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Fußball-Kreisoberliga: Winterpause-Bilanz

 

Die Mannschaften haben sich in die Winterpause verabschiedet. 17 Wochen ist sie lang. Ein Teil der Teams vertreibt sich die Zeit auf dem Hallenparkett. Ab dem zweiten Märzwochenende stehen dann die restlichen Punktspiele der Saison 2019/2020 auf dem Spielplan; einschließlich des Nachholers zwischen Milz und 51 Sonneberg sind es noch 78 Begegnungen in der Kreisoberliga Südthüringen.

 

Tabellenstand zur Winterpause:

1. SG 51 Sonneberg 14 44:13 31

2. SV 07 Milz 14 37:18 28

3. SC 06 Oberlind 15 31:22 28

4. SC 09 Effelder 15 31:26 26

5. SV Neuhaus-Schierschnitz 15 34:32 24

6. Erlauer SV Grün-Weiß 15 38:31 21

7. SG Goßmannsrod 15 28:30 20

8. Hainaer SV 15 20:22 20

9. SC 07 Schleusingen 15 38:36 19

10. SV Westhausen 15 19:21 18

11. SV Schönbrunn 15 31:44 18

12. SG Sachsenbrunn/Crock 15 30:46 17

13. TSV Germ. Sonneberg-West 15 25:38 15

14. SG Veilsdorf/Heßberg 15 17:44 7

 

Bilanz der bisherigen Spiele:

104 Spiele wurden absolviert (52 Heimsiege, 32 Auswärtserfolge, 20 Unentschieden).

423 Tore wurden erzielt (236 Heimtore und 187 Auswärtstreffer), das macht einen Schnitt von 4,07 Treffern pro Partie.

In der Vorsaison waren es 399 Treffer (3,84 je Spiel). Insgesamt also 24 Treffer mehr als zur Winterpause 2018/ 2019. Die Trefferanzahl liegt somit wieder über 400. 423 Tore zur Winterpause sind aber noch weit vom Bestwert entfernt. Der betrug im Winter 2016 exakt 470 Treffer.

 

Heim- und Auswärtsbilanz:

Gleich sechs Teams – SG 1951 Sonneberg, SV Milz, SC Oberlind, SC Effelder, Erlauer SV und die SG Sachsenbrunn/ Crock – haben jeweils nur eine  Heimniederlage hinnehmen müssen. Auf der anderen Seite blieb Veilsdorf/ Heßberg ohne Auswärtssieg, nur einen Heimsieg haben Westhausen, Sachsenbrunn/Crock, Schönbrunn und Sonneberg-West geschafft. Einzig ist der TSV Germania Sonneberg- West nach 15 Punktspielen noch ohne Unentschieden.

 

Zuschauer:

Insgesamt besuchten 11 515 Fußball-Fans die Kreisoberliga- Partien. Das entspricht einem Zuschauerschnitt von 111 pro Begegnung – 1130 weniger Fans als im Vorjahr. Da kamen 12 645 (Schnitt: 122 pro Spiel). Die Zuschauerzahlen sind in der Kreisoberliga Südthüringen zum dritten Mal in Folge rückläufig. Gegenüber 2017 sind über 1500 Fans weniger zu den Spielen der höchsten Kreisspielklasse gekommen. Dieses Mal gab es keine Begegnungen mit 500 oder mehr Zuschauern. Im Vorjahr gab noch zwei Spiele, die diese Marke knackten. Die meisten Fans begrüßte Aufsteiger SC 07 Schleusingen beim Heimspiel und Derby gegen den Erlauer SV mit 350 Zuschauern. Danach gab es noch fünf Spiele (im Vorjahr noch zehn) mit 200 und mehr Zuschauern.

 

Weitere Begegnungen mit dem größten Fan-Zuspruch:

Schleusingen – Schönbrunn zur Saisoneröffnung: 250 Zuschauer. Jeweils 210 Zuschauer waren dabei bei Goßmannsrod – Veilsdorf, Goßmannsrod – Sachsenbrunn und Milz – Schönbrunn, das Grabfeld-Derby zwischen Haina und Milz wollten 200 Zuschauer sehen.

 

Spiele mit den wenigsten Besuchern:

SG 1951 Sonneberg – Goßmannsrod, Schleusingen – Oberlind und Sachsenbrunn – 51 Sonneberg (jeweils 50 Zuschauer).

Zuschauertabelle: gesamt Schnitt

1. SC 07 Schleusingen 1010 144

2. SG Goßmannsrod/Oberland 895 128

3. Schleusegrund Schönbrunn 1015 127 (im Vorjahr noch durchschnittlich 231)

4. SV 07 Milz 850 121

5. SG Veilsdorf/Heßberg 930 116

6. SC Effelder 885 111

7. SV Iso Neuhaus-Schierschnitz 880 110

8. SV 08 Westhausen 760 109

9. SG Sachsenbrunn/Crock 850 106

10. Erlauer SV Grün-Weiß 730 104

11. SG 51 Sonneberg 690 99

12. Hainaer SV 680 97

13. SC 06 Oberlind 650 93

14. TSV Sonneberg-West 690 86

 

Torjäger:

Die Torschützenliste führen zwei Spieler vom Absteiger SG 1951 Sonneberg an: Andy Marsiske hat 15 Treffer auf dem Konto. Bisher 13 Mal erfolgreich war Markus Büchner. Ebenfalls 13 Treffer hat Sascha Lautensack vom SV 07 Milz auf dem Trefferkonto. Platz 4 teilen sich Kevin Diller (Goßmannsrod) und Fabian

Hartung (Schleusingen) mit jeweils zehn Saisontoren. Damit ist dann aber auch schon Schluss mit den erfolgreichen Torschützen mit zweifacher Trefferausbeute.

