zunächst bis zum 31. Dezember ruht", heißt es.

 

Vorrang für Sonneberger

Bezüglich einer möglichen Fortsetzung des Spielbetriebes im kommenden Jahr stünden die Entscheidungsträger im regelmäßigen Kontakt, um unter Beachtung der politischen Entscheidungen und behördlichen Verfügungslagen den Spielbetrieb bei positiven Veränderungen der Pandemieentwicklung zu reaktivieren, informiert Marr und meint: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass die Saison möglichst ordnungsgemäß gespielt werden kann. Dazu werden wir auch alle Möglichkeiten ausschöpfen, wie zum Beispiel eine erneute Änderung im Rahmenspielplan. Sollte die Möglichkeit bestehen, im Januar in den Wettkampfbetrieb zurückkehren zu können, werden wir ab dem Wochenende 16./17. Januar 2021 die bisher ausgefallenen Partien spielen." Doch angesichts der schon jetzt zahlreichen Ausfälle wird ein Frühstart fast nicht ausreichen, um alles aufzuholen. Darum „werden wir auch im kommenden Frühjahr die Möglichkeit nutzen müssen, in den Ferien oder an Feiertagen zu spielen", heißt es weiter. Der Verband sieht aber aufgrund der Verringerung der Staffelgrößen im Nachwuchsbereich vor der aktuellen Spielzeit immer noch „die Chance zur Durchführung einer ordnungsgemäßen Saison". Dies werde aber nur in enger Zusammenarbeit zwischen den Spielleitern und den Vereinen möglich sein. Gerade der Landkreis Sonneberg ist auch schon ohne Corona in den kalten und nassen Monaten oft von Platzsperrungen und Spielabsagen aufgrund der Witterung betroffen. Einen Hoffnungsfunken gibt es da in Sonneberg, denn noch in diesem Jahr soll der Kunstrasenplatz im Stadion bespielbar sein. Am Donnerstag informierte Holger Scheler vom Bauamt der Stadt auf Nachfrage, dass der Kunstrasen bereits verlegt sei und derzeit an den Anlagen um den Platz gewerkelt werde. „Der Belag liegt drauf; er ist gerichtet und gezogen worden", meldet Scheler Vollzug und ergänzt: „Es soll ja nächste Woche wärmer werden. Da könnte der Platz noch mit Sand verfüllt und eingekehrt werden", hofft er. Vorausgesetzt natürlich, der Schnee schmelze weg. Die Zielstellung, „bis Weihnachten fertig zu sein", scheint durchaus machbar zu sein. Dann hätte der Landkreis neben dem Kunstrasen in der Steinacher Talstraße ein weiteres Schlechtwettergeläuf. Aber auch wirklich für alle?

Da drückt Holger Scheler auf die Euphoriebremse. „Vorrang haben hier erst einmal die Sonneberger Mannschaften", stellt er klar. Summa summarum seien das bis in die untersten Spiel- und Altersklassen immerhin etwa 70 Mannschaften. Und die „müssten sich dann eben von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 20 Uhr, einigen", hofft Scheler, wobei nicht alle Mannschaften an einem Wochenende zum Zuge kommen können, kommen müssen. Schließlich gebe es Auswärtsspiele, und die unteren Klassen seien eh zahlenmäßig so klein, dass hier kaum Nachholspiele im Winter nötig seien. Natürlich hätten auch stadtfremde Vereine nach Absprache die Möglichkeit, den Kunstrasen zu betreten, dann allerdings nicht entgeltfrei.

 

Ein kleines Pferdefüßchen müssten dann aber auch die Sonneberger Kunstrasenplatz-Nutzer im strengen Winter akzeptieren, will Scheler nicht unerwähnt lassen: „Genauso wie in Steinach wird ein schneebedeckter Kunstrasenplatz nicht maschinell beräumt." Fri

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 4.12.2020

 

 

Angemerkt

 

Zum Playoff-Modus im Fußballkreis Südthüringen

 

Von Carsten Jentzsch

 

Voll im Soll

 