Torreichste Begegnungen:

In den bisherigen Saisonbegegnungen der Kreisoberliga gab es insgesamt drei Spiele mit gleich zehn Treffern: Vogelwild ging es beim 8:5-Heimsieg zwischen Erlau und Sachsenbrunn/Crock zu, im Absteiger-Duell zwischen Sachsenbrunn/Crock und 51 Sonneberg stand es am Ende 1:9, die Begegnung Neuhaus-Schierschnitz gegen Goßmannsrod/ Oberland endete 3:7. Insgesamt gab es 38 Begegnungen mit fünf oder mehr Treffern – dies sind mehr als ein Drittel aller Spiele. Im Vorjahr waren es noch 27 Spiele.

 

Häufigste Ergebnisse:

2:1 und 3:1 (jeweils 13 Mal) sowie 1:0 (elfmal)

Fair-Play-Wertung:

1. Schleusingen Quotient: 6,33

2. Oberlind 7,33

3. Westhausen 9,33

4. SG 1951 Sonneberg 10,00

5. Schönbrunn 10,33

Goßmannsrod 10,33

7. Haina 12,33

8. Milz 12,85

9. Sonneberg-West 14,66

10. Effelder 15,66

11. Erlau 16,00

Veilsdorf 16,00

13. Neuhaus-Schierschnitz 17,33

14. Sachsenbrunn 20,00

Mit Westhausen und Haina gibt es nur zwei Teams ohne Feldverweis (Rote Karte + Matchstrafe).

 

Strafen:

Feldverweise .................................................9 (Vorjahr: 9)

Sperrtage ....................................................29 (23)

Matchstrafen...............................................16 (10)

Verwarnungen...........................................388 (417)

Die Roten Karten sind mit neun gleich geblieben. Die Sperrtage für die Roten Karten sind leicht angestiegen. Die Matchstrafen haben etwas zugelegt. Mit zusätzlichen Strafpunkten wurden Erlau (50) und Neuhaus-Schierschnitz (70) belegt.

 


Winterpause-Bilanz: Spielgemeinschaft Sachsenbrunn/Crock

  

„Sie holen jeden Verein ein"

 

In der Winterpause-Bilanz spricht Stefan Franz, Abteilungsleiter des SV Falke Sachsenbrunn, über die Saison eins der SG Sachsenbrunn/ Crock nach der Landesklasse, über einen neuen Trainer und verrät, wem man im Abstiegskampf die Daumen drückt.

 

Herr Franz, mit welchem Gefühl sind Sie in die Winterpause gegangen. Sicherlich entspannter als in der vergangenen Saison, als die SG abgeschlagen mit einem katastrophalen Torverhältnis das Schlusslicht der Landesklasse bildete, oder?

Entspannt kann man nicht sagen. Dafür ist die Tabelle einfach zu eng und jeder Punkt, der in naher Zukunft liegen gelassen wird, könnte schlussendlich entscheidend sein. Trotz dessen geben die jüngsten Ergebnisse Mut für 2020.

 

Nichtsdestotrotz steht die SG Sachsenbrunn auf einem Relegationsplatz. Warum? Muss es eine Liga tiefer nicht eigentlich deutlich besser laufen?

Muss schon gar nicht. Das wäre respektlos den anderen Mannschaften gegenüber. Alle Teams opfern sich auf, kämpfen bis aufs Äußerste und schenken niemandem etwas. Das Lied, „dass man eine Handvoll Punkte mehr mit in die Winterpause nehmen hätte können", können – wohl außer eins zwei Ausnahmen – alle Mannschaften singen. Am meisten ärgern wir uns natürlich über die Punkte, die man nicht einfahren konnte, weil man seine Führungen nicht über die Ziellinie brachte.

 

Zuletzt lief es mit zwei Siegen gegen die SG Goßmannsrod und die SG Veilsdorf wieder besser. Zwei Siege nach der Trainerentlassung für Norbert Rebhan. Im Oktober wollte man sich dazu nicht äußern. Vielleicht ist jetzt der passende Zeitpunkt für die Antwort auf die Frage: Warum hat man sich getrennt?

Erstens: Es war keine Trainerentlassung. Zweitens: Von damals zu heute hat sich nichts geändert. Es gibt Dinge, die bleiben intern. Um die Spekulationen zu beenden, sei gesagt, dass Norbert Rebhan nach wie vor ein von uns hochgeschätzter Mann seines Faches ist, ein Freund des Vereins und ein immer wieder gern gesehener Gast. Obgleich er in den letzten beiden Spielen nicht mehr Trainer war, so hat er dennoch entscheidend Anteil an diesen Punkten.

 

Woran muss man in der Winterpause konkret arbeiten. Was muss besser werden?

Natürlich müssen die konditionellen und athletischen Grundwerte trainiert werden, damit die Basis für die Rückrunde gelegt wird. Konkrete Trainingsinhalte entwickelt dann der Trainer mit Blick auf den Verlauf der Vorbereitung.

 

Wer hat das sportliche Sagen für das Restprogramm der aktuellen Serie?

Volker Fuchs. Er wird uns ab Februar unterstützen und der verantwortliche Coach bei der Spielgemeinschaft sein.

 

Auch in diesem Jahr ist die Kreisoberliga wieder sehr ausgeglichen. Zudem sind einstige Top-Teams der Liga höchstens noch Mittelmaß. Woran liegt das? Wird das Niveau der Liga immer schwächer? Passt man sich automatisch der Qualität der Konkurrenz an?

Unsere Liga beheimatet keine Profis. Jeder führt ein Privat- und ein Arbeitsleben. Manchmal gewichtet man seine Prioritäten neu, da kommt der Sport kürzer. Wenn Leistungsträger ihr Engagement zurückfahren, wirkt sich das unumgänglich auf die Mannschaft aus. Dann müssen andere Spieler deren Lücken auffüllen und in offene Verantwortungen hineinwachsen. Das sind Prozesse, die dauern und eventuell zwischenzeitliche Tiefen beinhalten. Diese Beobachtungen sind so alt wie der Fußball selbst. Sie holen jeden Verein ein. Zu sagen, dass das Niveau schlechter wird, halten wir allgemein für überstürzt.

  

Wann geht es für Sie und Ihr Team wieder ins Training? Was ist in der Vorbereitung geplant?

Am 18. Februar. Was in welcher Einheit trainiert wird, hängt in dieser Zeit stark vom Wetter ab.

 

Wird man sich in der Winterpause personell verstärken?

Hier fällt die Antwort etwas ironisch aus: Wenn die Konkurrenz wüsste, wen wir alles sicher haben (s. Infokasten).

 

Wer wird Meister und wer steigt ab?

Bei aller Wertschätzung der Leistung von Milz und Oberlind wird die SG 1951 den Titel einfahren. Man erkennt sofort ein System in ihrem Spiel. Sie spielen attraktiv und können Qualität von der Bank bringen. Außerdem binden sie sukzessiv ihre jungen Eigengewächse ein. Aktuell wären es Veilsdorf und die Germania. Bei Sonneberg kann davon ausgegangen werden, dass sie mit ihrer Qualität eine bessere Rückrunde spielen und mehr Punkte als in der ersten Hälfte einfahren werden. Sie werden sich aus dem Abstiegskampf zu retten wissen. Wahrscheinlich wird Veilsdorf den Weg in die Kreisliga antreten müssen. Wir drücken ihnen als alten Rivalen auf dem Spielfeld trotzdem die Daumen, dass sie die Klasse halten.

Interview: Ulrich Hofmann

 

Der Bluffer

 

„Wenn sie wüssten, was wir alles schon sicher haben", bügelte Uli Hoeneß, Ex-Präsident des FC Bayern München, in der Rückrunde der abgelaufenen Bundesliga-Saison eine Diskussion über mögliche Neuzugänge in der bekannten Fußball-Sendung „Doppelpass" ab. Ein paar Monate später sollte sich herausstellen, dass an der Aussage so gut wie nichts dran ist. Im vergangenen Sommer hagelte es schließlich eine Absage nach der anderen. Erst kurz vor  Transferschluss sicherten sich die Münchner die Dienste zweier Spieler auf Leihbasis.

 

Volker Fuchs

Der neue Trainer der SG Sachsenbrunn/ Crock, Volker Fuchs aus Steinheid, spielte Anfang der 90er Jahre als Torwart bei Wacker Steinheid erfolgreich Fußball. Zunächst fünf Jahre lang in der Bezirksliga Südthüringen, in der Saison

1995/96 dann sogar in der Landesklasse. Seine prominenten Mitspieler damals lauteten unter anderem Mario Winter, die Gebrüder Probst, Dieter Kurth (Gompertshausen), Mario Koch oder Ralf-Peter Burkhardt. Bis Sommer 2019 war Fuchs als Coach in der Kreisoberliga Mittelthüringen für den FSV Oberweißbach im Einsatz.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 13.1.2020

 


Toni hört auf, bleibt aber in Effelder

 

Effelder – Toni Lenkardt hört auf mit Fußballspielen. Diesen Entschluss fasste der junge Mann von Fußball- Kreisoberligist SC 09 Effelder bereits Ende des vergangenen Jahres; nun ist es aber amtlich. Zwei Gründe gibt es für den Vollblutfußballer, die berühmten Schuhe an den Nagel zu hängen: Anfang November hatte sich Lenkardt erneut beim Spielen das Knie verdreht und musste nach 21 Minuten mit höllischen Schmerzen das Spielfeld verlassen. Die Diagnose beim Sportarzt in Erfurt war niederschmetternd: Kreuzbandriss – nun schon zum dritten Mal. Außerdem sieht der 26-Jährige im April erneut Vaterfreuden entgegen. Ein Grund mehr, seine Prioritäten neu zu ordnen. „Ich muss an die Gesundheit und an meine Family denken", begründete Toni Lenkardt gegenüber Freies Wort seinen Entschluss.

Lenkardt hatte vor 21 Jahren mit dem Fußballspielen begonnen, war mit 17 Jahren bereits in die erste Mannschaft aufgestiegen und hat seinem Verein immer die Treue bewiesen. Toni bleibt auch dem SC 09 Effelder weiter erhalten – als Co-Trainer von Coach Frank Vogel sowie als Mannschaftsleiter. Red

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 10.1.2020

 


Vogt verlässt den Erlauer SV

 

Erlau – Fußball-Kreisoberligist Erlauer SV Grün-Weiß verliert eine junge Nachwuchshoffnung: Jonas Vogt hat die Grün-Weißen Fußballer verlassen und kehrt zurück in seine alte fußballerische Heimat, zum 1. Suhler SV (Landesklasse, Staffel 3). Vor seinem Männer-Debüt in Erlau kickte der Breitenbacher für die Junioren der SG Suhl/Dietzhausen. Suhls Trainer Bernd Eckert, der den Wechsel am Wochenende im Rahmen der Suhler Stadtmeisterschaft bestätigte, beschreibt den 17-Jährigen als „ehrgeizigen Spieler, der weiß, was er will." 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 10.1.2020


  

„Junge, du hast die Luft nicht fürs Feld"

 

Damit dürften die Wenigsten vor der Saison gerechnet haben: Fußball-Kreisoberligist Milz überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz. Auch dank eines starken Rückhalts. In der Winterpause- Bilanz spricht Daniel Eppler, Torwart und Vorsitzender des SV 07 Milz, über ein Spiel, das er nie vergessen wird, auf was es in der zweiten Saisonhälfte ankommt, und seine Zeit als Thüringer Auswahlspieler.