Zwei Spieltage, insgesamt 16 Spiele, darunter neun Nachholbegegnungen, die allein in der Kreisoberliga Südthüringen wegen der Witterung, Corona sowie anderen Virus-unabhängigen Gründen aufgelaufen sind. Und dann wäre da ja auch noch die 2. Hauptrunde im Kreispokal. Das ist eine Menge Holz, die in diesem Jahr nicht mehr verfeuert werden darf. Ungemütlich dürfte es für die Verantwortlichen des hiesigen Kreisfußballausschusses (KFA) allerdings nicht werden. Zumindest was den Terminplan angeht. Immerhin haben die KFA-Verantwortlichen vorgesorgt. So wird die Rückrunde der Saison 2020/2021 in Kreisoberliga und Kreisliga im Playoff-Modus ausgetragen. Lediglich in den Kreisklassen wird aufgrund der geringeren Anzahl an Mannschaften eine normale Saison absolviert. Und so bekommt KFA-Chef Börner auch keine kalten Füße, obwohl selbst der Südthüringer Fußball-Ofen seit November nicht mehr heizen darf. Stattdessen gibt sich der Veilsdorfer in diesen Tagen tiefenentspannt. Und das dürfte er wohl auch. Allein in der Kreisoberliga werden nach dem Südthüringer Modell 64 Spiele weniger ausgetragen als in einer „normalen" Saison. Das ist mehr als ein Viertel. In der Kreisliga sind es 127 statt 182 Partien. Eine Menge Holz, die dem Südthüringer Fußball einen zeitlichen Puffer für Corona-bedingte Spielausfälle beziehungsweise längere Spielbetriebspausen wie die jetzige verschafft. Ob dieser Modus auch etwas für die Zukunft nach Corona ist, bleibt abzuwarten. Spannung dürfte jedenfalls garantiert sein. Ist doch so gut wie jedes Spiel in der jeweiligen Runde ein Endspiel. Dem Zuschauer, sofern es ihn dann wieder geben wird, dürfte dieses „Bonbon" wohl durchaus schmecken. Die Teams im Keller hingegen dürften es noch schwerer haben als ohnehin schon. Wer da nicht liefert, für den ist der Klassenerhalt ganz schnell futsch. In Sachen Witterung dürfte der neue Modus wiederum einige Vorteile mit sich bringen. Auf abgesetzte Spiele infolge nicht bespielbarer Plätze könnte man noch flexibler reagieren, hat man doch einen viel größeren Spielraum. Was diese Problematik angeht, so könnte man zukünftig allerdings auch an der Staffelgröße ansetzen und etwas abspecken. In Sachen Terminplan scheint sich der neue Weg der Südthüringer Fußballer mit ihrer Rückrunde im Playoff-Modus bislang allerdings auszuzahlen. Noch ist man voll im Soll.

 

carsten.jentzsch@freies-wort.de

 

Freies Wort, Lokalsport Sonneberg + Hildburghausen vom 1.12.2020

 

 „Das ist leicht aufzuholen"

 

Auch in Südthüringen rollt in diesem Jahr kein Ball mehr. Chaos droht nach Aussagen der verantwortlichen Fußball-Funktionäre allerdings nicht. Man habe sogar noch Luft für weitere Spielverschiebungen, heißt es.

 

Hildburghausen – Seit dem 2. November ist der Fußball-Spielbetrieb im Amateurbereich eingestellt. Nicht einmal ein Trainingsbetrieb im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich ist möglich – und dies wohl auch noch für längere Zeit. Aufgrund der noch einmal verschärften Corona- Bedingungen und der daraus erlassenen neuen Verfügung ist definitiv im Kalenderjahr 2020 kein Fußball mehr möglich. Doch was bedeutet das für den Spielbetrieb des Fußballkreises? Und was hat das für Auswirkungen auf die aktuell laufende Saison? Der Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen hat sich auf seinem Kreisfußballtag am 11. Juli 2020 in Gleichamberg schon ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Mit Blickrichtung auf eine zweite Pandemiewelle – sogar mit den höchsten Inzidenz- Zahlen im Nachbarkreis Hildburghausen – wurden den Delegierten zwei Varianten zur Gestaltung und Durchführung der Fußballsaison 2020/2021 zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt. Der Kreisfußballtag hatte sich mit den entsprechenden Eventualitäten auseinandergesetzt. Am Ende entschieden sich das Gremium des KFA und die Vertreter der Vereine für ein neues Modell.

 

Kreisklasse „normal"

Laut Beschluss des Kreisfußballtages läuft die aktuelle, zurzeit unterbrochene Saison im KFA Südthüringen anders ab als in den Vorjahren. Aufgrund Corona und des späteren Starts in die Serie 2020/21 wird zunächst eine reguläre Hinrunde und danach eine „Rückrunde" im Playoff-Modus gespielt. Dies betrifft mit der Kreisoberliga (16 Mannschaften) und der Kreisliga (14 Teams) die beiden höchsten Spielklassen des Kreises. In der Kreisliga verläuft es nach der Hinrunde analog. Die ersten sieben Teams spielen um den Aufstieg in die Kreisoberliga. Die restlichen sieben Mannschaften spielen gegen den Abstieg. In den Kreisklassen wird aufgrund der geringeren Anzahl an Mannschaften dagegen eine normale Saison absolviert. KFA-Chef Dittmar Börne