 

Herr Eppler, die Saison ist vorerst auf Eis gelegt. Milz überwintert auf Rang zwei, ist das einzige Team unter den ersten Fünf aus dem Landkreis Hildburghausen. Fühlt sich doch gut an, oder?

Die Tabelle liest sich natürlich gut, allerdings ist dieser zweite Platz nicht mehr als eine Momentaufnahme. Kaufen können wir uns davon nichts.

 

In der vergangenen Saison lag Ihr Team zur Winterpause auf dem letzten Rang, nun auf Platz zwei. Wie kommt dieser Quantensprung zustande? Inwiefern spielt dieses verrückte Relegationsspiel gegen Häselrieth nach wie vor eine Rolle?

Am Ende gibt es natürlich mehr Faktoren für den Erfolg als nur dieses eine Spiel, aber sicherlich ist das Relegationsspiel ein ganz entscheidender Faktor dafür gewesen, dass es bislang in dieser Saison weitaus besser läuft. Wir haben in dieser Partie Kampf, Leidenschaft, also all die Tugenden an den Tag gelegt, die wir die Saison über oftmals haben vermissen lassen. Wir haben uns nach Rückstand nie unterkriegen lassen und bis zum Schluss gekämpft. Am Ende wurden wir dafür belohnt. Das Spiel hat letztlich jeden Einzelnen noch mal mehr motiviert. Ein anderes wichtiges Puzzlestück ist unser Rückkehrer Sascha Lautensack. Er hat in dieser Saison allein schon 13 Treffer erzielt. Die haben in der vergangenen Saison hinten und vorne gefehlt. Und letztlich hat auch das neue Trainerteam großen Anteil an unserem bisherigen Abschneiden. Und nicht zu vergessen: Das Glück, das uns in der letzten Saison oft gefehlt hat, war diesmal öfter auf unserer Seite.

 

Glück muss man sich allerdings auch erarbeiten. Wie zum Beispiel im Relegationsspiel. Sie können sicherlich nicht für jeden Einzelnen sprechen, aber wie ist das bei Ihnen, wenn es mal nicht so läuft, man allmählich resigniert. Erinnern Sie sich dann oft an diese Partie?

Offiziell ist das Spiel bei uns in der Mannschaft kein Thema mehr. In Vergessenheit wird es aber sicherlich niemals geraten. Ich bin mir sicher, dass sich der ein oder andere in gewissen Momenten oder Spielphasen schon daran erinnert, was man eigentlich vollbringen kann, wenn man an sich und das Team glaubt, und weiter kämpft. Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass wir in Milz schon immer diese Tugenden an den Tag gelegt haben. Uns zeichnet eher die mannschaftliche Kompaktheit aus. Wir haben noch nie zu den spielstarken Teams gezählt.

 

Zu Saisonbeginn, als die Milzer ganz oben standen, dachten sich viele: Naja, die werden die ersten drei, vier Spieltage mal die Sonne genießen, aber danach geht’s wieder runter in den Keller. Genau das ist nicht eingetreten. Hat sich dadurch etwas an der Zielstellung verändert?

Nein. Es geht nach wie vor um den Klassenerhalt. Die Liga ist so dicht beieinander, da kann schnell ganz viel passieren. Da reichen drei Niederlagen aus und du bist schon wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Dieser zweite Platz zur Winterpause darf jetzt nicht Anlass sein, überschwänglich zu agieren. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich froh bin, dass wir nicht mehr auf eins stehen, weil wir da nicht hingehören. Ich sehe uns als eine gute Mittelfeldmannschaft. Als wir oben standen, hat dich jeder drauf angesprochen. Egal, wo du warst. Diese Situation hat die Mannschaft schon irgendwo belastet.

 

Sind die Erwartungen der Anhänger aufgrund dieses Tabellenstandes größer geworden? Wenn ja,wie geht die Mannschaft damit um?

Nein. Unsere Anhänger wissen das zum Glück richtig einzuschätzen. Die haben die Zeit in der Landesklasse super genossen. Egal wo wir waren, es waren immer mindestens zehn, fünfzehn Mann vor Ort. Sogar zu einem Spiel in Brotterode, obwohl wir da schon längst abgestiegen waren. Da hätten eigentlich alle sagen können: Mensch, ist Samstag, ich mach die Kreissäge an und mach daheim Holz. Haben sie aber nicht. Wie gesagt: Die haben die Zeit so wie wir auch genossen, wissen aber  auch, dass der Schuster bei seinen Leisten bleiben sollte. Sprich Kreisoberliga. Und unser Vorteil ist auch, dass unsere Anhänger das Ganze auch sehr humorvoll nehmen. Die haben sich sogar schon beschwert, dass man nicht mehr so viel meckern kann wie noch in der vergangenen Saison.

 

Das heißt: In Milz will man gar nicht mehr hoch? Selbst, wenn man es auf einen Aufstiegsplatz schaffen würde?

Aktuell ist der Aufstieg für uns überhaupt kein Thema. Wenn Sie mich aber nach meiner Meinung fragen, dann sage ich ganz klar, dass ich den Schritt nach oben gehen würde. Definitiv, sofort. Weil die Zeit, in der wir Landesklasse gespielt haben, auch wenn es nur ein Jahr war, trotzdem ein super Erlebnis war. Und als Fußballer will man so hoch wie möglich spielen. Den Ehrgeiz hat man einfach. Vor der Saison hatte ich auch zwei Angebote höherklassig zu spielen.

 

Sie sind aber nicht gewechselt. Warum?

Weil ich weiß, wie es bei uns personell aussieht. Und ich bin einfach Milzer. Ich bin mit dem Verein eng verbunden. In den vergangenen Jahren habe ich Milz zuliebe einiges ausgeschlagen. Und letztlich käme ich wohl mit den Konsequenzen nicht klar, obwohl ich mir sicher bin, dass ich es rein fußballerisch gepackt hätte. Umso schöner ist es ja dann aber eben, wenn du mit deinem Herzensverein oder Heimatverein, je nachdem wie man das jetzt nennen mag, aufsteigst.

 

Wer wollte Sie denn haben?

Das ist jetzt Wurst.

 

Sind Sie eigentlich gebürtiger Milzer?

Ja.

 

Und haben hier das Fußballspielen gelernt?

So kann man das sagen. Ich hab hier 1997 angefangen, bin dann aber nach zwei Jahren nach Haina gewechselt. Aus welchen Gründen auch immer.

 

Als Milzer nach Haina. Ist das nicht eine Todsünde?

Ach ja, mein Gott. Mittlerweile ist das alles nicht mehr so eng. Mein Vater hatte damals in Haina gespielt, und ich bin da dann halt auch hin. Allerdings auch nur zwei Jahre. Anschließend ging es nach Hinternah zum Erhard Mosert. Das war eine richtig coole Zeit. Wir sind damals Landesmeister mit den B-Junioren geworden. Im gleichen Jahr waren wir auch Landespokalsieger. Zudem haben wir die Nordostdeutsche Hallen- Landesmeisterschaft in Halle gespielt. Gegen Hertha, Cottbus und Rostock. Wenig später war ich auch Thüringer Auswahlspieler. René Eckhardt, Carsten Kammlott: Wir waren damals eine Truppe. Bei den A-Junioren hat sich das dann aber alles zerschlagen. Ich war dann noch beim Probetraining in Jena, aber leistungsmäßig hat es dann einfach nicht gereicht. Leider bin ich damals erst sehr spät mit 13 Jahren zum Mosert hin.

 

Leider heißt: Sie glauben, wenn der Sie vorher schon geschliffen hätte, würde man Daniel Eppler heute irgendwo in der  dritten Liga sehen?

Ob man mich dann heute dort sehen würde, kann ich nicht beurteilen. Ich denke aber, dass es für höherklassigen Fußball gereicht hätte. Ich bin aber in einem Alter nach Hinternah, in dem bereits andere Dinge im Leben immer mal wieder verlockender waren als der Fußball.

 

Bereuen Sie es ab und an, dass es nicht anders gelaufen ist?

Ab und an gibt es sicherlich Momente, wo man denkt, ach ja, wäre vielleicht schön gewesen, denke aber, dass es jedem Menschen im Leben so geht. Heute, als Erwachsener, kann ich rückblickend nur sagen, dass, wenn du in das Geschäft rein willst, dir alles drumherum egal sein muss. Die Mädels, Zigaretten, etc.

 

Standen Sie eigentlich schon immer im Tor?

Es heißt ja immer, der Dicke geht ins Tor. Das war damals auch bei mir der Fall. In Haina, bei den D-Junioren, habe ich als Feldspieler gespielt.

 

Welche Position?

Stürmer. Habe auch ein paar Tore geschossen. Ich war damals einer der Größten in meiner Altersklasse. Der Brecher vorne drin sozusagen.

 

Warum sind Sie dann wieder im Tor gelandet?

Mein Vater hat zum Glück zu mir gesagt: Junge, du hast die Luft nicht fürs Feld. Spätestens in Hinternah haben sie mir dann auch, zumindest was das Läuferische angeht, meine Grenzen aufgezeigt. Für mich war das dann Bestätigung, dass ich mit der Torwartposition alles richtig gemacht habe.

 

Ab und an sollte man eben doch auf den alten Herren hören. Welchen Ratschlag würden Sie der SG Veilsdorf geben?  Tabellenletzter, zehn Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz. Gibt kaum noch welche, die einen Pfifferling auf die Keramiker setzen.

Relativ wenig. Aber, was ich ihnen raten würde, ist, niemals aufzugeben. Das Lied können wir in- und auswendig singen.  Wenn du dich aufgibst, hast du verloren.

 

Die Liga ist auch in dieser Saison sehr ausgeglichen. Einstige Top- Teams sind nur noch Mittelmaß. Woran liegt das? Ist die Liga, in der ein Aufsteiger mit 7:0 zum Auftakt gewinnt, so schwach?

Nein, das würde ich nicht sagen. Einige Teams wie die SG Veilsdorf sind eben gerade an einem Punkt, an dem sich der Kreis schließt. Du hast einfach deine Höhen und deine Tiefen. Das geht vielen Mannschaften so. Magerer Nachwuchs,  Führungsspieler, die ins Alter gekommen sind. Das sind alles solche Dinge ...

 

Wie sieht es in Milz mit dem Nachwuchs aus?

Wir haben kaum was hinten dran.

 

Wie groß sind da als Vorsitzender, der Sie inzwischen ja auch schon seit einem Jahr sind, die Sorgenfalten?

Wir haben was im E- und D-Juniorenbereich, allerdings dauert das auch noch mal fünf, sechs Jahre für den Männerbereich. Das ist schon ein brisantes Thema, sagen wir es mal so. Es ist auch kein Geheimnis, dass wir vor zwei Jahren eine Spielgemeinschaft mit Haina angestrebt haben. Das hat sich dann aber zerschlagen, weil es viele Gegenstimmen gab. Aber letztlich wird das der Trend für die Zukunft sein: Es wird immer weniger Vereine geben, die eigenständig agieren können.

 

Wie läuft die Vorbereitung ab?

Mitte Januar starten wir wieder ins Training. Mitte Februar geht es dann ins Trainingslager nach Nördlingen. Zwischendurch spielen wir auf dem Kunstrasenplatz in Hildburghausen gegen die Eintracht.

 

Was wird sich im Verletzten-Lazarett tun?

Stefan Peter, der zuletzt mit dem Knöchel zu kämpfen hatte, wird wieder zurückkehren. Daniel Sommer, und Nico Schwamm, der noch an einem Kreuzbandriss laboriert, werden hoffentlich ebenso wieder dabei sein. Wenn die drei zurückkommen, sind wir noch mal richtig gut aufgestellt für die zweite Saisonhälfte.

 

Was wünschen Sie sich für 2020?

Ich wünsche mir, dass wir weiterhin so gut zusammenarbeiten, die Zusammenarbeit vielleicht noch etwas verbessern sowie allen Gesundheit und dass ich im nächsten Jahr endlich mal Oliver Kahn treffe.

 

Ist er Ihr großes Idol?

Ja. Ich habe sämtliche Bücher von und über ihn daheim.

 

Uns ist auch zu Ohren gekommen, dass Sie ein Genussmensch sind.

Das ist tatsächlich richtig.

 

Schwarzwälder Kirschtorte oder Zupfkuchen?

Zupfkuchen.

 

Schwarzbacher oder Köstritzer?

Schwarzbacher, aber nur vom Fass.

 

Griechisch oder italienisch?

Ach, geht alles.

 

Und was gibt’s typischerweise an Heiligabend? Kartoffelsalat?

Ja, mit Wienern. Finde ich auch gut, denn am ersten und zweiten Feiertag wird ja dann auch immer gut gegessen.

 

Herr Eppler, zum Abschluss vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: In der zweiten Saisonhälfte kommt es für uns darauf an, dass wir ...

... unsere Trainingsintensität genauso hoch halten wie am Anfang der Saison; dass wir als Mannschaft zusammenstehen. Dann wird uns eine ähnlich erfolgreiche Runde bevorstehen.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 28.12.2019

  

Ohne Not, ohne Trainer

 

Fußball-Kreisoberligist SG 1951 Sonneberg und Trainer Stephan Wild gehen getrennte Wege. Aus sportlichen Gründen ein Unding, denn die Kicker vom Wolkenrasen führen die Tabelle an.

 

Von Lars Fritzlar

 

Sonneberg – Zu 99 Prozent steht mitten in der Saison bei einer Fußball- Mannschaft die Trennung vom Trainer eigentlich nur aus einem Grund zur Debatte: Wenn es sportlich überhaupt nicht läuft. Doch beim Kreisoberligist SG 1951 Sonneberg kann dies nicht der Fall sein. Der aktuelle Spitzenreiter liegt nach 14 Spielen mit 31 Punkten – zustande gekommen nach neun Siegen, nur einer Niederlage und vier Unentschieden – mehr als im Soll und hat auf Verfolger Milz und Oberlind drei Punkte Vorsprung. Läuft die Frühjahrsrunde ähnlich gut, so könnte der Landesklasse-Absteiger sofort wieder aufsteigen. Dabei glänzen die 51er nicht nur mit einem überragenden Sturm, aus dem Andy Marsiske (15) und Markus Büchner (13) als Führende der Torjägerwertung herausragen. Auch die Abwehr scheint sich gegenüber der Vorsaison (103 Gegentore), in der es einige deftige Niederlagen setzte, sehr gefestigt zu haben. Nach mehr als der Hälfte aller Spiele der Saison 2019/2020 haben die Schützlinge von Trainer Stephan Wild gerade einmal 13 Gegentreffer kassiert. Ein Spitzenwert, der gleichzeitig auch verdeutlicht, dass der Mann auf der Trainerbank, sein Co-Trainer Claus Bauer, Betreuer Philipp Scheler und Michael Stegle, der Sportliche Leiter, so viel nicht falsch gemacht haben können.

 

Doch in der ersten Dezember-Woche sickerte dann doch die aus sportlicher Sicht überraschende Nachricht durch: Stephan Wild und die SG 1951 Sonneberg gehen getrennte Wege. Von offizieller Seite kommt ein augenscheinlich wohlüberlegtes Statement: „Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt", verrät Michael Stegle der Internet-Plattform fupa.net . Sportliche Gründe könne man ausschließen, mehr ließ sich aber der erfahrene Stegle nicht entlocken, trotz hartnäckigster Nachfrage.

Wild wird darum in Sonnebergs Fußball- Kreisen nun über Wild und die Trennung von den 51ern spekuliert. Am Ende, so könnte man nach dem Studium mehrerer Netzwerke meinen, hätten eher zwischenmenschliche Aspekte eine Rolle gespielt. Natürlich wird das weder der ehemalige Coach Wild noch seine ehemaligen Spieler bestätigen. Es darf dennoch davon ausgegangen werden: So richtig hat das nicht mehr funktioniert zwischen Trainer Wild und den vor allem erfahrenen Spielern seiner Mannschaft. Auch könnte die noch nicht so richtig funktionierende Einbindung der Junioren ein Grund für Missstimmungen gewesen sein. Doch alles kein Beinbruch, könnte man als eingefleischter 51er meinen. Denn die Mannschaft wird bis zum Frühjahr ja das Fußballspielen nicht verlernt haben. Nur gut, dass gerade Winterpause ist. So haben die Offiziellen am Wolkenrasen noch etwas Luft bei der Suche nach einem Nachfolger. Stegle wollte sich auch hier nicht festlegen. Da sei noch nichts „unterschriftsreif", heißt es vom Ziegenrückweg 34, der Heimspiel-Adresse der Wolkenrasen-Kicker. Allerdings wird auch hier schon wieder wild über die Nachfolge spekuliert. Nicht abgeneigt zeigt sich der Vorstand allerdings von einer Interimslösung bis Saisonende – und diese heißt Spielertrainer Sebastian Wenke. Bestätigt ist das allerdings noch nicht.

 

Wie geht es aber weiter mit Stephan Wild? Langeweile kommt bei dem Vollblutfußballer nicht auf, denn er hat ja nach wie vor ein Spielrecht beim SV 08 Steinach. Hier half er in der zweiten und dritten Mannschaft auch schon ein paar Mal im Herbst aus. Das könnte sich Wild auch für das Frühjahr 2020 vorstellen. „Vielleicht in Steinach ein bisschen in der dritten Mannschaft spielen, wenn sie mich brauchen", blickt Wild voraus. Gleichzeitig will der 40-Jährige aber auch privat Vollgas geben und ist darum nicht beschäftigungslos. „Bis März, April werde ich mich jetzt erst mal um meinen Hausbau kümmern", meint er, doch „ganz ohne Fußball wird es nicht gehen", betont Wild, der sich ab Sommer 2020 durchaus vorstellen könnte, noch einmal irgendwo als Trainer anzuheuern, „wenn sich bis dahin was Interessantes ergeben würde", nennt er die Bedingung, bleibt aber gelassen: „Einfach mal schauen, was kommt."

Der Blick zur SG 51 bleibt für Wild mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. „Ich wünsche den Jungs trotzdem alles Gute, dass sie ihren Weg so weitergehen und ihr Ziel oder ihre Ziele erreichen", ergänzt der Steinacher. Fri

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 13.12.2019



Steinheider wird Falkner

 

Steinheid/Sachsenbrunn – Fußball-Kreisoberligist SG SV Falke Sachsenbrunn/ SV Edelweiß Crock hat einen neuen Trainer: Volker Fuchs aus Steinheid wird die sportliche Leitung übernehmen und am 18. Februar 2020 zum Trainingsauftakt mit der Mannschaft in das Restprogramm der Saison starten. Fuchs spielte als Torwart bei Wacker Steinheid Anfang der 1990-er Jahre erfolgreich Fußball – zunächst fünf Jahre lang in der Bezirksliga und in der Saison 1995/1996 sogar in der Landesklasse. Seine Mitspieler waren damals zum Beispiel Mario Winter, die Gebrüder Probst, Dieter Kurth (Gompertshausen), Mario Koch oder Ralf-Peter Burkhardt. Zuletzt war Fuchs als Coach in der Kreisoberliga Mittelthüringen im Einsatz. Bis zum Sommer trainierte er dort den FSV Oberweißbach. Seine Mannschaft belegte am Ende der Serie Rang zehn. Die Oberweißbacher hatte zur neuen Saison Daniel Meyer (zuletzt in Steinach) übernommen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 2.12.2019

 

 

Kreisliga-Knipser soll Erlauer SV verstärken

 

Erlau – Ludwig Gruchenberg, Spieler von Fußball-Kreisligist SV 08 Engertal Schleusingerneundorf, wechselt in der Winterpause zum Erlauer SV Grün-Weiß. Damit geht der 24-jährige Angreifer ab 2020 eine Klasse höher, in der Kreisoberliga, auf Torejagd. Gruchenberg erzielte in der vergangenen Saison insgesamt 29 Treffer für die Engertaler. Damit war er maßgeblich mit am Aufstieg in die Kreisliga beteiligt. Mit seiner Trefferausbeute sicherte er sich zudem die Torschützenkanone in der 1. Kreisklasse/ Staffel West. Zur Winterpause liegt der Aufsteiger aus Schleusingerneundorf aktuell mit zwanzig Punkten auf dem neunten Tabellenplatz und hat mit dem Abstiegskampf derzeit nichts am Hut. Bester Torschütze der 08er ist bislang, wie sollte es auch anders sein, einmal mehr Ludwig Gruchenberg mit 13 Treffern (Platz vier der Torjäger-Liste). Nun hat sich der Torjäger beim SV 08 Engertal Schleusingerneundorf abgemeldet und sucht bei den Grün- Weißen in Erlau eine neue Herausforderung. Gespräche zwischen den beiden Vereinen hinsichtlich der Wechselmodalitäten stehen allerdings noch aus. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 30.11.2019

 

  

Für die SG Veilsdorf/Heßberg geht es im Fußball- Kreispokal am Samstag um mehr als nur um den Einzug ins Halbfinale. Vielmehr steht die krisengebeutelte SG vor einem wegweisenden Spiel.

 

Von Carsten Jentzsch

Veilsdorf – Grau in grau: Das Wetter könnte die Stimmungslage bei der SG Veilsdorf/Heßberg derzeit besser kaum treffen. Das Schlusslicht der Kreisoberliga liegt nun schon acht Zähler hinter dem Tabellenvorletzten Sonneberg-West.

Am letzten Spieltag in diesem Kalenderjahr kassierte das Team von Trainer Marcus Kellner die dritte Niederlage in Folge. Ausgerechnet gegen den ebenso kriselnden Landesklasse-Absteiger SG Sachsenbrunn zog man den Kürzeren. Kurz vor Schluss schoss Frederik Leis die Elf vom Weihbachgrund noch tiefer in den Abstiegssumpf. Vorausgegangen war ein Fehlpass. Einer von vielen in den vergangenen Wochen. Allein in den letzten drei Spielen kassierte man elf Gegentore,  erzielte dagegen nur drei Treffer selbst. Auch Torjäger Ronny Jauch scheint das Glück irgendwie abhanden gekommen zu sein. „Die sind alle ziemlich verunsichert", bringt es Veilsdorfs Fußball-Abteilungsleiter Dittmar Börner auf den Punkt. Aus dem Sinkflug zu Beginn der Saison ist mit drei Punkten aus den letzten zehn Spielen inzwischen ein unkontrollierter Sturzflug geworden. Der Aufprall droht. Über zwei Monate ist der letzte Sieg her. Die Kreisliga rückt immer näher.

 

Einzig und allein mit einem Erfolgserlebnis dürften sich die Verantwortlichen wohl das verloren gegangene Selbstvertrauen am ehesten zurückholen. Da kommt der Pokal am Samstag doch gerade recht. Immerhin steht das Schlusslicht der Kreisoberliga, nach einem 4:1-Sieg gegen den Tabellenvierten der Kreisoberliga Oberlind, im Viertelfinale. Doch ausgerechnet der SV Westhausen reist am Samstag in den Weihbachgrund. Gegen den Ligakonkurrenten setzte es Ende September, an gleicher Stelle, eine 1:5-Niederlage. „Ich hoffe wirklich sehr, dass die Mannschaft hier zum Erfolg kommt, um entsprechend aufgemuntert in der Winterpause in die Vorbereitung zu gehen. Ansonsten wird es sehr kritisch", so Dittmar Börner. Auch Trainer Marcus Kellner wünscht sich im Moment nichts sehnlicher. „Das wäre für alle Beteiligten wohl das Beste, wenn man wieder sieht, dass es funktioniert", sagt er. Doch das Gegenteil ist derzeit der Fall. „Wir spielen nicht schlecht, erarbeiten uns Chancen, und auch im Training zieht die Mannschaft gut mit. Die Beteiligung ist mit 14, 15 Mann nach wie vor hoch. Dafür muss ich meiner  Mannschaft wirklich mal ein Kompliment aussprechen. Auch in dieser schwierigen Phase holen sie das Beste aus sich raus." Auf die Frage, warum es derzeit einfach nicht klappen will, weiß Kellner allerdings auch nicht so recht eine Antwort. „Wenn ich das wüsste, dann hätte ich schon längst was unternommen", gibt sich der Trainer der Keramiker offen. Sicherlich habe es etwas mit fehlendem Selbstvertrauen zu tun. „Klappt eine Aktion nicht, klappt die andere nicht. Da greift dann ein Rad ins andere", versucht der Trainer, das Dilemma in Worte zu fassen. Bei der Partie am Samstag hofft der Trainer auf den unbedingten Willen, die 1:5-Pleite vergessen zu machen. „Wir mussten die Partie im September mit einigen Juniorenspielern bestreiten. Die Truppe, die am Samstag auf dem Platz steht, ist eine andere", so Kellner.

 

Auch Westhausens Trainer Markus Roth erwartet ein anderes Spiel, warnt sogar eindrücklich vor der krisengebeutelten Spielgemeinschaft. „Ich gehe davon aus, dass die Veilsdorfer angesichts des Ligaspiels mit Schaum vorm Mund auflaufen werden. Zudem haben die letzten Ergebnisse, bis auf das 0:5 in Effelder, gezeigt, dass sie nah dran sind an einem Erfolgserlebnis. Die Form ist ansteigend", so Roth, der mit seinem Team in dieser Saison ebenfalls durch eine Krise gehen musste. Nach dem achten Spieltag hatten die Unterländer erst zwei mickrige Punkte auf dem Konto. Doch inzwischen ist der Liga-Dino alles andere als vom Aussterben bedroht. Mit ruhigem Gewissen überwintern die Unterländer mit 18 Punkten auf einem Nichtabstiegsplatz. Nach sechs Niederlagen und zwei Unentschieden sicherten sich die Westhäuser ausgerechnet mit dem 5:1 in Veilsdorf die ersten drei Punkte. Für Roth war es schon ein „Wendepunkt", seiner Ansicht nach haben aber erst die Siege über den Tabellenzweiten aus Milz sowie den Dritten aus Effelder das Selbstvertrauen  zurückgeholt. „Wenn du gegen Mannschaften, die oben dran stehen, punktest, dann ist das sehr viel mehr wert", sagt er. Eine Formel, wie man wieder in die Erfolgsspur zurückfindet, und die eins zu eins übertragbar ist, kennt allerdings auch er nicht. Es komme auf viele Faktoren an. In der schwierigen Phase zu Saisonbeginn habe man auch, ohne dabei zu viel auszuplaudern, in Sachen Taktik an ein paar Schräubchen gedreht. Auch das hatte Roth zufolge Anteil an der Kehrtwende. Aber so richtig bergauf gehe es eben erst, wenn ein Spiel mal wieder gewonnen wird. Dass das der SG Veilsdorf  ausgerechnet am Samstag gelingt, wollen die Westhäuser unbedingt verhindern. In Veilsdorf würden sie dagegen gern mit einem Halbfinaleinzug die geschundene Seele einbalsamieren wollen. Veilsdorfs Urgestein und Vorsitzender des  Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen, Dittmar Börner, hätte jedenfalls auch nichts dagegen, wäre die Stimmung auf der anschließenden Ehrenamtsveranstaltung des KFA im Gemeindezentrum Heßberg (19 Uhr) doch irgendwie sorgenfreier. Weniger Endzeit, mehr Aufbruch ...

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 15.11.2019

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